Australian Shepherd - Schutzhundausbildung ja oder nein?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als aktiver Uebungsleiter/VDH kann ich aus eigener Erfahrung folgendes berichten: Der Austr. Shepard ist ja eigentlich ein Huetehund und damit schon, durch gen.-Veranlagung weniger fuer den Schutzdienst geeignet. In der Praxis hat sich bewiesen ( Ausnahmen bestaetigen die Regel): Das angewoelfte "Griffverhalten" ist fuer einen nachhaltigen Schutzdienst nicht ausreichend. Der "Griff" ( = Anbiss)findet fast ausschliesslich im vorderen Fangbereich statt und ist weder besonders fest noch sicher.Das liegt wohl daran, dass von Huetehunden erwartet wird, durch den Anbiss NICHT zu verletzen, sondern das zu huetende Vieh nur zu "steuern". Ein Festhalten ist in der Huetearbeit unerwuenscht. Fuer einen , in der Praxis , wirklich brauchbaren Schutzdienst benoetigst Du eine Hunderasse, welche 1.: durch Artverhalten geeignet ist ( z.B.: Deutsch. Schaeferhund,Riesenschnauzer, Rotti, Boxer etc.) 2.: der Hund muss durch optische Wirkung auf den Gegner schon einschuechternd wirken. Ich selbst fuehre im Sicherheitsdienst eine Grossbracke (Jagdhund, Bulgarsko Gonche; 40 KG ) und habe die Erfahrung gemacht, dass potentielle Gegner durch den agressiv vorwaertsdraengenden Hund mehr beeindruckt werden als durch die mitgefuehrten Dienstwaffen ( Schusswaffe / Tonfas ). Der Hund muss, um auf evtl. Angreifer zu wirken, auf Komando laut bellend und zaehnezeigend vorwaertsdraengen. Hier ist aber absoluter Gehorsam unverzichtbar. Bei der Ausbildung sollte der Hund sowohl sportlich ( auf den Fetzarm ) ausgebildet werden, als auch "Zivil" mit dem Ganzkoerper - Schutzanzug. Naheres erfaehrst Du in einem Hundesport- / Gebrauchshundeverein in Deiner Naehe. Viel Spass und Erfolg! Gruessle v. Hans

Vielen Dank für Deine super Antwort! Kann man einem Aussi denn nicht auch beibringen den Biss länger zu halten, bzw. den Biss anders anzusetzen? Es geht mir ja auch mehr um die Abschreckung, die Du beschrieben hast... mit zähneflätschen nach Vorne laufen und böse gucken würde mir eigentlich schon reichen. Ich denke da haben die Meisten potentiellen Angreifer eh schon nen Köttel in der Hose, oder? Er soll den Angreifer ja nicht zu tode beißen, sondern ihn in die Flucht schlagen (also für meine Zwecke). Hast Du schon mal was davon gehört das Aussis nach so einem Training auch mal warlos beiße, ohne Bedrohung, weil sie gelernt haben in den Arm beißen ist gut? Habe gehört es sei ein Aussi Problem!

0
@Balu88

Unkontrolliertes Beissen ist (leider) kein Aussi-Problem. Das haben andere auch,wenn sie im Trieb stehen vergessen sie schon mal die notwendige Unterordnung.Ist alles eine Uebungsfrage. Das "Griffverhalten" wirst Du, auch mit viel Training, kaum aendern koennen. Es liegt einfach nicht im Rasseverhalten und der Kiefer ist auch anatomisch nicht so geeignet. Z.B.: um den anpreschenden Hund durch eine Drehbewegung ,im Flug, weich abzufangen.

0
@Balu88

Nach deinen ganzen Antworten frage ich mich langsam wirklich warum du einen Aussie hast? Klar, als Familienhund ist er super. Das war wohl auch ausschlaggebend bei deiner Auswahl, DAMALS. Aber deinen Wunsch diesen Hund jetzt als imponierendes, angsteinflößendes, zähnefletschendes, böse guckendes Schutzschild zu benutzen, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Aussie wird alleine durch sein Äußeres nie die Wirkung auf einen potentiellen Angreifer haben, die du dir wünschst. Wenn du dir einen schnittigen kleinen Sportflitzer ( AUTO ! )gekauft hast und jetzt einen Kombi brauchst, kannst du den auch nicht umbauen... Sieh es doch mal ein.

