Sind die Massenmedien im Grunde nichts anderes als Hofberichterstatter der Politik und der Wirtschaft?
27 Stimmen
5 Antworten
Medien sind weder ausschließlich objektive Informationsinstrumente noch reine Hofberichterstatter. Ihr Handlungsspielraum wird von ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Kräften geprägt, die sie zugleich limitieren und motivieren, kritisch zu berichten. Für den Konsumenten bleibt die Aufgabe, Medien kritisch zu reflektieren, unterschiedliche Quellen zu prüfen und die Interessenkontexte zu erkennen.
Gruß aus Tel Aviv
Siehe Abschnitt 2 dieser Darstellung, die ich sowieso jedem mal empfehlen würde.
The Usual Retorts: Conspiracy Theorists’ Top 10 Misconceptions of Debunkers | Metabunk
Nein, die öffentlich-rechtlichen wie ARD und ZDF sind nicht ,,Eigentum'' der Bundesregierung und daher keine ,,Staatsmedien'', obwohl gewisse Personengruppen ihnen ebendas immer wieder gerne wahrheitswidrig unterstellen.
Sie unterstehen keiner staatlichen Aufsicht und die Regierung kann ihnen demzufolge auch nicht vorschreiben, was konkret sie wie zu berichten oder zu senden oder wie sie ihr Programm zu gestalten haben.
Der Rundfunkbeitrag, über den diese Sender sich finanzieren, ist im Übrigen auch keine Steuer (und somit staatlich), sondern eine Gebühr, von welcher staatliche Stellen keinen Cent sehen.
Anscheinend sind die Medien die 4. Säule der Gewaltenteilung und heutzutage hat man manchmal den Eindruck, daß sie die erste Säule sind.
Die Medien treiben die Politiker vor sich her, wissen immer ganz genau was der richtige Weg ist und manchmal sind sie Terroristen, Propagandisten und Medienmacher in einem, wie zum Beispiel beim Arabischen Al Jazzeera
Natürlich nicht im Vollbetrieb aber man passt schon sehr auf die Interessen mancher Gruppen auf oder vertritt diese, wenn sie es wünschen.
Genau deswegen sollte es ein vollständiges Werbeverbot im ÖR geben. Du musst keine Angst vor Profiteinbußen durch Pharma und Alkohol haben, wenn sie 0% statt 70% deiner Werbeeinnahmen ausmachen.
Ich hab nirgendwo von Unterdrückung der Kritik geschrieben, bleib mir bloß weg mit solchen Strohmännern.
Ich rede viel mehr von Dingen wie Themenwahl und Tonfall: Alkohol schlecht aber Brauereisterben auch schlecht, deswegen Alkohol nur mittelschlecht. Cannabis gut aber wenn Krankenkasse und Kassenärzte nicht am Umsatz beteiligt werden wieder schlecht.
Niemand schreibt diese Müll-Berichte für normale Zuschauer, die so interessiert an den Themen sind, sondern für die Industriezweige, die gehört werden wollen/sollen, um ihre Beschwerden zu lindern.
Alkohol schlecht aber Brauereisterben auch schlecht, deswegen Alkohol nur mittelschlecht.
Das ist deine Interpretation. Mir wäre neu, dass irgendjemand jemals so etwas berichtet hätte.
Kannst du zeigen, wo das so gesagt wurde?
Hier wie bestellt.
7 Minuten lang wird ausschließlich darüber geredet, dass die Kosten steigen und die Absätze dadurch maßgeblich immer weiter zurückgehen während Billigkonkurrenz ihren Marktanteil erhöht. Dann wird eine Überleitung eingeworfen, in der für 3 Sekunden schnell und unauffällig richtig gestellt wird, dass das überdachte Konsumverhalten und der demographische Wandel viel maßgebender für diese Absatzrückgänge sind als sämtliche Kostenfaktoren und Billigbier-Anbieter.
