! Pferd lahmt!

8 Antworten

Lahmheiten können so verschiedene Ursachen haben, das kann man nur mit Kontrolle des Pferdes festmachen.

Hufbearbeitung ... wenn die vielleicht nicht so gut ist ... wie ich viele Barhufer und auch beschlagene Pferde sehe, kann das zu Lahmheiten führen. Nur beschlagene sind so taub auf den Beinen, dass sie es lange nicht zeigen, dass was nicht stimmt, weshalb die Menschen auch meinen, die Pferde beschlagen zu müssen. In Wirklichkeit ist ein Pferdehuf nur dann gesund, wenn er barhuf gut laufen kann und eine auf den Bewegungsablauf des Pferdes abgestimmte Funktion hat. Sobald das nicht der Fall ist, sind wir verpflichtet, unseren Pferden dazu zu helfen. Bei dem, was sie uns bieten an Freude, sind wir ihnen das einfach schuldig. Was macht er, wenn Tierarzt bzw. Hufbearbeiter mit der Hufuntersuchungszange abtastet? Kommt da eine Reaktion?

Verletzungen am Bein und die können verschiedene Ursachen haben. Ist denn etwas geschwollen, ein Huf wärmer als der andere, irgendwoanders am Bein was warm? Wie stellt man sich das einknicken im Bein vor? Mag er das Karpalgelenk beim Gehen nicht durchdrücken? Ist das auf hartem Boden genauso wie auf weichem? Hat der Hafi Fieber? Wie ist der Puls in den Beinen?

Ein bisschen Eigendiagnostik kann man schon mal machen, wenn man eine Menge Erfahrung hat, doch die scheint bei Dir noch relativ gering (ist ja auch ein gutes Zeichen, dann hattest Du noch nicht viel damit zu tun), sonst hättest Du all das, was ich nun mal als Schnellschuss gefragt habe, dazu geschrieben. Und selbst mit meiner relativ großen Erfahrung bzgl. vierbeinigen Patienten hole ich am zweiten Tag, wenn ich selbst keine Ursache feststellen kann, den Tierarzt.

Und die Geschichte mit "Vom Reiten kann das denke ich nicht kommen, da er nur Freizeit geritten wird und ordentlich (genug Aufwärmphase, etc.)" möchte ich auch nochmal ansprechen. Genau die, die vom "nur Freizeitreiten" sprechen, sind normal die, die das Pferd nicht gesund bewegen können. Ich mag da jetzt nicht auf Dir rumhacken, keine Sorge, doch kenne ich eben so viele, die sich drauf berufen, eh nur Freizeit zu reiten, also vom Pferd nichts zu verlangen, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass genau das das größte aller Übel ist, das Pferd eben nicht so zu gymnastizieren, dass es in der Lage ist, den Reiter gesund zu tragen. Bent Branderup hat auf einem Kurs neulich so schön gesagt "Es ist egal, in welcher Reitweise ich nicht reiten kann" und wo er Recht hat ... Natürlich ist es ebenso verwerflich, sich zum Selbstzweck der eigenen Eitelkeit weiterzuentwickeln, wie sich nicht weiterzuentwickeln. Einzig eine Weiterentwicklung im Sinne des Pferdes ist das, was wirklich gute Pferdemenschen ausmacht. Dazu gehört auch die Weiterbildung in alle Richtungen, nicht nur beim Reiten, sondern auch bezüglich Haltung, Fütterung, Bewegungsapparat ... Also, wenn dann morgen (?) der Tierarzt da ist, dem ruhig ein Loch in den Bauch fragen, man kann nur gewinnen dadurch, nicht verlieren. Und Tierärzte sind auch keine Wunderheiler, sicher nicht die besten Reiter der Welt und von Hufen verstehen sie nur zu wenig. Aber auf ihrem Gebiet sind sie gut ausgebildet und ihr fachlicher Rat sollte zumindest angehört und weitgehend angenommen werden, auch wenn es mit Umständen verbunden ist oder dem Menschen Fähigkeiten abspricht. Wenn einem mal was ganz komisch vorkommt, kann man ja eine zweite Meinung einholen. Man muss trotz des fachlichen Rats auch mal abwägen, z.B. wenn der Tierarzt das Pferd in Watte packt, tut er das zu seiner Sicherheit. Er muss einfach dieses eine Symptom abschaffen und gut. Oft wird dann geraten, Pferde aus einem Aktivstall zu nehmen, in den sie gut eingelebt sind, einfach, weil beim stehenden Pferd ziemlich genau abzusehen ist, was schlimmstenfalls passieren kann, beim rumlaufenden, raufenden, spielenden und seine Freude habenden nicht. Dafür erleidet das Pferd psychische Schäden, wenn es bisher im Freien und in der Herde gelebt hat und nun plötzlich eingesperrt wird. Die sind dann aber wieder nicht Baustelle des Tierarztes. Auch dessen sollte man sich bewusst sein.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Wie genau er einknickt, darauf habe ich nicht geachtet. Die Beine sind von der Temperatur her alle gleich warm, ebenso die Hufe. Schwellungen konnte ich nicht feststellen und als ich ihn abgetastet habe am Bein und dem Huf, hat er eigentlich still gestanden, also keinen Schmerz geäußert. Werde heute noch mal nach ihm schauen und das Bein kühlen, wenn es Morgen nicht besser ist muss der TA vielleicht doch mal vorbei schauen und gucken ob er was feststellen kann. Die Hufe sind eigentlich okay, müssten nur mal wieder gemacht werden, aber selbst als die Hufe in katastrophalem Zustand waren (als ich ihn gekauft habe, hatte er nur auf Beton gestanden) ging er ganz normal. Meine Vermutung war, dass er vom Paddockkumpel eine bekommen hat oder eben, dass er zu lange auf der Koppel war und das frische Gras ihm rein gehauen hat. Jedenfalls sagte die Vorbesitzerin sie hatte ihn tagsüber auf der Wiese und er hat oft gelahmt, weswegen sie ihn auch verkauft hat. Bei mir hat er aber seitdem kein einziges Mal mehr gelahmt und hatte auch noch nie irgendwas.

