Zwischengas beim Schalten, was bringts?

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14 Antworten

in der regel gibt niemand zwischengas, sondern lediglich vorgas. beim motorrad geht zwischengas höchstens zwischen 1. und 2. gang, weil die anderen gänge im dauernden eingriff liegen. du wirst also nach vorgas fragen, nicht nach zwischengas.

vorgas ist hilfreich wenn du bei hohen drehzahlen runterschalten willst. ohne vorgas fällt die motordrehzahl während dem schaltvorgang so stark, dass beim einkuppeln das hinterrad so stark abgebremst werden kann, dass es kurz blockiert. dieser effekt ist unerwünscht, deshalb gibt man während dem schaltvorgang, wenn die kupplung gezogen ist, einen kurzen gasstoss, so dass der motor hochdreht und die drehzahl zum weichen runterschalten passt.

heutzutage ist vorgas bei motorrädern nicht mehr so wichtig, weil die technik inzwischen die unfähigkeit heutiger fahrer, richtig runterzuschalten, mehr oder weniger gut ausgleicht.

noch mal zum zwischengas: dabei muss die kupplung eingekuppelt sein wenn man den gasstoss gibt. dies ist bei asynchronen getrieben notwendig, um ohne zu krachen runter zu schalten.

annokrat

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Hallo Daniel3005

Bei Autos ist das Zwischengas geben nicht mehr nötig. Die Gänge sind synchronisiert daher passen sich die Zahnräder im Getriebe beim Schalten an die Drehzahl an.

Früher war das Zwischengas geben notwendig damit sich die Zahnräder an die Drehzahl angepasst haben und somit ein leichteres Schalten ohne "Krachen" möglich war.

Gruß HobbyTfz

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Der Ablauf des Herunterschaltens erfolgt in fünf Schritten:

    Kupplungspedal durchtreten
    Schalthebel in die Leerlaufposition bringen
    Kupplungspedal wieder loslassen
    Kurz Gas geben
    Kupplungspedal wieder niedertreten und den niedrigeren Gang einlegen

Der Ablauf des Heraufschaltens erfolgt ähnlich:

    Kupplungspedal durchtreten
    Schalthebel in die Leerlaufposition bringen
    Kupplungspedal wieder loslassen, um die Drehzahl der Getriebewelle auf die passende und nun niedrigere Drehzahl des nun höheren Ganges zu bringen
    Kupplungspedal wieder niedertreten und den höheren Gang einlegen 

Ist bei Auto und Motorrad gar nicht mehr notwendig man kann beim Motorrad sogar ohne Kupplung hoch und runter schalten sobald man den Druck weg nimmt das heißt kein Gas mehr den das sind sequentielle Getriebe dann rutscht der Gang so rein aber nur beim Motorrad , beim Auto gibt das Schäden schon beim ersten Mal .  

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"ZWISCHENGAS" ist NUR bei älteren Fahrzeugen LKW + PKW notwendig gewesen, um ordentlich schalten zu können, da zu Beginn der Motorisierung noch nicht alle Fahrzeuge Getriebe mit sog. Synchronringen besaßen. Zu Beginn meiner "Fernfahrerkarriere" habe ich viele Jahre lang DB- und Renault-LKW ohne Synchronisation gefahren. Da konnte ich schon froh sein, wenn ich nicht schon beim Einlegen des zum Anfahren notwendigen dritten Ganges laut hörbar die Getriebezähne "putzte". Das Zwischengas war bei diesen Apparaten auch NUR ZUM Herunterschalten nötig, um die Getriebegeschwindigkeit der Motordrehzahl anzupassen. Ich habe verzweifelte Kollegen erlebt, die nach mehrfachen Versuchen mit Zähnekratzen einfach aufgaben, stehenbleiben mußten, um dann von vorne zu beginnen: Also je nach Beladungszustand und Streckenneigung mit dem zweiten oder dritten Gang zu starten und dann mit Glück weiterfahren zu können.

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Wozu das Zwischengas und Zwischenkuppeln jetzt gut ist, und wie man es macht, ist ja jetzt hinreichend dargestellt worden.   Aber die Frage "Was bringt´s" mit "nichts" zu beantworten, ist so nicht ganz richtig!

Wenn man das ein bissel drauf hat und gut kann, kann man auch mit einem Auto mit defekter Kupplungsbetätigung noch fahren. Ich selbst bin so mit gerissenem Gaszug auf der Autobahn von Koblenz bis Würzburg gefahren.

Einziger Nachteil, für den 1. Gang, also beim Anfahren, muß man den Motor abstellen, Gang einlegen und dann starten. Leider dann u.U. auch bald der Anlasser hin.

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Bei alten LKW-Motoren z. B.  war Zwischengas notwendig um Getriebe und Motor synchron laufen zu lassen. Sonst ging der Gang auch bei getretener Kupplung nur mit Krachen oder gar nicht rein. Heute sind alle Motoren mit Schaltgetriebe vollsynchronisiert. Bei einem Motorrad wäre Zwischengas technisch gar nicht möglich wegen fehlendem Leerlauf zwischen den Gängen.

