Dekorativ statt bur ordentlich?

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Du hast Kinder. Warum lässt Du sie nicht eine größere Leinwand bemalen, die Du im Wohnzimmer an die Wand hängst?

Individueller geht es nicht, und im Gegensatz zu Nippes, der auf Tischen und Sideboards verstaubt, ist ein Bild absolut pflegeleicht und nimmt keinen Platz weg.

Giwalato

Da hängt ein großes Bild, das recht für mehr ist kein Platz

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@Sportysandy3581

Wenn es Dir/Euch gefällt, ist es ok. Falls nicht, tausche es aus.

Es ist Eure Wohnung, kein Showroom.

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Wenn du etwas Schönes und Kleines draußen in der Natur findest, dann hol es nach drinnen. Schöne Steine, Schneckenhäuserl, schön geformte Samenkapseln .....
Ich hätte so gerne eine Katze, aber das ist aus verschiedenen Gründen nicht so gut, vor allem für die Katze nicht. Deshalb habe ich mehrere Katzen aus Terrakotta, Holz, Keramik und Katzenbilder in der Wohnung. Die Mieze aus Terrakotta schaut so lebensecht aus. Wenn man sie nach draußen setzen würde, dächte jeder Vorbeigehende, das sei eine echte Katze.

Ich habe kleine lebendige Szenen zusammengestellt. An einem Fenster in der Küche, das ich selten öffne, legte ich über ein paar Bauklötze aus der Spielzeugkiste der Enkel eine längliche Terrakotta-Fliese. Drauf steht ein Büschelchen Gras mit Gänseblümchen (nicht echt). Links davon ein rötlicher Stein aus dem Piemont, der aussieht wie ein Berg. Am Fuß des Berges liegt ein Schneckenhaus. Rechts vom Gras ist ein Fuchs unterwegs (aus Hartplastik, aber so lebensecht), der sich gerade umschaut nach etwas, das auf ihn zukrabbelt, ein Marienkäferchen (aus Holz).
Darunter zwischen den Bauklötzen hat sich ein silberner Salamander halb versteckt, und ein Entchen.
Dann hab ich noch 2 echte Lavasteine, die der Ätna ausgespuckt hat. Und ein Aststück von einem angeblich 1000jährigen Baum auf Sizilien. Nein, den hat meine Tochter nicht abgerissen, der lag am Boden, und den hat sie mir mitgebracht.
Dann hängt in der Küche im Eck an der Decke ein Archaeopteryx aus diesem tollen Material, das so echt aussehen kann, der Anstalten macht, durch die Küche zu fliegen.
Auf dem Sideboard hab ich meine Grammatikkarten stehen, die erste Karte zeigt einen alten Baum mit knorrigen Ästen. Der Baum hat ein Gesicht, das Gesicht eines alten knorrigen Mannes mit Knubbelnase, und ein Reh (aus Holz geschnitzt) sieht aus, als ob es von diesem Baum her käme. Es hat den Kopf gesenkt und trinkt aus dem Teich, eine kleine dunkelblaue Schale, in deren Mitte ein Frosch aus Rosenquarz sitzt. Und eine kleine weiße Katze sitzt auf dem Vokabelkasten und guckt den beiden zu.
In den anderen Zimmern hab ich auch so kleine lebendige Szenen stehen, die mich freuen. Eigentlich sieht es ganz und gar nicht überladen aus, weil die Dinge nicht so groß sind und sie sind so eingepasst zwischen anderem, so dass man sie leicht übersehen kann. Ich warte immer noch, dass meine Verwandtschaft mich mal darauf anspricht. Aber die sehen nix, sehen nicht einmal den Archaeopteryx an der Decke. Und der ist wirklich sehenswert.
Im Schlafzimmer liegt eine schwarze Katze auf einem runden Deckchen und schaut zu, was die anderen machen. Die anderen, das sind eine große Katze aus Terrakotta, eine kleine weiße Taube und eine zerrupft aussehende Krähe. Die Tierchen sind einander zugewandt und scheinen sich miteinander zu unterhalten. Damit sie auch immer das Neueste erfahren, setze ich die große Terrakotta-Katze am Abend auf's Fensterbrett, damit sie nach draußen gucken kann, und am Morgen setze ich sie wieder zu den anderen, und sie erzählt ihnen, wer oder was alles in der Nacht unterwegs war. Und wenn ich am Morgen aufwache, sag ich: Guten Morgen, ihr Rasselbande! :-)

