Drei-adriges Kabel, Farben: schw. braun, grau - wie anschließen?

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7 Antworten

das kabel was du hier vorliegen hast ist ein NYM-O 3 x 1,5 mm² bis 2002 waren die aderfarben schwarz, braun, blau, ab 2002 braun, schwarz, grau

von den genannten Adern ist keine Null oder erde, das kabel ist ein reines schaltkabel und wird nur für Lictschalter verwendet, serienschaltungen, wecshelschaltungen oder als 2. leitung bei komplexeren schaltungen z.b. mehrfahcwecshelschaltungen...

die richtige anschlussmodialität liegt bei einer einfachen auschaltung eigendlich:

braun stromführende ader, scharz rückführende ader zur abzweigdose zwecks anschluss der leuchte...

dass das graue kabel leicht spannung führt ist normal das ist die so genannte blindaufladung. jedes kabel bildet eine kappazität (kondensator. durch diesen effekt entsteht in der nicht angeschlossenen grauen ader als antenne ein wenig strom. nicht genug, dass man es irgendwie merkt, aber genug um die hochsensible glimmlampe zum leuchten zu animiren.

wir sprechen hier übriges von strömen die man in Microampere (µA) angeben kann

lg, Anna

also mal vornweg,ein phasenprüfer gehört in die tonne,denn er zeigt dir auch Induktion an und damit nicht zuverlässig.dann ein kabel ohne grün/gelb darfst du nicht verwenden falls eine erde erforderlich(absolutes)muss

Leider hat hier schon einer in Ermangelung von Fachkenntnissen oder aus Gleichgültigkeit gepfuscht. Die genannten Farben gibt es - so weit mir bekannt - nur an sehr neuen 5-poligen Leitungen. Es fehlen dann aber blau für den Nullleiter und gelb-grün für den Schutzleiter.

Nach Deiner Beschreibung müsste es so sein, dass bei Dir schwarz die "Phase" sein und Braun der Nullleiter. Grau ist vermutlich nicht angeschlossen und bekommt sein Spannung kapazitiv vom schwarzen Kabel.

  • Was meinst Du mit "Erdung"? Den Nullleiter oder den Schutzleiter? Den Schutzleiter darfst Du keinesfalls als Nullleiter verwenden. Das solltest Du auch nicht tun, wenn in der Wohnung der Schutzleiter "gebrückt" is, d. h. mit dem Nulleiter verbunden ist. Im Prinzip müsste der Eigentümer der Wohnung die gesammte Anlage prüfen lassen und wenn alles so ist neue Kabel ziehen.

Da hier gepfuscht wurde, kann ich Dir nicht raten, die Lampe anzuschließen.

Genauso ist es. Vermutlich war da mal eine andere Schaltung vorgesehen gewesen, die dann nicht zum tragen kam. Oder es wurde Pfusch am Bau gemacht und irgendwelche Kabel, die noch rumlagen, verbaut.

Ich habe ja auch keine Angst vor dem " Kribbeln ", aber DA, würde ich auch die Finger von lassen. Kann ja passieren, wenn du den Kronleuchter dann angeschlossen hast, dass die Leuchtmittel dann kein Licht abgeben, aber der gesamte Kronleuchter. Hat auch nicht jeder.

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@tommy59

nur mit den richtigen zugelassenen kabelfarben arbeiten,denn im fall des falles,wenn was passiert der staatsanwalt sucht und findet einen schuldigen

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Hallo Kuno,

vielen Dank für Deine informativen Ausführungen. Es handelt sich hier um ein altes Gebäude, ein Bauernhof von 1875. Die Verkabelung wird daher auch schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Einen Vermieter gibt es nicht, da ich für alles Zuständig bin ;-) Aber bevor ich jetzt noch mehr Geld in die Hand nehme, als ich eh schon getan habe, werd ich vorübergehend eine Lösung finden müssen. Den ganzen Stromkreislauf zu erneuern, werde ich nicht vor kommendem Frühjahr erledigen.

Ich werde es jetzt aber riskieren, und den Anschluss so machen, wie cyber1408 ausgeführt hat. Entweder klappt es, oder nicht. Ich benötige ja schon irgendwie Licht...

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Ergebnis: 1. Lampe: schwarz und grau zusammengesteckt und funktioniert. 2. Lampe: gleiches Schema, funktioniert aber nicht... seltsam, seltsam...

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nur zum Thema "Ermangelung von Fachkenntnissen"

Wenn es in einem bestimmten Abschnitt einer elektrischen Anlage einen "Schutzleiter" gibt, dann gibt es in diesem Abschnitt ganz sicher keinen Null-Leiter!