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Früher war Zwischengas zwingend nötig, weil sonst der Gang nur krachend oder gar nicht schaltbar war. Heute erledigen das Synchronisiereinrichtungen. Man kann aber trotzdem Zwischengas geben, dann halten die Synchronringe und die Kupplung länger, außerdem wird der Schalt, - und Einkuppelvorgang leichtgängiger und ruckärmer bzw. ruckfrei.


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Damit wurden  früher Die Zahnräder synchronisiert,durch die heute Technik nicht mehr nötig.

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bringt bei den heutigen syncronisierten getrieben überhaupt nichts.bei einem sehr alten traktor oder lkw macht es sinn da sich so die gänge leicht einlegen lassen ohne zu kratzen

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Heutzutage ist eigentlich nur noch Zwischengas beim Runterschalten ein Thema. Man bringt den Motor beim Runterschalten auf die ideale Drehzahl für den niedrigeren Gang bei dieser Geschwindigkeit. Somit hat man schnell mehr Leistung verfügbar (da man eine höhere Drehzahl hat) und schont die Kupplung und man kann den Gang sofort nutzen anstatt die Kupplung mühsam die ganze Arbeit machen zu lassen.

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Hallo Daniel,

ich schließe mich der

Braucht-man-bei-heutigen-Getrieben-nicht-und-bringt-daher-nichts-Fraktion

an ;-)

Viele Grüße

Michael

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Kommentar von Daniel3005
21.08.2016, 01:55

haha Danke, habs mittlerweile verstanden nachdem jeder mal das gleiche geschrieben hat 😂 LG Daniel

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Kommentar von checkpointarea
21.08.2016, 13:27

Hast Du schon einmal ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn man ein modernes Getriebe mit Zwischengas schaltet? Mach das mal, denn dann wirst Du bemerken, dass

- Der Schaltvorgang erheblich leichtgängiger wird

- Der Ruck beim Einkuppeln entfällt

Außerdem nimmt man der Synchronisiereinrichtung auf diese Weise eine Menge Arbeit ab. Besonders sinnvoll ist die Nutzung dann, wenn die auszugleichenden Drehzahldifferenzen sehr groß sind, also insbesondere dann, wenn man Gänge überspringt, z.B. wenn man auf der Landstraße im 5. Gang hinter einem Lkw fährt und diesen im 3. Gang überholen möchte.

Man muss es nicht tun, man kann es aber tun, wenn man die Schaltqualität erhöhen und die Mechanik schonen will sowie wenn man Spaß daran hat - so wie ich. Nicht umsonst machen das ein paar neuere Fahrzeuge vollautomatisch, z.B. bei BMW, wobei das kein echtes Zwischengas ist, denn die Drehzahlerhöhung findet dort nicht im Leerlauf des Getriebes statt. Dort dient das nur der Schonung der Kupplung und der Vermeidung des Ruckes beim Einkuppeln nach dem Herunterschalten, wenn der Motor vom Fahrzeug in höhere Drehzahlbereiche getrieben wird.

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Bringt bei heutigen Automotoren nix mehr - Motorrad weiß ich nicht.

Beim Auto ging das so: Kupplung treten, Gang raus, Kupplung los, Gas geben, Kupplung treten, Gang rein, Kupplung los.

Liest sich sehr viel länger, als es gebraucht hat.

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Kommentar von checkpointarea
20.08.2016, 21:20

Dem Motor bringt es nichts, dem Getriebe aber schon, denn dann haben die Synchronringe des Getriebes und die Kupplungsscheibe weniger Reibarbeit zu leisten.

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Durch das Zwischengas wurden die stehenden Zahnräder in Bewegung versetzt und dadurch konnte der Gang eingelegt werden.

Dieses wird heute durch die Synchronringe übernommen und somit ist das Zwischengas bei modernen Fahrzeugen nicht mehr erforderlich. 

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Kommentar von fuji415
20.08.2016, 20:47

Das Herunterschalten mit Zwischengas und das Heraufschalten mit Doppelkuppeln gilt als unumgänglich zwischen nicht-synchronisierten Gängen bei Getrieben. 

Der Grund dafür ist, dass derartige Getriebe im Gegensatz zu synchronisierten Getrieben nicht in der Lage sind, die höhere Drehzahl des niedrigeren Ganges von selbst an die niedrigere Drehzahl des darüber liegenden Ganges anzupassen. 

Der Fahrer muss die Drehzahl des Getriebes durch einen Zwischengasstoß an den schneller drehenden niedrigeren Gang anpassen. Umgekehrt muss er durch Doppelkuppeln die Drehzahl des Getriebes an den langsamer drehenden höheren Gang anpassen.

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