Abbrechen: Zeichen für Schwäche?

6 Antworten

Es kann sehr gute, anerkennenswerte Gründe für einen Abbruch geben. Statistisch gesehen dürften sie aber eher selten vorliegen, was zur Folge hat, dass potentielle Arbeitgeber dann halt zunächst mal annehmen, hier sei jemand, der

  • entweder kein Durchhaltevermögen besitzt
  • oder sich ein für ihn und seine Talente zu hohes Ziel gesteckt hatte.

Beides würde sie zögern lassen, so jemand einzustellen.

Als ich erfahren habe, dass ich meine Ausbildung abgebrochen habe, konnte ich mir das ganz gut verzeihen.

5 Uhr aufstehen, mit Glück (!) um 18 Uhr wieder zuhause sein, konnte aber auch schon mal 19 Uhr werden, kam in der Schule nicht hinterher, wurde auf der Arbeit nicht ernst genommen und mit Sandhandschühchen angepackt, im Betrieb eh nichts gelernt, weil der Ausbilder sich nicht um uns gekümmert hat, fragwürdige Arbeitszeiten, dauerhaft miese Laune durch das alles ... nee, so wollte ich nicht noch zwei weitere Jahre vor mich hin leben.

das kann ich nachvollziehen dass du dann nicht mehr weitermachen wolltest. Lief es dafür beim zweiten Anlauf besser?

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@zxyzxy

Nope, ziemlich bald darauf haben sich Depressionen eingestellt^^

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@Lmorg

Oh Mist, hoffentlich gehts dir mittlerweile besser. Alles gute!

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Sobald die person das abbrechen will, ist es nachvollziehbar genug. Es ist kein zeichen von schwäche, wir leben nicht mehr in 1950.

Jeder 2. Mensch bricht einen Ausbildungsweg ab/ wechselt ihn. Es ist total normal.

Das hat was von Charakter sich nicht schlecht behandeln zu lassen.

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