Fragestellung: Kann ein Mensch bzw. seine Arbeit 200 Millionen Euro wert sein?

Antwort: Ja. Wenn du es schaffst, dass 70.000 Zuschauer 50 € bezahlen, um dich 90 Minuten lang zu sehen, ist es in unserer Gesellschaft gerechtfertigt, sehr viel Geld zu verdienen (dazu kommen noch TV-Gelder). Ein attraktives Angebot mit viel Nachfrage sorgt immer für Reichtum. Daher auch die hohen Ablösesummen.

Antwort: Nein. Diese Summen stehen in keinem Verhältnis zum Durchschnittsverdienst und der in gewisser Weise sinnvolleren Arbeit der einfachen Leute. Die Entwicklung der Gelder ist eine unmoralische Spirale, die nicht gut enden kann.

Das ist ein gutes Thema, weil es aktuell ist und ein Reizthema, das selten sachlich behandelt wird. Man kann gut in beide Richtungen argumentieren. Ein Fazit kann sein, dass man immer Erfolg haben wird, wenn man zu den Besten der Welt gehört. Egal, was man macht oder arbeitet. Um dorthin zu kommen, braucht es auf jeden Fall viel Leidenschaft und Einsatz (siehe Disziplin von Ronaldo). Geld ist eigentlich immer nur Nebenprodukt (zum Glück!). Messi schießt nicht für das Geld Tore, sondern weil er das Gefühl zu treffen liebt. ;-)

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Wenn "Nicht, dass ich wüsste." der ganze Satz ist und eine elliptische Antwort darstellt, muss ein Komma stehen. Der Satz heißt gedanklich nämlich: "[Es ist] nicht [so], dass ich [es] wüsste." Also ein Konsekutivsatz! Man macht normal eine Sprechpause nach "nicht", also kann man durchaus auf sein Sprachgefühl hören. Setzt man kein Komma, hat man in dem Satz keinen Hauptsatz!

Wenn "nicht dass" einen Nebensatz einleitet, ist gewöhnlich kein Komma zu setzen. Beispiel: "Nicht dass ich es besser wüsste, aber ich vermute, es geht ihm gut." Zur Betonung kann man aber auch ein Komma setzen, siehe Sprechpause und Sprachgefühl.

Ähnlich verhält es sich bei anderen Zusammensetzungen wie "vor allem weil" oder " besonders wenn" etc. Will man einen Nebensatz (hier Kausalsatz bzw. Konditionalsatz) besonders betonen, setzt man ein Komma nach "vor allem" bzw. "besonders". Ansonsten lieber nicht, weil die Satzstruktur durch unnötige Kommata zerstört wird.

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Von welchem Bundesland reden wir denn hier? Bei D-L ist häufig Cicero gefragt, aber dass es garantiert Cicero ist, wäre mir neu.

Was die Vorbereitung angeht, kann ich nur sagen, dass man möglichst viel Wissen aus dem Studium mitnehmen sollte. Gerade bei Sprachen baut man das Fundament für das Examen vom ersten Semester an auf, im Grunde geht es um möglichst viel Übersetzungspraxis. Lektürekurse spielen in der alten LPO nicht so eine große Rolle, daher sollte man sie freiwillig besuchen oder selbst die wichtigsten Autoren übersetzen.

Noch wichtiger erscheint es mir, in jedem Semester die Übersetzungskurse zu besuchen. Das gibt enorm viel Praxiserfahrung beim Übersetzen. Die paar Kurse, die man pflichtmäßig bestehen muss, finde ich zu wenig, vor allem wenn man selbst nicht so viel übersetzt. Besucht man die Kurse regelmäßig, bemerkt man schon nach wenigen Semestern einen deutlichen Fortschritt, weil sich viele inhaltliche Themen, Wortschatzfragen oder Grammatikphänomene beständig wiederholen, besonders in D-L.

Im Hinblick auf das Examen ist es freilich nötig, die Wortkunde und die Grammatik mehr oder weniger auswendig zu kennen. Am besten im Studium immer wieder durchlernen und direkt vor dem Examen nochmal auf die Schnelle wiederholen. Mehr Vorbereitung geht kaum - dann hilft nur noch Beten, weil der Faktor Glück eine (zu) große Rolle spielt, zumal man zumindest in Bayern jeweils nur einen einzigen Text vorgesetzt bekommt und man dann mit genau dem zurecht kommen muss, was nicht immer möglich ist (siehe alte Prüfungsaufgaben). Aber man kann es schaffen, man muss es nur wirklich durchziehen - also viel Glück und Erfolg!

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startrails

Ich habe mich aus zweierlei Gründen für Bild 7 entschieden:

Zum einen ist es äußerst anspruchsvoll, Himmelsphänomene fotographisch einzufangen. Da muss einfach alles stimmen, neben der Technik vor allem das Quäntchen Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Zum anderen kann ich mich nicht an Bildern sattsehen, die sich mit Astronomie, Geographie, Meteorologie oder allgemein mit Natur beschäftigen. Der Blitz ist optimal getroffen, besonders wenn man den Austritt aus der Wolke und die vielen Verästelungen bedenkt. Dass auf demselben Foto noch leuchtende Sterne abgebildet sind, ist ein weiteres Highlight und macht das Bild noch einzigartiger.