Der frühere Begriff Null-Leiter bezeichnet den heute als PEN Leiter benannten Leiter, das ist der Leiter der den Neutralleiter (früher Mittelleiter) und den Schutzleiter in sich vereinigt.

Hier ist wohl der Neutralleiter gemeint, der verpflichtend in Blau zu verdrahten ist.

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Ganz einfach, es handelt sich hier um Drahtfarben, die für diese Anwendung nicht normgerecht sind.

Gemäß aktueller DIN VDE 0293-308:2003-01 (Abschnitt 3.1) sind alle drei in dieser Leitung vorkommenden Ader-Farben (Braun, Schwarz, Grau) ausschließlich aktiven Außenleitern zugeordnet (gilt für mehradrige Kabel und Leitungen, was ja hier der Fall ist und nicht auch zwingend für Einzelleiter).

In einer Installation, die nicht normgerecht verdrahtet ist, ist es müssig darüber zu spekulieren was den nun was sein könnte. Ohne einer fachgerechten Messung ist hier jedes weitere Wort Verschwendung.

So nebenbei: Der Schutzleiter muss nicht zwingend eine Erdung sein (wenn er auch meistens über den Potentialausgleich geerdet ist), die Hauptfunktion ist "Schutzleiter" und so ist auch der entsprechende Grün-Gelb isolierte Leiter benannt.

Der oft (umgangssprachlich) auch als Rückleiter bezeichnete "Neutralleiter" ist in aktuellen Installationen (seit 2003) in blauer Farbe zu verdrahten (früher, ab 1975 Hellblau)

Mal ganz einfach gesagt:

Lasse die Finger davon.

Ich schließe eigentlich alles an, und bisher hat auch alles funktioniert. Einen Kurzschluss habe ich noch nie verursacht

Genau an der Stelle liegt ein riesen Problem. Es kann alles funktionieren, aber wenn etwas schief läuft, dann ist eventuell die Sicherheit nicht da.

Da Du von einem alten Haus von 1875 sprichst, würde ich mir echt Gedanken machen, ob die alte Installation den heutigen Ansprüchen genügt. In der Zeit kannte man noch keinen PE und RCD. Nicht ohne Grund werden die alten Anlagen nur noch geduldet, sofern sie den damaligen Normen entsprachen. Änderungen haben zur Folge, dass die aktuelle Norm die Basis ist. Unter Änderungen fällt eigentlich alles was nicht in Art und Weise der alten Technik entspricht. Als Beispiel: Eine defekte Steckdose darf gewechselt werden. Ein Ersatz von Einfach- gegen Doppelsteckdose nicht.

Klar sagen nun einige, wo kein Kläger ist kein Richter... Dabei bedenke, dass eine alte Installation den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt. In meinem Haus habe ich alle gefunden was Freude macht. Bergmannsrohr, wo der Mantel als N verwendet wird. Aludraht 1mm² als N im Putz verlegt. Naja die Phase war 1,5mm² CU... usw..

Sobald ein Schaden entstanden ist, werden die Versicherungen versuchen den Grund zu ermitteln und dann sind dies Punkte, wo sie versuchen aus Ihrer Verpflichtung zu kommen.

Du hast so schön geschrieben, es sind doch nur 230V. Das ist zwar schon richtig, aber warum gilt in Deutschland eine Spannung bis 50V AC, in Ö bis 65V AC als ungefährlich.... Warum bestehen bleibt jemand nach einem Stromunfall in der Klinik zur Beobachtung, Warum arbeitet die Industrie daran die Produkte sicherer zu machen,

Weil sehr viele Menschen denken wie Du, es sind doch nur 230V. Was soll da schon passieren...

Nur mal zum Nachdenken:

Bei 230V und einem Körperwiderstand von 2300Ohm kommen 100mA zum Fließen. 10mA Wechselstrom, die 2s einwirken, können tödliche Folgen haben. Dabei hängt es natürlich ab, wie der Strom fliesst, je mehr Strom das Herz abbekommt, desto gefährlicher wird es.

Regt schon zum Nachdenken an, dein Beitrag. Und Du hast recht. Aber ich benötige Licht...

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@ener76

Hallo, das ist immer das Problem. Die Norm / Vorschriften sind da klar geregelt. Viele kennen den Stand nicht und sehen es nicht so eng.

Man muss sich mal überlegen. Früher hatten wir nur 2 pol. Steckdosen dann kam die klassische Nullung dazu, die ist zwar schon lange nicht mehr Stand der Technik. Dann wurde das 3 Leitersystem eingeführt und eben der FI Schutz.

