Zuviele Überstunden Chef verklagen?

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5 Antworten

Wenn alles beweisbar vorliegt (z.B. Protokoll der Arbeitszeiten, Gehaltsabrechnung, Kontoauszug etc), dann könnte man unter Umständen schon Erfolg damit haben. Die Frage ist allerdings ob es wirklich was bringt bzw. verhandelbar ist. Wenn es nur um 100 Euro geht eher nicht, wenn es um mehr geht, vermutlich, aber was weiß ich schon.

Am besten man nimmt die ganzen Unterlagen und Beweise mit zum Arbeitsgericht. Dort erhält man eine kostenlose Rechtsberatung bei einem Rechtspfleger. Man kann aber auch ohne Unterlagen da aufkreuzen und dann einfach fragen, ob und wie man da effektiv was machen könnte. Die Beratung ist erfahrungsgemäß sehr kompetent und entspricht einer normalen anwaltlichen Beratung, ist wie gesagt jedoch kostenlos und kann man sie relativ ausführlich in Anspruch nehmen, wenn man das möchte. Die Klage auf dem Arbeitsgericht wäre für den Arbeitnehmer ebenfalls kostenlos auch wenn es in einem Vergleich endet. Anwaltspflicht besteht meistens nicht und man kann das in der Regel auch locker selbst machen.

Vielleicht hat man damit keinen Erfolg. Aber es lohnt sich auf jeden Fall da nachzufragen! Wenn man das durchzieht dann muss man aber ggf. auch mit einer Kündigung rechnen, hängt davon ab wie der Chef da drauf reagiert. Die meisten reagieren sauer wenn man sie in der Realität stranden lässt.

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Selbst wenn du deinen Chef wegen zu vieler Überstunden verklagen würdest und Recht bekämst, kannst du dir hinterher einen neuen Job suchen. Wenn ein normales Gespräch nichts bringt, wird ein rechtlicher Zwang nur insofern weiterhelfen, als dass du hinterher sehr viel Zeit haben wirst, weil du dir dann eine neue Stelle suchen kannst.....

Warum also klagen ? Such dir gleich ne neue Stelle und lass dir die Überstunden in Form von Freizeit oder Geld auszahlen.

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Kommentar von netcx
03.09.2016, 12:06

Theoretisch darf der Arbeitgeber nicht wegen so einem Rechtsfall sofort kündigen soweit ich weiß, das hindert ihn aber nicht daran es kurz danach aus einem anderen Grund zu tun. Außerdem ist das
Arbeitsverhältnis dann vergiftet, selbst wenn man im Recht ist. Finde es aber trotzdem gut wenn es gemacht wird, erstens gehts um einen Haufen Geld und zweitens merkt man dann, dass man damit nicht durch kommt bzw. dass man sich das nicht gefallen lassen muss. Wozu sind denn diese Gesetze da?
Streng genommen handelt es sich nämlich nicht nur um reine Zurückhaltung von Lohn, sondern auch Steuern und Sozialabgaben die gezahlt hätten werden müssen wurden vom Arbeitgeber nicht bezahlt. Er hat also nicht nur von seinem Arbeitgeber eingespart, sondern auch vom Staat und Sozialkassen. Wenn man das anspricht und der das immer noch nicht einsieht, dann braucht er sich eigentlich nicht wundern... ist zumindest meine Ansicht. Kommt aber drauf an, vielleicht wäre es schlauer zu prüfen, ob man da was machen kann, und wenn das so ist aber abzuwarten und dann erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man einen neuen Job etc. sucht oder sowieso kündigen möchte, zu klagen.

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Wenn du koch bist ist das normal. Da wird aufgebaut und dann abgebaut.
In anderen Berufen ist das nicht üblich darum würde ich mich schon beschweren. Ob deine Anklage durchkommt kann ich nicht sagen aber wenn du das machst solltest du einen anderen Betrieb haben weil du dann gekündigt wirst

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Wichtig ist, dass du die Stunden exakt nachweisen kann.Schriftlich einfordern die Vergütung mit 14 Tagen Frist zum Zahlen.

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Erstmal zum Betriebsrat wenn einer da ist ansonsten Rechtsschutz suchen

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