Kurzum: Hut ab vor dieser Aufnahme!

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Das ist schon eine gute Leistung. Freilich handelt es sich um keine allzu lange Strecke, aber wenn man umgerechnet für einen Kilometer unter fünf Minuten bleibt, kann man sehr zufrieden sein.

Interessant wird es also, wenn du 5 bzw. 10 Kilometer unter 25 bzw. 50 Minuten läufst. Und es sollte keine Eintagsfliege sein, denn wenn man dauerhaft solche guten Werte halten oder gar ständig minimal verbessern kann, darf man sich durchaus als topfit bezeichnen.

Frohes Trainieren!

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Mir fällt ein:

"Familienstreit deluxe"

"Kampf mit den eigenen Wurzeln"

"Feste Wurzeln machen noch keinen gesunden Baum." (mein Favorit)

Wobei ich "semitische Zwillinge" auch sehr gut finde (hohe Prägnanz, Umwandlung eines allseits bekannten Begriffs). Nachteil: Kein Bezug zur Baum-Metapher

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Wenn man sich ansieht, was die Mehrheit täglich so treibt, so ist es besser, nicht zur Mehrheit zu gehören. Bezüglich Alkohol gibt es verschiedene Aspekte: Die Leber wird sich wohl nie über Alkohol freuen, andererseits scheinen positive Auswirkungen auf Herz und Kreislauf zu existieren. An dem Punkt muss man selbst entscheiden, ob man ganz auf Alkohol verzichten oder auch wegen eines bestimmten Genusssinns nachgeben möchte. Allgemein kann man nur sagen, dass grundsätzlich viel zu viel Alkohol getrunken wird. Von daher hat jeder deine Entscheidung zu akzeptieren. Gut möglich, dass du dich dadurch wirklich etwas von den Mitmenschen abschottest (Sorge des Vaters), aber wenn dir das nichts ausmacht, ist alles in bester Ordnung.

Außerdem schottest du dich durch dein Mathematikstudium ohnehin von den meisten Menschen ab, und das im positiven Sinn. In manchen Studiengängen gibt es einen kleinen, aber eingeschworenen Haufen, der nichts mit dem simplen Gerede der Leute über das Wetter oder über das aktuelle Dschungelcamp anfangen kann. Wenn du also ein paar Leute um dich sammeln kannst, die in etwa deinen Einstellungen entsprechen und unter denen du dich aufgehoben fühlst, kann es dir letztlich egal sein, was alle anderen von dir halten. Wichtig scheint mir nur zu erwähnen, dass du dir in jedem Fall Offenheit behalten solltest: Es kann passieren, dass du mit 60 Jahren täglich ein Gläschen Rotwein genießt, zu einem Rock-Konzert gehst oder sogar an einen Gott glaubst. ;-) Was ich damit sagen will: Niemand weiß, wie sich das Leben entwickelt, und durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse ergeben sich oftmals neue Perspektiven. Wer dann stur auf alten Verhaltensmustern verharrt, macht sich das Leben oft schwerer als nötig. Diese Art von Anpassung ist für den eigenen Lebensweg wohl wichtiger als die an bestimmte Erwartungen der Gesellschaft.

Aber wenn ich deine Zeilen so lese, bist du ohnehin auf der Siegerstraße. Zieh dein Studium durch, verbinde dein theoretisches Wissen mit der alltäglichen Praxis im Beruf und du schon gehörst zu den auffallend positiven Erscheinungen der Gesellschaft. Spätestens da endet auch alle Aufregung deines Vaters. Wenn du zusätzlich deinem kritischen Geist vertraust und dich nicht von irgendwelchen Meinungsmachern mitreißen lässt (Alkohol, Politik etc.), die wenig Sinn für vernünftiges Abwägen von Argumenten besitzen, darf sich die Gesellschaft wieder über einen Bürger mehr freuen, der dank seiner Bildung dem Weg der Vernunft folgt. Was kann man mehr wollen? ;-)

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Menschen, die uns ähnlich sind, finden wir zunächst einmal überdurchschnittlich sympathisch. Man findet schnell gleiche Einstellungen, gleiche Interessen, gleiche Lebensziele, gleiche Abneigungen etc. Damit wird das Selbstwertgefühl gesteigert und man findet gegenseitige Bestätigung. Fazit: Es gibt nur Gewinner.

