Deshalb Taufe verschieben?

12 Antworten

Die erste Frage ist, was genau ihr vereinbart habt. Fußball ist nunmal auf Grund der hohen Zahl der Beteiligten an gewisse Terminregelungen gebunden. Wenn dein Mann von Anfang den Standpunkt vertreten hat, dass Fußballtermine vorgehen, wäre das eine klare Ansage und ein Vorbehalt für jede sonstige Planung. D.h. dann wäre ihm diese Verschiebung nicht vorzuwerfen.

Anders sieht es aus, wenn er dem Tauftermin bereits selbst fix zugestimmt hat.

Doch ich denke, in Wahrheit geht es gar nicht um die Taufe. Denn dem Kind dürfte es egal sein, wann es nass gemacht wird. Das Problem ist , dass er dich - seine Partnerin - persönlich zurücksetzt.

Da das Kind jetzt erst getauft werden soll, ist er vermutlich noch nicht lange Vater. Er hat noch nicht verstanden, dass sich mit einer Partnerin und einem Kind sein Leben drastisch geändert hat. Das ist ein vertrautes Phänomen heute, dass kaum jemand auf die Veränderungen vorbereit ist, die Ehe und Elternschaft mit sich bringen. Man denkt, die alten Freiheiten könnten irgendwie weiter gehen.

Konkret würde ich versuchen, mit ihm in Ruhe zu sprechen und ihn mindestens zu der Erkenntnis zu bringen, dass er umdenken muss. Dann könntet ihr versuchen, einen Kompromiss bzw. eine Verständigung auszuhandeln, z. B. dass du einwilligst, die Taufe zu verlegen, dies aber das letzte Mal sein muss, dass Fußball vor Familie geht.

Versucht, gemeinsame Lösungen zu finden, sonst braucht ihr bald keine mehr.

Ich persönlich würde die Taufe verschieben, weil ich weiss, das mein Mann auch auf seine Sachen verzichten kann, wenn es nötig ist. Ein Fussballtunier ist leider nicht zu verschieben und wenn er Trainer ist, dann müsste er da schon da sein.

Eine Taufe zu verschieben ist meistens kein Problem, einfach mit dem Pfarrbüro sprechen. Haben wir auch schon hier gehabt, weil der Taufpate noch in Urlaub war oder was für Gründe auch immer...

Allerdings sehe ich hier das Problem größer, denn dich ärgert eher der Fussballfanatismus deines Mannes.

Und das ist ein Problem zwischen dir un deinem Mann. Ich denke, du hast ihn so kennengelernt und geheiratet und erwartest jetzt, dass er sich ändert. Das wirst du nicht schaffen. Du musst ihn schon so nehmen, wie er ist. Vielleicht erkennt er irgendwann seinen Fehler, wenn eure Beziehung kaputt ist, aber bis dahin kannst du es ihm nur sagen und deinen Weg gehen.

D.h. du musst alleine entscheiden, ob du den Fussball akzeptierst und die Taufe verschiebst, oder es durchziehst, das hätte aber noch ganz andere Konzequenzen, beziehungsmäßig...

Ich bin extrem fussballbegeistert, egal ob selber spielen oder zuschauen, aber sorry wenn er wie ausgewechselt ist wundert es mich wieso du noch mit ihm zusammen bist und ein Kind mit ihm hast.

Familie geht zumindest bei mir auf jeden Fall vor.

Mein Vater kam zu meiner Taufe (war vor 65 Jahren) auch nicht mit. Meine Mutti ging in Begleitung einer Nachbarin. Ich habe dies mit 18 Jahren erfahren und ich leide heute noch darunter, weil ich nicht weiß, warum mein Vater nicht mit ging.

Wenn deine Tochter dann irgendwann erfährt, dass ihr Vater an ihrer Taufe etwas anderes vorhatte (auch noch mit anderen Kindern) oder gar nicht dabei war, dann wird sie von ihrem Vater sicherlich enttäuscht sein.

Du steckst in einer Zwickmühle.

Rede nochmals mit ihm. Es gibt im Fussball doch bestimmt für ihn eine Vertretung. Die Lorbeeren kann er ja trotzdem einschiebe; er hat die Kinder ja trainiert.

Getauft wird seine Tochter nur einmal.

Ich wünsche dir viel Glück

wenn Du Wert darauf legst, dass der Kindsvater bei der Taufe anwesend ist, dann suchst Du einen anderen Termin.

Wenn er Trainer ist, dann kann er sein Turnier an diesem Wochenende nicht verschieben.

Aber bitte - Dein Problem

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