Normalerweise fährt man mit dem Schiff von der Seelände Königssee nach Salet, wo es eine kleine Alm gibt (eine Station nach St. Bartholomä). Von dort ist man nach 15 Minuten Fußmarsch am Obersee. Man kann an ihm entlanggehen und die Fischunkelalm besuchen. Geht man noch weiter, trifft man auf einen sehr großen Wasserfall (Röthbachfall), wo es Steige zu weiteren Almen und ins Steinerne Meer gibt.

Es gibt auch verschiedene Fußwege zum Obersee, aber die sind sehr lange und anstrengend. Zum Teil sind es mehrstündige Bergtouren (z.B. ein Teil der Bergtour "Kleine Reibn"). Eventuell gibt es am Ostufer des Königssees einen schmalen Pfad, aber da würde ich lieber die Kleine Reibn machen oder über die Gotzenalm gehen (das könnte mit Rad klappen). Die Landschaft ist immer wunderschön, aber je höher man unterwegs ist, desto besser die Aussicht.

Der Obersee ist jedenfalls immer einen Besuch wert! Und der Königssee natürlich auch!

St. Bartholomä am Königssee vor Watzmann

Obersee bei der Fischunkelalm, im Hintergrund Watzmann

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Fragestellung: Kann ein Mensch bzw. seine Arbeit 200 Millionen Euro wert sein?

Antwort: Ja. Wenn du es schaffst, dass 70.000 Zuschauer 50 € bezahlen, um dich 90 Minuten lang zu sehen, ist es in unserer Gesellschaft gerechtfertigt, sehr viel Geld zu verdienen (dazu kommen noch TV-Gelder). Ein attraktives Angebot mit viel Nachfrage sorgt immer für Reichtum. Daher auch die hohen Ablösesummen.

Antwort: Nein. Diese Summen stehen in keinem Verhältnis zum Durchschnittsverdienst und der in gewisser Weise sinnvolleren Arbeit der einfachen Leute. Die Entwicklung der Gelder ist eine unmoralische Spirale, die nicht gut enden kann.

Das ist ein gutes Thema, weil es aktuell ist und ein Reizthema, das selten sachlich behandelt wird. Man kann gut in beide Richtungen argumentieren. Ein Fazit kann sein, dass man immer Erfolg haben wird, wenn man zu den Besten der Welt gehört. Egal, was man macht oder arbeitet. Um dorthin zu kommen, braucht es auf jeden Fall viel Leidenschaft und Einsatz (siehe Disziplin von Ronaldo). Geld ist eigentlich immer nur Nebenprodukt (zum Glück!). Messi schießt nicht für das Geld Tore, sondern weil er das Gefühl zu treffen liebt. ;-)

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Wenn "Nicht, dass ich wüsste." der ganze Satz ist und eine elliptische Antwort darstellt, muss ein Komma stehen. Der Satz heißt gedanklich nämlich: "[Es ist] nicht [so], dass ich [es] wüsste." Also ein Konsekutivsatz! Man macht normal eine Sprechpause nach "nicht", also kann man durchaus auf sein Sprachgefühl hören. Setzt man kein Komma, hat man in dem Satz keinen Hauptsatz!

Wenn "nicht dass" einen Nebensatz einleitet, ist gewöhnlich kein Komma zu setzen. Beispiel: "Nicht dass ich es besser wüsste, aber ich vermute, es geht ihm gut." Zur Betonung kann man aber auch ein Komma setzen, siehe Sprechpause und Sprachgefühl.

Ähnlich verhält es sich bei anderen Zusammensetzungen wie "vor allem weil" oder " besonders wenn" etc. Will man einen Nebensatz (hier Kausalsatz bzw. Konditionalsatz) besonders betonen, setzt man ein Komma nach "vor allem" bzw. "besonders". Ansonsten lieber nicht, weil die Satzstruktur durch unnötige Kommata zerstört wird.

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Von welchem Bundesland reden wir denn hier? Bei D-L ist häufig Cicero gefragt, aber dass es garantiert Cicero ist, wäre mir neu.

Was die Vorbereitung angeht, kann ich nur sagen, dass man möglichst viel Wissen aus dem Studium mitnehmen sollte. Gerade bei Sprachen baut man das Fundament für das Examen vom ersten Semester an auf, im Grunde geht es um möglichst viel Übersetzungspraxis. Lektürekurse spielen in der alten LPO nicht so eine große Rolle, daher sollte man sie freiwillig besuchen oder selbst die wichtigsten Autoren übersetzen.