Und dann hab ich natürlich Bilder, keines mit Rahmen, sondern einfach auf die Tapete gepinnt. Wildgänse, eine Waldlichtung, in der das schräg einfallende Sonnenlicht Kringel auf den Waldboden malt; eine große Karte von der Erde, den Kontinenten und den Ozeanen, vom Weltraum aus fotografiert; dann eine Vogeluhr (die jede Stunde einen anderen Vogel zwitschern, oder piepsen, oder kreischen lässt oder komplizierte Triller von sich gibt.)
Dann natürlich Bilder, von den Enkeln gemalt.
Und dann kleben drei Karten mit Zitaten am Schrank, in Kopfhöhe. Sie dienen der Erinnerung, damit ich das nie vergesse:

Karte 1
Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen;
mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen;
der Augenblick ist mein
und nehm ich den in Acht,
so ist er mein,
der Zeit und Ewigkeit gemacht.

Karte 2
Haben Sie Ihre Luftschlösser gebaut?
Fein, das ist genau da, wo sie gebaut werden sollten.
Und nun gehen Sie an die Arbeit,
und setzen Sie das Fundament darunter!

Karte 3
Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht,
wenn man es am bequemsten hat,
sondern wenn man sich am besten entfalten kann.

Genug der Anregungen! War was dabei für dich?

Nein, es ist eigentlich keine Dekoration, aber die Dinge sind mir kostbar, und für andere mach ich keine Deko.

Ich will, ja garkein Zeugs irgendwo stehen haben. Ich möchte noch ein feine. Klares Bild in meiner Wohnung habe. Ich würde gerne wie im b möbelhaus alles Rausschmeißen. Aber es gibt Dinge wie unterleibsschmerzen und so die man benötigt

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Ich denke, Kreativität steckt in jedem von uns. Man muss sie nur entdecken. Deine Deko auf der Fensterbank, warum ist sie nicht schön? Würde sie woanders schöner aussehen? Wenn du mal einen Spaziergang durch die Natur machst und schöne Steine findest, die du dazulegen kannst, wäre das evtl. schöner? Was ist, wenn du ein Häkeldeckchen unter die Deko legst?

Mit Gardinen am Fenster kann man auch gut dekorieren. Mein Küchenfenster geht z.B. direkt in meinen Naturgarten. Reinschauen kann da nie jemand, also hab ich Gardinen nur zur Deko. Es sind zwei Schals, weiß transparent mit verteilten großen grünen Blättern und bilden einen schönen Rahmen um das Fenster. Das Fenster ist zweiteilig, ein großer Flügel und ein kleiner. Den großen Flügel öffne ich nur zum Putzen, also hab ich in die Mitte vom Fensterflügel oben einen Türhaken eingehängt und an einem Band hängt eine ovales, bleigefasstes Fensterbild.

Ich hab lange gesucht, bis ich eines gefunden hab, das mir wirklich gefällt und günstig im Preis ist und nun hab ich schon viele Jahre Freude daran.

Mit der Küche ab ich beim Einzug auch einen wunderschönen Buffetschrank in pastell-grau-blau mit bleiverglasten Fenstern übernommen. Also herrschen in meiner Küche die Farben pastell-grau-blau und grün vor.

Mein Küchentisch hat eine Milchglasplatte und an der Wand daneben steht so ein Bar-Regal, aber aus Milchglas.