In Bezug auf Liebe stimmt deine Aussage zumindest zum Großteil. Eben weil man gewöhnlich Partner sucht, die die gleichen Einstellungen, Interessen, Lebensziele etc. haben. Ist auch logisch, denn je unterschiedlicher die Personen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht klappt. Das gilt auch für Attraktivität: Wenn man alle anderen Faktoren außer Acht lässt, heiratet eine sehr attraktive Frau gewöhnlich einen sehr attraktiven Mann. In der Realität kommen natürlich viele andere Faktoren zusammen, manche Frau findet einen unattraktiven reichen Mann plötzlich sehr attraktiv. Oder andersherum. ;-) Ansonsten gilt der Spruch, dass sich Gegensätze anziehen, nur in der Physik, keinesfalls in der Psychologie. ;-)

Eine Einschränkung muss ich aber machen: Das erzkonservative Landmädel findet den intellektuellen Künstler, der in der Stadt von Tag zu Tag über die Runden zu kommen versucht, eventuell sehr interessant und aufregend (weil er etwas völlig Neues = Faszinierendes verkörpert), aber dass aus solchen Konstellationen dauerhafte und glückliche Beziehungen entstehen, ist extrem unwahrscheinlich. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit dagegen spricht, sollte man es nicht auf einen Versuch ankommen lassen. Das Gejammer ist hinterher meist groß. ;-)

Dass sich Töchter einen Partner suchen, der ihrem Vater ähnelt, und Söhne eine Partnerin, die ihrer Mutter ähnelt, stimmt auch, besonders dann, wenn die Eltern ihre Elternrolle sehr gut erfüllt haben. Auch das ist logisch, denn wieso sollte man das Risiko eingehen, einen Partner zu wählen, der den Eltern nicht entspricht, obwohl die Eltern ihre Sache doch gut gemacht haben? Bei Statistiken und Wahrscheinlichkeiten gibt es natürlich immer Ausnahmen, aber es bestehen dennoch Grundtendenzen mit hoher Aussagekraft. Zumal viele Zusammenhänge in der Psychologie ja nur Außenstehenden auffallen - das finde ich mit am faszinierendsten.

Wichtig wäre es, Liebe als eine Lebensentscheidung zu sehen, denn es gibt Momente, in denen es auch mit Menschen, die uns ähnlich sind, nicht gut läuft. Habe mal gehört, dass sehr viele Menschen nicht den richtigen Partner, sondern den richtigen Zeitpunkt zum "Verlieben", Heiraten etc. suchen. Oder sie gehen das Risiko mit jedem ein, der ihnen begegnet. Oder sie "testen", um vergleichen zu können. So kann natürlich erst recht keine langfristige Beziehung entstehen. Für die Gesellschaft ist dieser gedankenlose Umgang mit Liebe ziemlich problematisch. Wer sich gemeinsam aus schwierigen Zeiten kämpft, hält danach umso fester zusammen. Auch das ist dank der Psychologie bewiesen.

Liebe ist ein sehr gut erforschtes Gebiet, aber es tun sich nach wie vor viele Fragen auf. Biologisch ist es umso besser, je unterschiedlicher die Gene sind, was sich manche Firmen sogar schon als Partnerbörsen zunutze machen. Es gibt diesbezüglich viele positive Beispiele, aber auch da sind Beziehungen zerbrochen. Ich schätze, man kann behaupten, dass es extrem unwahrscheinlich ist, denjenigen Menschen zu treffen, bei dem es am besten passt (manchen Menschen ist auch nicht klar, dass es 100%-ige Übereinstimmung nicht geben kann). Es geht also wie fast in allen Lebensbereichen darum, flexibel zu sein und sich möglichst gut zu arrangieren. Viel Glück dabei! ;-)

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Ich komme irgendwie mit Menschen nicht so zurecht

Ich komme mit Menschen nicht so gut zurecht, ich habe Freunde klar und eigentlich komme ich mit den meisten Menschen gut aus. Aber ich brauche eine Gruppe aus mir bekannten Menschen um mich neuen Menschen zu öffnen. Jedes mal wenn ich vor einer Gruppe unbekannter Menschen stehe, sei es neue Klasse, neue Schule oder neue Arbeitsstelle komme ich überhaupt nicht mit meinen Mitmenschen klar. Ich fühle mich durch ihre gegenwart gestört, werde nervös, kann mich nicht konzentrieren. Ich finde kein Gesprächsthema will diesen Menschen immer ausweichen, vor ihnen weg gehen anstatt zu sagen: "Guten Tag!" ich frage mich eher: "Warum ist der denn gerade jetzt da wo ich hinwill?" Beim einkaufen ist das nicht so, schließlich kann ich da auch immer weg wann ich will, aber in der Schule oder auf der Arbeit geht das nicht das ich einfach weg gehe, ich muss dann meine Zeit mit dem anderen Menschen absitzen und da habe ich echt große Probleme.

Ich würde das gerne verändern, ich würde gerne offener sein und vielleicht auch freundlicher aber irgendwie weiß ich nicht wie ich das am besten angehe. Vielleicht komme ich auch unfreundlich rüber, denn ich rede nur das nötigste und antworte meistens mit ja oder nein. Ich mache auch niemals small talk sondern bin immer voll und ganz auf meine aufgabe konzentriert. Manchmal fühle ich mich als würde ich weit weg sein von meinen Mitmenschen, als wären sie von einer anderen Spezies und ich könnte mit ihnen nicht so richtig kommunizieren. Ich fühle mich meistens auch eher wie ein Besucher, so richtig "drin" bin ich nie und nirgendswo.