0
@BlackCloud

Wer bist Du denn? Also nochmal: Der Aussi ist immer noch die Richtige Wahl für mich und wenn Du mal richtig lesen würdest... ich habe geschrieben das ich mich erstmal nur informieren möchte ob es überhaupt möglich ist, das ich ihn zu keinem Training zwingen würde wenn es ihm keinen Spaß machen würde, ich keine Killermaschine erschaffen möchte... und der Gedanke nahe liegt das einem der Hund bei Gefahr schutz bieten könnte ist ja wohl nicht abwegig,oder!? Nur weil ein Aussi ein Hütehund ist, heißt es übrigens nicht das er NUR dafür geschaffen ist und bloß nichts anders machen darf, was ihm nicht in die Wiege gelegt wurde! Dieses blöde schwarz/weiß sehen!!!!!!

0
@Balu88

Wer ich bin? Stolze Besitzerin eines 6 Jahre alten Aussies und nicht darauf angewiesen mich hinter meinem Hund zu verstecken. Und glaube mir, ich kann richtig lesen! Was ein Glück hast DU "N U R" einen Aussie...

0

Tut mir leid, wenn ich jetzt mit Gegenwind aus der Rassehundeliga rechnen muss, aber ich bin der Überzeugung, dass man rasseunabhängig ausbilden kann! Eine Bekannte wurde z.B. von ihrem ungarischen Windhund, der lediglich zum Coursing und zum Bahnrennen trainiert war, bei einem echten, bewaffneten Überfall verteitigt und hat den Verbrecher in die Flucht geschlagen, mittels Gebell und Wadenbiss. Wenn Du mit Deinen Hund ein Schutzhundtraining machen möchtest, dann tu es einfach! Achte aber darauf dass Du einen guten Trainer bekommst, am besten in einem Verein vom VDH/ DSV. Du kennst ja Deinen Hund besser wie wir und wirst schnell feststellen ob es ihm (und Dir!) Spass macht, oder nicht.

Hallo! Ich bin auch Deiner Meinung... um es mal Übertrieben auszudrücken: auch ein Dackel kann achtsam sein und Zähne hat er glaub ich auch! Mein Problem liegt nicht darin das ich denke mein Hund schafft es nicht oder hat keine Lust drauf... er ist Einstein Junior (Aussi halt) und ist mit jemdem Misst zu begeistern! Aber ich habe halt gehört das Aussis irgendwann einfach mal so zubeißen könnten, ohne das eine Bedrohung statt fand, nachdem Sie so ein Training bekommen haben. Ich weiß halt nicht ob es stimmt, oder nicht. Und ich habe bedenken das wenn ich zu einem solchen Ausbilder gehe und ihn Frage ob ein Aussi oder mein Hund dazu geeignet ist, er keine Ahnung von der Rasse hat, da es halt kein gängiger Schutzhund ist, und er einfach "passt schon sagt"!

0
@Balu88

Ein guter Ausbilder wird die rassespezifischen Aspekte beruecksichtigen,aber leider glauben die wenigsten Hundehalter den Ausbildern,eben weil sie alle einen "Einstein" haben der angebl. alles kann.

0

Hallo ich habe auch einen Aussi 7Mon.alt.Einen Schutzhund möchte ich nicht draus machen.Habe neulich einen Bericht gesehn,wo man Hunden egal welcher Rasse das ausbellen und dazwischendrängen beibringen kann.Dies geschieht allerdings spielerich und ist für den Hund auch nur Spiel.Aber zur Abschreckung auf Komando ausbellen,das schaft in einer Notsituation auch Respekt.Ich fand die Idee super.

