Autohändler macht falsche Angaben zur Ausstattung?

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9 Antworten

Hier haben wir das Fehlen einer vertraglich zugesicherten Eigenschaft. Der Verkäufer versicherte dir im Rahmen der Verhandlungen, das Radio würde über eine Freisprecheinrichtung vergügen. Damit ist diese Eigenschaft vertraglich geschuldet.

Wie du schreibst, ist die Nachrüstung möglich, aber mit Kosten verbunden. Diese Nachrüstung muss der Verkäufer nun auf seine Kosten vornehmen. 

Problematisch könnte allenfalls die Beweisführung werden, wenn der Verkäufer nun behauptet, er hätte so etwas nie gesagt. Dazu hast du dann aber deinen Vater, der zum Einen die Verhandlungen mitgehört, als auch nochmals mit dem Verkäufer gesprochen hatte. 

Für dich stellt sich die Frage, wie weit du gehen willst, wenn sich der Verkäufer endgültig querstellt.

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Ein Mangel liegt vor, wenn die die Ist-Beschaffenheit von der Soll-Beschaffenheit abweicht. Das ist hier offenbar der Fall, da die vom Händler (wohl sogar nachweislich) zugesicherte Eigenschaft "hat eine Freisprecheinrichtung" nicht vorliegt.

Nachdem der Mangel behebbar ist (durch kostenpflichtige Nachrüstung) solltest du den Händler auffordern, diesen Mangel innerhalb einer angemessenen Frist zu beheben. Kosten trägt nach Sachmängelgewährleistungsrecht natürlich der Verkäufer. Wenn er das macht - alles ok. Wenn nicht, kannst du das selber machen und die Kosten von ihm erstattet verlangen. Oder eine angemessene Minderung des Fahrzeugpreises geltend machen, dürfte aber wirtschaftlich ungefähr auf das gleiche rauslaufen.

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Kommentar von Soldier79
09.03.2016, 12:23

Sehe ich genau so.

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versuch es über einen Anwalt, aber ich glaube nicht das du gute Chancen auf erfolg hast, weil du ´nichts schriftliches hast und ob sich der aufwand lohnt einen anwalt zu beauftragen (kosten für dich)

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Jetzt weißt du, warum man im Zweifel solche Sachen schriftlich in einem Kaufvertrag festhält und auch danach besser schriftlich kommuniziert.

Du hast jetzt ein Problem, die getätigten Aussagen nachzuweisen. Willst du es wirklich auf einen Rechtsstreit ankommen lassen? Das Risiko ist nicht kalkulierbar.

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Ohne Kaufvertrag wäre mir persönlich das Risiko zu hoch, vor allem da seit Kauf ja auch schon ein paar Monate verstrichen sind. Investiere das Geld lieber in eine Freisprechanlage statt in Gerichtskosten. Da sparst du dir eine Menge Ärger und kannst dich besser am neuen Auto erfreuen.

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Kommentar von Soldier79
09.03.2016, 12:24

Es gibt einen Kaufvertrag. Dieser ist zwar mündlich vereinbart worden, hat rein rechtlich aber den gleichen Stellenwert.

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Auch ein Händler (Autoverkäufer) kann sich mal irren. Durch die Rechnung und deine Zahlung ist natürlich auch ein Kaufvertrag entstanden.

Wenn du beweisen kannst, dass er von einer vorhandenen Freisprecheinrichtung gesprochen hat, liegt sicher auch ein Sachmangel vor.

Wenn ihr gute Kunden seid, dann kann man doch bestimmt über eine Einigung vernünftig reden. Z.B. 50:50 Kostenübernahme.

Wahrscheinlich wird es auch bei einem Gerichtsbeschluss darauf hinauslaufen. Allerdings kommen dann noch die Gerichtskosten dazu. Lohnt sich also nicht.

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Es gibt keinen Tatbestand, dazu fehlt eine Tat. 

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Ohne Kaufvertrag ist es sehr schwierig. Eventuell mal bei einem Anwalt eine Rechtsauskuft einholen.

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Kommentar von Interesierter
09.03.2016, 12:34

Selbstverständlich gibt es einen Kaufvertrag. Dieser wurde mündlich geschlossen, kann aber durch den Vater bewiesen werden.

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