3 - 4 Katzen zu viel?

10 Antworten

Zu viel ist immer eine Frage der Haltungsbedingungen.

Du schreibst von nur 80m², da finde ich 3 Katzen als die absolute Obergrenze, wenn sie keinen Freigang haben. Eine vierte hat da keinen Platz mehr. 

Viel auf die Anzahl der Katzen bezogen heißt immer, dass der Halter für jede einzelne dieser Tiger das nötige Kleingeld haben muss, um sie zu ernähren, zu pflegen, und die Tierarztkosten zu bezahlen. Wenn jemand in der Lage ist, 8 Katzen artgerecht zu halten, sich um sie zu kümmern, sie zu pflegen, ihnen gesundes Futter zu kaufen, sie alle mindestens einmal jährlich dem Tierarzt vorzustellen, und bei Krankheit alle Tierarztrechnungen zu bezahlen...., dann kann er 8 Katzen halten, sofern er da nicht in Unstimmigkeiten mit nahe dran wohnenden unwilligen Nachbarn gerät.

Wer Katzen nur hält, um des Haltens willen, und sich nicht weiter kümmert, für den können eine oder zwei Katzen schon zuviel sein. Zuviel ist immer ein relativer Begriff. Es gibt dagegen ein mindestens, und mindestens ist die Zahl ZWEI bei Katzenhaltung, da Einzelhaltung nicht artgerecht ist.

Ich persönlich halte derzeit 4 Katzen in reiner Wohnungshaltung auf 120m² und einer vernetzten Dachterrasse. - Für mich ist mit der Zahl 4 die Obergrenze erreicht. Mehr Katzen könnten sich hier in dieser Wohnung nicht mehr aus dem Weg gehen, und hätten nicht mehr genügend Rückzugsmöglichkeiten. Für mehr Katzen würde mir auch das Geld fehlen, da ja immer wieder eine hohe Tierarztrechnung ins Haus schneien kann.

Es gibt einen Spruch: Mann kann so viele Katzen halten, wie man Hände zum Streicheln hat. Wenn du alleine lebst, wären 2 Katzen genug, zu zweit gingen schon vier. Das ist auch logisch, wenn man z.B. mal einen Tierarztbesuch mit allen Katzen machen muss. In jede Hand eine Transportbox...

Das ist aber, wie du siehst, keine Frage der Familie, sondern des gesamten Umfelds. Mehr als 4 Katzen würde ich auch nur dann halten, wenn ich ein freistehendes Haus weit weg jeglicher Zivlisation hätte. Denn nicht alle Leute mögen Katzen. Man muss auch daran denken, dass das Umfeld damit leben kann. 

Ich persönlich könnte mir auch noch mehr Katzen vorstellen, wäre damit sicherlich nicht überfordert. Aber das Umfeld fehlt mir eben, daher geht das (im Moment) nicht.

Ob in diesem Forum alles Katzenfreaks sind? Es gibt hier einige Leute, die sich wirklich mit Katzen auskennen, die keine Neulinge auf dem Gebiet sind, und die sich daher erlauben können, mehrere Katzen zu halten, da sie das absolut im Griff haben. Es gibt hier aber leider genauso Leute, die Katzen in nicht artgerechter Einzelhaltung halten und das für richtig vertreten (was es nicht ist).

Drei Katzen sind super, aber lass es in DIESER Wohnung bitte nicht mehr werden, denn irgendwann kommt der Punkt, wo die Geselligkeit nicht mehr schön ist, sondern stresst. Und das wäre in so einer kleinen Wohnung mit 4 Katzen sicher der Fall. Jeder muss eben sein Maß finden.

Und was andere dazu sagen, die bei mir nur ab und zu zu Besuch sind, das wäre mir persönlich egal, denn es ist MEIN Leben :o) .

Katzen haben unterschiedliche Bedürfnisse, aber grundsätzlich sollte jede Katze in einem eigenes Zimmer eine Rückzugsmöglichkeit haben.

Nur weil andere Leute viele Tiere auf engem Platz halten, heißt das nicht dass das tiergerecht wäre.

Meinermeinung sind 3 noch ok, wenn du sie viel streichelst und dich um sie kümmerst :) Ich hab eine, die reicht mir, aber wenn du Job mäßig genug Zeit hast, um dich um die Katzen zu kümmern ist alles im grünen Bereich. 4 katzen würd ich mir mal gründlich überlegen, ob du das wirklich machen willst ^^

naja, berufsmäßig bin ich sehr ausgelastet, arbeite viel und lange. Aber miezen sin ja alleinunterhalter, bzw haben sie ja genug spielmöglichkeiten und auch spielkameraden ^^

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@kinedey1

Wozu braucht man einen Haufen Katzen, wenn man sich sowieso nicht drum kümmern will/kann?

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Ich finde, dass es kein "zuviel" gibt, wenn artgerecht gehalten wird.

