Durchlauferhitzer Sicherung springt raus?

8 Antworten

Der Durchlauferhitzer läuft mit 35 A, die Sicherung hat aber nur 25 A.

Das ist der 1,4fache Nennstrom der Sicherung... Ja, deshalb fliegt diese... Der DLE ist zu stark, da muss ein kleinerer rein... 25A ist schon sehr mager für einen DLE... Sicherung erhöhen ist aber nicht einfach so machbar, da die Leitung das auch aushalten muss...

Würdest du einen "schwächeren" DLE besorgen oder die Sicherung erhöhen? Der Hausmeister hat die Leitungen selbst verlegt und ich bin nicht sicher, inwieweit er sicherstellt, dass die Leitung für 35 A ausgelegt ist.

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@JB0989

Das lässt sich nur beantworten, wenn man die Daten der Leitung kennt. (Verlegeart, Querschnitt, Länge, nachgemessen den Ik) Wenn die LEitung es her gibt, würde ich erhöhen. Aber NICHT einfach so. Das muss vor Ort geklärt werden.. Kleinerer DLE kommt in Frage, wenn die Sicherung nicht erhöht werden kann. Sonst muss ein neies Kabel gelegt werden.

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Mein Hausmeister, der selbst Elektriker ist, meint, es könne nicht an der zu niedrigen Sicherung liegen, da diese sonst sofort rausspringen würde.

Und der nennt sich Elektriker? 😂

Natürlich "springt" eine Sicherung bei einer solch vergleichsweise niedrigen Überlastung nicht sofort raus, sondern erst nach einiger Zeit. Hängt von der Art des verwendeten Sicherungsautomaten und der Auslösecharakteristik ab.

Sofort sollte eine Sicherung auslösen, wenn ein Kurzschluss besteht. In dem Fall herrscht zumindest kurzzeitig ein Strom von über ~2000 Ampere.

Wenn das so ist, ist das völlig normal. Aber der Hausmeister ist sicher kein echter Elektriker, sonst wüsste er es besser:

Eine 25A-Sicherung hält den 1,4fachen Strom von 35A eben ungefähr 10 Minuten aus. Sie springt sicher nicht sofort raus, das ist völliger Quatsch.

Danach muss sie wieder abkühlen, und der Zyklus kann von vorn beginnen.

Das Problem wäre tatsächlich, wenn die Leitungen nur für 25A ausgelegt wären.
Dann werden diese regelmässig überbeansprucht, was zwar 10 Minuten lang kein Problem ist, aber auf Dauer schon.

Wozu braucht der DLW überhaupt 24kW? Das ist viel.
Wenn Wasser von 10 auf 60 Grad erhitzt werden muss, kann man damit fast 7 Liter 60-Grad-Wasser pro Minute entnehmen. Das reicht zum Duschen allemal, und vor allem duscht ja keiner mit 60 Grad, bei 35 Grad (25 Grad Erwärmung) wäre es das Doppelte, also 13-14 Liter pro Minute.

Je nach Schaltung könnte man den DLE vielleicht auf weniger Leistung umbauen (von Dreieck auf Stern), damit Leitungen und Sicherung ausreichen.

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Die Stärke der Sicherngen ist abhängig vom Leitungsquerschnitt und von der Leistung des DLH. Leider hast du diese nicht angegeben. Es gibt da nämlich schon einige verschiedene. Bitte mal aufs Typenschild schauen.

Den Leitungsquerschnitt weiß ich leider nicht, die Leistung des DLHs ist 24 kw..

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@JB0989

Was soll das dann mit den angeblichen 35 A? 24000 / 3 (phasen) = 8000 Watt pro Phase. Geteilt durch 400 (V) ergibt einen Strombedarf von 20 A pro Phase.

Würde man die 8000 Watt mit nur 230 V verrechnen ergäbe dies einen Strombedarf von 35 A. Also wäre dieser DLH im Stern verschaltet und das bedeutet, man braucht nicht mal diese 24 KW Leistung, sondern könnte reduzieren auf 16 KW. (Ein Sicherungsautomat abschalten) Meist wird dann das Wasser noch warm genug zum duschen.

Ich hatte mal einen mit 21 KW und da war das warme Wasser mühselig einzustellen und wurde je nach sonstigem Wasserverbrauch unangenehm warm für die Kinder, Jugendlichen. Reduziert um eine Sicherung war es dann angenehmer einzustellen und warm genug zum duschen.