Noch wichtiger erscheint es mir, in jedem Semester die Übersetzungskurse zu besuchen. Das gibt enorm viel Praxiserfahrung beim Übersetzen. Die paar Kurse, die man pflichtmäßig bestehen muss, finde ich zu wenig, vor allem wenn man selbst nicht so viel übersetzt. Besucht man die Kurse regelmäßig, bemerkt man schon nach wenigen Semestern einen deutlichen Fortschritt, weil sich viele inhaltliche Themen, Wortschatzfragen oder Grammatikphänomene beständig wiederholen, besonders in D-L.

Im Hinblick auf das Examen ist es freilich nötig, die Wortkunde und die Grammatik mehr oder weniger auswendig zu kennen. Am besten im Studium immer wieder durchlernen und direkt vor dem Examen nochmal auf die Schnelle wiederholen. Mehr Vorbereitung geht kaum - dann hilft nur noch Beten, weil der Faktor Glück eine (zu) große Rolle spielt, zumal man zumindest in Bayern jeweils nur einen einzigen Text vorgesetzt bekommt und man dann mit genau dem zurecht kommen muss, was nicht immer möglich ist (siehe alte Prüfungsaufgaben). Aber man kann es schaffen, man muss es nur wirklich durchziehen - also viel Glück und Erfolg!

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Ich habe mich aus zweierlei Gründen für Bild 7 entschieden:

Zum einen ist es äußerst anspruchsvoll, Himmelsphänomene fotographisch einzufangen. Da muss einfach alles stimmen, neben der Technik vor allem das Quäntchen Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Zum anderen kann ich mich nicht an Bildern sattsehen, die sich mit Astronomie, Geographie, Meteorologie oder allgemein mit Natur beschäftigen. Der Blitz ist optimal getroffen, besonders wenn man den Austritt aus der Wolke und die vielen Verästelungen bedenkt. Dass auf demselben Foto noch leuchtende Sterne abgebildet sind, ist ein weiteres Highlight und macht das Bild noch einzigartiger.

Kurzum: Hut ab vor dieser Aufnahme!

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Das ist schon eine gute Leistung. Freilich handelt es sich um keine allzu lange Strecke, aber wenn man umgerechnet für einen Kilometer unter fünf Minuten bleibt, kann man sehr zufrieden sein.

Interessant wird es also, wenn du 5 bzw. 10 Kilometer unter 25 bzw. 50 Minuten läufst. Und es sollte keine Eintagsfliege sein, denn wenn man dauerhaft solche guten Werte halten oder gar ständig minimal verbessern kann, darf man sich durchaus als topfit bezeichnen.

Frohes Trainieren!

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Mir fällt ein:

"Familienstreit deluxe"

"Kampf mit den eigenen Wurzeln"

"Feste Wurzeln machen noch keinen gesunden Baum." (mein Favorit)

Wobei ich "semitische Zwillinge" auch sehr gut finde (hohe Prägnanz, Umwandlung eines allseits bekannten Begriffs). Nachteil: Kein Bezug zur Baum-Metapher

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Wenn man sich ansieht, was die Mehrheit täglich so treibt, so ist es besser, nicht zur Mehrheit zu gehören. Bezüglich Alkohol gibt es verschiedene Aspekte: Die Leber wird sich wohl nie über Alkohol freuen, andererseits scheinen positive Auswirkungen auf Herz und Kreislauf zu existieren. An dem Punkt muss man selbst entscheiden, ob man ganz auf Alkohol verzichten oder auch wegen eines bestimmten Genusssinns nachgeben möchte. Allgemein kann man nur sagen, dass grundsätzlich viel zu viel Alkohol getrunken wird. Von daher hat jeder deine Entscheidung zu akzeptieren. Gut möglich, dass du dich dadurch wirklich etwas von den Mitmenschen abschottest (Sorge des Vaters), aber wenn dir das nichts ausmacht, ist alles in bester Ordnung.