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Da gibt es doch weit größere Probleme, als dass man Smalltalk nicht so gut beherrscht. Wenn du viel Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen hast, wirst du schnell merken, dass du mit manchen sehr locker sprechen kannst, mit anderen dagegen nur sehr gezwungen. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Leute, die immer fröhlich und geschwätzig daherkommen, sind ohnehin nicht nur etwas suspekt, sondern mitunter auch nervig, vor allem wenn man sich auf eine Aufgabe konzentrieren oder eine Sache schnell und nach Plan durchziehen will. ;-)

Vielleicht siehst du Mitmenschen teilweise auch als Hindernis, weil sie dich in deiner Unternehmung behindern. Außerdem kann Smalltalk anöden, das Reden über belanglose Themen ist meistens nicht sehr nachhaltig, den Gesprächspartner sieht man womöglich nie mehr wieder. Allerdings kann Smalltalk bestimmte Situationen auflockern, beispielsweise in einer Schlange an einer Kasse. Eine kurze Wartezeit lässt sich gut überbrücken, wenn man ein oberflächliches Gespräch anfängt. Schwieriger wird es, wenn man sich längere Zeit unterhalten muss. Da muss man sein Gegenüber sympathisch finden, sonst schläft das Gespräch ein oder wird uninteressant.

Du kannst in geeigneten Situationen einzelne Personen ansprechen, vor allem Leute, die allein unterwegs sind, und vor allem dann, wenn kein Zeitdruck besteht (also erstmal nicht an einer Kasse). Wenn man ein bisschen Erfahrung sammelt, wird man schnell feststellen, dass der Großteil der Menschen freundlich antwortet und sogar seinerseits das Gespräch weiterführt. Besonders interessant ist es, wenn man jemanden anspricht, den man auf den ersten Blick eher negativ einschätzt. Oft wird man durch ein Gespräch eines Besseren belehrt. Und besonders bemerkenswert finde ich die Freundlichkeit in Tourismusgebieten. In den Alpen und speziell auf Bergwanderungen ist die positive Stimmung äußerst auffällig, vielleicht auch wegen der Naturverbundenheit der Menschen. Auf einem Gipfel ist aber meist staunendes Schweigen angesagt, bei einem traumhaften Ausblick würde jedes Wort stören.

P. S.: Menschen, die nur das Nötigste reden, sind mir viel lieber als die, die jeden Gedanken verbalisieren. Und ich glaube, so geht es auch vielen anderen. ;-)

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Until It's Gone von Linkin Park

"Oh you don't know what you've got,

No you don't know what you've got,

Until it's gone."

Hammer Song, durfte ihn sogar live erleben. Ging echt unter die Haut!

https://www.youtube.com/watch?v=JCWJXCG7rFE
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"The Prayer" von "Jonathan and Charlotte"

Dieser Song wurde zuletzt am Ende der Champions-League-Fußballübertragung von Sky abgespielt und ich war hellauf begeistert. Ich halte eigentlich nichts von Talentshows, aber offenbar stammt das Duett aus "Britain's Got Talent" und ist im Jahre 2012 Zweiter geworden. Jonathans Stimme ist phänomenal und ich finde diese Version wesentlich besser als das Original von Celine Dion und Andrea Bocelli. Das Video ist ein Genuss und ein Beweis dafür, dass man auch beim x-ten Anhören eines Stücks Gänsehaut bekommen kann. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=9i202dAF2LE
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Es stimmt, dass die Einstellungschancen für Lehrer schlecht sind. Und das, obwohl eigentlich ein Lehrermangel vorherrscht, sogar in Fächern wie Deutsch oder Englisch. Wenn man sich ansieht, wie viele Stunden täglich an Schulen ausfallen, wird schnell klar, dass viel mehr Lehrer nötig wären, als derzeit angestellt sind.

Trotzdem muss man differenzieren, nicht jedes Lehramtsstudium ist aussichtslos. Die klassische Deutsch/Geschichte-Kombination würde ich derzeit nicht einmal dem größten Germanistik-Fan mit historischem Interesse anraten. Latein ist dagegen durchaus zu empfehlen, ebenso Mathematik, Physik, Informatik, evtl. auch Biologie, Chemie und Sport.

In all diesen Fächern sind gute Chancen auf eine Beamtenstelle gegeben und das wird sich so schnell nicht ändern. Warum? Diese Fächer studieren nicht viele, weil sie relativ schwierige Studiengänge sind. Latein studieren an den großen Unis vielleicht wenige Hundert, Deutsch oder Geschichte oder Englisch studieren dagegen weit über 1000.

