Braucht ein angestellter Arzt im öffentlichen Dienst eine Berufshaftpflichtversicherung?

5 Antworten

Ist auf jeden Fall sinnvoll, denn bei grober Fahrlässigkeit ist er auch seinem Dienstherren gegenüber haftpflichtig, seine private Haftpflichtversicherung tritt in solchen Fällen nicht ein. Außerdem schützt ihn eine Berufshaftpflicht auch vor Haftungsschäden bei Hilfeleistungen außerhalb seines Anstellungsverhältnisses (z.B. bei einem Unfall).

Ein angestellter Arzt hat da sogar eine erhebliche Deckungslücke. Da er ja zur Hilfe verpflichtet ist, wenn er z.B. Zeuge eines Verkehrsunfalls wird. Wenn ihm dabei ein "Kunstfehler" unterläuft, haftet er persönlich. Die Haftpflichtversicherung seines Arbeitgebers hat damit nichts zu tun. Eine private Haftpflichtversicherung ist ebenfalls nicht eintrittspflichtig.

Der Dienstherr kann aber den angestellten Arzt in Regress nehmen, also ist auch für diesen eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll.

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