Darf die Klasse/der Lehrer Geld für die Verwendung von Schimpfwörtern einsammeln (lassen)?

12 Antworten

Also ich persönlich, (ich besuche ebenfalls die 11. Klasse eines Gymnasiums) , finde diese Vorgehensweise persönlich etwas kindisch haha. Ich würde mir bei sowas nicht wie in der Oberstufe vorkommen, sondern wie in der Grundschule. Ich könnte für die ganze Geschichte ja noch irgendwo Verständnis aufbringen, wenn das eingenommene Geld, wenigstens in die Klassenkasse gehen würde - tut es aber nicht. Wo liegt der Sinn dieses Geld den eigenen Schülern zu geben? Dazu noch den ''Beliebteren''? Also an sich vielleicht erstmal eine gute Idee, aber doch nicht für eine 11. Klasse? Und dazu noch unpädagogisch hoch Hundert das Geld Mitschülern zu geben, anstatt in der Klassenkasse zu sammeln. An deiner Stelle würde ich das Gespräch mit dem Klassenlehrer suchen. Vielleicht zusammen mit einem anderen Mitschüler. Daraus muss man ja keine große Sache machen, aber ich würde ihm deinen Standpunkt so wie du ihn hier darstellst, vortragen. Ggf, nochmal mit dem Klassensprecher reden oder Elternvorsitzendem (falls es sowas bei euch gibt). Finde das Prinzip auch echt fragwürdig.. Viel Erfolg! :)

Ggf, nochmal mit dem Klassensprecher reden

Der ist einer der Hauptbefürworter, ein klassischer "beliebter Bursche", der mir eh keine Beachtung schenken würde. ;)

oder Elternvorsitzendem

Kein Plan! Sowas gibt es wahrscheinlich, aber ich wüsste nicht, wie ich das in Erfahrung brinben sollte... außer über den Klassenlehrer, mit dem ich dann gleich direkt sprechen könnte.

Aber er würde mich sicher nur darauf vertrösten, dass es angeblich "demokratisch" entschieden worden sei und wir uns dem Willen der Klasse beugen müssten o.Ä.

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@IDFan

Also dein Text wirkte ziemlich kompetent und ich würde mal behaupten, jeder intelligente Mensch kann deinen Standpunkt nachvollziehen. Probier doch einfach mal mit deinem Lehrer zu sprechen? Du hast es ja noch nicht versucht. Einfach sachlich und höflich bleiben. Das müsste auf jeden Fall gehen. Falls Du selber nicht gut mit Lehrern sprechen kannst, nimm Dir jemanden dazu, dem das liegt. Das ist auf jeden Fall machbar :)

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Da der Lehrer offenbar nichts unternehmen wird, würde ich euch raten, die Sache sowohl an Eltern als auch den Direktor zu bringen. Da die Klasse ja offenbar nur von den "Beliebten" gelenkt wird, würde es nicht viel bringen, mit denen zu reden, da sie hier ja eine neue und preiswerte Art gefunden haben, an ihr tägliches Geld zu kommen.

Vor Direktor als auch Eltern würde ich die Begründungen sagen, die du hier geschrieben hast - sie sind logisch nachzuvollziehen. Fakt ist: Diese Sache muss mit "neutralen" Leuten, dh. Leuten, die nicht zu eurer Klasse gehören, geklärt werden.

Da die Klasse ja offenbar nur von den "Beliebten" gelenkt wird

Das ist wahr!

Aber ehrlich gesagt bin ich eher jemand, der sowas an sich vorbei ziehen lässt; noch nie musste ich mit einem Lehrer oder gar dem Rektor über sowas sprechen.

Ich habe nur die Befürchtung, dass der Lehrer mich damit trösten wird, dass es doch "demokratisch" entschieden worden sei, und der Direktor ihm dann den Rücken stärken würde - denn der Direktor hat davon ja eh keinen Schimmer, er wird sich wohl auf das, was der Lehrer sagt, verlassen müssen, oder?

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@IDFan

Da irrst du dich. Jede Schulleitung hat Verantwortung für seine Mitarbeiter, also auch für deinen Lehrer. Begeht ein Lehrer Fehler, verstößt z.B. gegen seine Dienstordnung oder verhält sich unpädagogisch gefärdet er den Ablauf der Schule. ich glaube zwar nicht, dass dein Lehrer ein Dienstvergehen begeht, er lässt aber eine gewisse Selbstjusitz laufen, die Ungerechtigkeiten erzeugt.

