Aus Gewohnheit „gegessen“ vor Operation mit Narkose?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Das Problem ist nicht das Bonbon selbst, sondern die zusätzliche Magensäure, die der Körper nach dem Essen von erstmal egal was produziert. Beim einschlafen bei Narkose kann in seltenen Fällen Mageninhalt über die Speiseröhre in die Luftröhre fließen, da der Hustenreflex nicht mehr funktioniert. Magensäure in der Lunge kann durchaus gefährlich sein, das ist sicher klar.

Zum Glück fährt die Magensäure auch schnell wieder runter, wenn der Magen wieder leer ist und so ein Bonbon hält nicht lang vor. Insofern sollte nach zwei Stunden alles wieder gut sein. Zwei Stunden sind die Zeit, die man vor Narkose noch geringe Mengen klarer Flüssigkeit zu sich nehmen darf, zu der ich einen aufgelösten Bonbon mal nicht ganz korrekt zähle. Wenn dein Missgeschick also 2 Stunden her Ist, sollte alles okay sein. 

Dennoch empfehle ich dringend, dem Anästhesisten Bescheid zu sagen. Du wirst vermutlich ohnehin gefragt werden. Nur vor Ort kann anhand deiner sonstigen Daten und Werte darüber entschieden werden, ob dein Bonbon eine Gefahr darstellt oder zumindest, ob man bei der Narkoseführung etwas anders macht, als sonst. Von hier aus kann ich das nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Na, glaubst Du die Ärzte sagen Dir das nur aus Spass, um Dich zu ärgern?
Natürlich kann das Auswirkungen auf die Narkose haben und sollte ernst genommen werden.
Immerhin erzählt man es Dir zu Deiner Sicherheit, damit Dir während der OP nichts passiert.

Du hättest wenigstens mal googeln können warum man denn vorher nichts essen/trinken soll.
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Haeufig-gestellte-Fragen.693.0.html

Wenn der Termin verschoben werden muss, dann ist das so. Ob nun eine Woche später oder früher spielt da keine Rolle.
Immernoch besser als an einem bescheuerten Bonbon zu sterben...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

....Eigentlich sollte man sich schon an diese Reglung halten, wenn es einen so gesagt wird - schließlich geschieht das ja zu Ihren eigenen Schutz.

....Mir ist es selbst schon passiert, dass ich ca. 250 ml Mineralwasser (evtl. auch mehr), verteilt auf eineinhalb Stunden, getrunken habe. Dann bin ich ins Kh und wurde ca. 1 Stunde nach danach notoperiert. Vor lauter Aufregung in den Chaos habe ich es damals ganz vergessen, den Narkosearzt das mitzuteilen, dass ich davor etwas getrunken hatte - obwohl ich "gefühlte" zehn Mal danach gefragt wurde. Das ist mir dann später erst wieder eingefallen.

....Ich habe es auch überlebt und anscheinend gab es keinen Zwischenfall deswegen.

...Ich hoffe mal, bei Ihnen wird dieses eine Bonbon ebenfalls keine weiteren großartigen Auswirkungen haben. 

....Reden Sie doch mit Ihren Arzt darüber, im Vorfeld....!

....Alles Gute für Ihre Op!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

wie geht es Dir jetzt heute Abend? So eine Unruhe an dem Tag, wo Du so einen schweren Eingriff vornehmen lässt. Noch ein zusätzlicher Stress. Hast Du Vertrauen finden können und Deine Fragen mit dem Arzt klären können? Wurde die Abtreibung durchgeführt oder musst es doch verschoben werden, wie Du vorher befürchtet hast? So oder so, wünsche ich Dir Gutes. Viele Grüße, Fionah

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da wird nichts passieren. Wenn sich Nahrung im Magen befindet, kann dem Patienten während der OP schlecht werden, was nicht ungefährlich ist. Ein Bonbon verlässt den Magen aber sehr schnell, der Zuckeranteil wird meist schon im Mund aufgenommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kann mir nicht vorstellen, dass deshalb die OP abgesagt wird. Aber dem Anästhesisten solltest Du das schon sagen.