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@LaChicaBonita

Vom frischen Gras lahmen die Pferde nicht ... es sei denn, sie sind Rehekandidaten und dann wäre es höchste Zeit, einen guten Hufbearbeiter zu haben und das mit dem Tierarzt gemeinsam zu dosieren mit dem Gras. Einen guten Hufbearbeiter hast Du nicht, denke ich. Denn irgendwie musst Du ja auf die Idee kommen, Beton würde schlechte Hufe machen und genau das Gegenteil ist der Fall. Durch den Gegendruck und Abrieb der festen Böden werden die Hufe gut. Deshalb ist in Aktivställen auch meist eine gewisse Fläche gepflastert mit einfachem Betonpflaster, weil es den Hufen und dem Sehnen- und Bänderapparat gut tut und den Gelenken nicht schadet, sofern das Pflaster schwingen kann von seinem Unterbau her.

Morgen den Tierarzt rufen würde ich nicht. Wenn heute auch nur eine Unregelmäßigkeit auftritt, stünde der innerhalb einer Stunde bei mir auf der Matte. Du siehst nun schon seit zwei Tagen zu ohne selbst eine Ursache finden zu können. Waten verschlimmert den Schaden oft und damit erhöhen sich für Dich auch die Tierarztkosten. Kühlen bringt im Moment nichts mehr, das ist nur die ersten 24 Stunden nach Verletzung interessant, damit Schwellungen nicht zu stark werden können. Danach gehört die Durchblutung gefördert für die Heilung. Jetzt gehört eigentlich eine durchblutungsfördernde Salbe drauf, aber sowas sollte man keinesfalls machen, bevor der Tierarzt da war, denn er kann sonst seine Diagnose nicht mehr sicher stellen.

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Ruf am besten mal beim Tierarzt an. Und taste das Bein vorsichtig ab. Vielleicht fällt dir ja irgendetwas auf. Eine Schwellung oder so.

LG

vielleicht hat er sich einfach nur vertreten oder vom weidekumpel ein davor bekommen. kannst du denn bestimmen wo der schmerz sitzt? ist das bein dick? hat er sich was eingetreten? kühl es erst einmal und warte noch ein wenig ab. entweder es wird besser, oder du rufst nen TA an.

Hab ihn schon den ganzen Tag in einen Eimer gestellt und bin in einen niedrigen Bachlauf gegangen. Hufe sind normal warm und die Beine auch.

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@LaChicaBonita

dann warte erst nochmal ab, bevor du dir panik machst. wie gesagt, wahrscheinlich hat er sich wohl einfach vertreten. :) gute besserung für deinen hafi

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wie wärs mal mit Tierarzt???? wie alt ist er denn? Könnte auch sein, dass er einen Chip im Huf hat;) Kann so ziemlich alles sein, auch das Jungpferd (: Gute Besserung an deinen Großen;)

Tierarzt ist die einzige Option. Möglichst schnell, damit er nicht länger leiden muss. Das solltest du mal überdenken anstatt auf zauberhafte Besserung zu erhoffen. Du hast die Verantwortung für das Tier und die solltest du ernst nehmen, das Bedeutet auch Krankheiten sachverständig versorgen zu lassen und NICHT erstmal im Internet Fragen zu stellen, die NUR ein Arzt beantworten kann. Also LOS!!!! PS. Und so Geldsparen ist höhnisch.

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