Deutscher schäferhund geeignet?

8 Antworten

Er hat doch genug Auslauf bei der größe des Grundstückes. Du wirst dich ganz schnell an das Tier gewöhnen und ihr werdet gegenseitig die Seelen streicheln und euch geben was ihr braucht

Hat er nicht. Auslauf bedeutet Zeitunglesen für den Hund. Er will mit seinem Herrchen/ Frauchen zusammen die Welt entdecken. Er will schauen, welche HUnde zur Zeit in der Gegend sind, welche Hündinnen heiß. Er will schwimmen, buddeln, Vögel jagen, rumtollen mit Artgenossen.

Das alles kann er nicht auf einem eingezäunten Grundstück. Klar, buddeln kann er, allerdings sieht das Grundstück dann nach einiger Zeit aus wie eine Mondlandschaft.

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@dianaW1980

Ein Tier ist und bleibt ein Tier. Man sollte es nicht übertreiben, welch Hofhund hat früher Trockenfutter bekommen, wurde geimpft oder ging mit der Familie spazieren. Da hatte gar keiner Zeit zu und trotzdem ging es den Tieren viel, viel besser als heute. Sie werden verpippelt , überfüttert und vermenschlicht.

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@konny27

Nein, Hofhunden ging es schon immer schlecht. Vermenschlichen ist das was Du machst, Du passt das Tier Deinen Bedürfnissen an.

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@konny27

Was ist daran übetrieben, wenn man seinem Tier Auslauf gibt und es das machen kann, was es gerne tut?

Du hast wohl eher eine enge Sicht was Hundehaltung angeht.

ich habe nichts gegen Hofhunde oder Wachhunde, die ein Grundstück bewachen sollen. Erst recht nicht, wenn es ein Gebrauchshund ist. ABER der Hund soll ein Ausgleich bekommen.

Den gönnst Du Dir ja wohl auch nach getaner Arbeit. Oder arbeitest Du 24 Stunden ununterbrochen? Wohl kaum.

Ich bin auch dafür, das ein Tier ein Tier bleiben soll, aber man muss es artgerecht halten. Und dazu gehört nun mal nicht, den Hund auf ein Grundstück einzusperren.

Aber mach Du mal, was Du für richtig hälst. Entweder bekommst DU höllischen Ärger mit den Nachbarn, weil Dein Hund dauerbellen wird, oder Du hast irgendwann ne Anzeige am Hals, weil Dein Hund jemanden angefallen hat.

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Ganz ehrlich?

Die 15.000 qm Grundstück sind Deinem Hund sch....egal. Er wird trotzdem alleine und gelangweilt dort die meiste Zeit des Tages rum liegen. Es sei denn, bei Dir schleichen den ganzen Tag "dunkle Gestalten" ums Grundstück.

Ein Hund braucht körperliche und geistige Auslastung. Das bedeutet: Auslauf MIT dem Herrchen/Frauchen und Beschäftigung wie z. B. Ballspielen, versteckte Dinge suchen, Neues lernen (z. B. Tricks).

Stell Dir mal vor, Du würdest einen Rentner bitten, Dein Grundstück zu bewachen... Sonst hat er keine Aufgaben, er muss weder Rasen mähen noch nach den Blumen schauen oder Äpfel pflücken... Einfach nur aufpassen, dass Niemand das Grundstück betritt. Spätestens nach 3 Wochen würde er vermutlich kündigen, weil dieser Job einfach viel zu langweilig ist... Und genauso geht es einem Hund, nur dass dieser nicht kündigen kann, sondern sich irgendwelche Unarten angewöhnt, um der Langeweile zu entkommen.

Dann betätigt er sich mal eben als Landschaftsgärtner und buddelt den Rasen um, reißt Blumen aus, knabbert Löcher in den Zaun, bellt "grundlos" Vögel oder Flugzeuge an usw.

Also, mein Tipp ist: Kauf Dir eine Alarmanlage für das Grundstück... Und wenn Du einen Hund für's Herz und für die Seele und für die Gesundheit möchtest, dann besuche die Hunde im Tierheim und geh regelmäßig mit ihnen spazieren. Die Hunde dort freuen sich, und Du wirst wieder fitter und bekommst regelmäßig Bewegung.