Außerdem schottest du dich durch dein Mathematikstudium ohnehin von den meisten Menschen ab, und das im positiven Sinn. In manchen Studiengängen gibt es einen kleinen, aber eingeschworenen Haufen, der nichts mit dem simplen Gerede der Leute über das Wetter oder über das aktuelle Dschungelcamp anfangen kann. Wenn du also ein paar Leute um dich sammeln kannst, die in etwa deinen Einstellungen entsprechen und unter denen du dich aufgehoben fühlst, kann es dir letztlich egal sein, was alle anderen von dir halten. Wichtig scheint mir nur zu erwähnen, dass du dir in jedem Fall Offenheit behalten solltest: Es kann passieren, dass du mit 60 Jahren täglich ein Gläschen Rotwein genießt, zu einem Rock-Konzert gehst oder sogar an einen Gott glaubst. ;-) Was ich damit sagen will: Niemand weiß, wie sich das Leben entwickelt, und durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse ergeben sich oftmals neue Perspektiven. Wer dann stur auf alten Verhaltensmustern verharrt, macht sich das Leben oft schwerer als nötig. Diese Art von Anpassung ist für den eigenen Lebensweg wohl wichtiger als die an bestimmte Erwartungen der Gesellschaft.

Aber wenn ich deine Zeilen so lese, bist du ohnehin auf der Siegerstraße. Zieh dein Studium durch, verbinde dein theoretisches Wissen mit der alltäglichen Praxis im Beruf und du schon gehörst zu den auffallend positiven Erscheinungen der Gesellschaft. Spätestens da endet auch alle Aufregung deines Vaters. Wenn du zusätzlich deinem kritischen Geist vertraust und dich nicht von irgendwelchen Meinungsmachern mitreißen lässt (Alkohol, Politik etc.), die wenig Sinn für vernünftiges Abwägen von Argumenten besitzen, darf sich die Gesellschaft wieder über einen Bürger mehr freuen, der dank seiner Bildung dem Weg der Vernunft folgt. Was kann man mehr wollen? ;-)

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Menschen, die uns ähnlich sind, finden wir zunächst einmal überdurchschnittlich sympathisch. Man findet schnell gleiche Einstellungen, gleiche Interessen, gleiche Lebensziele, gleiche Abneigungen etc. Damit wird das Selbstwertgefühl gesteigert und man findet gegenseitige Bestätigung. Fazit: Es gibt nur Gewinner.

In Bezug auf Liebe stimmt deine Aussage zumindest zum Großteil. Eben weil man gewöhnlich Partner sucht, die die gleichen Einstellungen, Interessen, Lebensziele etc. haben. Ist auch logisch, denn je unterschiedlicher die Personen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht klappt. Das gilt auch für Attraktivität: Wenn man alle anderen Faktoren außer Acht lässt, heiratet eine sehr attraktive Frau gewöhnlich einen sehr attraktiven Mann. In der Realität kommen natürlich viele andere Faktoren zusammen, manche Frau findet einen unattraktiven reichen Mann plötzlich sehr attraktiv. Oder andersherum. ;-) Ansonsten gilt der Spruch, dass sich Gegensätze anziehen, nur in der Physik, keinesfalls in der Psychologie. ;-)

Eine Einschränkung muss ich aber machen: Das erzkonservative Landmädel findet den intellektuellen Künstler, der in der Stadt von Tag zu Tag über die Runden zu kommen versucht, eventuell sehr interessant und aufregend (weil er etwas völlig Neues = Faszinierendes verkörpert), aber dass aus solchen Konstellationen dauerhafte und glückliche Beziehungen entstehen, ist extrem unwahrscheinlich. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit dagegen spricht, sollte man es nicht auf einen Versuch ankommen lassen. Das Gejammer ist hinterher meist groß. ;-)

Dass sich Töchter einen Partner suchen, der ihrem Vater ähnelt, und Söhne eine Partnerin, die ihrer Mutter ähnelt, stimmt auch, besonders dann, wenn die Eltern ihre Elternrolle sehr gut erfüllt haben. Auch das ist logisch, denn wieso sollte man das Risiko eingehen, einen Partner zu wählen, der den Eltern nicht entspricht, obwohl die Eltern ihre Sache doch gut gemacht haben? Bei Statistiken und Wahrscheinlichkeiten gibt es natürlich immer Ausnahmen, aber es bestehen dennoch Grundtendenzen mit hoher Aussagekraft. Zumal viele Zusammenhänge in der Psychologie ja nur Außenstehenden auffallen - das finde ich mit am faszinierendsten.

