Beziehungsprobleme wegen Heimweh?

3 Antworten

Hallo.

Denkst du, ER hat eine gute Verbindung zu seinem Elternhaus?

Vielleicht sind mal Probleme vorgefallen, die er dir einfach noch nicht erzählt hat.

Streitigkeiten, Probleme, Ängste.. sowas vielleicht?

Ich würde aufjeden Fall immer nach Hause fahren, hätte ich die Möglichkeit dazu. Von daher finde ich das ein wenig seltsam.

Hoffe es klärt sich!

LG

Ich weiß, dass er nicht die allerbeste Beziehung zu seinen Eltern hat. Es gibt immer wieder kleine Streitigkeiten, und zu seinem Vater hat er nicht die beste Beziehung. Ich weiß auch, dass das ein Grund dafür ist, aber ich biete ihm deshalb an, dass er bei mir wohnen kann, aber dass will er auch nicht, es kann also nicht ausschließlich daran liegen.

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Legt fest, wieviel Urlaub ihr pro Jahr macht - und teilt es auf: eine Hälfte verbringt ihr zusammen, die andere halt getrennt nach Prioritäten.

"aber wir lernen sehr viel und sehen uns nicht so oft während dem Semester, "

" Ich würde gerne im Mai zwei Wochen heim fahren (haben Distance Learning)"

Dann versteh ich nicht, wo das Problem ist. Dann fährst Du halt während der Lernphasen, wenn Ihr beide Euch eh nicht soviel sehen würdet, nach Hause und verbringst zwei Wochen mit der Familie.

"Wenn ich heim gehen würde, wäre er alleine in Berlin und sicher ganz einsam. "

Das ist volljähriger Mann, kein Welpe, der betüttelt werden muss. Wenn er in Berlin bleiben möchte in der Zeit, dann wird er es schon ohne Dich überstehen.

"Er versteht mich nicht, dass ich meine Freunde und Familie vermisse"

Und Du verstehst offensichtlich ihn nicht, dass er, aus welchen Gründen auch immer, keinen gesteigerten Wert auf seine Heimat legt. Wenn Ihr das nicht über gegenseitige Akzeptanz durch Kommunikation und Kompromisse lösen könnt, wird das auf Dauer schwierig mit Euch.

Ja, ich werde so oder so zwei Wochen heim fahren, er hat mir nur vor längerer Zeit versprochen, dass er mitkommt, weshalb ich etwas sauer bin, dass er jetzt Ausreden findet, nicht mit zu müssen. Außerdem habe ich viel Kontakt zu seiner Mutter, die ihn schrecklich vermisst und ich habe ihr gesagt, ich würde ihn einmal mitnehmen.

Ich weiß das er erwachsen ist, aber ich weiß auch, dass er schnell einsam wird, und weil mir sein Emotionaler Zustand wichtig ist, mache ich mir Sorgen deswegen.

Und ich verstehe ja, dass er keinen Wert darauf legt, heim zu fahren. Aber ein Kompromiss könnte es schon dein, dass er mich heimbegleitet, wenn ich für ihn auch in den Semesterferien in Berlin geblieben bin

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@ronnie933

Hm, also erstmal solltet Ihr klar in der Kommunikation sein. Du weißt, dass er nicht will - also leier ihm kein Versprechen aus der Nase, dass er nur Dir zuliebe widerwillig gibt, aber nicht einzuhalten bereit ist. Das wiederum sollte er dann auch so sagen: "Fahr Du, aber ich bleib daheim."

"Außerdem habe ich viel Kontakt zu seiner Mutter, die ihn schrecklich vermisst und ich habe ihr gesagt, ich würde ihn einmal mitnehmen. "

Ist Dir eigentlich klar, was Du da tust? Du nimmst die Seite der Mutter ein und stellst Dich gegen Deinen Freund. Er will nicht nach Hause und Du bildest eine Front mit seiner Mutter. Das halte ich von Deiner Seite für sehr unloyal ihm gegenüber und trägt sicher nicht dazu bei, dass er Dich begleitet. Auch dieses "ich würde ihn mal mitnehmen" - so richtig seine Autonomie zu respektieren scheinst Du nicht.

