Bekamen in der DDR wirklich alle das gleiche Gehalt?

7 Antworten

Nach dem Studium (Dipl.-Ing.,4 Jahre an der Uni) bekam ich als Absolvent 1979 880 Mark Brutto. Meine Kollegen im Wohnheim waren Hafenarbeiter, die hatten ca. 1600-2000 Mark durch Schichtarbeit. War schon frustrierend, würde ich sagen. (War eben auch Knochenjob, habs mal probiert und dann wieder gelassen)

Ja, ganz bestimmt.... Haha, der Rest waren ganz andere Vergünstigungen. Manche Leute mussten nicht jahrzehntelang auf einen Trabbi warten, sondern bekamen ein Luxusauto mit 4-Takt-Motor. Die hießen Wartburg oder Mosquietsch. Andere haben einen Schrebergarten bekommen. Besondere Leute wurden zu westlichen Konzerten eingeladen und durften sogar relativ frei reisen. Geld war egal, dafür konnte man sich eh nichts kaufen. Ich war mal zu Besuch in der DDR, da hat mich die Oma mit 100 Mark nach Karl-Marx-Stadt geschickt, ich sollte mir etwas kaufen. Ein paar Buntstifte habe ich gefunden, den Rest durfte ich sowieso nicht nach Dortmund zurückbringen, habe ich also zurück gegeben.

Luxusautos waren das bestimmt nicht, na gut für DDR Verhältnisse vielleicht. Wartburg hatte erst zum Ende hin einen Viertakter (VW-Motor 1.3L), davor Zweitakter. Die besseren Autos in der DDR waren Importe, wie Dacia, Lada, Wolga M24, Polski Fiat 125p.

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@keinschnee

Ich war 1977 das letzte Mal in der DDR. Den Wartburg gab es schon. Lada und Fiat habe ich damals keine gesehen. Haha, "Luxus" ist wirklich relativ. Der alte Mercedes meines Vaters war eine stinkende Schüssel, aber der Stern war nach wenigen Stunden schon auf irgendeinem Parkplatz verschwunden.

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für die alu-chips gab es ja ohnehin kaum etwas, was sich zu kaufen lohnte: bei meinen ddr-besuchen hatte ich immer probleme das durch den zwangsumtausch erhaltene ddr-geld los zu werden. wirklich interessante dinge durften privat nicht ausgeführt werden (z.b. fotoapparate oder zubehör) und was der ddr-bürger wirklich brauchte, wie z.b. trabant- ersatzteile, das gab es "im moment" gerade nicht.

:DDD Ist gab nicht für alle das gleiche Gehalt. (Dann wären die Leute wohl doch schon eher auf die Barrikaden gegangen.) Leider wird auch heute noch in so allerlei Hinsicht übertrieben.

Tja, das kam leider oft vor. Manch einer, der nach der 10. Klasse eine Lehre machte, und einen "besseren" Beruf ergriff, verdiente weniger, als welche, die 8. Klasse abgegangen sind, und zwar 3 jahre lernen mussten für den Facharbeiter. Allerdings haben die auch die "Knochenarbeit" verrichten müssen ...

In der Regel hat man aber mit Abitur, Studium und höherer Ausbildung am ende auch gutes Geld verdient.

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