Beten?

Richard30  01.12.2023, 00:34

So eine Frage mit einem 1 Tag altem Account? Mal schauen was da noch kommt:D

Elchenj5 
Fragesteller
 01.12.2023, 00:36

Ist dass jetzt gut oder schlecht gemeint? 🫣

4 Antworten

Erstmal möchte ich dir gerne sagen, dass ich mich darüber freue, dass du die Beziehung zu Gott suchst!

ich bete oft zu beiden aber dass ist doch falsch oder?

Nein, das sehe ich nicht so, du machst damit aus meiner Sicht nichts falsch.

Denn ich glaube nicht daran, dass Gott eine Person ist. Ich glaube daran, dass Gott eine Einheit aus 3 Personen und als solcher ein Gott ist. Die drei Personen sind der Vater, der Sohn (Jesus Christus) und der Heilige Geist. (Das nennt man auch die Dreieinigkeit)

Ich würde die Trinität (also die Dreieinigkeit) vielleicht mit andereren Worten so beschreiben, dass Gott ein Wesen ist, das aus drei eigenständigen Personen besteht (dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist), aber diese drei eigenständigen Personen im Geiste eine Einheit bilden. 

In der innertrinitarischen Hierachie steht der Vater an oberster Stelle, wobei der Sohn und der Heilige Geist das Wesen des Vaters verkörpern. (So sagt Jesus in Johannes 12:45 beispielsweise, dass wer ihn sieht, denjenigen sieht, der ihn gesandt hat)

Nichtsdestotrotz sind laut der trinitarischen Lehre der Sohn und der Heilige Geist am eigenen Gottsein des Vaters mitbeteiligt bzw. sind ein Teil dieses Gottes.

Dabei hat der Sohn beispielsweise in der Bibel die Bezeichnung "Wort Gottes" (vgl. Offenbarung 19:13, vgl. Johannes 1:1) oder der Heilige Geist auch die Bezeichnung "Finger Gottes" (Lukas 11:20 i. V. m. Matthäus 12:28). Diese Bezeichnungen deuten für mich auch auf die unterschiedlichen Funktionen der drei Personen Gottes hin. (Das heißt also, dass die drei Personen verschiedene Rollen haben)

So wurden beispielsweise Himmel und Erde vom Vater durch Jesus Christus erschaffen:

so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. 1. Korinther 8:6

Auch wenn dieser Vers den Anschein macht, dass eine Unterscheidung zwischen Gott und Jesus Christus vorliegt, so muss man hier aus meiner Sicht trotzdem die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Jesus Christus am Gottsein Gottes (des Vaters) mitbeteiligt ist.

Zu dieser Schlussfolgerung komme ich, weil man bei der Betrachtung der Bibel im Gesamtkontext zu keinem anderen Schluss kommen kann, als dass auch Jesus Christus unser Gott (als ein Teil des dreieinigen Gott) ist:

Von den Engeln zwar sagt er: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«; aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Hebräer 1:7‭-‬8

So akzeptierte Jesus beispielsweise auch die Anrede "Gott":

Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; Johannes 20:28‭-‬29a

An vielen Stellen im neuen Testament bekam Jesus zudem Anbetung (wie sie nur Gott empfangen darf),

und nahm sie an:

Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen! Matthäus 28:9‭-‬10

Auch der Heilige Geist, unser Beistand (der hier die Anwesenheit des Vaters und des Sohnes für uns verkörpert und als eigene Person auch die wirksame Kraft Gottes darstellt) ist Gott :

Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott! Apostelgeschichte 5:3‭-‬4

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bibelstudium, pers. Beziehung mit Gott, freievang. Gemeinde

xxScarface1990  01.12.2023, 09:08

Gerne habe ich für dich noch folgendes als Nachtrag.

Dass es richtig ist direkt zum Vater zu beten, muss ich dir glaube ich nicht noch extra biblisch aufzeigen. Ich möchte dir aber im Folgenden gerne auch ein paar Bibelstellen aufzeigen, aus denen Gebet zu Jesus hervorgeht:

[59] Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! [60] Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er. ‭‭Apostelgeschichte‬ ‭7:59‭-‬60

[2] an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns: ‭‭1. Korinther‬ ‭1:2‬

[12] Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus Jesus, unserem Herrn, dass er mich treu erachtet und in den Dienst eingesetzt hat, ‭‭‭1. Timotheus‬ ‭1:12

LG und GS!

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Du hast hier schon einige Antworten erhalten, aber wie ich aus deiner Frage entnehme, macht es für mich ganz den Anschein, als wüsstest du nicht,worum es beim Christentum geht.

Gott kam in der Gestalt eines Menschen Jesus Christus in die Welt.

Dadurch lässt sich schon erklähren, wieso Jesus nicht nur Sohn, sondern auch Vater ist.