Wichtig wäre es, Liebe als eine Lebensentscheidung zu sehen, denn es gibt Momente, in denen es auch mit Menschen, die uns ähnlich sind, nicht gut läuft. Habe mal gehört, dass sehr viele Menschen nicht den richtigen Partner, sondern den richtigen Zeitpunkt zum "Verlieben", Heiraten etc. suchen. Oder sie gehen das Risiko mit jedem ein, der ihnen begegnet. Oder sie "testen", um vergleichen zu können. So kann natürlich erst recht keine langfristige Beziehung entstehen. Für die Gesellschaft ist dieser gedankenlose Umgang mit Liebe ziemlich problematisch. Wer sich gemeinsam aus schwierigen Zeiten kämpft, hält danach umso fester zusammen. Auch das ist dank der Psychologie bewiesen.

Liebe ist ein sehr gut erforschtes Gebiet, aber es tun sich nach wie vor viele Fragen auf. Biologisch ist es umso besser, je unterschiedlicher die Gene sind, was sich manche Firmen sogar schon als Partnerbörsen zunutze machen. Es gibt diesbezüglich viele positive Beispiele, aber auch da sind Beziehungen zerbrochen. Ich schätze, man kann behaupten, dass es extrem unwahrscheinlich ist, denjenigen Menschen zu treffen, bei dem es am besten passt (manchen Menschen ist auch nicht klar, dass es 100%-ige Übereinstimmung nicht geben kann). Es geht also wie fast in allen Lebensbereichen darum, flexibel zu sein und sich möglichst gut zu arrangieren. Viel Glück dabei! ;-)

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Ich komme irgendwie mit Menschen nicht so zurecht

Ich komme mit Menschen nicht so gut zurecht, ich habe Freunde klar und eigentlich komme ich mit den meisten Menschen gut aus. Aber ich brauche eine Gruppe aus mir bekannten Menschen um mich neuen Menschen zu öffnen. Jedes mal wenn ich vor einer Gruppe unbekannter Menschen stehe, sei es neue Klasse, neue Schule oder neue Arbeitsstelle komme ich überhaupt nicht mit meinen Mitmenschen klar. Ich fühle mich durch ihre gegenwart gestört, werde nervös, kann mich nicht konzentrieren. Ich finde kein Gesprächsthema will diesen Menschen immer ausweichen, vor ihnen weg gehen anstatt zu sagen: "Guten Tag!" ich frage mich eher: "Warum ist der denn gerade jetzt da wo ich hinwill?" Beim einkaufen ist das nicht so, schließlich kann ich da auch immer weg wann ich will, aber in der Schule oder auf der Arbeit geht das nicht das ich einfach weg gehe, ich muss dann meine Zeit mit dem anderen Menschen absitzen und da habe ich echt große Probleme.

Ich würde das gerne verändern, ich würde gerne offener sein und vielleicht auch freundlicher aber irgendwie weiß ich nicht wie ich das am besten angehe. Vielleicht komme ich auch unfreundlich rüber, denn ich rede nur das nötigste und antworte meistens mit ja oder nein. Ich mache auch niemals small talk sondern bin immer voll und ganz auf meine aufgabe konzentriert. Manchmal fühle ich mich als würde ich weit weg sein von meinen Mitmenschen, als wären sie von einer anderen Spezies und ich könnte mit ihnen nicht so richtig kommunizieren. Ich fühle mich meistens auch eher wie ein Besucher, so richtig "drin" bin ich nie und nirgendswo.

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Da gibt es doch weit größere Probleme, als dass man Smalltalk nicht so gut beherrscht. Wenn du viel Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen hast, wirst du schnell merken, dass du mit manchen sehr locker sprechen kannst, mit anderen dagegen nur sehr gezwungen. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Leute, die immer fröhlich und geschwätzig daherkommen, sind ohnehin nicht nur etwas suspekt, sondern mitunter auch nervig, vor allem wenn man sich auf eine Aufgabe konzentrieren oder eine Sache schnell und nach Plan durchziehen will. ;-)

Vielleicht siehst du Mitmenschen teilweise auch als Hindernis, weil sie dich in deiner Unternehmung behindern. Außerdem kann Smalltalk anöden, das Reden über belanglose Themen ist meistens nicht sehr nachhaltig, den Gesprächspartner sieht man womöglich nie mehr wieder. Allerdings kann Smalltalk bestimmte Situationen auflockern, beispielsweise in einer Schlange an einer Kasse. Eine kurze Wartezeit lässt sich gut überbrücken, wenn man ein oberflächliches Gespräch anfängt. Schwieriger wird es, wenn man sich längere Zeit unterhalten muss. Da muss man sein Gegenüber sympathisch finden, sonst schläft das Gespräch ein oder wird uninteressant.

