Bequemlichkeit oder Tatendrang. Was gewinnt bei Dir?
Mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen wissen, was sie tun müssten, es aber trotzdem aufschieben. Einfach weil Bequemlichkeit oft der einfachere Weg ist.
Bei mir kommt der Gedanke auch vor, allerdings weiß ich, wie ich es umgehen kann. Wenn ich mir etwas vornehme, dann ziehe ich es auch durch. Gerade deshalb sehe ich, wie groß der Unterschied zwischen „wissen“ und „machen“ ist.
Tatendrang ist für mich nichts, was zufällig entsteht. Man entscheidet sich bewusst dafür, die Dinge nicht liegen zu lassen, auch wenn es unbequem ist.
Und genau das zeigt sich auch bei Themen wie Ordnung und Konsum. Viele kaufen lieber neu, anstatt sich kurz die Zeit zu nehmen, etwas zu reparieren oder Bestehendes zu hinterfragen. Dabei geht es gar nicht um Perfektion, sondern um das Bewusstsein den eigenen Besitz, die eigenen Gewohnheiten und das eigene Verhalten wirklich wahrzunehmen.
Mich interessiert, wie ihr das seht:
Bleibt ihr manchmal lieber in der Bequemlichkeit stecken, oder zieht ihr es durch, sobald ihr euch etwas vornehmt? Oder ist das komplett situationsabhängig?
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16 Antworten
Es ist bei mir situationsabhängig.
Ich wähle mir aus ob ich tatendrangig sein will, je nachdem wann/wenn ich genug Zeit habe etwas zu machen. Im Alter brauche ich bei Manchem halt inzw. etwas länger, wie z.B. ein Zimmer zu renovieren. Das geht nicht ad hoc, da muß ich planen!
Ja gut, ein Zimmer renovieren, kommt ja auch nicht jede Woche vor nehme ich an 😅
Das ist bei mir völlig situationsabhängig. Viele Kleinigkeiten des Alltags werden auch ziemlich zeitnah erledigt. Wobei "zeitnah" nicht unbedingt "sofort" bedeuten muss, es gibt durchaus etliches, was um ein paar Tage verschoben wird auf Tage, wo es zeitlich besser passt. (Unter der Woche bin ich mit meinem Vollzeitjob beschäftigt, da verschiebt sich manches im Haushalt eben aufs Wochenende.)
Bei anderen (größeren) Projekten dagegen kann vom ersten Impuls über die Planung bis hin zur Umsetzung schon ziemlich Zeit ins Land gehen.
Ich glaube das ist bei ziemlich allen Menschen so, die in Vollzeit arbeiten gehen. War bei mir früher auch genau so der Fall als ich noch angestellt war. Hausarbeit wurde hauptsächlich am Wochenende gemacht. Größere Projekte musste ich Wochen im Voraus planen, damit das auch umsetzbar war.
Es kann Tatendrang geben, es sich bequem zu machen.
Es kommt häufig auf das Wetter an…
Das heißt, du verknüpfst Hausarbeiten z.B. mit schlechtem Wetter? Also wenns regnet, dann aufräumen z.B.?
Ganz echt, diese Lässigkeit wie der Typ auf dem Foto an den Tag legt, kann ich mir für mich nur wünschen! Dem ist ja alles egal. Ganz entspannt im Chaos liegen, das muss man erst mal schaffen. Ich kann das nicht, und wenn's bei mir unordentlich ist, aus Zeitmangel z.B., dann stresst mich das, bis ich es erledigt habe. Am besten ist man drauf, wenn man sowohl Chaos zulässt wie auch Ordnung anstrebt, alles zu seiner Zeit, mal "Fünfe gerade sein lassen" (Redewendung in CH) und dann mal wieder anpacken. Tatendrang als Muss kann auch ein Tick sein, sowie Unordnung auch Hilflosigkeit sein kann. Oder ungünstige Erziehung...
Ich finde, Du bringst es gut auf den Punkt. Ein bisschen Unordnung schadet nicht, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Genau so ist eine strukturierte und ordentliche Umgebung gut, solange es nicht zum Zwang wird.