Müssen wir in diesen Fall Gewährleistung geben?

Hallo zusammen,

wir haben eine Gewährleistungsstreitigkeit mit einem unserer Geschäftskunden. Folgende Situation:

Der Kunde kaufte bei uns am 03.08.2017 drei Komplett-PC’s mit vorinstalliertem Windows 7 (auf Kundenwusch (zwecks Server-/Netzwerkmigration)). Natürlich geben wir die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren. Am 18.05.2018 stellte der Kunde bei uns einen Reparaturauftrag (keine Reklamation), dass ein PC (die wir geliefert haben), den neuen Bildschirm nicht akzeptieren würde. Dieses Problem haben wir auch behoben. Anschließen hat der Kunde von uns eine Rechnung bekommen und Sie auch bezahlt. Jedoch am 14.08.2018 stellte der Kunde wieder einen Reparaturauftrag (kein Reklamationsauftrag über unser Ticketcenter!). Der PC würde nicht mehr anspringen. Daraufhin haben wir festgestellt, dass Mainboard und Netzteil ein Defekt (Überspannung/Kurzschluss) aufwiesen. Aber wir hatten bereits im Bericht vom 18.05.2018 reingeschrieben, dass ein anderer Techniker (nicht von unserem Betrieb) am PC gearbeitet hat und unsere Gewährleistungssiegel entfernt hat. Also quasi unsere Siegel entfernt hat und zudem hat er noch ein OS-Switch auf Windows 10 durchgeführt hat. Wie gesagt, das waren nicht wir! Wir haben dem Kunden eine Rechnung geschickt, nach der Reparatur. Diese Rechnung möchte der Kunde jetzt allerdings nicht bezahlen! Mit folgender Begründung: „Dies ist ein Gewährleistungsfall.“ - so der Kunde. Kommen wir zu der Frage….. Sind wir in diesen Fall dazu verpflichtet, Gewährleistung zu geben? Wir hoffen Ihr könnt uns weiterhelfen! Danke schonmal!

Computer, Technik, Recht, Computerrecht, Gewährleistung, IT-Recht, Technologie
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Sind Hashwerte als Beweismittel zugelassen?

Moin,

wie im Titel steht, frage ich mich, ob Hashwerte als Beweismittel vor Gericht zugelassen sind.

Das Konzept der Hashwerte ist denkbar einfach, es kommt ein Input rein, dieser durchläuft den Algorithmus und am Ende kommt ein einzigartiger Hashwert bei raus.

In den USA wurden bereits einige Gerichtsurteile auf Hashwertbeweise gefällt. Kurz, es wurde eine Festplatte beschlagnahmt (bzw. alle Speichermedien). Diese "interessanten" Daten waren allerdings in einem passwortgeschützten Archiv und der Beschuldigte wollte das Passwort selbstverständlich nicht rausrücken. Da die Ermittler allerdings auf die Hashes zugreifen konnten und diese mit einer Hashdatenbank von KiPo-Hashwerten verglichen haben, konnten sie einige Treffer feststellen und der Beschuldigte wurde daraufhin verurteilt.

Allerdings ist Anfang 2017 ein vermeintlich "sicherer" Hashalgorithmus von einer Forschergruppe geknackt worden. Dabei wurde einfach eine "Abkürzung" im Code genutzt und sehr viel CPU-Zeit verwendet. Dadurch gibt es die Möglichkeit in relativ kurzer Zeit aus einem Hashwert eine zweite Datei (unterschiedlich zur ersten Datei) zur erstellen, mit genau denselbem Hash, wie die erste Datei.

Mit Hinblick auf die bisher gefällten Urteile, wäre es nun möglich, dass der Täter, Einspruch einlegen kann und sich auf die Unsicherheit der Algorithmen berufen kann oder würde dies vom Gericht abgelehnt werden, da zum einen beinahe ein Supercomputer möglich wäre, um eine zweite Datei mit demselben Hashwert zu bilden?

Auch wäre es sinnvoll sich die Frage zu stellen, ab wann dieser Hashalgorithmus als "unsicher" gebrandet werden würde, da die Computer mit jedem Jahr leistungsfähiger werden und es irgendwann selbst für Heimanwender relativ einfach wäre, sowas zu bewerkstelligen.

Danke schonmal, für die Antworten!

Computer, Technik, Recht, Hash, Informatik, IT-Recht, Algorithmus, Beweis, Beweismittel, hashwert
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