Ein Werbespruch könnte heissen: " Der FI ist Ihre 100% Lebensversicherung vor einem Stromunfall."

Bei einem mir bekannten Unternehmen hat es mit 230V einen tötlichen Unfall gegeben. (Um Unfallzeitpunkt keine 30 Jahre alt und Vater von 2 Kindern!)

Regt schon zum Nachdenken an, dein Beitrag. Und Du hast recht. Aber ich benötige Licht...

Genau da ist immer das Problem. Für eine kleine Erweiterung mal eben eine neue Zuleitung zu ziehen ist eigentlich nicht das Problem. aber um die Leitung "im Putz verschwinden zu lassen" ist oft eine komplette Sanierung erforderlich.

Ein weiteres Problem liegt einfach im Bereich der Haftung.

Schaue mal, ob es einen Weg gibt um die Leitungen von der Hauptverteilung ziehen kannst, so dass Du nicht revovieren darfst...

Nur mal so was mir selber passiert ist. Ich hatte eine Steckdose, die wurde selten zum Rasen mähen verwendet. (Damals war ich da noch nicht mit dem Sanieren.) Eines schönes Abend nehme ich mein Notebook mit raus und wie immer, Akku leer, also Netzteil geholt, und in die Steckdose gesteckt. Ich nehme das Notebook und alles ist gut (da hatte ich noch Gummischuhe an). Ich lege mich in die Hängematte und fasse das Notebook und merkte ein "leichtes" Kribeln. Danach sofort die Steckdose aufgeschraubt und festgestellt, das ich seit vielen Jahren eine Schuko Steckdose ohne Schutzfunktion benutzt habe. Danach habe ich alle Steckdosen kontrolliert und keine weitere gefunden. (Steckdose stillgelegt und saniert...)

Dein Problem ist ein sehr häufiges, aber wann muss sich über die eventellen Folgen im Klaren sein:

  • Der Staatsanwalt wird suchen (lassen)

  • Die Versicherung freut sich, wenn sie etwas findet, was nicht zulässig ist, da sie dann weniger bis gar nichts zahlen muss.

Daher kann ich nur den Ausführungen von Sorbas, Peppie, Wollyuno und Hebelwirkung anschliessen.

Die Festlegung der Farben hat den Sinn, dass jeder Fachmann weiss, wie es anzuschliessen ist, um die Sicherheit zu gewährleisten. Für einen Laien ist es schwer verständlich (ging mir am Anfang der Lehre auch so, ist doch toll wenn alles funktioniert). Das wird einem vom ersten Lehrtag beigebracht. (Farbe und Bedeutung, einigen Farben haben mehrere Bedeutungen andere nur eine)

Ebenso das Sicherheit geht vor Funktion geht.

Ziel der Norm ist es, die Altanlagen nach und nach auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen und somit Unfälle und Schäden zu verhindern.

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Schwarz hast du getestet und führt Spannung (Phase). Der Braune ist der Nulleiter und der graue ist der Schutzleiter (jetzt gelb/grün)

Bist du dir da ganz sicher ?

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erzählt bitte keinen mist,N blau und früher grau und absolutes muss gelb/grün für die erde,alles andere ist verboten

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Hallo Cyber,

ich werde es jetzt entsprechend Deiner Ausführung probieren. Ich werd mich nochmal melden, wenn erledigt...

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Ergebnis: 1. Lampe: schwarz und grau zusammengesteckt und funktioniert. 2. Lampe: gleiches Schema, funktioniert aber nicht... seltsam, seltsam...

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Der Braune ist der Nulleiter und der graue ist der Schutzleiter (jetzt gelb/grün)

Und welche mir unbekannte Quelle zitiert diese Zuordnung???

Null-Leiter gibt es seit 1974 keinen mehr in einer normgerecht installierten Anlage, der hier gemeinte Neutralleiter ist zwingend in BLAU zu verdrahten (früher HELLBLAU).

Der Schutzleiter hat nur vor dem 1. Dezember 1965 die Drahtfarbe ROT gehabt und ist seither ausschließlich in GRÜN-GELB zu verdrahten, einen Bezug zu GRAU gab es nie.

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Ich schliesse mich Hebelwirkung an.....lass es sein....auch wenn Du kein " Dummbatz" bist, wie Du sagst !

immer immer,ja

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@Schuwidu

Bist jetzt ruhig....schhhhhhschhhhh....ab ins Körbchen...:-)))))

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@Schmunzi

@ Schmunzi - Schuwi steht heute unter " Strom ". Weiß auch nicht warum. Vielleicht wegen der Unterwäschefrage ?

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@tommy59

:-))))))Die machte hier wohl alle nervös, *breit grins *

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