Für diese Demografik gibts dann auch nochmal eine Sektion für alkoholfreies Bier, damit diese ihr Konsumaus ggf. überdenken und wieder zum (alkoholfreien) Bier greifen, damit der Absatz gestärkt werden kann. Dann eine weitere schnelle Überleitung zum Fazit, dass "bitte bitte bitte grundsätzlich mehr Bier vom örtlichen Brauer bezogen werden soll" und die sich ausbreitende traditionslose Konkurrenz "bitte bitte bittte links liegen gelassen werden soll, wenn man schon über Konsum nachdenkt 🥺😇"
Also hast du diesen Zusammenhang erfunden. Exakt 0 mal wird da gesagt, dass Alkohol weniger schlimm sei...
Im übrigen wird mehrere Minuten auf verschiedene Probleme eingegangen.
Es wird mehrere Minuten auf beispielsweise alkoholfreie Biere eingegangen und das Trinkverhalten usw. Du hast also irgendwie gelogen.
Für diese Demografik gibts dann auch nochmal eine Sektion für alkoholfreies Bier, damit diese ihr Konsumaus ggf. überdenken und wieder zum (alkoholfreien) Bier greifen, damit der Absatz gestärkt werden kann.
Hab ich doch erwähnt? Und sorry aber dass keine Schwarz-weiß-Äußerungen sondern Framing angewendet werden, muss ich meines Erachtens wirklich nicht im Voraus erwähnen, wenn ich den Sachverhalt in einem Satz herunterbreche. Zumal das die Beiträge vom BR noch sehr gut erkennbar umsetzen.
Die ersten 7 Minuten handeln einzig und allein von der Frage der Kosten und neuen widerwärtig billigen Konkurrenz, darauf folgen 3 Sekunden zum Trinkverhalten. Das alkoholfreie Bier ist ein Komplimentärgut, dass hier im Anschluss für 2 Minuten beworben wird aber auch klar nur dazu dient den Umsatz zu schönen und nicht um das alkoholische Bier langfristig zu ersetzen.
Die Kernaussage und das Fazit bleibt, dass der Verbraucher dem traditionellen Bier treu bleiben soll weil sonst ein Teil der Kultur verloren geht und das kann er notfalls auch mit einer abgespeckten Alternative vorbeugen, wenn er dem Alkohol fernbleiben möchte.
Es geht wie gesagt mehrere Minuten um genau das, was du hier als 3 Sekunden abtust.
Alkoholfreies Bier als Ersatz zu bewerben ist kein ernstzunehmender Beitrag zum Trinkverhalten. Das wären Gründe aufzunehmen und zu beleuchten wie Krankheiten, Sucht, Erfahrungswerte etc. auf die man aber verzichtet hat.
Wieso verzichtet man in einem Beitrag über Brauereisterben wohl auf genau solche unangenehmen Themenansätze... scheint wohl dann auf einmal keinen mehr zu interessieren. Keinen der die Idee zum Beitrag angestoßen hat zumindestens.
Gib mir gerne die Zeitstempel, die die genannten Gründe beleuchten ansonsten weiß ich nicht, was für dich schon wieder erfunden ist.
Du erfindest irgendwas, was sich irgendwer gedacht haben kann. Das ist keine 8 Stunden Detail-Dokumentation zu allem, was man jemals zum Alkohol benennen könnte. Das ist auch nicht der Anspruch des Ganzen.
Da muss ich dir tatsächlich absolut recht geben.
In dem Sinne: was zum Teufel ist der Zweck des alkoholfreien Biers in einem Beitrag namens "Killt Billigbier die Braukultur?"
Welchen Anspruch erfüllt das in dieser Themenlange, der dem Bezug auf andere Faktoren überwiegt?
Den Anspruch einer kurzen Dokumentation zur Situation der vielen kleinen Privatbrauereien. Nicht mehr, nicht weniger.
Es kommt nicht mal Alkohol insgesamt als Thema dran, sondern es geht ausschließlich (!) um Bier.
Wo genau wird denn gerechtfertigte Kritik an "Alkohol" oder "Pharma" unterdrückt?