Wirkt sich Alkohol auf Menschen mit Adhs anders aus?

9 Antworten

Da es eine hohe Erkrankungsrate von ADHS Patienten mit zusätzlichen Abhängigkeitserkrankungen (und da eben auch Alkohol) gibt, würde ich bei ADHS generell mit Substanzkonsum sehr vorsichtig sein; am besten man lässt es bleiben. Das Abhängiogkeitsrisiko scheint bei ADHS deutlich erhöht zu sein.

Diese Frage beschäftigt mich auch sehr. Mein Mann ADHS-Betroffener reagiert auf Bier ziemlich normal, aber auf Schnaps total schlimm. Schon mit einem Glas in der Gesellschaft wird er richtig laut, diskutiert sinnlos und mit jedem Promille wird er aggressiver. Leider kriegen wir es nicht immer hin, dass er vorher nein sagt. Also für mich ist der Leidensdruck ziemlich groß, ich bin davon überzeugt, dass sein Gehirn extrem darauf reagiert. Er trinkt auch sehr viel Kaffee, wirkt bei ihm beruhigend und kann danach auch gut schlafen.

Also mit jedem Promille aggresiver zu werden ist ziemlich normal. Ein Rausch beginnt ja schon mit einer Promille.

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Da ich auch ADHS habe weiß ich dass der koffein im kaffee uns ADHS leute beruhigt

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Ich habe ADHS (so darf mans eig nciht mehr nennen aber egal) und trinke recht viel und bin nicht abhängig kann acuh gerne mal 3 monate ohne oder ähnliches.

Ist aber verschieden von pazient zu pazient also kann passieren das ja

Es ist keine Antwort auf Deine Frage, aber ich möchte hier noch einen anderen Aspekt einbringen - ADHS hat die gleichen oder sehr ähnliche Symptome wie z.B. eine Schilddrüsenfunktionsstörung (siehe http://www.schilddruesenguide.de/kinder.html) oder Kryptopyrrolurie (siehe kpu-berlin.de/ForEiLoesung.html. Ich empfehle bei AD(H)S-Symptomatik die Schilddrüse untersuchen zu lassen, sofern nicht bereits geschehen. Die Untersuchung muss durch einen Facharzt ausgeführt werden (Endokrinologe, Nuklearmediziner mit Schwerpunkt Schilddrüse), der TSH-Wert alleine reicht nicht aus. Und schildere unbedingt alle Symptome. Auch wenn die Werte noch im Normbereich sind, können Schilddrüsenmedikamente ausprobiert werden, wenn die Symptomatik auf eine beginnende Erkrankung hinweist. Hier ist ein Forum für Schilddrüsenerkrankte, man bekommt viele Fragen beantwortet und kann auch seine Werte einstellen und beurteilen lassen - das empfehle ich insbesondere dann, wenn bei der Untersuchung "alles in Ordnung" herauskommen sollte: ht-mb.de/forum/ Und hier findest Du eventuell einen guten Arzt: top-docs.de Buchtipps: Eine andere Art, die Welt zu sehen – Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom von Thom Hartmann und ADS – So stärken Sie Ihr Kind von Uta Reimann-Höhn. Interessant finde ich auch das Buch „Hochrisiko ADHS – Plädoyer für eine frühe (medikamentöse) Therapie“ von Kirsten Stollhoff, Wilma Mahler und Karin Duscha. adhs-anderswelt.de ist ein Forum für Betroffene. Empfehlenswert finde ich auch das Buch „Die Hormonrevolution“ von Dr. med. M.E.Platt – es geht um die Behandlung mit bioidentischen Hormonen (entsprechen den natürlichen, d.h. den vom Körper selbst produzierten Hormonen 1 : 1, nicht zu verwechseln mit pflanzlichen Hormonen, die entsprechen den körpereigenen nicht unbedingt) bei Schilddrüsenstörungen, Osteoporose, Migräne, Depressionen, AD(H)S, Gewichtsproblemen, PMS u.v.m.

Durchaus. Alkohol in leichten und mittleren Dosierungen, wirkt bei ADHSlern stimulierend und konzentrationsfördernd. Das heisst sie sind solchermassen dosiert leistungsfähiger als nüchtern. Deshalb haben ADHSler von vorn herein ein größeres Suchtrisiko.

ist schon lange her, aber wie wirkt es bei hohen Dosierungen? Die logische Schlussfolgerung wäre das ein Rausch kaum möglich ist und eine zu hohe Dose nur einen leichten Rauschzustand hervor bringt. Vor allem wie steht es dann um die Hyperaktivität?

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@Fuchsi2001

Auch nicht anders als bei normlen Menschen. Die Hyperaktivität nimmt definitiv ab; die Impulskontrolle (engl. inhibition) nimmt auch ab; was sich besonders bei aggressiven Zeitgenossen negativ bemerkbar macht. Ein ADHSler kommt icherlich früher als ein Normalo in den Zustand verminderter Schuldfähigkeit (was natürlich bei Gericht keine Rolle spielt).

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