Sagt ein Mörder seinem Anwalt das er schuldig ist?

9 Antworten

in so einem fall hat, soweit ich weiss der antwalt die möglichkeit seinen mandanten abzugeben aber da er unter schweigepflicht steht, DARF er das der Polizei nicht mitteilen und ein "guter" Anwalt lässt sich davon nicht beeinflussen

Woher ich das weiß:Recherche
Pseudohirni  20.02.2021, 22:38

und dann kommt es drauf an ob es überhaupt möglich ist, mit nicht schuldig zu gewinnen... normalerweise plediert der anwalt in einem solchen fall auf schuldig da die strafe, je nach sachlage, geringer ausfällt

NonNam  20.02.2021, 22:47
@Pseudohirni

Sorry, aber nein. Bei Mord gibt es die Möglichkeit (leider) nicht.

Pseudohirni  20.02.2021, 22:48
@NonNam

du jeder hat seinen freien Willen.. ob es klug wäre bezweifel ich.. da der Anwalt dadurch seine glaubwürdigkeit verliert.. klar kann er ablehnen den Mandanten weiter zu verteidigen.. aber seine Karriere wäre vorbei

NonNam  20.02.2021, 22:53
@Pseudohirni

Du hast seltsame Vorstellung von unserem Rechtssystem, glaube ich.

Als der Massenmörder Breivik verurteilte werden sollte, hat Norwegen die 3 besten Anwälte, die das Land zu bieten hatte, aufgeboten um der Welt zu zeigen wie rechtsstaatliche Prozesse ablaufen. Das war beeindruckend gut.

Pseudohirni  20.02.2021, 22:59
@NonNam

lustig das du norwegen erwähnst.. ich leb da xD

ob ich nun falsch liege oder nicht.. ich würde einen rechtstaat ablehnen in dem ein Anwalt gezwungen ist einen mörder zu verteidigen, wenn das gegen seine moral geht.. ich bezweifel das sich ein anwalt strafbar macht.. wenn er die verteidigung eines mandaten ablehnt.. ausser es ist ein staatsanwalt bzw vom gericht gestellter anwalt.. ich geb zu.. sollte ein anwalt in einem solchen fall ablehnen ist das so als wenn der angeklagte selber zu gibt schuldig zu sein, da ist ein widerspruch

was den fall in norwegen angeht.. so war der prozess eher reine formsache. der schuldspruch stand schon fest.. die drei anwälte waren nur dazu da, damit er nicht auf unzurechnungsfähigkeit pledieren kann

ich streite aber auch nicht ab das du dich in der sache vllt besser auskennst als ich

Pseudohirni  20.02.2021, 23:02
@NonNam

was ich aber eigentlich sagen will.. ein antwalt kann die verteidigung ablehnen.. wäre damit aber wohl kein anwalt mehr

NonNam  20.02.2021, 23:13
@Pseudohirni

Will Dich doch nicht belehren. Aber Du hast unser Rechtssystem nicht verstanden. Ein Anwalt sorgt dafür dass die rechtlichen Spielregeln eingehalten werden und die Rechte des Beschuldigten beachtet werden. Ein Anwalt verteidigt doch nicht die mögliche Tat. Warum sollte er?

Pseudohirni  20.02.2021, 23:17
@NonNam

ich ging davon aus das die tat feststeht und er darauf aus sein soll den schuldigen rauszuboxen obwohl die wahrscheinlichkeit gering ist und die schwere der tat.. wie in deinem beispiel, so hoch ist das er ihn nicht guten gewissens verteidigen kann.. natürlich hat auch eine solche person anspruch darauf verteidigt zu werden.. aber eben von einem pflicht verteidiger.. nicht von einem anwalt der extern dafür angagiert und bezahlt wird

NonNam  20.02.2021, 23:21
@Pseudohirni

Selbstverständlich hatte auch Breivik ein Anrecht auf einen guten Verteidiger. Ein Anwalt verteidigt nicht die Tat. Verstehe es doch.

Und dieses "rausboxen" verstehe ich nicht. Wenn die Sta. nicht genügend Beweise hat, ist der Beschuldigte eben freizusprechen. Was um alles in der Welt stört Dich denn daran?

Pseudohirni  20.02.2021, 23:34
@NonNam

natürlich verteidigt ein anwalt die tat.. die aus seiner sicht aber nicht stattgefunden hat.. wenn ein mandant zugibt die tat begagen zu haben ist es eig die pflicht des anwalts so zu tun als wäre er unschuldig oder zumindest die geringste strafe zu erwirken, sollten nun genug beweise vorhanden sein oder auch nicht..

mich stört einzig und allein das du meinst ein anwalt hätte nicht das recht abzulehnen jemanden zu verteidigen den er nicht verteidigen will, nachdem der täter seine schuld dem anwalt gegenüber zugegeben hat... solange er kein staatsanwalt ist.. natürlich hätte er das recht abzulehnen.. aber er könnte danach wohl auch kein anwalt mehr sein bzw seine karriere wäre vorbei

im grunde mein wir aber wahrscheinlich das selbe und quatschen nur aneinander vorbei.. das passiert mir oft

NonNam  20.02.2021, 23:43
@Pseudohirni

OK. Bist ja freundlich. Ist ja eher selten hier.