Für welche Uhrzeit ist die OP denn geplant?

lg Lilo

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du bist doch im Krankenhaus! Frage die Pfleger, Ärzte etc.! Alles besser, als hier auf Laienrat zu hören. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es war nur ein Bonbon, also nicht weiter schlimm. Es geht dabei darum, dass dein Körper den Mageninhalt unter Umständen nicht bei sich behalten kann weil er ja lahmgelegt ist. Ein halbverdautes Bonbon ist nicht dramatisch.

Sag es aber vorher jemandem vom Personal, damit die das zur Sicherheit entscheiden können. Alles Gute für die OP, Süße. Das wird bestimmt weniger schlimm als du jetzt denkst :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Mirarmor 10.10.2017, 10:01

Wenn ein halbverdautes Bonbon in die Bronchien gerät, kann das u.U. schon dramatisch werden.

1
MissAwesome 10.10.2017, 10:05
@Mirarmor

Das stimmt, aber dafür müsste es erstmal den Weg nach oben schaffen. Es war wohl sowas wie eine kleine Pfefferminzpastille. Schwer vorzustellen, dass die sich nicht schon aufgelöst hat bis dahin.

Aber wie gesagt: der Arzt muss das entscheiden und deshalb sollte es in jedem Fall erwähnt werden.

0
apophis 10.10.2017, 10:08

Das Problem hier ist das "unter Umständen", auch wenn die Chance gering ist, brigt es dennoch ein Risiko, ein unnötiges Risiko.
Und auch wenn es nur ein Bonbon ist, auch der kann in die Lunge rutschen und dort eine schwere Entzündung verursachen.

Hier als Laie einfach zu sagen "Joa, ist nicht weiter schlimm" ist absolut verantwortungslos. Wenn man keine Ahnung hat wie groß das Risiko tatsächlich ist (und das haben weder Du noch ich), dann sagt man niemanden auf gut Glück "wird schon passen".

Es sollte unbedingt der Arzt, bzw. der betreuende Krankenschwester bescheid gegeben werden.

Ja, ein Bonbon klingt lächerlich, es sind aber auch schon Menschen in Pfützen ertrunken und an einfachem Fieber gestorben.
Es wäre absurd und einfach unnötig, wenn da tatsächlich etwas passiert, nur weil man es für eine Kleinigkeit hält und nichts sagt.

1
MissAwesome 10.10.2017, 10:09
@apophis

Ich habe nirgendwo gesagt dass sie es für sich behalten kann oder etwas in der Art :)

0
apophis 10.10.2017, 10:32
@MissAwesome

Das nicht, aber Du verharmlost es sehr.
Du schreibst es sein nicht weiter schlimm und schwer vorzustellen, dass da was passieren könnte.
Es lässt sich leicht herauslesen, dass Du nicht wirklich weisst wie groß das Risiko ist, es lediglich für klein hälst und so versuchst Du es auch darzustellen.

Ein Risiko kleinzureden, nur weil man es für klein hält, ist schlichtweg unverantwortlich, gerade wenn es nicht um einen selbst geht.

Nur hypothetisch, was würdst Du wohl denken, wenn sie tatschächlich genau deswegen gestorben wäre?
Und wenn, entgegen Deiner Vermutung, gerade bei Bonbon ein großes Risiko besteht?

0
MissAwesome 10.10.2017, 10:34
@apophis

Es hat doch bereits jemand eine sehr qualifizierte Antwort gegeben, offenbar vom Fach. Wir können das also jetzt auf sich beruhen lassen.

Meine Absicht war jedenfalls nicht ein bestehendes Risiko kleinzureden sondern der Fragestellerin die Panik zu nehmen (inklusive wiederholter Aufforderung den Arzt zu fragen).

0

Es ist nur ein kleines Bonbon gewesen, so richtig schlimme Wirkungen wird das nicht haben. Du solltest das aber sicherheitshalber doch dem Arzt sagen. Es geht schliesslich um deine Gesundheit und du willst die Operation ja auch gut überstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich gehe davon aus, daß du noch auf der Station liegst?

also sage es gleich einer Schwester, verschweigen nützt dir gar nichts, im Gegenteil!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du musst es sagen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein es wird keine Auswirkungen haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
apophis 10.10.2017, 11:37

Oh, bist Du Hellseher?

0

Was möchtest Du wissen?