Notruf 112, jede Minute zählt?

15 Antworten

Wie wäre es zuerst einmal, die eigene Arroganz und Dreistigkeit abzulegen? Sowas asoziales habe ich selten erlebt!

1. Bedanke dich bei den ganzen Leuten, die für jeden Scheiss den Notruf anrufen. Anrufer fragen nach Apotheken, Krankenhäusern, ob man ihnen Tabletten gegen Zahnschmerzen bringt, melden Ölspuren, Lärmbelästigungen, fragen nach Übungsdiensten der freiwilligen Feuerwehr, melden schlafende Obdachlose, Rauchsäulen in zig Kilometer Entfernung, 2 cm Wasser im Keller usw. Diese blockieren den Notruf, die Anzahl der Einsatzleitplätze und die der Disponenten ist naturgegeben begrenzt!

2. Das Stockwerk ist wichtig, falls der Name nicht auf dem Klingelschild steht oder niemand öffnet, ob dann ggf. eine Leiter geschickt werden muss.

3. Wenn du denkst, dass erste Hilfe vom Bewusstseinszustand abhängt, hast du einfach nichts kapiert, denn davon ist diese unabhängig. "Och lass den ruhig verbluten, der ist ja noch bei Bewusstsein". Saudumme Aussage.

4. Der wäre nicht verreckt, wenn du erste Hilfe beherrschen würdest. Ob jemand stirbt oder nicht, hängt in nahezu allen Fällen von der Fähigkeit der Ersthelfer ab, eine korrekte Reanimation durchzuführen, eher nie von der Wartezeit in der Leitung.

6. Wenn du dich bei mir am Telefon auch so artikuliert hättest wie hier, hätte ich nicht gefragt, ob du was getrunken hättest, sondern direkt die blauen mit geschickt, weil ich für die Leute, die ich rausschicke eine Verantwortung trage.

Was weiß ich, vielleicht war bei euch Unwetter und die Nachbarn haben herumfliegendes Laub gemeldet oder danke Ende des Lockdowns lagen in der Innenstadt an jeder Laterne Suffköppe, für die jedes Mal fünf Leute den Notruf angerufen haben.

Deine Scheiss Aussage kotzt mich an, aber keine Sorge, solche Leute wie sich retten wir auch!

Ein Mitarbeiter einer großen Berufsfeuerwehr in NRW.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich stimme dir vollkommen zu. Solln wir doch froh sein das in Deutschland das Rettungssystem egal ob durch hauptamtlichen oder ehrenamtlichen Kräften so gut ist.

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@Joooooo

Nein, dann dürfte ich mich hier nicht dazu äußern. Aber ich arbeite in der Branche und kenne dieses Klientel, welches die Person verkörpert sehr gut.

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Naja, ich halte es für möglich, dass der Krankenwagen bereits zu Anfang des Gesprächs informiert und entsprechend unterwegs war. Also sofern du Namen und Anschrift genannt hast, würde ich sogar stark darauf tippen, dass dem so war denn das ist die Regel.

Alle weiteren Fragen, auch wenn sie blöd anmuten können, dienen in der Zwischenzeit lediglich dazu, ein klareres Bild von dem Notfall zu bekommen (relevante Infos werden in Echtzeit an das Einsatzteam weitergeleitet). Und je nach Situation dienen Fragen auch dazu, dich am Telefon zu halten und beruhigen zu können, falls plötzlich irgendetwas schlimmes passiert wäre, das Panik bei dir auslösen könnte.

Also auch wenn es total doof ist und extrem nervig (kenne das), so ist eigentlich der normale Ablauf in so einer Situation.

Deine Schilderung entspricht nicht wirklich den Tatsachen. Außer bei der Meldung "bewusstlose Person" und "Reanimationssituation" werden die Einsatzmittel erst nach Abschluss der Notrufabfrage alarmiert und es werden keine Infos in Echtzeit weiter geleitet. Man erhält die Einsatzmeldung und fährt los, das war's. Das nachträglich noch Infos kommen ist extrem selten.

