Wie funktioniert eine wasserbetriebene Uhr?

4 Antworten

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Zwei aus unterschiedlichen Materialien bestehende Metallplatten dienen als Pole, zwischen denen das Wasser als Leiter fungiert. So verbraucht die Uhr lediglich die Energie, die sie auch selbst erzeugt.Das Arbeitsprinzip beruht auf den Beobachtungen des Herrn Galvani und Forschungen des Herrn Volta (Galvanische Zelle ). Grob beschrieben fließt zwischen zwei unterschiedlichen Metallen Strom, wenn man sie durch eine leichte Säure verbindet ( bei manchen Modellen wird auch Zitronensäure oder Salz beim Nachfüllen des Wassers zugegeben - einige Modelle funktionieren auch nur mit Wasser). Ein Nachfüllen mit Wasser reicht bei den meisten Herstellern bereits aus um die Uhr für die nächsten sechs bis acht Wochen zu betreiben. Und damit beim Wasserwechsel nicht jedes Mal die Uhr neu gestellt werden muß ( das alte Wasser muss zuerst ausgeleert werden ) , ist ein kleiner Elektrospeicher integriert ( langt für ca. 150 Sekunden ).
Leider ist die Haltbarkeit recht begrenzt. Nutzerberichten zu Folge sind die Elektroden nach ca 2 Jahren aufgebraucht. Dafür sind ein paar Modelle schon ab 10 € Kaufpreis zu haben. Bei einigen teureren Modellen ( ab etwa 25 € ) kann man sogar die Batteriehülle nach 2 Jahren tauschen ( kostet etwa 5 € ), wenn die Elektroden aufgebraucht sind - habe ich allerdings nur bei grösseren Uhren wie Weckern gesehen, nicht bei Armbanduhren.

Alles in allem ist eine solche Uhr für mich aber pseudo-ökologisch, nur für Leute die ihr Gewissen in einer Traumwelt beruhigen wollen ein Gewinn.

super hilfreiche Antwort!!! Danke dir

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Das ist ganz einfach eine Batterie. Die Differenzspannung entsteht dadurch, dass die Materie unterschiedlich viele freie Elektronen besitzt. Die Flüssigkeit wirkt als Elektrolyt und erlaubt den Transport der Ladungen zwischen den Polen. Je nach Materialkombination erhältst Du unterschiedliche Spannungen. Zink/Kohle zum Beispiel ergibt die typische Haushaltsbatterie (1,5V). Wikipedia kann es wahrscheinlich besser erklären als ich ;-)

Cool, danke. ^^ Okay, d.h. die Pole bestehen aus unterschiedlichen Materialien? Weil der Wecker wird ja nur mit einer Flüssigkeit befüllt.

Das heißt doch dann, der Wecker besitzt nur eine sehr begrenzte Lebensdauer, bis ein.. hmm.. Gleichgewicht der Ladung hergestellt ist? Sozusagen auch nur ein "Pseudo-Wasserbetrieb"? ^^

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@Fensterbank

Die Elektroden brauchen sich natürlich auf. Es findet ein Stofftransport von einem zum andren Pol statt. Ich weiss nicht, wie "dick" die Pole sind und welches Material der Hersteller genommen hat, aber das Aufbrauchen wird eine Weile dauern. Die Reaktion endet, wenn die "unedlere" Elektrode aufgebraucht ist. Du kannst die Lebensdauer verlängern, indem Du neue Pole an die Kabel hängst. Hier ist die elektrochemische Spannungsreihe aufgelistet: http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsreihe. Wenn Du Kupfer und Zink nimmst, hast Du schon 1,2 Volt Spannungsdifferenz. (Keine Ahnung, was Dein Wecker braucht)

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Dann handelt es sich um eine "galvanische Zelle" (Schulstoff Chemie) -ist aber wirklich eine tolle Idee!!

Ihr seit alle Opfaperlen ihr studiert die Theorie aber habt noch nie an die Praxis gedacht. Ich hab so ne uhr Und hab einfach das Wasser raus gegossen und sie funktioniert seit einer woche ohne. :)

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