Darf eine junge Dame mit Kopftuch in Deutschland als Verkäuferin arbeiten?

22 Antworten

klar, wenn deren Zeugnisse gut sind bekommt die auch eine Anstellung und wenn sie ins Unternehmen passt z. Bsp. in einem Modeladen sind die Verkäufer auch Werbeträger für die Klamotten, das Aussehen muß passen..

 in einem Laden der Burkinis verkauft hat sie wohl bessere Chancen als in einem Laden der auf Bikinis spezialisiert ist :)) da ist die Minirockträgerin mit langer wehender Haarpracht sicherlich benachteiligt :'(

Es herrscht grundsätzlich freie Wahl der Kleidung, sofern sie nicht sittenwidrig ist.

Allerdings gibt es arbeitsrechtliche Bestimmungen, je nach Branche, die bestimmte Kleidung vorschreiben, und gewisse Kleidungs/Schmuckstücke nicht erlauben... ( aber das ist ein anderes Thema )

Ansonsten kommt es auf den Arbeitgeber ( Chef /in ) an.

So ist z.B. bei uns Betrieb ( lediglich deswegen, weil der Chef es so will, sonst hat es keinerlei Grund ) für Männer nicht erlaubt: 

Kurze Hosen, offene Schuhe, lange Haare, Vollbart, sichtbare Piercings.

Für Frauen gilt: 

keine Highheels, Miniröcke und Ausschnitte, wo der Brustansatz sichtbar wäre.

Für alle gilt: 

keine sichtbaren Zeichen einer Religion oder Politikzugehörigkeit, sowie keine Vereinsmitgliedschaften etc. zeigen.

Das wird einem aber gleich beim Vorstellungsgespräch gesagt, und mit Beispielbildern verdeutlicht.

Ob das arbeitsrechtlich durchginge, ist eine andere Frage, aber es legte bisher Niemand darauf an.

Antwort auf Deine Frage:

Vom Grundsatz her darfst Du es, aber die letztliche Entscheidung wird der Arbeitgeber treffen, daher einfach fragen, wie es im jeweiligen Betrieb gehandhabt wird.

P.S.:

Eine Frau mit einem langem Ausschnitt darf dann arbeiten? Versteht mich bitte nicht falsch

Das kann man in einem westlichen Land nicht als Vergleich nehmen, indem man sich dabei evtl. auf "bessere Sittlichkeit" beruft.

Nur als Beispiel:

Wer als Verkäuferin in einem Sex-Shop arbeitet sollte evtl. einen tiefen Ausschnitt haben, und wer als Verkäuferin in einem religiösen Buchladen arbeitet, sollte es besser nicht.

Hallo Hayat17

Grundsätzlich darfst du in Deutschland tragen was du willst, so lange es den Regeln von Sitte und Anstand entspricht. Allerdings darf dein Arbeitgeber dir Kleidervorschriften machen, wenn er dies zu deinem Schutz oder zum Erfolg des Unternehmens nötig erachtet.

Er kann z.B. während eines Umbaus das Tragen von Schutzhelmen verlangen. Wenn er befürchtet das das Tragen eines Kopftuches Kunden von seinem Geschäft fernhält darf er dir das Tragen des Kopftuches verbieten. (Ebenso wie er das Ablegen/Verdecken von Tätuwirungen, Piercings verlangen kann)

Es gibt übrigens auch Beispiele wo das Tragen des Kopftuches vorgeschrieben wurde, um die Muslimische Kundschaft nicht zu vergraulen. (Geschäfte die Muslimische Kleidung verkaufen oder Gemüsemärkte in türkischen Stadtteilen)

Wer bei Fielmann arbeitet muss eine Brille tragen, notfalls mit Sehstärke null, die meisten Supermärkte haben Kleidervorschriften u.s.w.

P.S. Ich kenne einige Unternehmen bei dehnen tiefe Ausschnitte verboten sind, da sie den Seriösen Eindruck stören würden. (z.B. Banken) Oder wo von den Herren verlangt wird das sie auch bei 35 Grad Außentemperatur ein langärmliges Hemd tragen..... (Vertreter)

LG Klaus.

Natürlich darf eine Verkäuferin nach geltenden Gesetzen auch ein Kopftuch tragen, wenn es ihr Arbeitgeber und dessen Kundschaft akzeptiert. Und wenn sie sogar noch eine "Dame" ist, spricht noch weniger dagegen.

Als Erzieherin oder im Schuldienst wird es schon schwieriger. Dort gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Einschränkungen.

Genau so darf aber auch eine Frau mit "langem Ausschnitt" arbeiten, dort wo es hinpasst und solange niemand Anstoss daran nimmt, weil etwa der Ausschnitt zu lang wäre.

Es gilt also gleiches Recht für die Vermummten, wie für die in muslimischen Augen (scheinbar) "Entblößten". - Du solltest deine Körperfeindlichkeit nicht so offen sichtlich betonen. 

Ich sags mal so: wenn du (/iwer sonst) im täglichen Leben z. B. Den Kontakt mit Männern nicht scheußt, ist es schwachsinnig, dass du es beim Beruf tust. Ansonsten gilt der Beruf eigentlich nicht als Ausnahme. Desweiteren würde ich persönlich aber auch nicht wirklich jeglichen Mist wie Alkohol/Schwein/etc verkaufen wollen...

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