Bezieht sich das Wort Hoffnung gleich auf Religion?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Durch Hoffnung wird sich niemals etwas zum Guten wenden. Wie soll etwas sich wenden, sich ändern, nur indem man drauf hofft und wartet?

Wer die Hoffnung eines Menschen aufrecht erhält, kann ihn umso leichter unterdrücken. Der hoffende Mensch unternimmt nichts - er wartet. Deshalb hat nicht zuletzt die katholische Kirche die Hoffnung der Gläubigen geschürt - Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod - und daher kommt auch die Assoziation mit Religion. Dieses Beispiel ist das grösste und schlimmste, wo mittels der Hoffnung der Menschen systematisch ihre Unterdrückung bewerkstelligt wurde.

Erst wenn die Hoffnung stirbt, wird der Mensch frei zum Handeln.

Nur so zum Nachdenken, bevor du zum Tätowierer gehst... Lg ;-)

Ich wüsste nicht, was die wunderbare Hoffnung auf ein beseligendes Leben bei Gott mit Unterdrückung zu tun hätte. Die Kirche verkündet die Wahrheit, sonst nichts. Unterdrückung kenne ich von anderen Systemen, wo es keine Hoffnung und keinen Glauben gibt.

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@Ronaldiinho

Raubkatze - ich rede explizit von der röm. kath. kirche und beziehe mich auf ihre Geschichte. Du wirst nicht abstreiten, dass sie ihre Herrschaft auf Angst aufgebaut hat und die Menschen mit einer Hoffnung auf Gerechtigkeit und "beseligendes" Leben im Jenseits unterdrückt hat. Solange diese Kirche nicht klar zu dieser Vergangenheit steht und gewisse alte Unterdrückungspraktiken und -traditionen aufgibt- eine Chance dazu hat sie zB im Rahmen der Reformation verpasst - und so lange sie nicht aufhört, die Menschen auf ein Jenseits zu vertrösten, anstatt sie zum Handeln und zur Eigenständigkeit zu ermutigen, bleibt sie für mich die Unterdrückerin, die halt einfach nur an Macht verloren hat, aber keine Achtung vor dem Menschen dazu gewonnen hat.

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@gamine

In einem bis zwei Jahren will ich mich tätowieren, es ist ja nicht so, dass ich morgen schon zum Tätowierer will.

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@Ronaldiinho

Danke für den Stern :-)

Ich will dir aber auch noch die Antwort auf deine eigentliche Frage geben - Hoffnung ist eigentlich nicht ein religiöser Begriff - in einigen Antworten wird dir Hoffnung als menschliche Eigenschaft beschrieben. Und das ist auch so.

Andere Antworten zeigen auf, dass aber viele Menschen das Wort Hoffnung auf die Religion beziehen. Die Gründe dafür habe ich beschrieben.

Solltest du beispielsweise "hoffen", ein zweiter Ronaldinho zu werden, so wirst du vermutlich möglichst viel Fussball trainieren - also etwas TUN. Ansonsten kannst du schon hoffen, aber es wird bei der Hoffnung allein bleiben.

Du hast das Beispiel genannt, wenns einem schlecht geht... Die Hoffnung nicht zu verlieren ist gut, aber es darf nicht bei der Hoffnung allein bleiben. Das ist für mich eigentlich der springende Punkt und deshalb verwende ich auch meist nicht das Wort "Hoffnung", sondern "Zuversicht". Denn für mich persönlich ist das Wort Hoffnung eben doch zu sehr katholisch (nicht religiös) gefärbt.

Lg ;-) gamine

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Es gibt einen großen deutschen Philosophen, der im Moment eher etwas vergessen ist, Ernst Bloch. Er war Marxist, Materialist und doch kann man über seine Philosophie schreiben: Das Prinzip Hoffnung. Und was ist denn Marxens Utopie des Kommunismus: Die reine Hoffnung auf eine bessere Welt. Nicht mal alle Religionen verankern Hoffnung ausschließlich in einem Jenseits. Meistens aber reichen auch profane Hoffnungen über dieses Leben hinaus, bleiben aber in dieser Welt.

Ernst Bloch - (Religion, Gott, Hoffnung)

Hoffnung wird in der christlichen Religion an vielen Stellen verwendet. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, die Hoffnung auf Hilfe Gottes. Hoffnung als Bestandteil des Glaubens selbst. Hoffnung als eines der drei größten Dinge: Glaube, Liebe und Hoffnung selbst.

Aber auch ohne Religion bzw. Gottes-Glaube kann man Hoffnung haben. Die Hoffnung auf einen Lottogewinn, auf bessere Zeiten, auf die Lösung eines Problems. Hoffnung ist elementarer Bestandteil des menschlichen Lebens, wenn man nicht komplett im Hier und Jetzt lebt. Personen, die ganz im Augenblick verwurzelt sind, die hoffen nicht, bzw. brauchen nicht zu hoffen, da sie die Dinge so nehmen, wie sie kommen, ohne sich gedanklich mit der Zukunft zu beschäftigen.

Aber das ist selten, weshalb Hoffnung eine Form positiven Ausblicks in die Zukunft ist... Auch ohne Religion/ Glaube kann man Hoffen.

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Einen imaginären Freund eines Kindergartenkindes würde niemand Gott nennen, dass ist dann wieder Einbildung des Kindes weil es vielleicht einsam ist. Wieso denken Menschen von einem Punkt auf den anderen so rational und logisch und dann in der Religion ist plötzlich das Hirn raus und alles ist möglich? Wenn ihr an einen Gott glaubt wieso dann nicht auch gleich an Geister? Jedes Kind bildet sich doch auch mal ein in der Nacht einen Geist oder ein Monster gesehen zu haben, wieso erfindet denn niemand zu sowas eine Religion sondern nennt es Einbildung? Wo ist der Unterschied?

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Folgend daraus könnte man sagen, dass Leute, die nichts haben, nur sich selber und die Hoffnung an etwas besseres die glücklicheren sind.

Für uns Äußeren, scheint es nicht so zu sein.
Wir geben uns heute kaum mehr mit materiellen Dingen zufrieden. Es fällt auf, steigt der Konsum, steigt die Habgier und die Unglücklichkeit.

Und das sehen wir heute. Es gibt kaum mehr Leute, die sich um Menschen kümmern.
Die Menschen kümmern sich um materielle Dinge, die im Nachhinein nichts einbringen und unzufrieden machen.

Diese Ungleichheit zwischen Arm und Reich, wird in Zukunft noch erheblich mehr Schaden verursachen.

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