Abtreibung?

5 Antworten

Ich würde zuallererst kurz definieren, was Abtreibung ist, welche Methoden es gibt und die Gesetzeslage dazu in Deutschland.

Die Folgen von Abtreibungsverbot wäre ein sehr aktuelles Thema, siehe Texas und Polen.

Auf die Moral würde ich da gar nicht großartig eingehen, da dazu jeder Mensch eine andere Meinung hat und es kein richtig oder falsch gibt. Falsch ist höchstens, wenn man anderen seine eigenen Ansichten aufzwingen will.

Abtreibungsgegner, die in Amerika vor Plant Parenthood Kliniken protestieren und Patienten belästigen und angreifen wären da ein gutes Beispiel.

Interessant wäre natürlich auch noch, was eine Schwangerschaft und Geburt für körperliche und psychische Folgen für die Schwangere haben, um das Argument zu entkräften, man könne das Kind ja einfach zur Welt bringen und dann zur Adoption freigeben.

Wann findest du eine Abtreibung moralisch vertretbar und wann nicht? Findest du es okay, wenn die Geburt die Mutter töten könnte und das Baby sehr wahrscheinlich nicht lebensfähig ist? Und was ist, wenn es aufgrund von Geschlecht abgetrieben wird?

Das "Werbungsverbot" sollte rein, denn es ist wahnsinnig schwer überhaupt einen Arzt zu finden, der abtreibt, weil sie es nicht auf "bewerben" dürfen.

Interessant finde ich die biologischen Aspekte, die eigentlich im Zentrum stehen sollten, aber oft in den Hintergrund geraten vor lauter Moralduselei.

Bis zur 12. Woche hat ein Embryo mit Sicherheit KEIN Bewusstsein, keinerlei Gefühle wie Angst und kein Schmerzempfinden. Anhaltspunkte nach Entwicklung: erste Motorik (16. SSW), Schmerzreizweiterleitung (ab 24-28, SSW), Bewusstsein (nicht vor 30. SSW) und Schmerzempfinden (35.-37. SSW): http://www.svss-uspda.ch/de/facts/embryo.htm

Zweitens finde ich das Thema interessant, inwiefern man eine bestimmte Moral allen Bürgen aufzwingen darf, vor allem angesichts der vielen verschieden Religionen und Weltanschauungen und der Neutralität und Säkularität des Staates.

Meines Erachtens ist ein Kernpunkt der gesellschaftlichen und gesetzlichen Kontroverse zum Schwangerschaftsabbruch die Frage, inwiefern für alle dieselbe Moral zu gelten hat und inwiefern man Bürgern eine bestimmte Moral vorschreiben darf. Als Vertreter der pro-choice-Fraktion setze ich dabei auf Toleranz und Pluralität. 

Wenn jemand sagt, er könne aus moralischen Gründen nicht abtreiben und er hielte Abbrüche für verwerflich und falsch, so ist das seine freie Wahl und gewiss muss er das Recht haben, nicht an Schwangerschaftsabbrüchen beteiligt zu sein. Ich würde niemals versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, sondern seine Entscheidung und seine Moral tolerieren. Wenn jemand umgekehrt sagt, er könne Schwangerschaftsabbrüche mit seinem Gewissen vereinbaren, so ist auch das seine freie Wahl und gewiss sollte er das Recht haben, Schwangerschaftsabbrüche durchführen zu lassen. Ich würde auch hier niemals versuchen, seine moralische Einschätzung bezüglich Abtreibung zu verurteilen, sondern seine Moral tolerieren.

Die klassischste Frage wäre:

  • Sollte den Frauen das Recht über ihren eigenen Körper genommen werden?
  • Was wenn das zu Selbstmorden führt?
  • Oder zu einem deutlichen Anstieg der berüchtigten "Treppenstürze" führt? In Texas denken viele wieder darüber nach, sich dann eben die Treppe runterzuschmeißen, mit einer Bauchlandung eben. Weil es schonmal ein Abtreibungsverbot US-weit gab.
  • Ist das moralisch wieder vertretbarer geworden, wenn Mutter UND Kind sterben?

Das könntest du Alles fragen.

Woher ich das weiß:Recherche

MMn relevant:

  • Gründe für Abtreibung, um mit den vorurteilen aufzuräumen das würden nur frauen machen die keine Lust auf verhütung haben.
  • Das Thema werbungsverbot in D
  • Die Problematik wenn Zugang erschwert wird, Thema Texas
  • Vorurteile und Lügen die zum Thema verbreitet werden