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@iwaniwanowitsch

Ja das stimmt, da muss man dann doch erst die ILS anfunken und nach weiteren Infos fragen. Meist kommt dann erstmal „Warten sie, wir fragen nach“

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@FIREFIGHTING

Naja. Kenne ich so nicht. Ich kriege die Meldung mit Adresse, Name, Schlagwort und Freitext und dann geht's los. Nachträgliche Infos über Funk sind ne Seltenheit.

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@iwaniwanowitsch

Ja das stimmt, unsere GF‘s fragen auf der Anfahrt meist nach ob es weitere Informationen gibt außer wir fahren auf Sicht.

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@iwaniwanowitsch

Danke für die Info! Ich bin wohl davon ausgegangen, dass das die Regel ist, da ich ausschließlich immer nur mit dem Notruf Kontakt hatte, wenn es um Bewusstlosigkeit/Epilepsie ging. Da hieß es immer gleich zu Anfang des Anrufs "Sie sind schon unterwegs".

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@Lmorg

Klar, im Brandschutz ist das eher üblich, da die Lagen da jetzt durchaus etwas komplexer sein können.

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Ja, Warteschleifen gibt es durchaus manchmal, dann sind momentan einfach alle Disponenten mit Notrufgesprächen belegt und man kommt dran, wenn der nächste Disponent frei ist. An manchen Tagen ist das Einsatzaufkommen sehr hoch, zumal es sich meist um integrierte Leitstellen (ILS) handelt, bei denen Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst eingehen und disponiert werden.

Das Stockwerk ist durchaus wichtig, ebenfalls das Gewicht des Patienten und die Frage danach, ob das Gebäude über einen Aufzug verfügt. Hier geht es um den Transport des Patienten zum Rettungswagen nach dessen notfallmedizinischer Erstversorgung. Wohnt der Patient weiter oben, hat er ggf. auch noch (starkes) Übergewicht und gibt es keinen Aufzug, so muss der Disponent gleich Tragehilfe mitschicken, also einen weiteren Rettungswagen oder oftmals auch die Feuerwehr.

Die Frage nach dem Alkohol könnte ich mir so erklären. Es gab schon genügend Fälle, wo jemand den Notruf abgesetzt hat, weil es einem seiner Angehörigen nicht gut ging und der aufgrund seines Alkoholisierungsgrades vor Ort dann die medizinische Versorgung gestört oder gar den Rettungsdienst angegriffen hat, was dem Patienten natürlich null zugute kommt. In diesem Falle würde der Disponent um die Sicherheit des Rettungsfachpersonals und eine effektive Patientenversorgung sicherzustellen dann gleich die Polizei dazu alarmieren.

Mfg

anscheinend wollte diese Person einen Fehlalarm ausschließen.
Manchmal passiert es dass Jugendliche aus Spaß oder eben Angetrunkene anrufen obwohl kein Notfall vorliegt.
Dann rücken Mannschaften aus, finden aber niemanden vor.

Diese Mannschaft fehlt aber einige Zeit in der Personen die wirklich in Not sind jemanden brauchen.

Nun wollte dieser Mann eben rausfinden ob die Sache wirklich Ernst ist

Also..... Welches Stockwerk? Damit er im Zweifel direkt die Feuerwehr mit einer Drehleiter dazu senden kann um ihn aus dem Haus zu holen.

Alkohol? Naja wenn er sich schlecht fühlt und dann kommt raus das er Alkohol getrunken hatte würde wohl kein Notarzt gebraucht auskotzen kann er sich auch bei einem Notfallsanitäter.

Also, die Leute auf der Leitstelle sind ausgebildete mindestens Rettungssanitäter und gleichzeitig mindestens Gruppenführer in der Feuerwehr. Die Fragen welche sie stellen sind Gezielt um möglichst viele Sachen möglichst schnell auszuschließen oder zu erfragen.

Ach ja... die Warteschlange.... Dein Mann war wohl nicht der einzige dem es dreckig ging und so ne Leitstelle hat nicht unendlich viele Leute. Die von unserem Landkreis hat und nur 2 und wenn die überlastet sind wird auf ne andere umgeleitet die auch nur 2 oder 3 Leute hat.

Wenn also 5 Gleichzeitig anrufen bist du als Nr 6 halt in der Warteschleife. Hilft ja nix

Woher ich das weiß:Beruf – Maschinist /Servicetechniker für Feuerwehr Einsatzfahrzeuge

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