Wenn dich Latein reizt, solltest du dieses Studium zumindest versuchen. Nach wenigen Semestern weiß man ohnehin, ob es passt oder nicht. Antikes Gedankengut (speziell Philosophie) ist äußerst interessant und in den Seminaren und schriftlichen Hausarbeiten interpretiert man Texte und beschäftigt sich mit ihren Inhalten - ich kenne nichts, was den Geist mehr fordert. Ansonsten steht natürlich das Übersetzen im Vordergrund, sowohl Latein zu Deutsch als auch Deutsch zu Latein. Letzteres ist erstmal ungewohnt, aber mit der Zeit verinnerlicht man grammatikalische Kleinigkeiten und auch unbekanntere Wörter. Dadurch, dass man viel übersetzt, macht man auch schnell Fortschritte, Erfahrung stellt sich ein. Ich sage es mal so: In der Schule übersetzt man zeilenweise, an der Uni seitenweise.

Wenn du Spaß an der Sprache hast, wird dir das ständige Übersetzen nicht viel ausmachen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man auch die deutsche Sprache sehr viel besser zu beherrschen lernt. An der Uni geht das Lernen übrigens erst richtig los, d. h. du musst in der Schule nicht der Lateinchecker sein, der nur Bestnoten erreicht hat. Vorwissen ist sicher ratsam und vorteilhaft, aber die eigentliche sprachliche Weiterentwicklung findet an der Uni statt. Das Graecum ist kein großes Problem, man hat einen einjährigen Kurs und darf bei der Klausur ein Wörterbuch benutzen. Die Prüfung ist natürlich schon unangenehm, weil man überhaupt keine Routine mit altgriechischen Klausuren hat, aber besonders für diejenigen, die gute Lateinkenntnisse haben, ist Altgriechisch kein Stolperstein.

Mein Rat: Lieber ein hohes Ziel setzen und den schwierigeren Studiengang probieren, als sofort eine angenehmere Fächerkombination in Angriff nehmen. Wenn du das anspruchsvollere Fach meisterst, hast du nicht nur einen sicheren Job (selbst wenn nicht sofort eine Beamtenstelle parat ist, irgendwo kommt man auf jeden Fall unter) und zudem musst du dich nicht grämen, die größere Herausforderung nicht zumindest versucht zu haben.

Viel Erfolg und gute Entscheidungen!

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Welches Skigebiet empfehlenswert ist, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. wie gut man Ski fährt, wie lange man Urlaub machen möchte, wie viele Kilometer man täglich abspulen möchte, welche Pistenarten man bevorzugt, wie die Schneelage ist etc.

Wenn du mehrere Tage Ski fahren willst, sollte das Skigebiet etwas größer sein (z. B. die Skigebiete um Schladming). Wenn du dich sportlich so richtig auspowern willst, sollten viele anspruchsvolle Pisten vorhanden sein (z. B. Mayrhofen im Zillertal).

Wenn du als Anfänger flachere Pisten fahren möchtest (blau und rot), bieten sich die Gletscherskigebiete an. Natürlich sollte in diesem Fall das Wetter gut sein. Dafür hast du dann ein so tolles Panorama um dich herum, dass du richtig genüsslich Ski fahren kannst. Beispiele: Zugspitzgletscher, Stubaier Gletscher.

Letztlich ist es aber fast egal, wo man Ski fährt: Gerade in Österreich ist der Standard sehr hoch, es ist also unwahrscheinlich, dass man nicht voll auf seine Kosten kommt. Preislich sind die Unterschiede auch nicht so groß, man muss mit etwa 40 € pro Tag rechnen.

Was meine persönlichen Erfahrungen angeht: Bei perfektem Wetter auf der Zugspitze oder auf dem Stubaier Gletscher Ski zu fahren, ist schwer zu toppen. Skitechnisch war die Reiteralm bei Schladming das Beste, was ich bisher erleben durfte (trotz oder gerade wegen einer Menge Neuschnee und Sturm ;-)). Viel Spaß!

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Klar, im Internet gibt es nach wie vor eine große Auswahl, die mich vor einiger Zeit selbst überrascht hat. Amazon ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie viele Anbieter darauf hoffen, dass sie mit Glühbirnen weiterhin ein gutes Geschäft machen können. Aber auch viele Elektro-Fachgeschäfte haben sich mit Glühbirnen eingedeckt und können somit noch welche anbieten. Die Glühbirne soll ohnehin stufenweise und nicht sofort ganz ersetzt werden - soweit ich weiß, hängt es von der Watt-Anzahl ab.

Es wird ja viel geschimpft über das Glühbirnenverbot, aber je mehr ich mich darüber informiere, desto richtiger finde ich das Vorgehen der EU. Wenn eine Glühbirne eine Weile brennt, wird sie so heiß, dass man sie nicht mehr anfassen kann. Soll heißen: Sie verbraucht viel zu viel Energie (die abgestrahlte Wärme ist ja überhaupt nicht erwünscht!). Ich habe einige Lampen mit drei oder vier Leuchten - man braucht sich nur mal auszurechnen, wie viel Strom mit 40- oder 60-Watt- Glühbirnen verschleudert wird.

