Aufsparrendämmung trotz 24cm Zwischensparrendämmung sinnvoll?

8 Antworten

Bei der angebotenen Variante handelt es sich um eine Dämmung des bewohnten Raumes. Das darüber liegende Kehlgeschoss bleibt ungedämmt. Das ist ja soweit ok nur dass die eigentlichen Sparren nicht gedämmt sind. Die meisten Bauherren machen sich hierüber auch keine Gedanken.

Eine reine Aufsparrendämmung dämmt zwar die Sparren mit, dämmt aber auch das unbewohnte Kehlgeschoss (ich setzte einmal voraus, dass es unbewohnt ist) mit, allerdings dann nicht die eigentliche Kehlbalkendecke die unbedingt gedämmt werden muss.

Eine Kombination aus beidem wäre natürlich sehr gut, falls es für dich finanziell machbar ist. Übrigens, wenn manche Zimmerer den Versuch machen, mit Denken anzufangen, dann schüttele ich und meine Kollegen auch meistens den Kopf...

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort :)

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Dein Dach wird mit Glas- bzw. Mineralwolle gedämmt. Das hält im Winter schön warm, lässt im Sommer aber durch seine geringe Wärmespeicherkapazität die Hitze schneller rein. Wenn das DG bewohnt wird, ist das nicht so erfreulich. Eine Aufsparrendämmung mit Holzweichfaserplatten bewirkt einen besseren sommerlichen Hitzeschutz (Stichwort Phasenverschiebung), verursacht aber zusätzliche Kosten. Schon mal über einen alternativen Dämmstoff nachgedacht? Schau mal hier: http://www.thermo-hanf.de/1/downloads/index.html Unter Konstruktionsbeispiele siehst du genau welche U-Werte du bei verschiedenen Dämmstärken erreichst und wie lang die Phasenverschiebung ist. Dieser Dämmstoff mag im ersten Moment teuer erscheinen, bietet aber erhebliche Vorteile. Erfährst Du auf der Seite.

Danke für die Antwort. Das ist auf jeden Fall hilfreich :)

Schon mal über einen alternativen Dämmstoff nachgedacht?

Über Holzfaserplatten habe ich schon mal nachgedacht. Über Hanf noch nicht. Aber ich wollte auf organische Dämmstoffe verzichten. Die Lebenserwartung wird vom Hersteller zwar "sehr hoch" oder "solange das Haus steht" angegeben. Aber wenn Microorganismen zusammen mit der Luftfeuchtigkeit den Baustoff dann nach ca. 30-40 Jahren zersetzen, wird mit "nicht fachgerechter Installation" argument. Ökologischer ist es jedoch allemal.

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Hallo,

ich mache eine Ausbildung als Zimmerer und immer wenn keine Aufsparrendämmenung beim Aufrichten auf ein Dach kommt schütteln meine Kollegen den Kopf und regen sich auf, dass die Bauherren nicht richtig aufgeklärt werden. Eine Aufsparrendämmung an sich ist langfristig viel rentabler wie Zwischensparrendämmung, aber ob es sich zusätzlich lohnt kann ich dir leider nicht sagen, eigentlich entweder oder!

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort :)

Sowas habe ich auch im Internet oft gelesen. Deine Antwort bestätigt dies nochmal. Ich werde mal die Mehrkosten durchkalkulieren.

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