Daytrading mit Hartz IV?

4 Antworten

Wenn Du in Gewinnerzielungsabsicht handelst, mußt Du ein Gewerbe bzw. eine freiberufliche Tätigkeit anmelden. Dem Jobcenter muß Dein "Daytrading" sowieso gemeldet werden.

Auf Einkommen aus Erwerbstätigkeit gibt es einen Grundfreibetrag von 100 € mtl..

Den Rest kannst Du Dir ergoogeln.

Wenn Du in Gewinnerzielungsabsicht handelst, mußt Du ein Gewerbe bzw. eine freiberufliche Tätigkeit anmelden.

Nein, sicherlich nicht. Wenn ich privates Vermögen verwalte (welches ich als Hartvz IV Empfänger nicht habe), muss ich gar nichts anmelden. Die Einnahmen muss ich beim JC höchstens angeben, wobei es keine Einnahmen mit Microkonto geben wird, eher Verluste.

Wenn ich als Daytrader ein Gewerbe anmelde, könnte mir das Finanzamt sogar unterstellen das ich nur einen Scheinbetrieb eröffnet habe. Das ist ja gerade das Problem, das man beim sog. "Proptraden" hat.

Und zu freien Berufen zählt Trading nicht. Trader ist kein Beruf und daher schon gar kein freier Beruf. Es gibt noch nichtmals eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Trader oder generell eine Ausbildung zum Trader.

Trading, Daytrading, Swingtrading, etc. pp. fallen unter die private Vermögensverwaltung. Auf diese wird die Kapitalertragssteuer erhoben, sowie der darauf entfallende Soli; Steuerfreibeträge können dabei berücksichtigt werden.

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@elmundoesloco

Tätigkeiten, die in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt werden, müssen den zuständigen Behörden gemeldet werden.

In diesem Fall auch dem Jobcenter.

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@Agamemnon712

Sag ich doch.. siehe hier:

Die Einnahmen muss ich beim JC höchstens angeben

Jeder an der Börse handelt mit Gewinnerzielungsabsicht. Aber wie gesagt: Es wird keine Einnahmen mit 100 € geben.. Das Geld ist ganz schnell weg. Ich spreche aus Erfahrung und mein Konto hatte zu Beginn 100x mehr Guthaben, jetzt nur noch 10x mehr.

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@Fluffyunicornn1

Wer behauptet, daß es unmöglich ist?

Du mußt Deine Gewinne nur dem Jobcenter gegenüber benennen und Deine Tätigkeit den zuständigen Behörden anzeigen.

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@Agamemnon712

Ich muss ja meine Kontoauszüge sowieso alle 3 monate beim Jobcenter melden, da kann ich doch die Gewinne einfach mit schicken oder? So viel Arbeit ist das ja nicht

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@Agamemnon712

Ich, denn du musst als Trader 3 Sachen mitbringen: Geduld, Disziplin und Geld, dessen Verlust du verschmerzen kannst. Vor allem an der Disziplin mangelt es..

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@Fluffyunicornn1

Alleine wenn du z. B. eine halbe Dax CFD handeln möchtest musst du eine Margin von aktuell ca. 400 € hinterlegen.. Bedeutet wenn du ein 1.000 € Konto hast, sind 600 € freies Kapital vorhanden, 400 € sind als Margin hinterlegt.

Wenn eine halbe Dax CFD dann 0,50 € wert ist, genügt es wenn der Dax um 1.200 Punkte fällt, dass dein Konto geschrottet ist. Schau mal letztes Jahr im Februar, wie der DAX angefangen hat zu fallen.. das waren über 7.000 Punkte, was mit 0,50 € je Punkt 3.500,00 € Verlust waren, wenn du long warst..

Dann kommen noch Spreads und evtl. Overnight-Gebühren dazu (letztere wird man am Anfang haben, weil man den Verlust nicht akzeptieren und verbuchen will; es wird immer die Hoffnung geben, dass der Kurs zurück auf das Level kommt auf dem man long oder short gegangen ist, diese Hoffnung wird aber schnell enttäuscht werden).

Wenn du Aktien tradest, werden die Kommissionen dich als kleinen Fisch auffressen..