Das Problem bei der Reform ist, dass man die Alternativen nicht gut erläutert hat. Energiesparlampen sind tatsächlich nicht empfehlenswert, der gesundheitliche Aspekt sollte bekannt sein. Aber ihr Licht ist auch weniger überzeugend und außerdem benötigen sie eine gewisse Zeit, bis sie ihr volles Licht entfalten. LED-Leuchten haben mich als Alternative schon eher interessiert, und nachdem ich mich mehr informiert hatte, habe ich ein paar gekauft. Ergebnis: LED-Birnen sind relativ teuer, es ist aber bzgl. des Lichts kein Unterschied zu Glühbirnen erkennbar, und sie benötigen nur einen Bruchteil des Stroms einer Glühbirne. Die Haltbarkeit ist auch besser, es kann kein Glühdraht durchbrennen. Meine LEDs sind seit vielen Monaten in Betrieb und leuchten perfekt. Zwei Glühbirnen mussten unterdessen gewechselt werden (Leuchtfäden kaputt, typisches Ende einer Glühbirne).

Meine Empfehlung: Allmählich auf LEDs umsteigen - besonders bei den Lampen, die am häufigsten benutzt werden!

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Möglich ist ein Selbststudium schon, man braucht sich nur eigenständig für die entsprechende Prüfung anzumelden, die man jedes Halbjahr an bestimmten Gymnasien ablegen kann. Oder man besucht bereits als Schüler den passenden Kurs an der Uni. Für ratsam halte ich das aus mehreren Gründen jedoch nicht.

Erstens: Zu Schulzeiten sollte man sich auf die vielen Klausuren und auf das Abitur konzentrieren. Es ist gut, um zukünftige Absichten zu wissen, aber Dinge, die normalerweise nach dem Abitur anstehen, müssen nicht schon vorher erledigt werden.

Zweitens: Ein kleiner Teil der Lateinstudenten hatte Altgriechisch bereits an der Schule. Diese Möglichkeit sollte man natürlich wahrnehmen, sofern man ein Lateinstudium anpeilt, da man sich während des Studiums eine Zusatzbelastung erspart. Gewöhnlich gibt es diese Option lediglich an humanistischen Gymnasien.

Drittens: Punkt 2 bedeutet, dass der Großteil der Lateinstudenten Altgriechisch während des Studiums lernen muss. Der Kurs läuft zwei Semester lang, teilweise mit Blockkursen vor bzw. nach dem Semester. Bei einem guten Dozenten und etwas Sprachtalent sollte man gut damit zurecht kommen. Es ist ratsam, zu dieser Zeit nicht zu viele andere Kurse zu belegen, dann erscheint mir diese Vorgehensweise als die beste, zumal ja die Mehrheit der Lateinstudenten das Graecum so absolviert.

Je besser die Lateinkenntnisse sind, desto leichter fällt übrigens Altgriechisch - auch ein Grund, warum es sinnvoll ist, sich auf Latein zu konzentrieren und Altgriechisch erst während des Studiums zu erlernen. Was im Lateinischen der ablativus absolutus ist, stellt im Altgriechischen eben der genitivus absolutus dar. Nur so als Beispiel... ;-)

Aber auch die Deklinationen und einige Vokabeln lernt ein guter Lateiner schnell und locker - am schwierigsten erschien mir der Gebrauch der Verben. Viel Spaß und Erfolg!

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Wenn ein Erwachsener einen anderen schlägt, ist das schon schlimm. Gegenüber Kindern ist die Sache aber noch viel schlimmer, da ein Ungleichgewicht der Machtverhältnisse besteht. Kinder sind unterlegen und wehrlos, daher auch der Willkür des Erwachsenen ausgesetzt. Eine gewalttätige oder autoritäre Umgebung kann also nie dafür sorgen, dass sich ein Kind bestmöglich entwickelt.

Früher war das Schlagen normal, weil z. B. in vielen Glaubensrichtungen von berechtigten Züchtigungen gegenüber der Nachkommenschaft die Rede ist. Und weil früher allgemein eher die autoritäre Schiene gefahren wurde. Gleichberechtigung und körperliche Unversehrtheit sind Errungenschaften, die es noch nicht lange gibt. Dieser Tatsache sollte sich jeder bewusst sein und sie auch aktiv verteidigen. Auch waren früher die Pädagogik und Psychologie noch nicht ausgeprägt, erst in den letzten 30-40 Jahren hat sich auf diesen Gebieten viel getan.

Dass aus geschlagenen Kindern etwas Positives wurde und daher Schläge nicht so schlimm oder - wie manche meinen - sogar ein berechtigtes Erziehungsmittel seien, ist eine dümmliche Argumentation. Wenn Menschen etwas Schlechtes geschieht, fällt es ihnen schwer(er), etwas Positives daraus zu machen. Wer also seinen Lieben nicht schaden will, fügt ihnen auch keine Gewalt zu (umso absurder die Aussage "Ich tue das, weil ich dich liebe.")