Wozu überhaupt so ein Luxus wie DLH? Ein normaler Wasserboiler mit 100 Litern und 230 V Stromanschluss würde dicke genügen. Sowas kostet nicht die Welt, ist leicht umzubauen. Und benötigt keinen besonderen Stromanschluss.

Jaja, typisch verwöhnte Deutsche, die nicht weiter nach denken. ;-)

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@JB0989

Bei 24 kW sollten 25 A ausreichen. Ich glaube eher an ein defekt am DLH.

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@heilaw

nö, 24kW gibt mit 3 Phasen schon 34,8A pro Phase.

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Wenn der 24kW-DLE mit 3 Phasen läuft, dann ergibt das tatsächlich einen Strom von 34,8A pro Phase.
Dann müssen primär die Leitungen für diesen Strom bemessen sein, und falls ok, dann auch die Sicherung(en).

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@atoemlein

Habe ich irgendwas nicht bedacht. Wenn an einem Heizwiderstand 400 V anliegen dann wäre das bei 8 kW ein Strom von 20 A.

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@atoemlein

Habe ich überschlägig ermittelt für beide möglichen Fälle von interner Stern- oder Dreieckschaltung der Heizelemente. Wird einer für 230 V sein.

Ich kenne nur diese mit 21 KW. ;-) Lang lang ist es her. Hier nur Boiler mit 2 KW, das reicht auch. ;-)

Ich hätte eher erwartet dass mal jemand angibt welcher Kabelquerschnitt da wohl verlegt sein müsste. Aber Alle reden immer darum herum. ;-)

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@heilaw

Für 1x 400V an 2 Phasen stimmt 8kW/400V=20A

Aber die vermutlich 3x8kW sind eben verkettet verknüpft an den 3 Phasen:
Jede Phase versorgt zwei 8kW-Heizelemente! Und mit der Phasenverschiebung gibt es etwas weniger als das Doppelte, eben 20A mal Wurzel(3). Oder

  • In Sternschaltung: 3x230Vx34,8A=24kW
  • In Dreieckschaltung 3x400Vx34,8A/Wurzel(3)=24kW
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@realistir

Genau, der Querschnitt ist alles bestimmend, daran muss die Sicherung angepasst sein.

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@atoemlein

Ist allgemein bekannt. ;-) Nur welcher Kabelquerschnitt sollte in dem Falle verlegt sein? Es sollte von dem genannten Elektriker erwartet werden können, das zu bestimmen, zu kontrollieren usw. ;-)

Interessant, wie hier einige eifrig antworten, aber nichts bezüglich genanntem Elektriker hinterfragen. ;-)

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@atoemlein
Je nach Schaltung könnte man den DLE vielleicht auf weniger Leistung umbauen (von Dreieck auf Stern), damit Leitungen und Sicherung ausreichen.

Ist der Auszug aus deinem Kommentar dann nicht ein Wiederspruch?

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@heilaw

Nein, wenn es jetzt in Dreieck ist, dann nicht.
Dann sind die 3 Heizungen für 400V konzipiert und in Dreieckschaltung verschaltet.
Wenn man die gleichen Heizelemente in Sternschaltung schaltet, bekommt jedes nur noch 230V. Die Leistung sinkt dann auf 1/3, also 8kW.

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All die gegebenen Antworten können richtig sein.....
EINE wichtige Gegenfrage hat noch keiner gestellt: Ist der DLE neu installiert?
Oder hat dieses Gerät jahrelang zuvor seinen Dienst verrichtet ?

Im zweiten Fall würde ich vermuten, dass die Wasserleitung(en) zugesetzt ist (sind). Dann kann die elektrisch erzeugte Wärme mit der vorhandenen Durchflussgeschwindigkeit nicht abtransportiert werden. Durch Überhitzung schaltet der DLE ab. Dann wird aber nicht die Sicherung im Sich.-Kasten abschalten. Das war aus deiner Fragestellung nicht so ganz klar hervorgekommen.
Zum Thema Hausmeister: Sie trauen sich oftmals mehr zu als sie es überblicken können. Liegt meist daran, dass er der Hausverwaltung Kosten ersparen will oder muss. Ein "richtiger" Elektriker kostet nun mal Geld, er will ja auch seinen vielen Kindern und deren Mütter gerecht werden. !!!

Noch was: 35 A ist Standard, das sollte ein Elektriker, so er einer ist, wissen !

Wenn die Zuleitung für 25A ausgelegt ist gehört da kein DLE eingebaut. Das hat dann schon der Erstinstallateur versaut.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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