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Daytrading ist unglaublich schwierig und stressig. Und es kostet - wie alles im Leben - Geld.. richtig Geld! Als Hartz 4 Empfänger hat man das im Regelfall nicht.

Ich weiß nicht was du mit 100 € im Monat meinst, aber wenn du denkst das du 100 € für's Traden benutzt und dann ein paar Stunden später 300 € rausziehen kannst, dann hast du Traden nicht verstanden und solltest tunlichst die Finger davon lassen. Solltest du meinen, dass du mal eben im Monat noch 100 € mit Microkonto dazuverdienen kannst, dann hast du dich geschnitten.

Du musst nämlich bei einem Broker ein Konto eröffnen und darauf ein Guthaben einzahlen. Das Geld verbleibt auf dem Konto, da es z. B. als Sicherheitsleistung für eine offene Position dient und als Deckungskapital, damit deine Position nicht sofort geschlossen wird, wenn sie mal ins Minus läuft.. Und Anfangs werden beim Echtgeldtrading deine Positionen ins Minus laufen, egal wie gut du im Demotrading warst. Echtgeld ist was anderes als Demo, glaub mir...

In einer Doku hat mal jemand sinngemäß gesagt: "Stellen Sie sich vor, Sie spielen mit Ihrem kleinen Fußball Dorfverein, der im Regelfall in der Kreisklasse unterwegs ist, auf einmal heute Abend in der Championsleage gegen den FC Barcelona.."

So muss man es sich vorstellen, wenn man mit Microkonto an der Börse unterwegs ist. Selbst wenn du ein Konto von 10.000 € hast, ist dein Konto immer noch ein Microkonto.. Die Banken haben da Konten mit Millionen, denen tut es nicht weh, wenn eine Position mal 50.000 € ins Minus läuft, aber dir mit einem 1.000 € Konto tun Verluste von 20,00 €, 30,00 € oder 40,00 € sehr weh.. 10x 50,00 € verloren bedeutet, dass die Hälfte deines Kontos nach nur 10 Trades weg ist, du müsstest jetzt wieder 100% Gewinn machen, um wieder auf deine ursprüngliche Kontogröße zu kommen. Beim Traden sitzen Profis die nur so darauf warten kleine Fische wie dich zu angeln.. Denk daran: Wenn jemand an der Börse Geld gewinnt, dann verliert gleichzeitig auch ein anderer etwas..

Ich habe mit einem Demokonto angefangen und über 2 Jahre lang im Demo gehandelt. Die ersten paar mal habe ich das Demokonto von 50.000 € binnen 2 Wochen auf 400 € gebracht.. Irgendwann war ich im Demo profitabel, was aber nicht bedeutet, dass man mit Echtgeld auch sofort profitabel ist. Beim Echtgeld bin ich heute zumindest kostendeckend, aber ich habe von den Verlusten aus dem Echtgeldbeginn immer noch was übrig.

Gerade als kleiner Fisch kannst du nur gehebelt (z. B. CFD's, Turbo's, Barriers, Knockouts, etc. pp.) handeln. Als kleiner Fisch (und Anfänger) hältst du die Positionen länger offen um mehr Gewinn zu erwirtschaften, wirst aber im Endeffekt eher Geld verlieren. Traden tut man nur mit Geld, das man nicht zum Leben braucht, auf das man nicht angewiesen ist. Als Hartz IV Empfänger denke ich ist man eher auf jeden Cent angewiesen, oder?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Du unterstellst mir ja echt viel dafür dass ich nur eine simple Frage gestellt habe,

meine Frage war ob ich als Bedarfsgemeinschaft bis zu 100€ an Einkommen mit Daytrading erzielen darf, ohne dass mir was abgezogen wird.

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@Fluffyunicornn1

Ich unterstelle nicht, ich sage was dir mit einem Microkonto blüht und gebe Starthilfe. Trading ist cool, aber ohne fundierte Kenntnisse in technischer Analyse und ohne Wissen über die Auswirkungen von Wirtschaftsnachrichten wirst du scheitern, glaub mir.