Stubenkatzen sollten sowieso NIE allein gehalten werden - außer der Mensch hat sie bereits "verdorben" (zu lange allein gehalten, so dass sie verlernt haben mit Artgenossen klar zu kommen).

Eine Freundin von mir hatte zu Bestzeiten 10 Katzen (alles Notfellchen) - aber ein großes Haus mit Garten und offenem Freigang.

Eine andere Freundin hat 5 Katzen in Wohnungshaltung mit gesicherter Terrasse + 1 Hund in 4 Zimmer-Wohnung.

Ich selbst habe 4 Katzen in 70qm 3-Raum Wohnung mit gesichertem Balkon.

Unser aller Räume sind in 3D ausgestattet.

Heißt: Die Katzen können alle Ebenen der Räume nutzen.

Sie können sich sowohl auf Schränken und Regalen aufhalten, als auch in mehreren deckenhohen Kratzbäumen bequemen, über Brücken den Raum überqueren oder unter dem Bett/Sofa und in regelmäßig wechselnden Kartons verstecken....

Ich wurde erst von Tierheim-Mitarbeitern gefragt, wie gut sich die Tiere untereinander vertragen.

Tja, wenn "Action-Time" ist, jagen sie einander durch die gesammte Wohnung, Kratzbäume rauf über das Bindeglied Wohnzimmerschrank und am anderen Kratzbaum wieder hinunter.

Wenn "Chilling-Time" ist, schlafen alle gemeinsam auf dem 4-Sitzer Sofa....und die Menschen behelfen sich mit den Stühlen am Esstisch oder quetschen sich auf den 2-Sitzer.

Unsere Katzen sind alle aus dem Tierschutz mit unschöner Vergangenheit, sie sind unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Rasse.

Sie sind auch nicht gemeinsam eingezogen, sondern nacheinander.

Ich hatte NIE Probleme mit Zusammenführungen oder sonst etwas.

Mein Fazit:

Wenn man sich der natürlichen Art und Charakteristik von Katzen auseinandersetzt, und die Räume artgerecht einrichtet, sich auch als voll Berufstätiger die Zeit nimmt, sich in der freien Zeit mit allen Katzen zu beschäftigen, die Wohnung und vor allem auch die Katzentoiletten sauber hält (Katzen mögen es ordentlich und sauber) und wie palusa schon schrieb, die Kontrolle behält (also alle Tiere nur kastriert zusammen lässt) das nötige Kleingeld hat, alle Tiere artgerecht zu ernähren und bei Bedarf für Tierarztbesuche gerüstet ist.......dann ist es doch egal, wieviele Tiere es sind.

Und ich persönlich kann gut damit leben, dass man mich als "durchgeknallt" bezeichnet.

Bei uns ist es sauber - die Toiletten werden bei jeder Gelegenheit (also mehrmals am Tag) gereinigt, die Teppichauflagen auf den Schränken und Regalen sowie die Kratzbäume mindestens 2x die Woche komplett von Katzenhaaren befreit (ich habe 3 Langhaar) - keiner würde hier Katzen vermuten, wenn er es nicht wüsste.

Naja, die Kratzbäume verraten uns auch.

Wir sind BEIDE vollzeit berufstätig, wobei ich morgens 4 Stunden aus dem Haus bin, für etwas mehr als 3 Stunden heim komme (mich um die Tiger und den Haushalt kümmere) und mittags weitere 4 Stunden zur Arbeit fahre.

MIR sind 4 Katzen nicht zuviel - auch 5 Katzen würde ich gewuppt bekommen, aber unser Quartett harmoniert so gut......dass will ich mit einem "5. Rad am Wagen" nicht zerstören....

Jeder muss also selbst entscheiden und für sich verantworten können, wieviele Katzen er sich zulegt und hält - solange keines der Tiere darunter leiden muss.

naja es gibt diese "katzenfanatiker" und jemand der sich so für katzen begeistert ist meist gern mit anderen in kontakt denen es ähnlich geht.. zum beispiel über ein forum ;)

ich denke nicht dass es da ne regel gibt. wichtig ist eben dass keine vernachlässigt wird und jede ihre aufmerksamkeit bekommt, der bestand nicht außer kontrolle gerät (stichwort kastrieren und wohlüberlegt anschaffen), die finanzen da sind um alle zu versorgen,auch im krankheitsfall, und genug platz für alle da ist. für 8 katzen in wohnungshaltung bracuht man eben mal ungefähr 200m^2, das haben nicht viele.

es gibt leute mit über 10 katzen und alles funktioniert. andere sind mit 4 überfordert. die meisten züchter halten 5 katzen oder mehr, wenn grad kitten da sind könnens auch mal 15 oder mehr werden

in solchen foren sind auch pflegestellen unterwegs.. also leute die katzen für ein tierheim aufnehmen und quasi ein ausgelagertes tierheimzimmer sind. die katzen gehören dann nicht dem pflegenden sondern dem heim..

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