Gewiss gibt es viele Menschen, die in ihrer Kindheit Schläge aushalten mussten und dennoch ein positives Leben, oft ganz ohne Gewalt, führen können. Auf den ersten Blick mag es so wirken, als hätten die Prügeleien keine großartigen Auswirkungen auf ihr Leben gehabt. Wenn man sich aber intensiv damit beschäftigt und sich Lebensgeschichten möglichst genau ansieht, findet man immer Dinge, mit denen die Personen eben wegen diesen Erfahrungen zu kämpfen haben (man denke auch an Kriegserfahrungen).

Psychologisch lässt sich nämlich jedes Verhalten erklären (warum ist jemand schüchtern, warum weint jemand wegen etwas, warum ist Person X in Situation Y aggressiv etc.), man muss (theoretisch) "nur" die ganze Lebensgeschichte der Person kennen. In der Praxis ist das natürlich nicht möglich, man weiß ja selbst von sich oft nicht, wieso man in einer bestimmten Situation so und nicht anders reagiert oder warum man etwas mag und etwas anderes nicht. Wenn Menschen beispielsweise Angst vor Spinnen haben oder sich vor einem Wurm ekeln, ist es unwahrscheinlich, dass diese Furcht bzw. dieser Ekel angeboren ist. ;-) Und so verhält es sich mit den meisten Verhaltensweisen, Ängsten, Persönlichkeitseinstellungen und vielem mehr... früher wurde Schlimmes übrigens kaum verarbeitet, meist verdrängt - leicht verkraften kann es ohnehin niemand, weder früher noch heute. Hier wird der Wert der Psychologie klar.

Was früher als normal gesehen wurde, muss deshalb nicht richtig gewesen sein (das gilt heutzutage auch!). Gut ist, dass ein Umdenken stattfindet und meist nur die ältere Generation davon spricht, Prügel sei nicht so schlimm und manchmal sogar angebracht. Negative Emotionen führen aber nie zum Erfolg, das sehen die meisten Leute mittlerweile ein. Früher war es auch der Fall, dass man unberechtigt verprügelt wurde - etwas Schlimmeres kann ich mir nicht vorstellen. Man hat nichts verbrochen, dennoch ist man hilflos einer Strafe z. B. eines Lehrers ausgesetzt. Würden Erwachsene das wollen?

Häufig ging bzw. geht es beim Zuschlagen leider nur um Macht(ausübung) des Überlegenen und nicht um eine bestmögliche Erziehung. Oder es fehlen pädagogische Alternativen zur Erziehung, dann gilt auch das Zuhauen als letztes Mittel. Wenn ein Kind dann aber auch so denkt und zuschlägt, wenn es etwas unbedingt durchsetzen will, braucht man sich nicht über diese Verhaltensweise zu wundern. Es wurde in vielen Experimenten gezeigt, dass negative Strafen uneffizient sind, nicht nur Schläge, sondern sogar lautes Schimpfen... ;-)

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Ja, sicher lohnt sich ein Lateinstudium. Bei einer anderen antiken Sprache, nämlich Altgriechisch, müsste man sich schon eher Gedanken machen, da es nur noch an sehr wenigen Gymnasien unterrichtet wird und die Studentenzahlen sehr niedrig sind.

Vor einigen Jahren gab es die Vermutung, Latein könnte von Französisch und vor allem von Spanisch als die am häufigsten gewählte Fremdsprache an Gymnasien nach Englisch verdrängt werden. Das traf aber überhaupt nicht zu, Spanisch spielt keine allzu große Rolle und die Zahlen der Lateinschüler haben ihr Tief bereits überwunden - Latein ist noch vor Französisch weiterhin die zweite Wahl. Die Vorteile in Sachen Allgemeinbildung und sprachlicher Fertigkeit überwiegen bei Latein einfach, gerade im Deutschen wird man bei guten Lateinkenntnissen deutlich besser, auch schreibt man viele Fremdwörter automatisch richtig und das Erlernen fremder Vokabeln fällt ohnehin sehr leicht.

Aber zurück zum Studium: Wichtig ist, dass du die Situation in deinem Bundesland kennst. Wie steht es um das Unterrichtsfach Latein, wie steht es um das Gymnasium. Und welche Universitäten bieten überhaupt die Kombination Latein/Musik an. Das ist mit Sicherheit keine gewöhnliche Kombination, aber soweit ich weiß, gibt es Universitäten, die diese Kombination ermöglichen. Man muss aber bedenken, dass die meisten Musiklehrer Musik als Doppelfach studieren, weil das Fach an sich schon fordernd ist, sowohl im Studium (man muss mehrere Instrumente beherrschen) als auch im Beruf (Proben etc.). Ein Lateinstudium stellt auch ein sehr anspruchsvolles Studium dar, deshalb ist die Kombination mit Musik bestimmt schwierig, aber wohl auch machbar, schließlich studieren manche die Kombination Latein/Mathe. ;-)

Günstiger, auch aus inhaltlicher Sicht, wäre die Verbindung Latein/Geschichte - alles, was man in Alter Geschichte (= Antike) lernt, lässt sich für Latein anwenden. Ebenso wäre Religion günstig, zudem Deutsch, da man bei jedem Sprachstudium auch im Deutschen jede kleinste Kleinigkeit bei Grammatik und Wortschatz kennen sollte (später als Lehrer ist Deutsch natürlich eher undankbar).

