Ab wann gab es keine Ritter mehr?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Die Zeit der Ritter als militärisch entscheidender Teil der Landesausgebote neigte sich seit dem 14. Jahrhundert ihrem Ende entgegen. Der kriegsentscheidende Einsatz von Armbrüsten und Stangenwaffen gegen Ritterheere in einigen Schlachten brachte das sichtbar zum Ausdruck. Später kamen auch noch die Feuerwaffen hinzu.

Der Verlust der militärischen Bedeutung war keinesfalls der Verlust jeglicher Bedeutung der Ritterschaft! Den Rittern eröffneten sich im Zuge des "Staatsbildungsprozesses" der Territorien im Heiligen Römischen Reich eine Reihe von Betätigungsfeldern. Dazu gehörten, was naheliegend war, militärische Aufgaben als Söldnerführer bzw. militärische Befehlshaber. Besonders wichtig waren zahlreiche Verwaltungsstellen in den sich bildenden Territorialverwaltungen. Die größte Bedeutung aber erhielt die Ritterschaft als Landstand der einzelnen Territorien, denn die Landstände hatten das Recht der Steuerbewilligung, nahmen auf diese Weise Einfluss auf die Politik der Landesherrschaft - sie tauschten, so könnte man sagen, ihre militärische gegen eine politische Bedeutung.

Wenn man nach den Zeiten fragt, in denen "Ritter" immer noch vorhanden und von Bedeutung waren, dann muss man wenigstens bis zum Jahr 1918/9 schauen. Erst die Weimarer Republik schaffte den Adel und alle seine Standesrechte völlig ab. Seit diesem Zeitpunkt gibt es in Deutschland auch keine "Ritter" mehr!

MfG

Arnold

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du von so richtigen Panzer Rüstungen redest die auf Pferden reiten mit Lanzen und so dann hat das mit dem Mittelalter am Ende des 15 JHD. Aufgehört und war Anfang des 17. JHD mit der Einführung von Schießpulver komplett ausgestorben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die gibt es immer noch, insb. in England.

Wahrscheinlich wolltest du auf den militärischen Einsatz schwer gepanzerter Reiter abzielen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1346 bei der Schlacht von Grecy vielen die völlig überrascht auf's Gesicht und damit in den Orkus der Geschichte.

Abgesehen von den moderneren Distanzwaffen, wie Langbogen, die Ritters waren schwer gepanzert.
Konditionell reichte das für 30 Minuten Schwertkampf, dann ging den wahrlich die Puste aus.
Die Gegner brauchten auf Grund der Distanz keine schwere Rüstung mit sich herumschleppen.

Wie auch immer, das Bessere ist stets des Guten Feind. Eine bessere Technologie entscheidet die Schlacht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Etwa im 16.Jahrhundert später gab es noch Kürassiere

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?