Ich mache das an einem Beispiel. Aus der Realität. Gar nicht lang her.

Typ A geht fremd mit der lebenslustigen B. Sie treffen sich im Hotel.
B verabreicht A psychodelische Drogen zwecks Luststeigerung.

Als A am nächsten Morgen erwacht (und sich an nichts erinnern kann) hat B ein Messer in der Brust und ist tot.

A kann sich gut vorstellen im Drogenrausch die B erstochen zu haben und die Sta. sieht das genauso.

Soll A jetzt wegen Mordes lebenslang in den Knast oder wäre es nicht gut wenn der Anwalt von A wenigstens hinterfragt ob da DNA/Fingerabdrücke von A am Messer sind? Ob A ein Motiv hatte? Ob Aufbruchspuren an der Hotelzimmertür waren u.s.w.?

Pseudohirni  20.02.2021, 23:54
@NonNam

ja klar hast du recht, wie gedacht reden wir glaub aneinander vorbei xD

och das hat eig nichts mit nettigkeit zu tun.. aber es hat keinen sinn wehement zu behaupten recht zu haben, wenn ich mich mit dem thema nicht richtig auskenne.. ausserdem besteht meine "ehre" darin, zuzugeben wenn ich falsch liege.. nicht den gegenüber davon überzeugen das ich recht habe, obwohl ich falsch liegen könnte

aus meiner sicht ist das eher so, das alles schon fest steht.. ausser die verurteilung selbst.. der mörder gesteht seine tat dem anwalt, doch will er das der anwalt auf unschuldig plediert.. noch dazu ist die tat so grausam, gewaltätig und psycho das der anwalt einfach nicht auf unschuldig pledieren kann.. somit sind mandant und anwalt uneinig, weshalb der anwalt seine verteidigung ablehen kann/muss, da er ihn nicht richtig verteidigen kann und somit eine faire verteidigung des angeklagten nicht gegeben ist. was den prozess verfälschen kann

NonNam  21.02.2021, 00:03
@Pseudohirni

Danke für die freundliche Antwort.

Aber auch Breivik wurde verteidigt. Und zwar bestens. Eine Sternstunde des Rechtsstaates. Und der war "grausam, gewaltätig und psycho" Und ich glaube, kein Anwalt in Norwegen hätte es abgelehnt ihn zu verteidigen.

Weiß nicht, wie ich Dir das noch erklären soll. Was hat das mit auf unschuldig "pledieren" zu tun. Darum ging es doch in diesem Verfahren überhaupt nicht. So wie meistens.

Pseudohirni  21.02.2021, 00:05
@NonNam

ja das ist jah meine rede xD

über den verlauf der verhandlung weiss ich leider wenig, deshalb enthalte ich mich da.. meine argumentation beruht auch ehrlich gesagt nur auf meiner eignen meinung und meinem logischen denken. mit wissen in rechtslagen hat das ehrlicht gesagt wenig zu tun..

allerdings merk ich immer mehr das wir eigentlich das selbe meinen.. kp wie es immer zu diesen missverständnissen kommt.. hab langsam das gefühl ich spreche ein anderes deutsch XD

Der Beschuldigte kann seinem Anwalt alles erzählen (muss er aber nicht), der Anwalt muss das für sich behalten.

Auch wenn der Tatvorwurf nicht bestritten wird, bleibt es die Aufgabe des Anwalts, die Interessen des Mandanten bestmöglich zu vertreten.

Sorry. Aber absurde Frage.

Der Anwalt verteidigt die Rechtsordnung und die Rechte des Beschuldigten.

Hat die Staatsanwalschaft genug Beweise, klagt sie an. Diese Beweise bewertet der Verteidiger. Er war nicht bei der Tat dabei folglich weiß er nicht ob sein Mandant schuldig ist oder auch nicht. Bei Mord kann es keine "kurze" Strafe geben.

Und selbstverständlich redet er nicht mit der Polizei.

Klar sagen Straftäter ihrem Rechtsanwalt ob sie schuldig oder unschuldig sind und um welche Straftat es sich handelt, der Rechtsanwalt muss dass sogar wissen, um seinen Mandanten juristisch korrekt vertreten zu können. Es ist der Beruf eines Strafverteidigers, auch bei Schuld ihrer Mandanten die geringstmögliche Strafe herauszuholen, auf Mord sieht das Gesetz allerdings nur eine Strafe, die lebenslange Freiheitsstrafe, wenn es der Staatsanwaltschaft also gelingt, dem Gericht den Mord bzw. die Schuld des Täters eindeutig zu beweisen, dann ist die Strafe die lebenslange Freiheitsstrafe. Nein, Rechtsanwälte dürfen den Strafverfolgungsbehörden niemals mitteilen, dass ihr Mandant schuldig ist, Rechtsanwälte unterliegen der Pflicht zur Verschwiegenheit nach Paragraph 203 Strafgesetzbuch (StGB), sie würden sich damit selber strafbar machen.

Mfg.

Manche sagen es, manche nicht. Manche Anwälte fragen auch nicht, weil es letztlich nichts für sie ändert.