Du kannst in geeigneten Situationen einzelne Personen ansprechen, vor allem Leute, die allein unterwegs sind, und vor allem dann, wenn kein Zeitdruck besteht (also erstmal nicht an einer Kasse). Wenn man ein bisschen Erfahrung sammelt, wird man schnell feststellen, dass der Großteil der Menschen freundlich antwortet und sogar seinerseits das Gespräch weiterführt. Besonders interessant ist es, wenn man jemanden anspricht, den man auf den ersten Blick eher negativ einschätzt. Oft wird man durch ein Gespräch eines Besseren belehrt. Und besonders bemerkenswert finde ich die Freundlichkeit in Tourismusgebieten. In den Alpen und speziell auf Bergwanderungen ist die positive Stimmung äußerst auffällig, vielleicht auch wegen der Naturverbundenheit der Menschen. Auf einem Gipfel ist aber meist staunendes Schweigen angesagt, bei einem traumhaften Ausblick würde jedes Wort stören.

P. S.: Menschen, die nur das Nötigste reden, sind mir viel lieber als die, die jeden Gedanken verbalisieren. Und ich glaube, so geht es auch vielen anderen. ;-)

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An falsche Identität geraten - was nun?

Hallo an alle,

etwas ungewöhnliche Frage.. das Internet ist ja immer sehr.. naja, man sollte halt generell imm Aufpassen was man preisgibt und was man glaubt etc.

Ich zocke ab und zu online, so mit Teamspeak etc, und man "kennt" sich über die Zeit auch ganz gut. Seit April war in unserer "Gilde" und somit auch immer im TS jemand der sich als stumm ausgab, und als Mädchen (ich bin ebenfalls weiblich). Naja, im Gedanken eine gleichgesinnte gefunden zu haben, die durchaus ein reales Leben hat und einen Job und Freunde und etc. haben wir uns auch sehr gut verstanden und halt so relativ alles was online ging auch zusammen gemacht. Die Gespräche wurden immer persönlicher, unter Mädels redet man evtl wenn man sich echt super versteht halt etwas vertrauter als Mann und Frau( das is unter den Herren ja vielleicht ähnlich). Es kam auch zum Handynummer austausch, das man nicht immer zwingend online sein muss um zu kommunizieren.

Naja, Überraschung, die Person plagte das schlechte Gewissen, und omit kam es zur Auflösung - ist weder stumm noch weiblich - mir war erstmal schlecht ^^ Ich war zugegeben etwas sehr geschockt, ich empfand den zeitpuznkt der Beichte als etwas spät, besonders wenn es um die Begründung ging mich nicht weiter zu verarschen weil man mich ja so toll finde - bla bla bla - Nun gut dachte ich, hatte kurz überlegt das doch mal als idealen Grund zu nehmen das zocken aufzugeben, wobei es iwie auch unsinn war, da es ja eig nur bei mal aufkommender Langeweile betrieben wird.

Was eig mein jetziges Problem ist, ist das mein sonst so zuverlässig rationals Gehirn, irgendwie mit dieser Info "Diese Person gibt es gar nicht, das war alles ausgedacht" nicht so wirklich ideal damit umgeht - man könnte fast sagen - gar nicht ^^ Es ist so als ob ich jemanden vermisse den es nie gegeben hat, und das is unheimlich und macht mich iwie zum totalen Freak. Man kann doch gar nicht traurig sein weil jemand nicht da ist, wenn es diesen jemand nie gab oder? Ich bin auch iwie gar nicht traurig, also nicht so wie ich es normal bin. Iwie auch etwas emotionslos, nichtmal sauer. Keine Ahnung wie. Ich will mit der Person auch nichts mehr zu tun haben, aber ichhätte gerne mit der Person was zu tun die es nicht gibt^^ Versteht man das? Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls habe ich Probleme meinem Gehirn klar zu machen das es quasi Schnee von gestern ist, das es das nie gab, das es nichts zum vermissen gibt etc pp. Irgendwie hm ja. Keine Ahnung. Hat jemand eine Idee wie man sich das irgendwie klar machen kann das es irgendwie besser anzunehmen ist? Denn so ist das ziemlich uncool... Irgendwie unterschwellig belastend. Klingt alles ziemlich irre, aber vielleicht hat ja doch wer eine Idee ^^