Das Argument "demokratisch" kann man auf alles anwenden. So hätten die SuS auch über andere Sachen abstimmen können und die würden dennoch nicht korrekt sein.

Der Klassenlehrer arbeitet nicht richtig und bedient sich pädagogisch nicht angemessener Erziehungsmethoden.

Das ist Sache der Sl, als seines Chefs. Hole dir unterstützung durch die SV oder Elternrat, zur Not eines anderen Lehrers (Vertrauenslehrer).

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@Gugu77

Eine sehr nützliche Korrektur und Ergänzung, Gugu (siehe meinen Kommentar zu deiner Antwort oben). Danke dafür! Solche Antworten wünscht man sich hier doch. :)

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So wie ich das verstehe, hat der Leherr das System nicht offiziell eingeführt. Er nimmt es nur schwiegend hin.

Hätte er es eingeführt, wäre es ohnehin keine geeignete pädagogische Maßnahme an einer Schule.

Es läuft also eigenmächtig in Eurer Klasse/Jahrgangsstufe, gesteuert von einigen wenigen.

Du musst da gar nicht teilnehmen und auch nicht den Schulhof fegen. Mit welcher Begründung? Dass ein eigenes System durch Schüler aufgebaut wurde, welches zudem von wenigen missbraucht wird?

Wenn man die 10 Cent pro Word nicht bezahlen möchte, muss man für eine Woche Ordnungsdienst machen, obwohl dies zuvor im Wochentakt wechselnd durchgeführt wurde; es ging nach dem Alphabet, sodass jeder irgendwann drankam und drankommen würde.

Und davon haben Eure Lehrer Kenntnis?

Du machts da einfach nicht mit und redest mit deinem Lehrer. Es ist seine Aufgabe für Ruhe in der Klasse zu Sorgen und die üblichen Mittel dabei anzuwenden und nicht das Ganze an Schüler zu delegieren.

Suche zusammen mit den anderen "Systemgegnern" den Lehrer auf und berichte darüber. Wenn er nicht reagiert, dann wendest du dich an den Jahrgangstufenleiterm Vertrauenslehrer oder Schulleitung.

Wenn du mich fragst, hat das Ganze gar nichts in der Schule zu suchen. Das könnt ihr später im Büro oder Im privaten Kreis machen.

Na das ist doch mal eine schöne Antwort... danke, Gugu. :)

Ein paar Korrekturen:

  • Der Lehrer weiß zwar von diesem System und nimmt es hin (er war ja schließlich öfters anwesend, als Geld verlangt wurde etc. und auch als "wir" darüber "abgestimmt" haben), weiß aber wahrscheinlich nicht von den Schattenseiten. Ich sollte ihn wohl mal darauf ansprechen; besonders jetzt, da meine vorherigen Zweifel dank eines Kommentars von dir unter dieser Antwort so gut wie weg sind.

  • Bei unserem Ordnungsdienst handelt es sich um das Putzen der Tafel, der Entsorgung des Inhaltes der Mülleimer, dem Aufräumen des Klassenraumes etc. Das, was du mit mit dem Hof meinst, nennen wir Hofdienst und wird von allen Klassen aller Schulformen und Jahrgänge regelmäßig im Wechsel gemacht. Aber das ist eh Jacke wie Hose.

So weit, so gut. Ich werde das morgen mal in Angriff nehmen, mir vielleicht noch die 3-4 andern "Systemgegner", wie du sie treffend nennst, als Stärkung dazu nehmen, und den Klassenlehrer darauf ansprechen.

Heute morgen wurde ich tatsächlich im Klassenbuch zum Ordnungsdienst eingetragen, von einer Mitschülerin die dieses ganze System verwaltet. Da platzt mir der Kragen. :)

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@IDFan

Freut mich, dass ich helfen konnte. Sprich mit ihm, und kläre ihn auf. Deine Mitschüler fühlen sich wohl besonders wichtig in ihrer selbstgewählten Führungsposition.

Da läuft etwas schief. Dein Lehrer ist jetzt am Zug.

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