Der beste Job mit Realschulabschluss?

6 Antworten

Gründerin einer erfolgreichen Firma kann (theoretisch) jede werden. Und Managerin auch. Beides ist an keinen Schulabschluss gebunden, sondern an Fähigkeiten!

Aber beides ist natürlich kein „Job“, bei dem ja eine phantasielose Erfüllung eines Stellenprofils ausreichend ist.

Gibt es im beruflichen Kontext auch irgendetwas, wofür du dich interessierst - außer für Geld?

  • Selbsteinschätzung: Wo liegen deine Stärken? Wenn du das im Hinblick auf die Entscheidung für einen Beruf nicht sagen kannst, dann versuch's zunächst mal über Schulfächer, in denen du gut oder sehr gut bist, über Hobbys (also Dinge, die du gern tust und vielleicht auch gut kannst). Denk dabei auch an deine Schwächen: Was liegt dir gar nicht? Welche Tätigkeiten langweilen dich so sehr, dass du nicht einmal gewillt bist, dir dabei, wenn du sie schon tun musst, zumindest so viel Mühe zu geben, dass du sie einigermaßen ordentlich erledigst? Schreib eine Positiv/Negativ-Liste!
  • Schreib solch eine Liste auch zu Berufen, die du kennst oder etwas zu kennen glaubst ! Zunächst mal völlig wurscht, ob du mit deinem Realschulabschluss überhaupt die Voraussetzungen erfüllst, ein entsprechendes Studium/eine entsprechende Ausbildung zu beginnen. Es gibt immer Möglichkeiten, schulisch noch "aufzustocken" oder auf einem anderen Weg dorthin zu kommen, wenn man (plötzlich) merkt, dass man wirklich sehr gern eine bestimmte Ausbildung machen würde, für die der eigene Schulabschluss jedoch nicht reicht.
  • Frag ruhig auch mal Eltern, Freunde und Verwandte, was du ihrer Meinung nach besonders gut kannst und was deinen Typ ausmacht. Vielleicht ist ihnen ja etwas aufgefallen, was dir gar nicht so bewusst ist, z.B. dass du spontan viele Ideen im Umgang mit Kindern hast und es den Kindern sichtlich Spaß macht, mit dir zusammen zu sein oder dass du sehr geschickt in handwerklichen Dingen bist und auch bei ganz "fitzeligen" Arbeiten nicht die Ruhe verlierst, sondern konzentriert weitermachst, weil du am Ende ein sauberes Ergebnis haben möchtest.
  • Dann natürlich das Übliche: Berufsberatung, Eignungstests etc.; falls sich eine Richtung abzeichnet, Infos über bestimmte Berufe einholen, welcher Weg dahin führt, wie deren Marktlage jetzt ist und voraussichtlich in (naher) Zukunft sein wird.

Heute gibt es so viele Berufe, von denen man nichts oder nicht viel weiß, ständig kommen neue hinzu. Ein guter Berufsberater kann da helfen. Natürlich sollte man sich auch über Aufstiegschancen und Bezahlung informieren, denn was nützt ein wahnsinnig interessanter und abwechslungsreicher Beruf, wenn er nicht genug einbringt, um davon leben zu können? Die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten als nebensächlich* abzutun, ist genauso dumm, wie es blauäugig ist, sie an die erste Stelle zu setzen.

*Es sei denn, man verfügt per Erbe oder sonst wie über ein hohes dauerhaftes Einkommen und weiß mit dieser "Quelle der Freude" so umzugehen, dass sie - egal unter welchen politischen/wirtschaftlichen Bedingungen - global mal hier, mal dort liegt, nie versiegt und von überall zu jeder Zeit anzuzapfen ist.

Ich hatte auch nur den Realschulabschluß und habe Bankkaufmann gelernt und bin dann nach Umwegen ins Investment Banking gekommen und habe nach 17 Berufsjahren dann 5.500€ netto/Monat verdient + Bonus am Jahresende.
Besser hätte es nicht laufen können. Daß das heute noch möglich ist, ist recht unwahrscheinlich aber auch nicht auszuschließen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Es kommt daraufhin in welchem Bundesland du lebst.
Ich werde als Erzieherin in einem privaten Träger sehr gut bezahlt.

Geld ist nicht alles.

Lieber etwas weniger verdienen und Spaß am Beruf haben stattdessen, mehr Geld und Bauchweh auf der Arbeit. LG

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