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Was du beschreibst, ist ein typisches Internetphänomen. Man liest einen Text, man findet ihn gut und überträgt alles Positive auf den Verfasser, den man persönlich jedoch nicht kennt. Und je länger man jemanden nicht persönlich kennenlernt, desto weniger wird das gedankliche Abbild der Person mit der realen Person zu tun haben. Das ist auch der Grund, warum sich Menschen möglichst schnell real treffen sollen, wenn sie eine Beziehung eingehen wollen, sich aber nur aus Chats etc. kennen.

In deinem Fall ist es immerhin nicht ganz so kompliziert wie bei einer Beziehungsfrage. Ihr hattet Spaß und Freude am Zocken und habt euch deshalb intensiver ausgetauscht. Das Geschlecht ist da zweitrangig. Nun hast du herausgefunden, dass vieles nicht der Wahrheit entspricht. Da gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Weil du unabhängig von der Lügengeschichte immer noch Spaß am Zocken mit ihm hast, hältst du einen oberflächlichen Kontakt, wie es unter Zockerfreunden üblich ist. 2. Weil die Person dein Vertrauen missbraucht hat, brichst du jeglichen Kontakt ab. Grundsätzlich würde ich auch auf Grund deiner Beschreibungen Option 2 wählen, aber du musst selbst wissen, wie viel dir die Person noch wert ist.

Du bist übrigens kein "Freak", du warst nur zu gutgläubig. Wobei ich das gar nicht so tragisch finde, denn den Fehler sollte man weniger bei dem suchen, der angelogen wird, sondern bei dem, der lügt. Es ist im realen Leben schon schwierig, Leute richtig einzuschätzen, im Internet ist es nahezu unmöglich. Man sollte also wenig preisgeben und eine hohe Grundskepsis haben. Sei froh, dass du diese Erfahrung ohne große Schäden gemacht hast, ich vermute, andere erleben viel schlimmere Dinge im Netz.

Dass du jetzt ein Gedankenkonstrukt vermisst, das es gar nicht gibt, macht dich übrigens auch nicht zum "Freak". Überleg mal, wie viele Menschen einen Spielfilmcharakter oder einen Medienstar für einen tollen Partner oder Freund halten, obwohl sie ihn nicht persönlich kennen. Da hängt man auch Idealen nach, die real nicht existieren, sondern nur im Kopf als eine Art Wunschdenken. Was man dagegen tun kann? Möglichst viel (direkten!) Kontakt mit realen Menschen haben. Und sich bewusst machen, dass Filme nur gespielt sind. Dass vieles nur Show ist. Dass gelegentliches Zocken sehr unterhaltsam sein kann. Mehr aber auch nicht. Das Leben ist zu kurz, um sich irgendwelchen Illusionen hinzugeben! ;-)

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Deine Frage beinhaltet mehrere Teilfragen, über die sich trefflich diskutieren ließe, sowohl in philosophischer als auch in psychologischer Hinsicht. Umso besser natürlich, wenn man entsprechende Literatur zu Rate zieht (was sehr empfehlenswert ist, wenn man sich für derartige Themen interessiert). Es gibt viele Theorien und Modelle, mit deren Hilfe man die eigenen Gedanken besser einordnen und den eigenen Horizont erweitern kann.

Ich erinnere mich an Kohlbergs Modell zur Moralentwicklung, das auf sechs Stufen aufgebaut ist, wobei die erste Stufe bedeutet, dass man sich an Strafe und Gehorsam orientiert ("Wenn ich jemanden schlage, werde ich bestraft, also schlage ich niemanden"). Die sechste Stufe bedeutet, dass man sich am universalen ethischen Prinzip orientiert, also - vereinfacht gesagt - die Vernunft der Entscheidungsträger für das eigene Handeln ist. Nahezu jeder Mensch erreicht Stufe 1, zumeist ja schon im Kindesalter. Stufe 6 erreichen jedoch nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung (was ein bedeutender Grund dafür ist, warum es in unserer Welt zwingend Gesetze geben muss). Wer sich selbst reflektiert und geltende Normen hinterfragt, befindet sich gemäß dem Modell auf Stufe 5.

