Bundeswehr ein guter Arbeitgeber?

10 Antworten

Ich hatte einige Kollegen, die vorher bei der Bundeswehr waren. Sie waren mit den Arbeitsverhältnissen dort sehr zufrieden. Außerdem bekamen sie am Ende ihrer Tätigkeit als Unteroffiziere eine gute Ausbildung finanziert.

Natürlich muss man das Umfeld des Militärs auch mögen und bereit sein, verschiedene Versetzungen in Kauf zu nehmen. Das ist Geschmackssache.

Hier schreiben wohl viele Leute die Vorbehalte gegenüber der BW haben.

Die BW ist an und für sich ein guter Arbeitgeber. Es kommt natürlich darauf an, in welchen Bereich und in welche Richtung man gehen möchte. Der Standort spielt auch einer Rolle. In Kasernen wie Strub oder Bad Reichenhall hat man direkt die Berge vor der Nase, was super schön ist, zum Beispiel.

Du hast jetzt eine Menge Pro & Contra zu lesen bekommen.

Manches was ich schrieb mag so klingen als sei ich ein totaler Verfechter militärischer Lösungen. Im Prinzip bin ich eher ein rationaler Mensch. Es war gewiss nicht leicht als Vater einen Sohn in den Krieg ziehen zu sehen, zumal damals Afghanistan extrem Heiß war.

Aber ein Beruf bei der BW hat eben auch viele Vorteile, die überhaupt nichts mit kämpfen und Tod zu tun haben. Die wenigsten Soldaten kommen überhaupt mit Kampfhandlungen in Berührung.

In einem potentiellen Ernstfall sind es Zivilisten, welche die meisten Verluste erleiden. Soldaten haben gelernt mit Gefahren umzugehen.

In dem Sinne das man einen Job bei der BW in Friedenszeiten als eine ganz normale Anstellung betrachten kann , ist die Sache eher empfehlenswert. Eine Sicherere Anstellung wäre nur eine Beamtung.

Nachteilig ist das man sich nur eingeschränkt den Dienstort aussuchen kann. Aber ein Maschinenbauer muss auch in die Nähe einer Maschinenbaufirma ziehen...

Was Du tust ist letztlich Deine Sache. ...und ob die BW dich annimmt ist auch nicht Gewiss. Mein Leihenkel hatte aus meiner Sicht alle Voraussetzungen und wurde abgelehnt.

Ich finde die Bundeswehr ist ein sehr guter Arbeitgeber.

Du hast ein festes Gehalt was spätestens am 01. des Monats auf dem Konto sein muss. Der Job ist für die verpflichteten Jahre aufjedenfall sicher. Du hast etliche weiterbildungsmöglichkeiten und nach deiner Zeit beim Bund finanzieren die dir deine Bildungsmaßnahmen bis zu einem gewissen Betrag.

Es gibt sicher Ausbildungen wo du den Kopf ein wenig mehr anmachen musst... EOD's z.B. der Feuerwerke ist sehr schwer und dort fallen ca. 95% durch.

Als Feldwebel aufwärts musst du so oder so mehr nachdenken als andere und nicht alles auf dich zukommen lassen.

Kaufmännische Ausbildungen gibt es sicherlich auch zivil beim Bund da kenne ich mich jedoch nicht aus... nur rein Militärische Ausbildungen.

Woher ich das weiß:Beruf – Marineinfanterist

Bei allen Imageproblemen, welche die BW hat, die Ausbildung den nicht kämpfenden Teil betreffend ist nicht schlechter oder Besser als in der Privatwirtschaft.

Mein Sohn ist nunmehr 12 Jahre dabei, mit seinen Qualifikationen kann er ohne weiteres mit Leuten aus der zivilen Wirtschaft mithalten.

Keine Ahnung wer dir das Bild vermittelt hat, ein Bürger in Uniform müsse/dürte nicht selbst denken. Die Zeiten als ein Soldat ein stumpfsinniger Befehlsempfänger war sind lange vorbei. Ein dummer Soldat ist ein toter Soldat...

Selbst ein Soldat in der "kämpfenden Truppe" muss sein "Handwerk" beherrschen und mit hochtechnisierten Waffensystemen umgehen bzw. diese warten. Dazu benötigt er eine fundierte technische Ausbildung, einfach nur Peng-Peng ist nichts was man Hochtechnologie entgegensetzen könnte.

Selbst ein Fallschirmjäger der scheinbar "nur" aus dem Flugzeug hüpft, hat mehr Technologie am Mann als ein gewöhnlicher Mechatroniker. (Ortungs-/Nachichtentechnik, Fernaufklärung, Infiltration usw.) . Die mitgeführten Waffen sind eher zweitrangig.

Was man gelegentlich als super Schlagzeile von den Medien vorgesetzt bekommt hat wenig mit dem normalen Dienst zu tun. Es ist lediglich interessanter über kaputte Hubschrauber oder über eine "untaugliche Flnte" zu berichten, als über eine defekte Maschine in einer Fabrik.

Die Sache mit dem ungenauen G36 wurde einfach zu hoch aufgehängt. Im realen Einsatz sind die mitgeführten Magazine leer bevor der Lauf sich verzieht.

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