Würdet ihr für 9€ arbeiten gehen?

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23 Antworten

Gesetzlich betrachtet hat man die Wahl nicht. Praktisch wird aber das Gesetz umgangen und so getan, als habe man die Wahl, sich auf die faule Haut zu legen und von Vater Staat und der arbeitenden Bevölkerung ernähren und unterhalten zu lassen.

Jeder ist verpflichtet, nach Kräften selbst zu seinem Lebensunterhalt beizutragen.

Ich weiß auch nicht, was daran besser sein soll, bis mittags im Bett zu liegen, im Jogginganzug den Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher zu verbringen, Struktur, Ziel und womöglich Selbstwertgefühl zu verlieren, regelmäßig beim Amt anzutanzen, seine Kontoauszüge darzulegen, Formulare auszufüllen, Bewerbungen und Absagen nachzuweisen etc.

Ein regelmäßiger Tagesablauf, Freiheit vom Amt, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein, ein Kollegium zu haben, hundert Euro mehr zu haben plus vielleicht noch dann und wann einen kleinen Deal nebenbei zu haben, ohne dass es Sozialbetrug ist, keine Auflagen und "Bevormundungen" vom Amt zu bekommen, nicht in frustrierenden Gängen vor irgendwelchen Türen in Jobcentern verbringen zu müssen -

das alles scheint mir doch weitaus attraktiver zu sein.

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Kommentar von landregen
17.07.2017, 12:04

Und traurigerweise scheint dies oft zusammen zu gehen:

Einerseits nicht arbeiten WOLLEN und lieber Hartz IV beziehen und

andererseits über das Amt und den Staat herzuziehen und zu meinen "die Ausländer" nehmen "uns" die Arbeitsplätze weg.

Oder irre ich mich und mein Eindruck ist falsch?

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Kommentar von Agentpony
17.07.2017, 12:19

Du hast ja mit Allem nicht unrecht, trotzdem ändert es nicht das separate Dilemma, ob man sich zum Hungerlohn abspeisen lassen sollte.

Eine Vollzeitstelle mit €9 Stundenlohn (Stkl.1) ist netto gerade 4-8% von der Armutsgrenze entfernt.

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Tatsache ist nunmal, dass es solche Jobs gibt, und dass es eben auch Menschen gibt die aufgrund ihrer Qualifikation Häufig nichts anderes tun können als solche Jobs zu erledigen.

Um es mal pauschal auszudrücken, wer soll denn sonst diese Arbeiten machen? Und es sind eben arbeiten die meist keine sondere Qualifikation benötigen, was erwartet man denn dann als Gehalt?

Wenn mir keine andere Möglichkeit bliebe als einen solchen Job anzunehmen, würde ich das auch tun. Allerdings würde ich dann während ich den Job ausübe, aufgrund meiner Qualifikationen einen besseren Job suchen.

Wenn ich jedoch nur geringe oder gar keine Qualifikationen vorweisen kann, dann sollte ich mich selbst fragen ob ich meinen Marktwert nicht durch Weiterbildung verbessern könnte.

Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass gerade in diesem Bereich jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Ich kann nicht auf der einen Seite jammern dass ich nur ein geringes Gehalt bekomme, auf der anderen Seite aber nicht willens sein mich fortzubilden um meine Situation zu ändern.

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Kommentar von klaarssi
17.07.2017, 12:02

Ich finde für körperlich harte Arbeit, egal ob mit oder ohne Ausbildung sollte mehr drin sein wie 9€.

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Kommentar von GoodFella2306
17.07.2017, 12:03

was du findest, und was im Gegensatz dazu die Realität ist, sind eben zwei paar Schuhe. Ich könnte mir auch vorstellen, für 8 Stunden täglich Zeitunglesen 6000 € netto zu erhalten. Die Frage ist immer, wie viel ein anderer für meine Leistung zu zahlen bereit ist. Und wenn ich meinen Marktwert dadurch erhöhe, dass ich mich fort Bilde und dadurch meine Qualifikationen erhöhe, bekomme ich eben mehr Gehalt dafür. Entweder ich akzeptiere diese Tatsache, oder ich werde mein Leben lang herum jammern.

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Kommentar von Agentpony
17.07.2017, 12:32

Das ist schön dahergesagt, ignoriert aber, daß die Entlohnung nunmal nicht mit der Qualifikation schritthält.

Es sind mittlerweile ca 22% der arbeitenden Bevölkerung auf Mindestlohn unterwegs, plus diejenigen, die nur napp darüberschweben, plus die Dunkelziffer der illegal weniger Entlohnten.

Im wahnsinnigen Drang auf angebliche akademische Bildung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung kein Garant mehr dafür, auch ein angemessenes Auskommen zu haben.

Die Einkommensungleichheit steigt in Deutschland seit Jahrzehnten, das ist ein strukturelles Problem, gegen das viele Leute mit den von ihnen erreichbaren Qualifikationen einfach nicht ankommen können.

Hier ist die Politik gefragt, die es ignoriert. Geld ist mit Abstand genug da für alle.

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Kommentar von Familiengerd
17.07.2017, 13:05

@ GoodFella2306:

Deine Aussage - wenig Geld, weil geringe Qualifikation - rückt nahe an den "Fettnapf", in den der CDU-Generalsekretär Tauber mit seiner realitätsfremden (siehe den zutreffenden Kommentar von Agentpony!) Aussage getreten ist, wer einen vernünftigen Beruf erlernt habe, brauche keine 3 Minijobs.