Mein Konto war mit 11.000 € Startkapital immer noch ein Microkonto und ist es jetzt mit 1.000 € noch mehr. Ich hatte 2 bis 3 mal wirklich fette Gewinne und konnte mir davon noch ein paar Monitore zum Traden zulegen, aber es ist von mir Augenwischerwei gewesen zu behaupten, dass mir das Traden die Monitore bezahlt hat.. Ich habe durch die Kontoabschöpfung zum Bezahlen der Monitore allerhöchstens mein Geld dem Risiko zu verschwinden entzogen. Ich stehe immer noch im Verlust und ich trade seit mehr als 2 Jahren mit Echtgeld.

Und ja, Einnahmen sind beim JC anzugeben.

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@elmundoesloco

Okay,

inwiefern gebe ich dies beim JC an? Kann ich ihnen einfach mitteilen wenn ich meine Kontoauszüge wieder nachweisen muss? Oder schick ich ihnen einfach eine Mail?

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@Fluffyunicornn1

Nochmal: Das Ding ist, dass du ein Konto bei einem Broker eröffnen musst.. Darauf musst du Geld einzahlen und du musst das Geld drauflassen um damit handeln zu können. Wenn du wirklich einen Gewinn erwirtschaftest, dann kannst du das Konto um diesen Betrag wieder abschöpfen, bis du wieder auf deinem Einzahlungsbetrag bist. Das taucht dann natürlich auf deinem Kontoauszug auf. Der Mitarbeiter im JC wird das dann schon zur Kenntnis nehmen.

Aber ich rate dringend davon ab sofort mit Echtgeld loszulegen.. Übe erst auf einem Demokonto, du wirst, wenn du sofort mit Echtgeld anfängst, alles verlieren, die Profis warten nur so auf Anfänger, denen man leicht das Geld aus der Tasche ziehen kann. Mein Verlust liegt aktuell bei gut 10.000 € und ich war im Demotrading zum Schluss sehr profitabel, nachdem ich das Demokonto anfangs mehrfach geschrottet habe.

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@elmundoesloco

Ich handle schon seit Monaten auf einem Demokonto und habe schon oft genug Gewinne gemacht. Ich kenne so gut wie alle Indikatoren und Patterns die man benötigt um Gewinne zu erzielen, ich werde kein Margin nutzen und selbst wenn ich pro Trade mit wenig Shares handle sodass ich sogar vielleicht nur 5€ pro Trade an Gewinn/Verlust mache lohnt es sich für mich schon.

Aber was genau meinst du mit Abschöpfen?

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@Fluffyunicornn1

Die Patterns und Indikatoren (er-)kennen heißt nicht, dass man ein guter Trader ist. Patterns sind zwar recht verlässlich, aber Ein- und Ausstieg sind diszipliniert und geduldig zu planen, straight nach dem (hoffentlich funktionierenden) Tradingplan. Die Indikatoren bieten halt leider immer nur ein Indiz und sind kein in Stein gemeiseltes Einstiegssignal. Wenn der RSI kurz vor der 70er Linie wieder in den normalen Bereich läuft und du einen failure Swing vorher gesehen hast bedeutet das nicht, dass Spekulanten das nicht noch weiter in die Höhe treiben um Shorties zu verbrennen.. Das machen die Profis nämlich. Denk immer daran, dass dein Broker deine Kontogröße, sowie deinen TP und deinen SL kennt, sofern du beides setzt (was ich ebenfalls dringend empfehle).

Nur weil du ein paar Monate jetzt auf einem Demokonto erfolgreich bist wirst du auf dem Echtgeldkonto nicht den gleichen Erfolg haben. Es macht einen Unterschied ob du Spielgeld von 1.000 € verlierst oder Echtgeld. Im Demo lässt du die Position weiterlaufen wenn sie im Minus ist, denn es tut ja nicht weh. Im Demo öffnet dein Broker, wenn du short gehst, nicht gleichzeitig eine Long-Position um sich abzusichern...

Abschöpfen heißt, dass du Geld von deinem Tradingkonto auf dein normales Konto überweist, also das aus Risikokapital wieder normales Kapital wird.

Inwiefern wirst du keine Margin nutzen? Wie tradest du und bei welchem Broker?