Das alles mag kompliziert klingen, ist aber durchaus einleuchtend, wenn man es auf den Alltag überträgt: Stell dich an eine Kreuzung und schau, wie oft über Rot gefahren wird. Überleg, wie viele Menschen sich ihr Leben durch Drogen jeglicher Art kaputt machen. Lies Statistiken, wie viele Menschen Gewalt anwenden. Überleg, wie viele Menschen für die Todesstraße plädieren, was in krassem Gegensatz zur Vernunft steht. Wenn man Einzelfälle auf ein Land oder die Menschheit hochrechnet, könnte man verzweifeln über so viel (selbstverursachtes) Elend. All das verdeutlicht, wie wenig geistige Reife vorhanden ist. Das Alter eines Menschen spielt übrigens keine große Rolle. Es gibt 17-jährige Personen, die schon eine höhere Stufe erreicht haben als Erwachsene oder Senioren. Wieder ein Grund mehr, warum das Alter (fast) nichts über einen Menschen aussagt. ;-)

Du schreibst selbst, dass man in jungen Jahren wenig darüber nachdenkt, was man überhaupt so macht. Als Kind sind die Eltern die großen Vorbilder (was vielen Eltern leider nicht bewusst ist), später beeinflussen zusätzlich Gleichaltrige und Medien. Den wohl wichtigsten Schritt hast du getan, als dir die Idee kam, Dinge zu hinterfragen. Nur so kann man ja auch zu (eigenen) neuen Erkenntnissen gelangen. Wenn man etwas nur deshalb tun soll, weil es eine andere Person verlangt oder weil es eine Mehrheit so wünscht oder weil man es seit 1000 Jahren so macht, muss es noch lange nicht sinnvoll sein. Nur durch Hinterfragen kann man Gutes von Schlechtem unterscheiden. Das macht dich weniger anfällig für Unfug und Blödsinn. Vermutlich bist du jetzt nur unsicher, woran du dich orientieren sollst, wo doch so viel Schlechtes passiert und kaum jemandem zu trauen ist. Ich muss dich insofern enttäuschen, als dass es kein 100%-iges Vorbild gibt, dem man bedenkenlos folgen kann. Das kann man aber auch ins Positive wenden, denn niemand soll eine "Kopie" sein, sondern den eigenen Weg gehen.

Die Einstellungen, die du gut findest, musst du ja nicht aufgeben, auch nicht die Medien, die in deinen Augen vernünftig sind. Du kennst sicherlich auch Personen, die dich beeindrucken und denen du in mancherlei Hinsicht gleichkommen willst. Als Kind ist man seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert, weshalb man sich glücklich schätzen kann, wenn man in einem günstigen Umfeld aufwächst (Familie, Schule, Bildung etc.). Im Erwachsenenalter hat man dagegen (fast) alles selbst in der Hand. Ich finde es gut, wenn man sich viele Gedanken macht, denn je mehr Überlegungen man anstellt, desto besser ist man auf die Realität vorbereitet, und wenn man mehrere Optionen durchspielt, hat man immer Alternativen parat. Wage es also, zu denken!

P. S.: Beeinflusst wird man natürlich immer und überall, aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man vom Guten oder vom Schlechten beeinflusst wird. ;-)

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Until It's Gone von Linkin Park

"Oh you don't know what you've got,

No you don't know what you've got,

Until it's gone."

Hammer Song, durfte ihn sogar live erleben. Ging echt unter die Haut!

https://www.youtube.com/watch?v=JCWJXCG7rFE
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Grundsätzlich werden wir im Schnitt immer älter. Das liegt aber an der besseren medizinischen Versorgung und an den vielen Lebensmitteln, die uns zur Verfügung stehen. Stress dagegen verkürzt (statistisch) das Leben, genau wie Rauchen, Saufen etc. Wobei man sagen muss, dass ein gewisses Maß an Stress gesund ist. Die besten Leistungen erreicht man, wenn man eine bestimmte Anspannung verspürt. Zumal das Gefühl, unter Druck Großes geleistet zu haben, überwältigend ist. Deshalb sollte man sich möglichst hohe Ziele stecken, notfalls kann man die Erwartungen immer noch zurückschrauben. ;-)

