30 Gang Schaltung auch 30 Gänge?

3 Antworten

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Also die Theorie ist, Kettenschaltungen werden immer ganz reißerisch mit der "Vorne*Hinten" gezählt.

Heißt wenn du vorne 3 Kettenblätter und hinten 10 Ritzel hast, hast du 30 Gänge. Hast du hinten nur 9 Ritzel, sind es 27, bei 8 Ritzeln sogar nur 24.

Praktisch sind es sogar noch viel weniger.

Wenn du dir mal die Mühe machst, die Zähne der Kettenblätter und Ritzel zu zählen, und das ins Verhältnis zu setzen (Zähne Vorne / Zähne Hinten), wirst du merken, dass du bei einigen Kombinationen auf in etwa bis exakt die gleichen Werte kommst. Das lässt sich technisch auch nicht vermeiden. Zweitens solltest du eine stark verschränkte Kette meiden, also eine, die sehr schräg läuft. Wenn du also z.B. vorne auf dem linken Kettenblatt fährst, aber hinten auf dem ganz rechten Ritzel, läuft die Kette so schräg, dass sie im Null-Komma-Nix verschleißt, und mit ihr auch Ritzel und Kettenblatt. Wird die Kette dann nicht zeitig getauscht, bevor sie Karies an deinen Ritzeln verursacht, wird's teuer. Außerdem gibt es garantiert einen Gang auf dem mittleren Kettenblatt vorne und einem der mittleren Ritzel hinten, also auch viel kettenschonender.

Wenn du alle Gänge, die du nicht nutzen solltest und die vom Übersetzungsverhältnis her doppelt sind rausrechnest, hat eine 30 Gang Kettenschaltung nur 14 sinnvoll nutzbare Gänge, die du dir aber ständig aus vorderer und hinterer Schaltung zurechtsortieren musst. Da du nur 8 Ritzel zählst, hast du wohl eine 24-Gang Schaltung, die ich auf ca. 10-12 sinnvoll nutzbare Gänge schätze.

Aus dem Grund setzen sich bei Premium-Rädern auch immer mehr wieder Nabenschaltungen wie die Shimano Alfine mit 11 Gängen oder die Rohloff Speedhub mit 14 Gängen durch. Da hat man die Gänge in einer Reihe ohne Sortiererei, moderne Naben haben auch diese lästige und sinnlose Rücktrittbremse nicht mehr, die man noch von Opas alter Sachs Torpedo kennt, der Reibungsverlust ist bei Naben mit Ölbad-Getriebe (Alfine, Rohloff) ähnlich gering wie bei Kettenschaltungen, der Wartungsaufwand ist geringer (die Kette läuft immer gerade und hält so bis zu 20 mal länger wie bei Kettenschaltung, es kann kein Dreck in Schaltwerk und Umwerfer kommen und diese verklemmen), einziger Nachteil die Dinger sind teurer und schwerer.

Die von dir genannte Schaltung sollte ein 10er-Ritzelpaket haben, also 30 Gänge. Zumindest spuckte Google das so aus. Ich kenne die XT auch nicht anders. Und T780 ist ja noch mal spezifischer. Würde mich wundern, wenn es eine XT T780 mit mehreren unterschiedlichen Ritzelpaketen gäbe (Anzahl Zähen pro Ritzel vielleicht z.B. Megarange Berguntersetzung, aber nicht unterschiedlich viele Ritzel).

Vielen Dank bekommst morgen von mir einen Stern, sehr ausführlich und verständlich :)

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Es sind nur theoretisch 30 Gänge. Da Du die Kette nie auf das kleinste Kettenblatt und das kleinste Ritzel bzw. umgekehrt (größtes Kettenblatt; größtes Ritzel) schalten darfst, kommst Du praktisch nie auf die angegebenen 3ß Gänge.

Ah okay alles klar, also ist das legitim das es am Ende nur 24 Hat?

EDIT: Hab es grad bei Ebay mit 27 gängen gesehen, wurden dann da teile ausgewechselt?

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@Tupu95

Bei angegebenen 30 Gängen kannst Du davon ausgehen, das Fahrrad hat 3 Kettenblätter und 10 Ritzel. Bei 27 Gängen ist ein Block mit 9 Ritzeln verbaut. Aber wie in meiner Antwort schon geschrieben, kannst Du die Gänge praktisch nie durchschalten, da Du die Kette nicht diagonal schalten darfst.

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Nein, viele Kombinationen werden doppelt sein.(was das Übersetzungsverhältnis angeht) Entscheidend ist nicht die Anzahl der Gänge, sondern die Spreizung im Übersetzungsverhältnis.

Kennst du schon die Rohloff-Schaltung? (Vorsicht: Missionierungsversuch!)

Nein kenn ich nicht xD

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@Tupu95

Die Rohloff-Gangschaltung ist eine Nabenschaltung und 14 Gängen und einer Spreizung, meine ich, von 520 %. Damit hat sie ein Spektrum, welches einer 27-Gang-Schaltung ebenbürtig ist.

Dadurch dass sie gekapselt ist, entfallen aufwändige Wartung, Reinigung und Reparatur. Nur einmal im Jahr ist ein Ölwechsel fällig.

Die Rohloff hat eine Laufgarantie von 100.000 Kilometern und ist bei Vielfahrern und Radreisenden vor allem verbreitet.

Kostet aber auch ca 900 €.

Ich möchte sie nicht mehr missen. Ich Fähre ca. 6000 km im Jahr.

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