Er kam, um uns Menschen durch sich selbst wieder mit sich selbst zu versöhnen.

Und damit zeigt sich, dass der Natürliche Mensch in Feindschaft mit Ihm lebt.

Das musst du nicht blind glauben, sondern kannst du darin erkennen, wie die Menschen im Atheismus wie auch in all ihren Religionen und ihrer Religiösität immer wieder ihn zum Lügner machen.

Auch das leugnen seiner Existenz macht ihn zum Lügner, denn in seinem Namen aus den Konsonanten JHWH sagt er, dass er ist.

Nun bedeutet diese Versöhnung, dass wir wieder direkten Zugang zu ihm haben, durch den Sohn.

Jesus sagte daher auch, dass er der Weg ist zum Vater.

Also Beten Christen nicht zum Sohn, sondern durch den Sohn, zum Vater.

Aber um durch den Sohn zum Vater zu kommen, ist die Voraussetzung, dass du ihn aufgenommen hast.

Es reicht also nicht, dass du nur an ihn glaubst und eine äusserliche Frömmigkeit annimmst die den Anschein eines christlichen Lebens hat.

Also tägliches beten, Gottesdienstbesuche, bibelstudien, evangelisieren und sonstige Mitarbei in Kirchen und Christlichen Gemeinschaften.

All das macht dich nicht zu einem Christen, auch wenn dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist.

Aber die Versöhnung besteht darin, dass wir Gemeinschaft mit Ihm haben.

Eine Gemeinschaft, wie all die Patriarchen und Propheten des AT.

Aber auch wie Adam und Eva.

Er spricht zu uns.

Beantwortet unsere Fragen.

Und leitet uns.

Er Beanntwortet unsere Fragen, indem er uns an all das errinnert, was wir schon von ihm gehört oder gelesen haben.

Theoretisch wenn du die Bibel einmal gelesen hast, errinnert er dich in allem daran, was dort geschrieben ist.

Das wenn du es zulässt und bereit bist deine eigenen Vorstellungen loszulassen wie er zu sein hat und was er dir zu sagen hat.

Denn schon das erste Gebot sagt uns, dass wir uns keine Götter machen sollen.

Diese können auch unsere eigenen Vorstellungen von und über ihn sein, die wir uns machen, durch erfahrungen und höhren durch andere Christen wie auch sonst unser Umfeld.

Umso mehr du also bereit bist deine eigenen Bilder loszuwerden, umdo mehr kannst du ihn so erfahren wie er wirklich ist.

Und damit sollst du dein Denken, dem Denken Gottes gleich machen.

Somit kommst du in Einheit mit ihm und mit allen die in Einheit mit ihm leben.

Das ist die Einheit, die Jesus mit seinem Vater hat.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Lesen, fragen, systematisch Forschen, prüfen, erleben, sehen

Hm...

Er meinte,

man solle den Vater anbeten (Mt.6,6).

Aber Er "hört mit" (Joh.10,30).

Woher ich das weiß:Recherche

Im Prinzip ist es egal, ob man zu Gott oder Jesus betet, da Jesus nach der Bibel Gott ist. In Jesus Christus wurde Gott Mensch, damit er nach einem völlig sündlosen Leben zur Vergebung unsere Sünden am Kreuz sterben konnte. Wenn wir diese Vergebung für uns in Anspruch nehmen und an Gott glauben, erhalten wir die Vergebung unserer Sünden (1. Johannes 1,9) und das ewige Leben geschenkt (Johannes 3,16; Römer 6,23; Johannes 5,24).

1. Johannes 5,20: "Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben."

2. Petrus 2,1: "Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus."

Du kannst überall zu Gott beten, deine Worte dabei ganz frei wählen und mit Gott sprechen, wie du mit einem Vater oder Freund sprechen würdest. Gott sieht auf das Herz und die Einstellung, die Worte selbst sind nicht ganz so wichtig, da Gott sowieso weiß, was wir ihm mitteilen wollen. Auf jeden Fall freut sich Gott darüber, dass du mit ihm sprechen und Ihn in dein Leben einbeziehen möchtest.

Gebet ist natürlich keine Wunscherfüllungsmaschine, zumal Gott auch in anderen Zeiträumen arbeiten kann, als wir uns das wünschen und vorstellen. Ich bin aber davon überzeugt, dass Gebet sehr wichtig ist und dass auf jeden Fall Segen darauf liegen wird. Deshalb kannst du einfach deine Gedanken Gott mitteilen und am Ende "Amen" sagen, wenn du magst (Amen bedeutet übersetzt "So sei es" oder "So soll es geschehen").

Das wird auch hier recht gut erklärt: Zu wem beten wir? ~ bibelpraxis