Fazit: Informier dich bei Lehrern und Universitäten, wie es um deine Wunschkombination steht. Normalerweise hast du für die Entscheidung noch einige Monate Zeit, vielleicht ergibt sich die Sache von alleine. Evtl. ändert sich deine jetzige Meinung, evtl. ist eine Option gar nicht möglich, sodass die Pläne umsonst waren. Umso besser, wenn du frühzeitig Informationen einholst und die Möglichkeiten auslotest. Die besten Tipps gibt es übrigens von denen, die gerade das studieren oder vor Kurzem das fertig studiert haben, was du selbst studieren willst. Viel Erfolg! ;-)

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Nudeln sind immer eine gesunde und mit einer passenden Sauce vor allem auch eine leckere Sache, die Form spielt da eigentlich keine große Rolle. Allerdings sind manche Köche so kreativ, dass sich doch wieder Formen finden, die ich ablehnen würde (Bild 1). ;-)

Dass gleiche Nudeln bei verschiedener Form unterschiedlich schmecken, bilde ich mir auch ein, und ich vermute, dass es mit der Dicke bzw. Konsistenz zu tun hat, evtl. auch mit der Gewohnheit. Sind die Nudeln größer und dicker, als man es gewohnt ist, kann einem das Essen "anders" vorkommen, evtl. sind die Nudeln ja auch weniger weich bzw. weicher etc. Große Unterschiede sollte es aber nicht geben, der Teller ist also auch bei ungewohnten Nudeln immer vollständig leer zu essen. ;-)

Eine besondere Herausforderung ist es, Spaghetti zu essen. Nicht nur was das Besteck angeht, versteht sich, denn mit einem weißen T-Shirt ist der Kampf normalerweise schon verloren (Bild 2). Oft hilft am Ende nur noch die überstürzte Flucht hinter die Möbel, um das hinterlassene Schlachtfeld nicht selbst sauber machen zu müssen (Bild 3 - was man von Kindern alles lernen kann!). Wenn es darum geht, Spaghetti zu machen, ist man(n) natürlich mit von der Partie: Schließlich lassen sich diverse Küchengeräte für die Mission "missbrauchen" - ein Heidenspaß, der aber auch ausarten kann (Bild 4).

Entscheidend ist insgesamt wohl weniger die Form der Nudel als vielmehr die Zutaten, aus denen sie gemacht ist. Beim Blick in ein Nudelregal wird klar, dass es extreme viele verschiedene Sorten gibt, die sich wohl alle bei einem bestimmten Gericht am besten eignen. Das ist aber kein Grund, nicht selbst mal ein wenig zu experimentieren. ;-)

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grammatikalisch falscher Schriftzug

Mir gefällt, dass du diese Problematik erkannt hast und dass du dir echte Gedanken um die Sache bzw. den Inhalt gemacht hast. Respekt schon mal dafür! ;-)

Was den Spruch angeht, würde ich den grammatikalisch falschen Schriftzug nehmen.

Mein Hauptargument: Das Lied der Band heißt so (und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste). Ich kannte übrigens weder die Band noch den Song, aber der Titel klingt gut. ;-)

Ein weiteres wichtiges Argument, um die lateinische Konstruktion zu erklären: per steht im klassischen Latein (also so, wie es z. B. ein Cicero oder Caesar verfasst hat), immer mit Akkusativ. Das bedeutet, wenn man in der Schule oder auch an der Universität per mit Ablativ konstruiert, wird das als Fehler angestrichen.

Aber trotzdem gibt es lateinische Texte (z. B. Inschriften ein paar Jahrhunderte nach Caesar und Cicero), in denen per mit Ablativ konstruiert wird. In ausführlichen Lexika steht dann "spätlateinisch" dabei, um zu zeigen, dass es diese Konstruktionen gibt, sie aber eben unklassisch sind (in der Schule wird nur das klassische Latein gelehrt, deshalb wird deine Lehrerin gesagt haben, per mit Ablativ sei unmöglich ;-)).

Also würde ich mich für die musikalisch richtige Wendung entscheiden. Denn auch sprachlich kann man sich den vermeintlich falschen Ausdruck erklären - und diese Erklärung hast du dann auch parat, wenn jemand fragt oder Besserwisserei betreiben will.

Interessant wäre, warum die Band genau diesen Titel in genau dieser Konstruktion gewählt hat. Evtl. war es eine Unachtsamkeit, die einen nach klassischen Regeln grammatikalischen Fehler erzeugt hat, oder die Band hat ein Faible für Spätlatein. ;-)

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