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@elmundoesloco

Und schon wieder unterstellst du mir etliche dinge. Ich habe nie gesagt dass ich einen solch großen Erfolg haben werde, noch habe ich hier irgendwie rumgeprotzt. Ich möchte lediglich mit 100€ etwas rumprobieren, nachdem ich nach einiger Zeit mich genug mit Demotrading befasst habe. Was ist daran so verwerflich? Es sind auch nur 100€? Warum habe ich denn so lange mich mit diesem Thema befasst und Zeit investiert nur um mir am Ende anhören zu müssen dass ich nichtmal mit einer Summe von 100€ traden könne, weil mir vorgeworfen wird ich würde den Reichtum damit streben.

Ich habe auch nie behauptet ein Meistertrader zu sein, nur dass ich mehr als die Basics schon kenne. Ich nutze Binance.

Wie genau meld ich meinen Gewinn denn beim Jobcenter? Kann man Kontoauszüge aus Binance runterladen?

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@Fluffyunicornn1

Nochmal: Ich unterstelle nichts.. ich spreche nur über meine Erfahrungen als Trader und dem damaligen Wechsel von Demo auf Echtgeld. Mit einem 100er wird man nicht reich, aber mit einem kleinen Konto wird man auch nur schwer auf 100 € Gewinn kommen..

Ich kenne Binance nicht, aber sie müssen ja einen Kontoauszug erstellen. Aber solange das Geld dort auf dem Konto ist, ist es Risikokapital. Der Gewinn den du verbucht hast kann im nächsten Monat schnell ein Verlust sein. Solange das Geld nicht auf deinem normalen Girokonto gutgeschrieben hast, bleibt das Geld Risikokapital. Wenn du jetzt im Januar 30 € Gewinn machst und das JC dir dann 30 € vom Hartz IV abzieht und du nächsten Monat dann wieder 30 € Verlust machst, dann zahlt das JC dir auch keine 30 € mehr.. Verstehst du was ich meine? Du hast so im Endeffekt 30 € verloren, da du beim Traden bei +-0 rausgekommen bist und das JC dir für den Gewinn halt 30 € gestrichen hat.

Ich schlage vor, dass du das mit dem JC mal besprichst.. Evtl. musst du es auch nur über das Jahr nachweisen. Es widerspricht sich halt auf der einen Seite Sozialleistungen zu beziehen und auf der anderen Seite an der Börse zu handeln.

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@elmundoesloco

Warum sollte es mir aber dann 30€ vom Hartz IV abziehen? Ich darf doch wohl als Bedarfsgemeinschaft Einkommen haben, ich habe ja einen Freibetrag von 100€

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@Fluffyunicornn1

Ich sage es nur beispielhaft.. stelle dir vor, dass du 130 € machst.. Dann zählt das, was ich vorher geschrieben hab.

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@elmundoesloco

Ich habe vor heute oder morgen 150€ in den Coin Vechain zu investieren, egal wie sich der Kurs ändert, zählt mein geld in diesem coin doch nur als Kapital oder? Solang dieser Wert umgerechnet in Euro keine 3000€ überschreitet, welches mein Besitzlimit and Geld ist in der Bedarfsgemeinschaft, sollte mich doch das JC in ruhe lassen oder? Da ich ja nichts auszahle und daher auch kein Gewinn habe.

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Daytrading lohnt sich bei kleinen Summen nicht wirklich...

Ich bin 18 und mache grad mein Abi, würde es trotz kleinen Summen als Erfahrung-sammeln nutzen, würde es denn in meiner Situation ohne Probleme gehen?

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@Brainbug14

Soweit ich weiß ab 100€ in meiner Situation oder? Da ich in der Bedarfsgemeinschaft bin?

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@Fluffyunicornn1

Da kenn ich mich leider nicht aus, frag am besten mal nach. Und dass du mit Daytrading am Anfang 100€ im Monat machst bezweifel ich stark. am Anfng werden es vielleicht 20-30€ sein

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Ich bin in einer Bedarfsgemeinschaft, dürfte ich daytraden mit bis zu 100€ Einkommen im Monat, ohne dass mir was abgezogen wird?

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Warum will man nur Geld verdienen um weiterhin Harzt IV zu beziehen?

Verdiene so viel Du kannst und Dein / Euer Hartz IV - Problem ist u.U. erledigt.

Aufgrund meiner Situation zuhause ist das nicht möglich, möchte aber nicht allzuviel erzählen weils sehr privat ist

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