Jeder hat sie - Ängste! Raus damit und sprecht über sie!
Ich würde mal den Anfang machen:
1. Ich habe echt krasse Angst, dass ich irgendwann an Krebs sterben werde und denke alles an meinem Körper könnte Krebs sein. Ich hatte erst vor paar Tagen einen Pickel so fast in der Nase (voll unangenehm) und hatte sofort vor "Nasenkrebs" oder so Angst.
--> Googlet lieber nicht, kann nur schaden.
2. Ich habe auch die mega krasse Automatonophobie, also die Angst vor unbelebten menschenähnlichen Dingen (z.B. Puppen oder Roboter), die den Anschein machen, menschlich zu sein.
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Ich würde mega gerne etwas von euren Ängsten erfahren und vielleicht können da noch interessante Gespräche entstehen.
Auf jeden Fall kann es hilfreich sein, die Ängste mal auszusprechen, zumal man auch anonym ist.
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Und besonders an die Männer: Ängste zu benennen ist keine Schwäche, sondern eine echte Stärke. 💪
18 Antworten
Ich habe Angst davor, dass in Zukunft faschistische Ideen wieder mehr in der Politik Fuß fassen.
In der Klinik, in der ich arbeite, gibt es einige Menschen, die keine Angst vor Krebs haben, nämlich in der Onkologie. Wenn man einen bösartigen Tumor hat, der weder operiert noch geheilt werden kann, macht einen das in gewissem Sinne unverwundbar: Es kann einem einfach nichts Schlimmes mehr passieren. Danke moderner Therapiemethoden mit z.B. spezifischen Immunmedikamenten, kann dieser Zustand einige Jahre anhalten. In dieser Zeit lebt man von Tag zu Tag, weil man immer weiß, dass man jetzt oder demnächst seine letzte Woche erlebt. Erstaunlicherweise macht das einige Betroffene ruhig und gelassen.
Ich habe einen Arzt sagen hören: "Von Ihrer Lebensfreude würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden." Der Patient antwortete lächelnd: "Meine Medikamente sind so aggressiv, dass sie sogar krebsauslösend sind. Ich darf nicht mal Blut spenden. Darum gönne ich Ihnen nicht die kleinste Scheibe von mir."
Ängste sind Emotionen. Alle unsere Emotionen helfen uns zu überleben und mit der Umwelt klar zu kommen. Ob ein Gefühl dabei unangenehm ist, ist gar nicht der Punkt. Schmerzen, Ängste, Trauer und Wut sind unsere zuverlässigen Beschützer. Wer sie nicht spürt, lebt gefährdeter.
Auf GuteFrage findet man jeden Tag Fragen, in denen es darum geht, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Da fehlt viel Wissen darüber, wie wichtig und wertvoll sie sind. Wenn man morgens aufwacht und alles ist zu 100% angenehm, ist man wahrscheinlich gestorben.
Und besonders an die Männer: Ängste zu benennen ist keine Schwäche, sondern eine echte Stärke. 💪
Huch?! Ja, da hast du schon recht.
Die angst, niemals Mutter werden zu können (aufgrund meiner Hormonerkrankung Pcos)
Die angst, mir niemals das leben leisten zu können, wie ich es mir vorstelle. (Eigenheim, heiraten, alle paar Jahre einen Urlaub)
Die angst, mich niemals selbst lieben zu können
Die angst, niemals das gefühl von Erfolg spüren zu können. Denn egal, was ich tue oder bisher getan habe, mir war es nie genug. Ich bin nicht genug. Dementsprechend auch die angst, niemals meine eignen Erwartungen erfüllen zu können.
Die angst, ungerecht gegenüber anderen Menschen zu sein. Vorallem in meinem Beruf (Sozialpädagogische Assistentin in der Krippe). Ich möchte den Kindern, allen gleich gerecht werden.
Zum Glück verschwinden mit zunehmendem Alter die meisten Ängste von selber. Zumindest wenn man ein einigermaßen ausgeglichenes Leben hat
Als EM Rentnerin mit Panikstörung habe ich am meisten Angst, obdachlos zu werden.
Da ich schonmal obdachlos war (mit 19) weiß ich, wie hart das vor allem für Frauen ist. Und ich bin ja keine 19 mehr sondern werde jeden Tag älter. Im höheren Alter obdachlos zu werden ist ja nochmal ne ganz andere Hausnummer.
Ansonsten hab ich nur die klassische Angst vorm Fliegen. Und über nen Ozean schippern kann ich auch nicht ohne daß man mich in Narkose versetzt... Also Höhen-und Tiefenangst kann man das nennen.
warehouse14
Zuerst einmal kann ich Dir die Angst vor Krebs vllt etwas lindern, da ich selber Krebs hatte. Pauschal betrachtet: nicht jeder Krebs ist tödlich!
Die Krebs- und Zytostatika Forschung (und -entwicklung) sind heute sehr viel weiter als noch vor 20 oder 30 Jahren. Je früher Krebs erkannt wird, um so besser sind die Heilungschancen (das ist übrigens der Hauptgrund warum Krebs in der Pankreas oft tödlich endet, da er viel zu spät erkannt wird)
Meine größte Angst ist der Organverlust meiner Transplantate. Das werden sicher auch viele nachvollziehen können, da diese Gefahr deutlich höher ist, mit zunehmenden Alter der Transplantate, als bei Krebs a) zu sterben und b) ihn mit 16 zu bekommen (nicht unmöglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist DEUTLICH geringer).
Da gebe ich Dir absolut Recht, daher auch mein Verweis auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Glückwunsch zum überstandenden Krebs
Glückwunsch zum überstandenden Krebs
Dankeschön und, wenn ich das richtig verstanden habe, ebenso.
Ja, danke für deine Offenheit. Echt schön, dass du das geschafft hast.
Krebs hatte ich auch in meiner Kindheit, also vor gut 40 Jahren. Besonders ätzend fand ich damals den langen Aufenthalt im Krankenhaus. Der Krebs wurde erfolgreich behandelt, auch weil dieser rechtzeitig entdeckt wurde und kam auch nie wieder zurück, aber auch wenn nicht jeder Krebs tödlich ist, ist auch nicht unbedingt jeder Krebs effektiv heilbar, um es mal so auszudrücken.