Dein klassischer Vergleich Dorf-Großstadt gefällt mir, denn er verdeutlicht alles, was beim Thema "Stress" und "Lebenslänge" wichtig ist. Großstädte gelten aus verschiedenen Gründen als attraktiv (hohe Lebensqualität, bessere Löhne, Internationalität), aber wenn man um 8 Uhr früh oder 17 Uhr abends den Verkehr wahrnimmt, erkennt man schnell einen riesigen Nachteil: Städte sind sehr hektisch und sehr laut, was sich in jedem Fall negativ auf die Gesundheit und Lebenslänge auswirkt (ständige Reizüberflutung und damit ständige Überforderung für Körper und Geist). Ich verstehe deshalb auch nicht, wieso es so viele Menschen in die Stadt zieht. Großstädte sind schön für einen Ausflug oder zum Studieren, aber dauerhaft in einer leben? Da finde ich nur wenige gute Argumente.

Auch der moderne Mensch ist extrem mit der Natur verbunden, warum sonst werden die Menschen z. B. in den Alpen älter als im norddeutschen Flachland? Wer schon mal in den Alpen Urlaub gemacht hat, wird auch ohne Fakten und Statistiken schnell merken, wie wohltuend diese Umgebung ist. Deshalb mein Rat: Rauf auf die Berge, raus ans Meer, raus an den See, raus in den Wald, was im Alltag eben so in der Nähe ist (Urlaub reicht nicht aus!). Regelmäßige Bewegung sollte das Minimum sein, was man für seine Gesundheit macht. Auf diese Weise kann man für ein langes Leben sorgen.

Deine Lehrerin spricht aber auch einen weiteren Aspekt an: Wer hektisch und unruhig lebt, wird vielleicht genau so alt wie der Landmensch, aber vermutlich kommt es ihm kürzer vor, weil er im Alltag gehetzter war und weniger Ruhepausen hatte. Was soll man dazu sagen? Das stimmt sicherlich, auch wenn man auch in einem Dorf viele Termine und Stress erleben kann. Grundsätzlich ist das Landleben aber bestimmt ruhiger und damit auch gesünder. Wie alt man wird, hängt ja von unglaublich vielen Faktoren ab, aber wenn man zwei identische Menschen mit exakt gleichen Voraussetzungen hätte, wobei einer in der Stadt und der andere auf dem Land lebt, würde der auf dem Land gewiss länger leben. Und subjektiv vielleicht sogar mehr vom Leben haben, weil er einfach ruhiger leben kann.

Ob du auf die Uhr schaust oder nicht, bleibt sich ziemlich gleich. Ganz ohne Uhr würdest du sicherlich wieder mehr nach der Natur (also nach der Sonne) leben, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirken würde. Lässt sich nur leider nicht machen in unserem Alltag. Die Gesundheit spielt in unserer durchgetakteten Welt kaum eine Rolle. Würde man auf sie Rücksicht nehmen, dürfte ein Arbeits- oder Schultag frühestens um 8:30 Uhr beginnen und Nachtschichten dürfte es auch nur im Notfall geben.

P. S. Wenn du "leben" willst, mach mal etwas Ungeplantes. Fahr mal ohne Navi in eine dir unbekannte Stadt. Frag dich notfalls durch. Sieh dir mal das andere Ende deines Ortes an (ich wette, die meisten Leute kennen nicht einmal ihre nähere Nachbarschaft, dafür waren sie schon in zig Ländern - toll!). Lass nicht zu, dass du jeden Tag von 6 bis 20 Uhr durchgehend eingespannt bist und jede Minute verplant ist. Kürzlich habe ich gelesen, dass das Leben dort beginnt, wo die Komfortzone aufhört. Ein geniales Lebensmotto, gerade für die heutige Zeit!

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"The Prayer" von "Jonathan and Charlotte"

Dieser Song wurde zuletzt am Ende der Champions-League-Fußballübertragung von Sky abgespielt und ich war hellauf begeistert. Ich halte eigentlich nichts von Talentshows, aber offenbar stammt das Duett aus "Britain's Got Talent" und ist im Jahre 2012 Zweiter geworden. Jonathans Stimme ist phänomenal und ich finde diese Version wesentlich besser als das Original von Celine Dion und Andrea Bocelli. Das Video ist ein Genuss und ein Beweis dafür, dass man auch beim x-ten Anhören eines Stücks Gänsehaut bekommen kann. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=9i202dAF2LE
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