Ehe am Ende? Ich fresse alles in mich hinein und fühle mich überfordert...?

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6 Antworten

Ihr beide scheint euch zu viele Aufgaben auferlegt zu haben und nicht darüber nachzudenken, wie euer Leben in einfachen, machbaren Schritten besser werden könnte.

Als Erstes würde ich mal ALLE Aufgaben aufschreiben, die du hast. Jede einzelne Verantwortung, also Kind wecken, anziehen, zur Physio bringen, Haus saugen, Staub wischen usw. Und dazu schreiben, wann und wie oft das gemacht wird. Dann Aufgaben bewerten nach "mache ich gerne", "geht so", mache ich ungern", "hasse ich". Bei den letzten beiden Kategorien die Gründe ermitteln - WARUM fühlst du dich bei der Physio z.B. unwohl? Liegt es am Verhalten des Kindes, ist die Therapeutin unfreundlich zu dir, fühlst du dich mit ihrer Methode oder in ihren Räumen unwohl, liegt es nur daran, dass diese Aufgabe ein Zeitfresser ist?

Als nächstes halt überlegen, was man effizienter oder seltener machen oder delegieren könnte. Könnte z.B. die Oma alle zwei Wochen oder so die Kleine zur Physio bringen? Könnte man seltener Hausarbeiten machen, die man hasst? Könnte man Aufgaben, die man hasst, anders gestalten, so dass sie angenehmer werden?

Dann solltest du (auch dein Mann) DRINGEND überlegen, was ihr jeden Tag 5 min und einmal die Woche länger (eine halbe Stunde, eine Stunde, noch länger) nur für euch tun könnt, um bewusst zu entspannen. Das kann eine ganz einfache Sachen wie "heiß duschen mit duftendem Duschgel" sein oder "meinem Hobby nachgehen" oder "mit einer Freundin telefonieren" oder "eine Massage genießen" (Massage deshalb, weil Stress den Körper verspannt, was zu Schmerzen und auch schlechter Lauen aufgrund der oft "versteckten" Schmerzen führen kann. Stress verspannt, Verspannungen machen langfristig müde und Müdigkeit stresst dann wieder, man hat weniger Geduld mit dem Kind usw.).

Erstelle eine Liste mit kleinen Auszeiten/ Belohnungen für jeden von euch im Alltag. Ein Stück besonderen Kuchen oder Eis essen, Lieblingsmusik hören, Bad nehmen, Sport machen, singen, mit Freunden reden oder schreiben, dem Hobby nachgehen. Überlege dir Aktivitäten, die man auch in kurzer Zeit machen kann, so dass man jeden Tag eine dieser Aktivitäten einbauen kann, auch wenn wenig Zeit vorhanden ist. 

Für deinen Freund wäre es z.B. besser, Sport zu machen, um seinen Frust loszuwerden, als so viel zu rauchen.

Suche dir online ein Forum über Psychologie, Burnout, Psychotherapie und schreibe dort über deinen Frust. Evtl. bekommst du hilfreiche Tipps, andernfalls bist du durch das Schreiben schon deinen Frust ein bisschen losgeworden.

VERMEIDET bitte einen Wettkampf darum, wem es am schlechtesten geht!!! 

Stattdessen, fangt beide mit ganz kleinen Schritten an. Versucht, hin und wieder Zeiten zu schaffen, zu denen einer das Kind nimmt und der andere ausspannen kann. Oder das Kind zur Oma oder zur Nachbarin oder zur Betreuung geht. Geht dann entweder schlafen (wenn Schlafmangel herrscht) oder macht bewusst etwas, das eure Batterien auflädt, also nicht nur stumpf surfen oder fernsehen. Versucht, auch Kleinigkeiten füreinander zu tun. Z.B. Rücken- oder Fußmassage für den Partner nach der Arbeit (erst der eine, dann der andere). Komplimente. Kleine Aufmerksamkeiten. 

Überlege, ob du etwas mit Kind tun könntest, das dir auch Spaß macht und ein paar Kontakte beschert. Je nach Alter des Kindes z.B. Sport, Mutter-Kind-Schwimmen, falls du gerne schwimmst, Kreativkurs etc. Etwas, das dir auch Spaß machen würde und wo du Gleichgesinnte trifft, auch wenn es Schweizer sind. ;-)

Suche Videos über effizientes Putzen etc. Oft kann man Routinen verbessern und hat dann doch mehr Zeit. 