"aber ich weiß auch, dass er schnell einsam wird, und weil mir sein Emotionaler Zustand wichtig ist, mache ich mir Sorgen deswegen"

Sorgen kannst Du Dir machen - dennoch darf er seine eigenen Entscheidungen treffen. Und vielleicht ist er lieber ein bisschen einsam als sich in einer Umgebung aufzuhalten, in der sich komplett unwohl fühlt.

Berlin ist jetzt auch nicht grad der Ort, wo man sich nicht gut die Zeit vertreiben könnte.

"Aber ein Kompromiss könnte es schon dein, dass er mich heimbegleitet, wenn ich für ihn auch in den Semesterferien in Berlin geblieben bin"

Das kann ich nachvollziehen, aber das ist Glatteis für eine Beziehung, weil Ihr anfangt, gegeneinander aufzurechnen. Das kann nur schiefgehen.

Respektiert die unterschiedlichen Präferenzen. Gesteh ihm den Abstand zu, aber nimm Du Dir auch die Freiheit, Deine Familie zu sehen. Wie gesagt, teilt die Urlaubszeiten auf. Semesterferien sind ja mehrere Wochen, da ist nun wirklich Platz genug für beide Bedürfnisse. Und bitte: lass seine Mutter aus dem Spiel!

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@Stellwerk

Ja, es kann sein, dass er nur zugestimmt hat, dass er mitführt, weil ich es so gerne will. Ich denke nur, dass es in keiner Relation steht, was ich für ihn mache, und was er für mich tut. Ich war die gesamten Semesterferien in Berlin bei ihm, und habe meine Freunde und Familie seit vier Monaten nicht mehr gesehen (was sehr sehr viel für mich ist). Und er kann nicht zwei Wochen für mich irgendwo hin fahren (er könnte auch bei mir wohnen, wenn er seine Eltern nicht sehen will), nur weil es in Berlin für ihn angenehmer ist.

Und das mit der Einsamkeit ist so.. alle seine Freunde fahren im Sommer heim, er wäre also in Berlin ganz alleine, wenn ich auch heimfahren würde. Ich weiß dass er sehr Einsam wäre, deshalb verspüre ich die Verpflichtung, auch da zu bleiben. Und wir können nicht aufteilen, weil wir arbeiten.

Und zur Mutter: Er hatte nie Streit mit seiner Mutter, nur mit seinem Vater. Er mag sie selber auch sehr. Ich und sie hatten immer schon eine gute Beziehung. Vor ein paar Monaten hat sie sich von seinem Vater getrennt und ist jetzt sehr einsam. Ich weiß aber, dass mein Freund riesengroße Probleme hat, Gefühle zu zeigen und er wirkt immer sehr kalt, deshalb schreibe ich viel mit ihr. Da hat er auch nichts dagegen.

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@ronnie933

" Ich denke nur, dass es in keiner Relation steht, was ich für ihn mache, und was er für mich tut. "

"deshalb verspüre ich die Verpflichtung, auch da zu bleiben. "

Vielleicht solltest Du das mal hinterfragen. Unabhängig von der Heimfahrtfrage, die vielleicht nur ein Symptom für ein grundlegendes Ungleichgewicht ist. Wenn er nicht will, dann ist das so. Das ist aber kein Grund, dass Du selber Deine Bedürfnisse in dem Übermaß hinten anstellst. Ich seh da ein bisschen so ein typisches, leidiges Mann-Frau-Muster: Mann zieht sein Ding durch, wie es für ihn am besten passt und Frau meint, sich anpassen und zurückstecken zu müssen. Kenn ich aus eigener, leidvoller Erfahrung. Und "Kompromiss" bedeutet dann oft, dass Frau aus Rücksicht auf die Emotionen des armen Mannes immer wieder und wieder zurücksteckt.

Ich würde Dir raten, da jetzt mal auf Deine Bedürfnisse zu hören und Deine Familie zu besuchen. Dass er vielleicht einsam ist, ist kein Grund, dass Du dauerhaft Heimweh hast. Und es ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft Eurer Beziehung: dass Du nicht aus vorauseilendem Gehorsam und falscher Fürsorge Dein Leben hinter seinem anstellst. Ich lese nirgends, dass er Dich davon abhält, zu fahren, sondern nur, dass er halt nicht mitwill. Wenn er ohne Dich wirklich einsam ist, muss er entweder lernen, das auszuhalten oder sich halt anderweitig beschäftigen.

Ich kann Dich da nur zu einem gesunden Egoismus ermutigen...etwas, was vielen Frauen leider immer noch schwer fällt.

