Diktaktur gerechtfertigt?

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9 Antworten

Zwar betrachte ich mich selbst als radikal demokratisch, aber ich denke, dass es einen Ausnahmefall gibt, bei dem eine zeitlich begrenzte Diktatur gerechtfertigt ist. Nämlich dann, wenn sie dazu dient, etwas noch böseres und schrecklicheres aufzuhalten.

Beispiel 1933: hätte sich Reichskanzler Kurt von Schleicher auf die Pläne einiger Reichswehroffiziere eingelassen, die Machtübernahme Hitlers durch einen Putsch zu verhindern, dann wären uns zumindest die Schrecken des Nationalsozialismus erspart geblieben. Gut, man kann jetzt darüber spekulieren, was uns stattdessen erwartet hätte... Aber aus damaliger Sicht wäre es eine gerechtfertigte Entscheidung gewesen, kurzzeitig die Macht gewaltsam zu übernehmen um den Staat gegen extremistische Angreifer von links und rechts zu verteidigen. Die demokratischen Institutionen waren dazu nicht imstande, wie die Geschichte bewiesen hat.

Bei einer Diktatur, hängt es viel mehr vom Diktator ab. Wenn der Diktator eher Ahnungslos und babarisch ist dann ist es eher nicht gerechtfertigt z.B. Kim Jong Un

Aber wiederum gibt es Diktatoren die wissen, was sie mit ihren Land machen und das Land in einen gemütlichen Zustand bringen können dann ist es eher gerechtfertigt. z.B. Saddam Hussein, Muammar Ghaddafi oder auch Bashar Al Assad 

Hussein, Gadaffi und Assad sind Mörder. Für eure Meinung  habe ich kein Verständnis.

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@Antwortapparat

Hussein ja, aber es ist so. Das sie von den USA extra in den Medien als schlecht da gestellt werden da ihre Regierung ohne diese Diktatoren nicht stabil wären.

Assad ist kein Mörder, Syrien geht es gut mit ihn. Diese Rebellen und der IS wollen einfach ihn nicht haben aber ohne Assad ist Syrien so was von am Hintern! Warum? Sie haben eigentlich nichts besseres außer assad.

Guck dir mal Iraq an! Ohne Saddam Hussein ist Iraq nur noch eine Ruine. 

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Stimmt, das ist moralisch nicht gerade opportun. Mancher Diktator oder König geht möglicherweise besser mit seinen Bürgern um, als so mancher gewählter Volksvertreter...... Das kann man nicht gänzlich ausschliessen.

🤔

Nein, das muss nicht unbedingt verwerflich sein, und zwar wenn es der Bevölkerung mit dem Diktator besser geht, als mit einer alternativen Staatsform. Beispielsweise galt Libyen als das fortschrittlichste Land Afrikas unter Gaddafi, und er hat innerhalb kürzester Zeit die Lebensbedingungen der gesamten Bevölkerung stark verbessert, da er den Reichtum des Landes (Bodenschätze) entsprechend eingesetzt hat. Unter einem anderen Diktator hätte das natürlich anders aussehen können, und dafür gibt es vor allem in Afrika genug Beispiele, aber in dem Fall denke ich, war es moralisch in Ordnung.

Moralisch verwerflich hingegen finde ich es, wenn ein anderes Land darüber entscheidet, in anderen Ländern Menschen (z.B. Staatsführer) zu ermorden, weil das für sie wirtschaftliche Vorteile bringen soll (und damit beziehe ich mich wieder auf Libyen, in Verbindung mit Frankreich und Co.).

@Apfelkind: Dein Kommentar zeigt welch Geistes Kind du bist. Gerade hast du mich der "Meinungs-Unterdrückung" bezichtigt und hier nennst du die Diktatur eines Gadaffi "moralisch in Ordnung". 

war es moralisch in Ordnung das es unter seiner Herrschaft weder eine Pressefreiheit noch eine Meinungsfreiheit gab? und es war wohl auch moralisch in Ordnung das Gadaffi die RAF unterstützt hat. Vergessen wir nicht die ermordeten Regimegegner und Dessidenten die auf seine Verantwortung hin umgebracht wurden. 

Ein Diktator mit Blut an seinen Händen ist in meinen Augen nicht moralisch in Ordnung. 

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Wenn es sich beim Diktator um eine Person handelt, die zum Wohle der Nation sich einsetzt, kann er Positives bewirken. Bei der Demokratie ist das Problem, dass ihr Schutz rechtlich nicht ausreichend gesichert ist, so dass Missbrauch der demokratischen Rechte unter Umständen zum Politikverdruss führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass bei Koalitionen mit Partnern, die eher die Interessen von Minderheiten berücksichtigen, die Mehrheit der Wähler nach außerdemokratischen Verhältnissen drängen könnte. Daher gibt es immer wieder den Drang zu radikalen Parteien. Dies wird von den regierenden Parteien kritisiert. Aber sie berücksichtigen nicht, dass ihre Politik die Voraussetzung für diesen "Drang". ist.

Natürlich kann man so etwas rechtfertigen.

In einem staat können nie ALLE Bewohner zufrieden sein, das ist schlicht unmöglich.Aber solange ein Diktator dafür sorgt, dass es dem Großteil seines Volkes gut geht und  solange er keine gravierenden Verbrechen gegen die Menschenrechte begeht, ist an dieser Diktatur nichts verwerfliches.

Klar könnte man die mangelnde Meinungsfreiheit bemengeln, oder die Tatsache, dass es keine Demokratie ist, aber Hey: Lieber Diktatur und mehrheitlich zufriedene Bürger, als Demokratie und Streit ohne Ende.

Eine Diktatur wird ja im allgemeinen immer verteufelt.
Aufgrund der Erfahrungen und Geschehnissen ist das ja auch total nachvollziehbar.

Aber wenn wir jetzt die Träumereien weiterführen:
Was spricht denn gegen einen "guten/gerechten" Diktator? Man kann es zwar nie allen Recht machen, aber sowas wäre nicht unmöglich.
Man könnte in dem Land eine echte Einheit bilden.
Eine starke und zusammenhaltende Gesellschaft fände ich wunderbar.

Aber spätestens jetzt kommen wir in den Bereich der Utopien.

Der Sozialismus muß eine Diktatur haben, andernfalls ist er sehr schnell weg vom Fenster.

eine Diktatur kann nicht gerechtfertigt sein. Sie geht einher mit Unterdrückung, Verboten, Repressalien, Abschaffung von Recht und Ordnung und oft auch mit Mord und Totschlag.

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