Versucht bitte nicht, euch gegenseitig zu zerfleischen in dem Bemühen, den Frust beim anderen abzuladen, weil jeder glaubt, es ginge ihm schlechter! Versucht stattdessen, Kleinigkeiten zu verändern, damit es euch beiden nach und nach besser geht. Überlege z.B. mit der Oma/ Schwiegermutter, ob sie mal eine Woche das Kind betreuen könnte, damit du deine Familie in Deutschland besuchen kannst und mit neu aufgeladenen Batterien zurück kommen kannst. Nicht heute oder morgen, aber vielleicht noch vor Weihnachten. Dann hätte die Tochter einen tollen Urlaub bei Oma, der Mann mal Zeit für sich und du Zeit mit deiner Familie. Vielleicht ist so etwas ja langfristig möglich.

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Hallo Andrealc12345,

ich kann so ungefähr nachempfinden, wie du dich fühlen musst. 

Hättest du in deiner Kindheit mehr Rückhalt und Geborgenheit erfahren, würdest du heute mit dieser Situation und dieser Verantwortung anders umgehen können... es tut mir leid, dass du schon so viel als Kind durchzustehen hattest.

Jetzt kann ich dir nur den konkreten Rat geben, dass ihr als Familie euch Hilfe holt, nicht nur du, weil du dich in der Hauptverantwortung siehst.

Mache deinem Mann klar, dass eure Ehe und die Familie zerbricht, wenn es so weiter geht.
Du bist auf allen Ebenen unzufrieden (Wohnort, Job, zuviel Verantwortung, fühlst dich allein mit allem) und dein Mann hat so viel Stress, dass du ihn "schonen" willst. Das kann so nicht gut gehen. Auch dein Mann muss sich der Situation und den Problemen stellen. Vielleicht heißt das auch, im Job Abstriche zu machen...

Wende dich an eine Familienberatungsstelle.
Ihr müsst euch aber beide dafür öffnen und ehrlich zu euch selbst und zueinander sein.
Tut es auch um Eurer Tochter Willen.

Ich wünsche Dir/Euch von ganzem Herzen alles Gute!

LG Kessy

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Miteinander reden ist wohl nicht eure Stärke oder? Wenn beide unglücklich sind dann müsst ihr miteinander reden. Ein Umzug würde aber auch nicht's bringen,denn deine Probleme nimmst du mit. Du glaubst deine Eltern würden dich mit offenen armen empfangen? Nein die interessieren sich doch auch nicht dafür. Wichtig wäre es in eurer jetzigen Heimat glücklich zu werden und vielleicht mal eine Therapie machen.

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Das erste, was mir beim Durchlesen deiner Frage auffällt, dass ihr beide in eurer Ehe ein großes Kommunikationsproblem habt. Ihr müsst mehr miteinander reden und zwar so, dass es nicht in einem Wettbewerb hinausläuft, wem es schlechter geht.

Ihr seid beide unglücklich. Analysiert doch was euch beide denn so unglücklich macht und überlegt dann, was man ändern könnte, damit ihr nicht mehr so unglücklich seid.

Wa hält dich beispielsweise davon ab einen neuen Job zu suchen und dann den alten einfach zu kündigen?

Warum willst du mit deiner Tochter nicht zur Physio fahren? Hast du Kontakt mit anderen Müttern, mit denen du dich austauschen kannst?

Hast du dich schon mal untersuchen lassen, ob du an einer Wochenbettdepression leidest, von der du dich nie erholt hast? Oder eventull eine andere Krankheit, die im Zusammenhang mit einer Geburt stehen?

Bei der Gelegenheit sollte mal angemerkt werden, dass in unserer Gesellschaft das Mutterdasein als das Ziel im Leben einer Frau dargestellt wird und als die einzige Sache, die sie glücklich machen kann. Dabei sind Frauen unterschiedlich. Jede reagiert daher auch auf Mutterschaft anders.

Nur weil du nicht gleich überschäumst vor Glück, heißt das noch lange nicht, dass du eine schlechte Mutter bist.

Hast du dich mal gefragt, was denn dich glücklich machen würde? Außer nach Hause ziehen (dass sich nebenbei bemerkt auch nicht gerade glücklich liest)? Gibt es eine Aktivität oder irgendetwas, wenn du es eine Stunde lang machen würdest, was dich glücklich macht? Gönnst du dir generell etwas Zeit für dich?

Unterstützt dich dein Mann bezüglich des Familienlebens? Macht er mal etwas mit seiner Tochter? So wie sich deine Frage liest, wohl eher nicht.

Hast du schon mal erwogen zur Eheberatung zu gehen? Hast du darüber nachgedacht dir woanders psychologische Hilfe zu holen?