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@Stellwerk

Ja, da könntest du recht haben.... er meint zwar immer, er versucht alles, damit es mir gut geht, aber wenn er dann mal mit mir mitfahren soll, dann nervt ihn das. Auch der Fakt das ich wegen ihm in Berlin studiere, anstatt in Wien oder München, was viel näher wäre, ignoriert er auch immer. Danke für den Rat, das werde ich mir zu Herzen nehmen.. Vielleicht sollte ich einfach im Sommer heim fahren, und schauen, wie er tut, ob er dann doch nachkommt

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Mein Zwillinngsbruder und ich wohnen auch beide weit weg von ZuHause, auch wegen des Studiums, und wir kommen auch ungerne nach Hause. Auch unsere Eltern macht dies traurig, doch es hat seine Gründe. Es gab früher viele Probleme und mein Bruder und ich sind darüber immernoch nicht hinweg. Jedes mal, wenn wir ZuHause sind, werden wir an früher erinnert.

Unsere Eltern haben früher sehr viele Fehler gemacht, die sie heute auch zugeben ( Klar waren wir selber alles andere als perfekt, aber unsere Kindheit wurde zum Teil echt verkorkst), doch das macht es nicht ungeschehen.

Was kannst du tun: Du kannst es leider nur akzeptieren. Er muss mit der Vergangenheit abschließen, dass kannst du nicht erzwingen.

Einen besseren Rat kann ich leider nicht geben, ich kann ihn sehr gut verstehen.

Danke dass du deine Geschichte geteilt hast. Das kann ich natürlich verstehen, auch bei ihm gab es gewisse Probleme, die in meinen Augen nicht dramatisch waren, aber jeder empfindend da ja anders.

Ich weiß dass, weshalb ich ihm immer anbiete, bei mir zu wohnen. Er kommt gut mit meinen Eltern zurecht und wir wohnen auch in verschiedenen Orten, weshalb er seine Eltern nicht zufällig sehen würde. Aber er meint immer, "Wieso sollte ich da hin fahren (kleine Stadt), wenn ich in Berlin alles habe?"

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@ronnie933

"Aber er meint immer, "Wieso sollte ich da hin fahren (kleine Stadt), wenn ich in Berlin alles habe?""

Und was ist Deine Antwort?

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@Stellwerk

Meistens gar nichts, weil ich so verletzt bin. Aber wenn wir dann reden, erkläre ich ihm, wie wichtig es mir ist, dass wir gemeinsam nach Hause fahren. DAs versteht er dann meistens auch, aber dann hat er doch kein Bock.

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@ronnie933

Ich kann seine Abneigung schon nachvollziehen...ging mir vor allem die ersten Jahre nach meinem Wegzug ähnlich. Nichts hat mich da hin zurückgezogen und die üblichen Familientermine waren ätzend. Das hat sich mit ein paar Jahren Abstand gelegt. Ich hatte jetzt nicht die Situation, dass ich einen Partner aus der gleichen Ecke gehabt habe, aber ich hätte mich wahrscheinlich auch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, länger oder öfter als nötig dort hinzufahren.

Ihr habt zwei völlig unterschiedliche emotionale Bindungen an die Heimat. Du fühlst Dich geborgen und wohl, er wahrscheinlich abgelehnt und fehl am Platz. Es ist auch nicht ganz fair, ihn in so einen Kontext drängen zu wollen, wenn er noch nicht bereit dafür ist. Du als Partnerin mit vor Ort wiegst nicht die schlechten Erfahrungen und Empfindungen für ihn auf, auch wenn Du Dir das offensichtlich wünschst. Hier rate ich schlicht zu Geduld.

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@Stellwerk

Ja, dass kann ich natürlich alles verstehen. Er ist aber nicht abgeneigt gegen unsere Heimat.. im Gegenteil, er findet die Landschaft ec. dort viel schöner und er hat dort die beste Zeit in seinem Leben verbracht ( bei der Arbeit).

Laut ihm hat er auch keine Abneigung gegenüber die Heimat, er findet es nur nicht so super bei seinen Eltern, aber er könnte auch bei mir oder bei seiner Schwerster wohnen, zu der er einen guten Draht hat. Er meint einfach nur, es sei Umständlich Heim zu fahren und in Berlin gefällt es ihm besser

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