Zahnarzt gibt mir Horror-Diagnose: Paradontitis schwersten Grades... Was jetzt?

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6 Antworten

Eine Paradontitis schwersten Grades entwickelt sich nicht über ein paar Wochen, das dauert viel länger.

Warst Du denn immer regelmässig beim Zahnarzt ?
Wenn ja hätte Dir der Zahnarzt sagen müssen dass Du eine beginnende Parodontitis hast und dementsrechend handeln müssen. Das würde jetzt die Sache nur rechfertigen wenn Du jahrelang nicht beim Zahnarzt warst und Dir über Jahre eine falsche Zahnputztechnik angewöhnt hast.

Es gibt natürlich noch andere Ursachen wie Rauchen, Diabetes mellitus, ungesunde Ernährung oder Stress aber die Hauptursache sind die Bakterien (Plaque) die sich vermehren wenn sie durch mangelnde Zahnhygiene nicht richtig entfernt werden, dazu gehört es auch dass die Zahnzwischneräume gründlich gereiniget werden. Zahnseide ist besser für Kinder geeignet, für Erwachsene ist ein Interdentabürstchen optimal (immer einmal am Tag). Ein Zungenreiniger sollte 1x am Tag benutzt werden.

Ich rate Dir dringend eine zweite Meinung zu holen dass ein anderer Zahnarzt bestimmt wie tief Deine Taschen sind und seit wann Du das ungefähr hast.

Die Behandlung selbst ist keine so große Sache, da Du eine Betäubung bekommst ist die Behandlung schmerzlos, danach bekommst Du für 1-2 Tage etwas zum spülen zur Desinfektion. Besondere Wundschmerzen sind nicht zu erwarten, nach der Behandlung musst Du Deine Mundhygiene so handhaben dass es nicht zum Rückfall kommt das ist das kleine Problem bei der Sache.

2-3 mal im Jahr wird der Zahnrzt eine Kontrolle machen ob es zum Rückfall gekommen ist. Gute Besserung und mach Dir so einen Kopf deswegen, das ist in den Griff zu bekommen.

Bevor ich eine derartige Horrordiagnose incl. Horrorbehandlung akzeptiere, würde ich mir noch eine zweite Meinung eines anderen Zahnarztes einholen. Es gibt Zahnärzte, die mit Vorliebe Diagnosen stellen, deren Behandlung immense Kosten und Schmerzen verursacht. Ob dein Zahnarzt zu der Sorte gehört, weiß ich natürlich nicht. Aber wie gesagt, bevor ich mir sowas antun würde, erstmal einen anderen Zahnarzt anhören.

ich hatte es auch mal und bei mir wurde es damals mit antibiotika behandelt. danach musste ich jedes halbe jahr zur zahnreinigung um einem rückfall vorzubeugen und mittlerweile geht es meinem zahnfleisch wieder sehr gut. soweit ich weiß ist parodontitis nur schwer heilbar, man kann es aber in den griff bekommen. wünsch dir viel glück! :-)

Candellight123 27.06.2013, 19:02

Wie schwer war es bei dir? Konnte man es auch auf Röntgen-Bild sehen? Was wurde dann bei dir gemacht?

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Mimmelitt 27.06.2013, 19:10
@Candellight123

naja, ich hatte auch mehrere entzündete taschen, die aber damals noch nicht allzu tief waren, ich hab also gerade noch rechtzeitig gehandelt. die haben es damals auch geröngt, ob man da was sehen konnte weiß ich leider nicht mehr. die medikamentöse behandlung dauerte nur 2 wochen. die behandlung insgesamt ein viertel Jahr glaub ich. ich denke mal das ist auch von patient zu patient verschieden. aber ich gebe den anderen recht, du solltest dir wirklich noch eine 2. meinung einholen, ich könnte mir gut vorstellen das mit einer medikamentösen behandlung bei dir auch noch einiges möglich ist..

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begib dich erstmal zu einem anderen Zahnarzt. Wenn er die gleiche Diagnose stellt, dann frage ihn, welche Therapie er vorschlägt. Auf keinen Fall vorschnell dem ersten Zahnarzt voll vertrauen, denn es sind auch nur Menschen. Manche darunter sind leider auch Geier, die sich auf deine Kosten bereichern wollen. Bei schweren Diagnosen würde ich immer zwei Meinungen einholen, vielleicht sogar eine dritte. Und "Schweineknorpel" wird es auch wohl nicht sein müssen, dafür gibt es, sollte es notwendig sein, sicher Alternativen. Aber erstmal eine weitere Meinung von einem anderen Zahnarzt einholen. Alles Gute!

Hol dir eine 2. Meinung beim anderen Zahnarzt

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