Rechts neben Herd sind in die Wand eingelassen selbstgebaute Regalbretter für Gewürze etc. Auf dem untersten Regal steht das, was ich fast täglich brauche. In den Regalen darüber stehen solche Blista Regale mit Schiebetüren. So sieht es aufgeräumter aus, staubt nicht ein usw. und farblich passte das auch.

Damit etwas schön aussieht, muss Harmonie da sein. Um das zu erreichen, muss man mit Formen, Farben und Materialien arbeiten. Und Geduld haben muss man auch, wenn man gebraucht nach dem Passenden sucht. Aber wenn man sich die Zeit nimmt, hat man nachher auch ein Ergebnis, mit dem man auf Jahre, Jahrzehnte oder für immer zufrieden ist. Man schaut sich das an und es breitet sich Frieden und Wohlgefühl im Körper aus. 😉

Mein Schreibtisch im Wohnzimmer besteht zum Beispiel aus einem uralten, stabilen, dunkelbraunen Holztisch mit einer übergroßen Glasplatte drauf. Zwischen Holztisch und Glasplatte liegt ein weißer Häkelläufer. Das macht für´s Auge einen großen Unterschied, ob der Läufer da liegt oder nicht und die Glasplatte reflektiert Licht und spiegelt meine Gardine im Wohnzimmer.

Hast du jetzt ein paar Ideen bekommen?

Ne, nicht wirklich ich habe dafür einfach nicht die Vorstellungskraft und mag es lieber clean, eine Farbe, eine Form. Gardinen hängen am Fenster passend zum Sofa.

Geduld habe ich, ich habe 10jahre gebraucht um mir haushalt Routinen anzugewöhnen, die jetzt sogar mit neuen baby funktionieren.

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@Sportysandy3581

Ok 😂. Vielleicht ist deine Zeit einfach noch nicht gekommen und du brauchst noch ein paar Jahre, was ja auch nicht so schlimm ist. Vielleicht musst du innerlich auch einfach entspannter werden, damit Kreativität raus kann.

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@Sportysandy3581

Oh, dann hab ich wohl auch meine Antwort in den Sand geschrieben.
Macht nix, es war mir eine Freude, all dies mal beschreiben zu können.
Aber warte mal, bis das Baby zu krabbeln beginnt. Ich hoffe, es kriegt nicht nur Plastikspielzeug, sondern darf auch was Echtes zum Ergreifen und Begreifen in die Fingerchen nehmen.

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Genau, das ist es! Es breitet sich Frieden und Wohlgefühl im Körper aus. Und ein Gefühl der Ausdehnung, nicht der Einengung. Ein Zuhause eben.
Ich hatte eine Nachbarin, die sich einen wunderschönen Garten gebaut hatte. Ich hatte die Erlaubnis, zu jeder Tages- oder Nachtzeit in ihren Garten zu gehen und ihn auch bei jedem Wetter zu sehen. Ich ging meist barfuß hinein, hatte den Eindruck, dass ich dann für den Garten kein Fremdkörper bin, sondern sowas wie die Amseln, die nach Würmern suchen, nur halt ein bisserl größer.
Die Farben und Formen stimmten so eindrucksvoll lebendig miteinander überein, dass ich sie mal fragte: Wie machst du das? Wie bringst du so eine Stimmigkeit zustande? Sie antwortete: Ja, das braucht Zeit. Ich spüre es, wenn irgendwas nicht harmonisch, nicht lebendig ist. Dann stell ich mich solange an diese eine Stelle - das kann manchmal Tage kosten -, bis ich es sehen kann und ändere es.

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@lumbricussi

Das kann ich gut nachvollziehen! Barfuss im Garten, da ist man richtig geerdet, eins mit der Natur. Ich mag auch das Gefühl, mich in die Natur einzufügen, in ihr Zuhause zu sein. 💚🌿🌹

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