3 versuche an Uni was muss ich machen?

2 Antworten

Von Experte Knoerf bestätigt

An meiner aktuellen Fakultät finden Drittversuche grundsätzlich als mündliche Prüfungen statt. Dann weiß es der Dozent natürlich und unter meinem Mitstudenten wird gemunkelt, dass man sich da schon absichtlich dumm anstellen müsse, um noch durchzufallen.

Bei schriftlichen Prüfungen weiß der Dozent üblicherweise nichtmal, wessen Klausur er eigentlich gerade vor sich liegen hat. Er prüft die Lösungen, rechnet die Punktzahl zusammen und daraus die Note... und das gibt er dann so ans Prüfungsamt. Manchmal darf auch irgendein Doktorand diese Aufgabe machen.

Gleichzeitig muss natürlich der Grundsatz der Gleichberechtigung eingehalten werden: Man kann nicht einem Studenten für die gleiche Leistung eine andere Punktzahl bzw. eine andere Note geben. Dementsprechend ist da wenig Spielraum für Großzügigkeit. Egal, ob du vorher beim Dozenten nochmal drum bittest oder nicht.

besonders dass ich nur seit 5 Jahre hier in Deutschland bin und habe viel CP bis jetzt gesammelt oder das interessiert keiner?

Es interessiert tatsächlich nur, ob du genug weißt, um diese Prüfung zu bestehen. Alles andere ist nicht weiter von Belang. Wie lange du in Deutschland bist und ob du bei NIchtbestehen exmatrikuliert wirst, ist deine private Angelegenheit.

mein drittes Versuch bei einem Fach und bin mir nicht ganz sicher ob ich das bestehen werde

Ich würde einen Drittversuch nur dann antreten, wenn ich mir 100% sicher bin dass ich ihn bestehe. Das heißt:

  1. Schauen, bis wann ich die Prüfungsanmeldung zurückziehen kann
  2. Zu diesem Zeitpunkt überlegen, ob ich die Prüfung sicher bestehe
  3. Wenn nicht, melde ich mich wieder ab und lerne bis zum nächsten Semester weiter.

Die Angelegenheit ist zu kritisch, um da rein zu gehen nach dem Motto "ich versuche es mal". Das hat ja schon 2x nicht geklappt.

Ich habe bis jetzt 150 CP gesammelt und Leider kann es Sein dass ich jetzt alles was ich innerhalb 3 Jahren gemacht habe , verliere .

Du hast diese Leistungen erbracht und kannst sie anrechnen lassen, wenn du ein anderes Studium antrittst. Sprich, du schaust im Modulplan des neuen Studiums nach Modulen, die du mit deinen bisherigen Leistungen schon abgehandelt hast.

Das wird nicht 1:1 darauf herauslaufen, dass du im neuen Studium 150 CP weniger erbringen musst, aber bei einer engen fachlichen Verwandtschaft sparst du dann doch eine ganze Menge.

Das einzige Hilfsmittel was dir im Bildungssystem hilft, sind einflussreiche Eltern und viel Geld. Das ist leider die Wahrheit. Schau dir beispielsweise die damalige Politikerin Frau Aschbacher an. Voriges Jahr gab es ja den Vorfall.

Die hatte eine Bachelorarbeit geschrieben, die schlechter geschrieben war, als ein Volksschüler (DE: Grundschüler) schreiben würde, der erst seit einem Jahr in Österreich ist. Trotzdem bekam sie den Studienbachelorabschluss. Warum? Weil sie eben einflussreiche und wohlhabende Eltern hat.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – eBook -> Der Bildungswahnsinn und Ich

Komisch. Ich wurde in meinem Studium nie nach meinen Eltern gefragt...

1

Selten so einen Blödsinn gelesen.
Also zumindest ich habe mir meinen Studienabschluss hart erarbeitet. Geschenkt hat mir da niemand etwas. Und nach meinen Eltern hat dort auch nie jemand gefragt. Hätte auch nichts gebracht... ein Gärtner und eine Arzthelferin hätten da wohl auch keinen allzu großen Einfluss gehabt.

1

Was möchtest Du wissen?