Ich denke so festgefahren wie die Situation ist, wirst du es ohne professionelle Hilfe nicht schaffen.

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Hey :)

Ich bin 18 Jahre männlich, kann deshalb natürlich nicht so mitreden, aber ein parr Dinge sind mir an deiner Erläuterung der Fragestellung doch aufgefallen.

Du hast sehr viel Schlechtes in deinem Leben erfahren müssen und wo du bist fühlst du dich unwohl. Du darfst nicht immer alles mitmachen. Du musst an einen Ort wo du dich wohlfühlst, wo du auch mal etwas Zeit für dich hast und alles Negative deines Lebens verarbeiten kannst.

Du willst immer unbedingt IRGENWOHIN weg, um die Dinge verdrängen zu können, aber es geht darum sie zu verarbeiten. Ich weiß ich bin erst 18, aber glaub mir ich habe schon Dinge mitmachen müssen von denen die meisten hier keine AHung haben.

Solche Dinge treffen ein immer wie ein harter Schlag und nichts kann so hart zuschlagen wie eben das Leben, so wie bei dir. Aber du musst dir in Erinnerung rufen, dass es nicht darum geht wie hart man zuschlagen kann, sIndern wie viele Schläge du einstecken und verarbeiten kannst. 

Wie viel kannst du einstecken?

Du musst da raus. Denk darantes,  dass du Mama bist. Dieses Gefühl muss doch unbeschreiblich schön sein. Noch ist deine Tochter klein und sie wird davon nicht ganz so viel mitbekommen. Auch, wenn ihr ein gemeinsames Kind habt. Wie soll er der Richtige sein, wenn er Dinge von dir verlangt, die dich dauerhaft und durchgehend unglücklich machen? Du sagst selbst du musst dich immer um alles kümmern, du fühlst dich nicht wohl und er kommt dir in dieser Hinsicht nicht entgegen. Was ist das für ein Mann? Wäre er der Richtige könnte er nur glücklich sein, wenn du es auch bist. Mittlerweile stehst du kurz vor dem Zusammenbruch. Sei bitte nicht naiv. Denk an das Wohlergehen deiner Tochter. Soll sie mit diesem Vater groß werden, der null Rücksicht auf seine Frau, ihre Mutter nimmt, der nur das akzeptiert was er möchte? Auch wenn er verschlossen ist. Er soll sich schämen!

Du sagst du hast keinen Rückhalt, fühlst dich nicht zu Hause und bist nur am weinen. Wie kann er das zulassen? Für ihn bist du doch viel zu gut.

Er übernimmt keine Verantwortung. Er macht nicht wirklich was im Haushalt, du fühlst dich bei ihm nicht geborgen, er sorgt sich nicht vernünftig um euch.

Ich möchte dich persönlich auf keinen Fall angreifen! Aber was tut er denn eigentlich Positives für dich und deine Tochter?

Eigentlich ist er doch das beste Beispiel wie man als Ehepartner und Vater versagt oder?

Was für ein Stress? Du kümmerst dich um alles. Er hat nur seine Arbeit. Mein Vater arbeitet 6 Tage die Woche in ner Bar. Teilweise übereits zwanzig Srunden am Tag. Meistens 14-18 Stunden. Am Montag macht er dann denn Bürokram und muss seine Termine abarbeiten und einkaufen. Aber er würde meine Mutter niemals im Stich lassen. Also wovon ist dein Mann gestresst??

Es geht soweit das du bereits einen Psychater in Anspruch genommen hast.

Was hält dich denn noch an ihm?

Du musst dahin wo du dich wohlfühlst und auch mal Zeit für dich hat, wo du unterstützt wirst.

Du brauchst jemanden, der sich wirklich um dich und deine Tochter umsorgt und euch Halt gibt.

Was ist er bloß für ein Mensch?

Ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!

LG :)

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Kommentar von Kessy04
24.07.2017, 22:01

Deine Zukünftige kann sich schon mal auf einen netten Mann freuen. ;-)

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Das hört sich echt traurig an. Aber glaub mir du bist nicht die einzige die so ein Leben lebt, ich würde vorschlagen es mal mit einer Selbsthilfegruppe zu versuchen. Das ständige in sich hineinfressen wird auf dauer nur alles schlimmer machen da spreche ich aus Erfahrung. Mir bleibt leider nur dir alles Gute und viel Glück zu wünschen. Du packst das! :)

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Kommentar von Andrealc12345
13.07.2017, 17:32

Welche Art Selsthilfegruppe meinst du denn? Ging es dir ähnlich?

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