Ethik

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Sind Tiere den Tierärzten in Wahrheit egal?

Wofür rettet ein Tierarzt Tante Friedas verletzter Henne das Leben - wenn er in der Mittagspause dann aber ne Hähnchenkeule isst, sich also völlig unnötig für den Tod eines anderen Huhnes verantwortlich macht? Wozu hat er dann überhaupt einem Huhn geholfen? Dass ein Tier weiter Leben darf, kann einem fleischessenden Tierarzt ja nicht wichtig sein. Sonst würde man es ja nicht für ein Geschmackserlebnis töten lassen. Geht es Tierärzten also gar nicht um das Wohl von Tieren, sondern nur um das Geld? Jeder Tierarzt war auch schon mal in einem Schlachthof. Sie wissen also alle, wie schlimm es den Tieren da geht. Dass sie Angst haben, dass sie gegen ihren Willen getötet werden, dass sie oft noch bei Bewusstsein sind, wenn sie mit aufgeschnittener Kehle da hängen. Oder helfen Tierärzte Tieren nur aus Mitgefühl zum Menschen? Damit Tante Frieda nicht um den Tod ihrer Henne trauern muss? Sind Tiere also wie Gegenstände - wenn sie kaputt gehen ist es nur für den Besitzer schade? Ob es Tieren gut geht spielt also nur eine Rolle, wenn ein Mensch sonst traurig ist? Das würde ja heißen, dass man sein eigenes, oder ein besitzerloses Tier nach Lust und Laune töten dürfte? Es geht mir hier nicht um die rechtliche Lage!!! sondern um eure persönliche Moral. Was meint ihr?

Deutschland lässt Tiergarten-Mörder frei?

Im Zuge eines Gefangenenaustausches mit Russland hat Deutschland den sogenannten Tiergarten-Mörder Wadim Krassikow freigelassen. Krassikow hatte im August 2019 in der Berliner Parkanlage Tiergarten einen russischen Oppositionellen erschossen und sollte dafür eigentlich eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen. Im Zuge des Gefangenenaustausches kommen nun zwei in Russland und Weißrussland inhaftierte Deutsche frei. Findet Ihr die Freilassung von Krassikow richtig?
Die Freilassung ist richtig.62%
Die Freilassung ist nicht richtig.38%
21 Stimmen

Moralisch verwerflich oder vertretbar?

Ich stehe in Kontakt mit einer Person aus dem Ausland, die mich in Gesprächen regelmäßig darauf aufmerksam macht, wie schlecht es ihm, seiner Frau und seinen 4 Kindern geht und wie sehr alle Menschen auf dieser Welt ein Recht auf ein lesenswertes Leben haben. Diese Person plädiert auf Brüderlichkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe - Werte, die ich alltäglich lebe und für selbstverständlich halte. Es spielt im Bezug auf meine Frage keine Rolle, ob die Situation dieser Person real ist oder nicht und ebensowenig, ob das Verhalten dieser Person korrekt ist oder verwerflich, um auf diese Weise finanzielle Unterstützung zu beanspruchen. Nehmen wir als Grundlage zur Beantwortung meiner Frage einfach an, dass die geschilderte Situation der Wahrheit entspricht. Ich habe schon mehrfach klargestellt, dass ich es nicht in Ordnung finde, die schlechten Lebensumstände, in der sich seine Kinder befinden (meiner Meinung nach) auszunutzen um bei mir Mitgefühl und ein schlechtes Gewissen zu wecken. Ich wäre sogar fast bereit dazu gewesen dieser Person mit einem Betrag zu unterstützen, den ich zur Verfügung hätte, wenn ich jeden Tag auf nur 3 Zigaretten verzichten würde und zwar unabhängig davon, aus welcher Absicht die Argumentation der Person besteht und ob die geschilderte Situation wirklich wahr ist und zwar, weil ich herausgefunden habe, dass der Standort, an dem diese Person behauptet zu leben, sich bewahrheitet hat. (Fragt nicht wie, es gibt legale Wege) Nachdem die Person aber nicht danit aufgehört hat, immer wieder das Leid seiner Kinder zu thematisieren, habe ich mich doch dagegen entschieden. Ich vertrete die Ansicht, dass Menschen, die ihren Kindern keine lebenswerte Zukunft bieten können, keine 4 Kinder zeugen sollten und finde es höchst verwerflich, die miserablen Lebensunstände der eigenen Kinder als Mittel zum Zweck zu missbrauchen, um an Geld zu kommen. Ist meine Haltung moralisch vertretbar oder verwerflich?
Deine Haltung ist moralisch vertretbar95%
Deine Haltung ist moralisch verwerflich5%
19 Stimmen

Was ist denn nun in Upahl los?

Die waren ja ziemlich fremdenfeindlich damals und hatten sich erst wieder eingefangen, als die Obrigkeit versprach, nur 250 Flüchtlingen zu helfen und darüber hinaus deren Bleibe nur für ein Jahr zu begrenzen. Da kehrte dann wieder Ruhe ein in dem kleinen Dorfe. Ja, nun gehen sie wieder auf die "Barrikaden" - unter der Losung "Upahl - belogen und betrogen", lediglich nur weil die Bleibe doch noch ein wenig über das eine Jahr hinaus gebraucht würde, wie die Obrigkeit mitteilte. Das könne und müsse man im Sinne der unserer humanitären Hilfspflicht machen.

Ist das Töten einer Mücke moralisch akzeptabel?

Hallo Liebe Community, gestern habe ich eine Mücke getötet, nachdem sie versucht hat, mich zu stechen? Dabei habe ich mir die Frage gestellt, ob es rein moralisch gesehen, rechtfertigt ist das zu tun. Die Frage ist eine komplexe philosophische Frage, daher halte ich spaßige oder ironische Antworten für nicht angebracht. Auch solche Kommentare, wie ,, Schreibt bestimmt ein Fleischesser u.s.w“ finde ich unangebracht. Unten liste ich noch ein paar Pros und Contras auf: Pro: Die Mücke wollte mich versuchen zu stechen, also kann man die Tötung als Selbstverteidigung ansehen. Die Mücke ist nur ein sehr simples Lebewesen, das nach jetzigem Stand, nicht Trauer oder andere Gefühle verspürt. Wenn wir das bei allen Mücken so zulassen, wären wir vermutlich Tod. Contra: Nur wegen einem kleinen Stich ein Lebewesen töten, ist unangebracht!