Für die Sicherheit des Geldes sollte nicht der Hund, sondern du verantwortlich sein. Und die richtige Schutzhundeausbildung ist auch nicht dafür gedacht, Menschen zu bewachen, die Geld transportieren. Wärest du da nicht mit einem Tresor (zuhause) oder einem verriegelten Koffer o.ä. besser bedient? Der Aussie zeigt heutzutage mehr und mehr diesen Schutztrieb, doch ich würde ihn diesen nicht ausleben lassen, schon gar nicht ,wenn der Druck mit dem Geld dabei ist. Aber wende dich doch einfach mal an einen Hundeverein vor Ort, die können sich die Sache ja mal anhören und den Hund anschaun und testen, dann erfährst du mehr.

Direkt wieder dieses negative!Ich habe mir den Hunde aus diesem Grund überhaupt nicht angeschafft! Es wäre halt schön zu wissen wie der Hund reagiert wenn mir mal jemand an die Wäsche will. Mein Hund begleitet mich den ganzen Tag über ( so wie es beim Aussi auch sein sollte)... also auch bei der Arbeit. Dabei bin ich angewiesen das Geld mit mir rum zu tragen. Es geht mir zudem nicht um den Schutz des Geldes sondern um meine Haut. Wenn ich mir nen Hund geholt hätte, nur um mich und mein Geld zu Schützen, hätte ich mir nen Schäferhund geholt oder so! Also... es wäre nur ein netter Nebeneffekt zu wissen, was wäre wenn!

0
@Balu88

Nein, sorry, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte es nicht so, wie du es aufgenommen hast. Ich wollte sagen, dass 1. ich mir keinen Hund vorstellen kann, der das so machen kann, wie du dir vorstellst, also als Unterstützung für dich, da der Hund Ernst von Training und vielleicht harmlose Situationen nicht immer sauber unterscheiden kann, 2. wenn ich mich irren sollte, und ei nHund das könnte, ich mir einen anderen Hund vorstellen könnte als den Aussie, da ich nicht glaube, dass der, allein körperlich, nicht der perfekte Beschützer wäre und 3. du dir am besten bei einem Verein oder sonst. Instituatioenn, die aktiv den SchutzhundeSPORT betreiben, Rat holen solltest, da du da direkt mit (meistens) Fachleuten sprichst und das immer besser ist als via Internet, da hier niemand weder dich noch den Hund kennt.

0

Wenn Dein Hund (egal welche Rasse) jemanden beisst und verletzt, hast Du, sowie der Hund, die Konsequenzen zu tragen. Eine davon wäre: der Hund wird - wenn nicht sofort eingeschläfert - als gefährlich eingestuft und läuft fortan nur noch mit Maulkorb und Leine herum!

Ist es das wert?????

In Deutschland hat jeder Hundehalter seinen Hund so zu führen und zu sichern, das keine Gefahr für andere von ihm ausgeht.

Wir sind hier nicht im Wilden Westen....

Leider weiß noch nicht jeder in Deutschland das wir hier nicht im Wilden Westen sind! Und ja, die Konsequenzen wären es mir wert, wenn es um mein Leben geht! Ich liebe meinen Hund, aber wenn es heißt das wohlergehen von Frau, Kind und Dir zu bewahren, würde jeder dieses Risiko eingehen! Bedenke...er würde nie grundlos beißen! Und wird auch Richterlich dementsprechend entschieden! Es gibt nicht nur schwarz oder weiß!!!

0

Da gibts doch echt noch leute die keine ahnung haben und einfach mal contra drauflosplappern!!

0

Der Einsatz eines ausgebildeten Schutzhundes ist immer anders zu bewerten, als das Gebeisse von "braven Zivilhunden". Was stets greifen kann: Notwehr ( - vermutung)Nothilfe.Jedoch muss die Verhaeltnismaessigkeit der Mittel gewahrt bleiben. Von den Gerichten kann/ wird der Einsatz von ausgeb. Hunden/ Diensthunden aehnlich gewertet wie z.B. jeglicher Waffengebrauch.

0

Was möchtest Du wissen?