Blumen auf der Pferdweide?

3 Antworten

Wird in regelmäßgen Abständen entfernt. Schon allein wenn ich dran denke, dass nur ein Frauenschuh, Hahnenfuß, Sumpfdotterblume oder Herbst-zeitlose usw. ein Pferd umbringen kann, lässt mir das schon keine Ruhe.

Natürlich lernen die Pferde von ihrer Mutterstute, was fressbar ist und was nicht. Gibt aber auch einfach gierige, die sich auf das Grün stürzen ohne groß nachzudenken.

Hier eine kleine Übersicht mit Bildern, nach denen ihr absuchen könnt:

https://www.masterhorse.de/expertentipps/haltung-fuetterung-allg./giftige-pflanzen-fuer-pferde

Ansonsten würde ich einfach dazu raten, mal jemand versierten (kann auch ein Landwirt mit Pferdehaltung o.ä sein) kommen zu lassen. Info´s für zb Vermittlung solcher Pflanzenkundler sowie auch Kurse zur Selbstbestimmung findest du zb im Amt für Landwirtschaft und Forsten.

Woher ich das weiß:Beruf – Dressur bis Klasse S*, über 30 Jahre Erfahrung

pferde fressen die blätter nur, wenn sie sehr hungrig sind. und es scheint auch pferde zu geben, die bei rehe instinktiv ein paar buchenblätter oder reife eicheln fressen.

ahorn könnte ein problem sein - aber ebenfalls nur, wenn die pferde sehr hungrig sind. die bereiche direkt unter den bäumen könnte man abzäunen, wenn die ahornsamen reif sind. 

auf eine pferdeweide gehört nicht nur gras. das gras macht idealerweise nur etwa die hälfte des bewuchses aus.

um gesund zu bleiben (bei reiner weidehaltung) benötigen pferde fast 50 verschiedene kräuter.

wobei es vielleicht eine gute idee wäre, dir ein bestimmungsbuch zu kaufen. im groben und ganzen sollte man schon wissen, was da so alles wächst. von GU gibt es einen guten taschenführer über wiesenpflanzen.

ein paar wichtige giftpflanzen solltest du in jedem fall erkennen. die sehr giftige herbstzeitlose sollte von allen flächen eliminiert werden, auf denen heu gemacht wird. herbstzeitlose ist auch nach dem trocknen giftig. auf dem weidegrund selber kann man sie lassen. die pferde fressen sie nicht.

hahnenfuss wird gewöhnlich ebenfalls nicht mitgefressen, genauso wenig der wiesenknöterich. dann solltest du noch schwarzen nachtschatten kennen, seidelbast, tollkirsche - halt alles, was an so einem waldnahen grundstück wachsen könnte und gefährlich werden kann.

pferde gehen eher an irgendwelchem zeug ein, das fremde menschen übern zaun werfen, als an dem was da wächst.

allerdings sollte IMMER heu zur verfügung stehen.

Hallo @Trausti93 ! :)

Ich kenne dein Problem und kann dies absolut nachvollziehen!

Im Endeffekt ist es tatsächlich so, dass Pferde im Normalfall bewusst mit ihren feinen Härchen in der Maul-Umgebung Bestimmtes, was sie nicht fressen wollen/können von vorne rein aussortieren, dies ist beispielsweise auch der Fall, wenn man einem Pferd ein Medikament ins Futter mischt, das es nicht mag und es grobkörnig genug es um es zu verlesen, das ist die Erklärung für den Rückstand dieses Produktes, im, beispielsweise, Trog.

Auf der Weide sieht das allerdings etwas anders aus!

Es steht außer Frage, Pferde gehen an Nichts giftiges, unansprechendes hochgewachsenes ran (auf Pflanzen bezogen), dass heißt aber nicht, dass sich der ein oder anderer Ableger oder Samen einer Giftpflanze nicht doch in den Gräsern festsetzt, die unbefallen scheinen. Typische Giftpflanzen wären z.B. Kreuzkraut, welches durch Grünstreifen an Autobahnen, beispielsweise, über die Luft, an naheliegende Weiden übertragen wird. Somit ist es nicht garantiert, dass ein giftiges Gewächs nicht doch in den Körper des Pferdes gelangt und dort Übles verrichtet, daher mein Tipp: Alles, was seltsam aussieht, kommt weg!

Ich weiß aus Erfahrungen, es ist, je nach Befall, furchtbar viel Arbeit und kostet Zeit, aber die Pferde werden es einem Danken und das Wohl unserer vierbeinigen Freunde steht stets im Vordergrund!

LG! :)

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