Das komplizierteste literarische?

6 Antworten

Darüber gehen sicherlich die Überzeugungen auseinander. Dir Gedichte von Stefan George und Karl Krolow und auch einige avantgardistisch anmutende Romane kann man hier nennen. Eine Geduldsprobe stellt - das ist meine Überzeugung - schon 'Die Blechtrommel' von G. Grass dar. Und als wäre das nicht extrem genug, da mutet er uns auch noch die 'Hundejahre' zu, die ich nach ein paar Seiten weggelegt habe. 'Zettels Traum' von Arno Schmidt würde mir noch einfallen.

Das ist natürlich eine extrem subjektive Frage. Zudem hat wohl niemand den Überblick über alle literarischen Werke. Daher kann auch meine Antwort nur unzureichend sein.

Man erzählt sich über den Philosophen Hegel, dass er im Sterben schimpfte: "Nur einer hat mich verstanden. Und der hat mich auch nicht verstanden." - Leicht verdaulich werden seine Werke also wohl nicht sein. 

Auch andere Geisteswissenschaftler wie Habermas und Adorno haben sich gerne mal unnötig kompliziert ausgedrückt.

Ansonsten kann ich auch Thomas Manns Schreibstil überhaupt nicht ab, da dieser nie auf den Punkt kommt und häufig extrem lange Sätze baut. Ein Extrembeispiel dafür findet sich hier: http://www.alternativ-grammatik.de/pdfs/mann3.pdf

Das Stilmittel bei Th. Mann nennt sich "Hypotaxe". Findet man auch bei Heinrich v. Kleist.

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Ich liebe Rilke, aber seinen Grabsteinspruch kann ich nicht entschlüsseln.

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,

Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern.

Sämtliche Interpretationen, die ich gelesen habe, haben mir auch nicht weitergeholfen.

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