Hallo Liselotte1978,

der Schäferhund gehört zu den Multitalenten und ist zu dem ein sehr inteligenter Hund, der auch viel Kopfarbeit braucht. Auch wenn das Grundstück noch so groß ist, mit der Zeit wird es ihm dort langweilig werden. Mindestens ein ausgieber Spaziergang sollte täglich zusätzlich ermöglicht werden. Dazu Spiele z.b. mit Ball, Leckerlis versteckenn, Tricks einüben usw., so dass der Hund einigermaßen ausgelastet wird. Ansonsten wird er jede Gelegenheit nutzen um sich Ersatz zu verschaffen. Das kann nach hinten los gehen, in Aggression münden. Nur bewachen ist nicht seine Bestimmung, dafür gibt es andere Hunderassen, die darauf spezialisiert sind und auch nicht gern ihr Bewachungsobjekt verlassen, sowie weniger anspruchsvoll hinsichtlich Auslastung sind. Das sind alle Herdenschutzhunde. Sie sind sehr selbstständig und souverän. Ihre Menschen sind ihnen heilig, obwohl sie keine Kuschelhunde sind. Allerdings brauchen diese Hunde sehr erfahrene Halter, sind auf keinen Fall für Anfänger. Aber das trifft auch auf den Schäferhund zu.

Einen Hund sollte man sich nur halten wenn man die Liebe dazu hat und nicht als Mittel zum Zweck. Eine Alarmanlage auf die Jahre eines Hundelebens gerechnet wäre kostengünstiger und weniger pflegeintensiv.

Bedenke, wenn der Hund auf Deinem Grundstück einen Menschen (auch Einbrecher) verletzt, bist Du in der Haftung. Der Hund muss warnen und stellen, doch stets abrufbar sein. Dazu braucht es wirklich viel Erfahrung. Hat der Hund einige Übung in der Schutzhundausbildung drauf, so kann er mit 2 Jahren noch nicht 100% perfekt sein. Selbst dann würde es auch nur mit seinem Hundeführer realisieren. Es ist vergleichbar mit einem sehr gut ausgebildeten Reitpferd. Es nützt einem Anfänger rein garnichts und wird vllt. mal geradeaus laufen aber keine Lektionen von sich aus bringen.

Toll erklärt!

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Ja, setz den Hund den ganzen tag auf das Grundstück. Komme ab und zu mal und gib ihm was zu essen. Ich garantiere Dir, du wirst einen gestörten, agressiven Hund bekommen.

Erst recht, wenn es ein ausgebildeter Hund ist. Auch diese HUnde brauchen Abwechslung und man muss immer auf sie achten, denn die wissen nicht, ist der Fremde nun ein Einbrecher oder der Nachbar von neben an, der Dich besuchen will.

Wir haben auch ein großen Garten, vier Hunde. Sie können rein und raus wie sie wollen. Sie könnten das also eigentlich ausnutzen und die ganze Zeit das Grundstück bewachen. Aber was machen die Hunde? Alle vier?? Sie liegen immer da, wo ich oder mein Freund sind. Wenn wir den ganzen Tag im Bett liegen, sind die Hunde auch bei uns. Gehen wir in den Garten, sind sie im garten, Sitze ich im Wohnzimmer, sind die Hunde auch dort.

So, und was heißt das? Der Hund pfeift auf ein großes Grundstück, solange er nur bei seinem Herrchen/ Frauchen sein darf.

Für mich ist es eine Qual, den Hund zum bewachen abzukommandieren und noch nicht einmal als Dank dafür mit dem Hund ordentlich gassi zu gehen.

Kauf dir eine Alarmnlage, ist wahrscheinlich aus langer Sicht auch billiger, wie ein Schäferhund sein ganzes leben kosten wird.

Jeder Art "Schäferhund" ist es die Hauptaufgabe "Schafe zu hüten" oder im weiteren Sinn, eine Herde zu hüten, zusammenzuhalten oder zu treiben. Daraus erkennt man schon, dass der Hütehund ein aufmerksamer, arbeits- und bewegungsfrediger Hund ist. - Klar kann der DS auch Wachdienste leisten, aber nur zu wachen, würde ihn unterfordern. Außerdem ist er als Gebrauchshund ganz klar auf die Zusammenarbeit mit seinem Menschen ausgerichtet.

Zur Bewachung eines großen Geländes sind eher die Typen der Molosser geeignet. Sie sind ebenso aufmerksam, brauchen aber weniger (sportliche) Bewegung, und sie empfinden instinktiv das zu "verteidigende" Revier. Von den deutschen Gebrauchshunden würde also ein Rottweiler oder ein Dobermann für diese Aufgabe geeigneter sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Molosser_%28Hund%29

Und bei der Größe des Grundstücks sollten es zwei sein. Hätte ich dein Problem, ich würde zwei Schwestern vom Mastino Napolitano diese Aufgabe übergeben. - Und trotzdem, selbst wenn sie bereits als Wachhunde ausgebildet sind, musst du sie jeden Tag zwei- bis dreimal intensiv spielerisch mit Arbeitsaufgaben beschäftigen.

Also, von wegen "der Hund kann jederzeit reinkommen"... dieser Gedankenansatz ist grundsätzlich falsch. - DU musst zu geregelten Zeiten mehrmals am Tag "zum Hund rauskommen"!

Ansonsten hoffe ich, dass die Molosserseite dir weitere Anregungen zum Thema Wachhund geben möge.

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