Die Hölle nach Suizid?

17 Antworten

Hallo Katy1456,

Gott ist kein Scharfrichter, der darauf aus ist, Menschen für ihre Vergehungen zu bestrafen, auch wenn es um Selbstmord geht! Im Gegenteil, die Bibel beschreibt ihn als einen mitfühlenden, warmherzigen und liebevollen Gott.

Moses zitierte einmal Gott, der über sich selbst sagte: "Ich bin der Herr, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende!" (2. Mose 34:6 Hoffnung für alle).

Es stimmt allerdings, dass Gott einen Selbstmord als schwerwiegenden Verstoß gegen den Grundsatz des Lebens sieht. Immerhin tastet ein Mensch, der sich selbst das Leben nimmt, etwas an, was eigentlich nur Gott gehört. In den Psalmen heißt es: "Denn bei dir ist der Quell des Lebens; durch Licht von dir können wir [das] Licht sehen" (Psalm 36:9).

Da also von Gott alles Leben ausgeht, kann letztlich nur er darüber verfügen. Allgemein sagt man zwar, das Leben gehöre uns, doch das stimmt nicht ganz. Das Leben ist eine Gabe, mit der wir allerdings nicht auf x-beliebige Weise verfahren dürfen. Für das, was wir tun, sind wir in jedem Fall vor Gott rechenschaftspflichtig. Dazu heißt es in der Bibel: "So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen" (Römer 14:12).

Es gibt Situationen im Leben mancher Personen, die als ein Ausnahmezustand zu sehen und zu bewerten sind. Bei einer schweren Depression z. B. mag der Kranke geradezu zwanghaft Selbstmordgedanken entwickeln. Für andere ist der innere Schmerz so unerträglich groß, dass sie nur eine Möglichkeit sehen, diesem zu entkommen, den Freitod.

Gott verurteilt jedoch bei Vergehungen nicht nur was wir tun, sondern vor allem, aus welchem Beweggrund heraus wir etwas tun. Daher kann nur er wirklich beurteilen, welche Faktoren bei einem Selbstmord eine Rolle gespielt haben. Doch wir können sicher sein, dass sich Gott stets von Liebe und Barmherzigkeit leiten lässt.

Sehr zu Herzen gehend ist z. B. das, was in einem Psalm über Gottes Bereitschaft, zu vergeben, gesagt wird: "Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen. Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten. So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt" (Psalm 103:10-12).

Meinst Du nicht auch, dass Gottes Vergebung so weit reicht, dass er grundsätzlich auch Menschen vergeben kann, die Selbstmord begehen? Ganz bestimmt!

Auch wenn die Bibel nicht direkt etwas zum Thema Selbstmord sagt, so lassen sich dennoch auf Grund dessen, was sie über Gottes Persönlichkeit sagt, gewisse Rückschlüsse ziehen. Auf keinen Fall aber sagt die Bibel, dass Selbstmörder nach ihrem Tod eine Strafe, in welcher Form auch immer, erleiden müssen, denn die Bibel sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7).

LG Philipp

Früher wurden Christen nicht kirchlich bestattet, wenn sie ihr Leben selbst beendet hatten. Ihre Körper durften nicht in geweihter Erde begraben werden. Selbstmord gilt als Todsünde. Wie es heutzutage ist weiß ich leider nicht genau.

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@Grandmasta

Leider hat man sich oft nicht die Mühe gemacht, nach den Gründen für den Selbstmord zu fragen.

Nach der Bibel gibt es keine sog. "Todsünden". Es gibt nur eine Sünde, die von Gott nicht vergeben wird, und das ist die Sünde gegen den heiligen Geist ( siehe Matthäus 12:31,32).

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Nach dem Tod geschehen seltsame Dinge, die in dieser Welt von weitgehend unklar sind. Es gibt sog. Nahtodberichte von Menschen, die medizinisch starben und tot daren, jedoch wieder zurückgeholt werden konnten. Auch gibt es Berichte von hellsichtigen Menschen, die mit Verstorbenen kommunizieren können. Ich kenne selber einen hellsichtigen Menschen, der Verstorbene in dieser Welt um uns herum wahrnehmen kann.

Ein grosser Teil der Berichte zeigt Übereinstimmungen darüber, dass nach dem Tod kein alter, weissbärtiger Mann über die Taten richtet. Dagegen rekapituliert man selbst sämtliche seine Taten und Handlungen, aber vor dem eigenen moralischen Gesichtspunkt aus. Das ist der "Film" über das eigene Leben, der vor dem Tode nochmal abläuft. In dieser Retrospektive bewertet man selbst sein Leben und ob die Entscheide und Handlungen gut oder schlecht waren.

Und auch übereinstimmend wird von Selbstmördern, die wieder zurück geholt werden konnten, berichtet, dass sie von allen ihren Handlungen den Selbstmord am allermeisten bereuten. Diese Erkenntis dürfte wohl mitentscheidend sein dafür, dass viele Menschen, die Suizid begingen, von Hellsichtigen noch immer hier um uns herum wahrgenommen werden können. Sie sind weiterhin mit dem diesseitigen Leben verhaftet, weil es hier weiterhin unerledigte Dinge gibt, die sie hätten erledigen wollen. Nun, da sie tot sind, haben sie auch keinen Körper mehr, dies zu tun, die unerledigten Dinge sind aber weiterhin offen und ungetan. Dieser Umstand stürtzt Selbstmörder in ein ganz grosses Dilemma! Mit ihrer Tat sind sie vor Problemen davon gelaufen. Nun, da sie keinen Körper mehr besitzen haben sie sie Einsicht, dass und wie sie diese Dinge hätten klären können. Aber nun können sie nicht mehr. Das ist schlimm, sehr schlimm!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich denke beim sterbeprozess siehst du das was deiner tiefsten Überzeugung entspricht bis zu dem Zeitpunkt an dem sich dein Gehirn auflöst und es quasi schon unbenutzbar ist endet diese Vision sage ich mal und du bemerkst nicht dass du in einem extrem tiefen Schlaf Zustand bist und ja so stelle ich mir den Tod vor :D

Hallo.

Das einfachste wäre jetzt zu sagen: Ja, es geht ihm gut, er hat seinen Frieden gefunden, weil der liebe Gott so furchtbar lieb ist. Das wäre aber nicht ganz ehrlich.

Die Hoffnung ist tatsächlich, dass Gott barmherzig ist, dass er in seinem Urteilsspruch die Hintergründe und die Umstände berücksichtigt, sogar die, von denen wir nichts wissen.

Es ist aber auch so, dass es eine schwere Sünde ist, das Leben eines Menschen auszulöschen und wenn es das eigene wäre. Und während man andere schwere Sünden bereuen und Vergebung erbitten kann, liegt es in der Natur der Sache, dass das bei Suizid nicht möglich ist. Wer sich aber im Leben absichtlich von Gott getrennt hat (das bedeutet ja Sünde), der wird wohl auch nach dem Leben nicht zur Gemeinschaft mit ihm kommen können.

So bleibt in deinem Fall allein die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes, mit der er Gnade vor Recht ergehen lässt und doch einen Weg findet, der in den Himmel führt. Dieselbe Hoffnung bleibt auch für dich, die du dich als "nicht gläubig" bezeichnest - mit dem Unterschied, dass du selber alle Möglichkeiten offen hast.

Keine Angst,

auch dein Vater wird seine Chance zum ewigen Leben noch bekommen (Offb.20,5).

In die "Hölle" kommt nur,

wer unseren ewigen Vater bis zum Ende abweist (Offb.20,12-15).

Woher ich das weiß:Recherche

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