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Kommentar von GoodFella2306
17.07.2017, 13:05

das kannst du halten wie ein Dachdecker.

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Kommentar von GoodFella2306
17.07.2017, 13:09

wenn du meine Aussage aufgrund deines persönlichen Empfindens in die Nähe von Taubers Aussage rückst, kann ich das nicht ändern. Das ist der Vorteil der freien Meinungsäußerung, von dem wir beide gerade partizipieren. Ich halte Taubers Aussage auch nicht für tragfähig, habe jedoch in meinem eigenen Leben und aufgrund der jahrelangen Erkenntnisse bei Bekannten, Verwandten und Kollegen den Eindruck gewonnen, dass man mit besseren Qualifikationen auch bessere Jobs bekommt. Umgekehrt könnte man auch sagen, wenn man nur geringe Qualifikationen vorweisen kann, muss man sich nicht wundern wenn man keine Höhe dotierten Positionen erreichen kann. Wie soll denn jemand, der gerade mal eine Lehre zum Tankwart absolviert hat, als Vertriebsleiter weltweit in einem globalen Unternehmen arbeiten? Solche Jobs muss man eben lernen, und das Wissen dafür fliegt einem nicht zu, sondern das erhält man durch aus und Weiterbildung.

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Kommentar von GoodFella2306
17.07.2017, 13:19

das Beispiel soll nur verdeutlichen, warum jemand kein Futter hat um einen Job zu bewerkstelligen bei dem man 50000 € pro Jahr oder mehr verdienen kann, wenn man nicht die entsprechende Ausbildung hat. Es ging mir also hier um das Jahresgehalt als Beispiel, nicht um die Position an sich. Wenn jemand eine Position bekleidet, mit der er gerade mal 15 bis 20000 € im Jahr verdient, und keine entsprechenden Qualifikationen hat um eine höher dotierte Stelle zu besetzen, dann sollte er sich eben fragen ob es Sinn macht eine Fortbildung anzustreben. Nicht mehr und nicht weniger. und von einem Automatismus habe ich auch nicht gesprochen. Aber sind wir uns nicht einig, dass die Chancen bei einer gut ausgebildeten Person weitaus besser stehen als bei jemandem, der gerade mal Basiskenntnisse eines Alltags Jobs hat?

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Neun Euro pro Stunde ergeben bei 250 Arbeitstagen zu acht Stunden für einen Kinderlosen in Steuerklasse I ca. 1.100 Euro netto im Monat. Da kann sich jeder ausrechnen, für was für ein Leben das reicht.

Weißt Du, Bezahlung ist ja auch eine Frage der Wertschätzung. Und wenn jemand für Mindestlohn oder für 9 Euro/h arbeiten muss, und damit gezwungen ist, am Existenzminimum zu leben, dann ist das nicht nur eine ökonomische Frage, sondern materieller Ausdruck der gesellschaftlichen Geringschätzung und Verachtung, die diesem Menschen entgegengebracht wird.

Da kann ich schon verstehen, wenn jemand sagen würde: "Wenn ich schon am Existenzminimum leben muss, dann soll die Gesellschaft, die mir das zumutet, auch dafür bezahlen. Dann behalte ich wenigsten einen Teil meiner Würde, weil ich mich nicht zu diesem entwürdigenden Hungerlohn verkaufe und damit selbst abwerte."

Schwieriger wird es, wenn da Familie und Kinder mit dranhängen.

Nein, Arbeitslosigkeit ist kein selbstgewähltes Schicksal und niedriger Lohn ist auch nicht das Ergebnis niedriger Qualifikation. Letzteres wird sich jedem erschließen, wenn man mal ein kleines Gedankenspiel veranstaltet und sich vorstellt, dass alle Erwerbsfähigen einen Hochschulabschluss hätten. Die Friseurin mit dann Hochschulabschluss würde deshalb keinen Cent mehr verdienen und der Gebäudereiniger mit Hochschulabschluss auch nicht.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass sich mit höherer Qualifikation der Erwerbsfähigen auch die Zahl der gutbezahlten Jobs erhöht. Es würde sich höchstens der Druck auf die Bezahlung in diesen Jobs erhöhen. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch an die vielen Tausenden hochqualifizierten Akademiker erinnern, die von Praktikum zu Praktikum, von einem prekär bezahlten Job in der Forschung zum nächsten vagabundieren.

Es ist auch ein Trugschluss zu glauben, dass es genügend bezahlte Arbeitsplätze gibt, so dass jeder, der arbeiten möchte auch bezahlte Arbeit bekommen kann. Das wird schon daran deutlich, wenn man bedenkt, dass die Arbeitsproduktivität schneller wächst als die Wirtschaftsleistung. Alleine durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt fallen mehr Arbeitsplätze weg, als neue geschaffen werden.

Arbeitslosigkeit ist ein untrennbarer Bestandteil des Kapitalismus. Sie ist das Druckmittel, mit dem die abhängig Beschäftigten im Zaum gehalten werden. Zeiten der relativen Vollbeschäftigung, waren Sonderfälle z. B. während des Aufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Wenn heute in Deutschland, die Arbeitslosigkeit sinkt, dann hat das zwei Hauptursachen:
Erstens werden Vollzeitarbeitsplätze zunehmend durch Teilzeitarbeitsplätze ersetzt. Das lässt sich sehr gut daran ablesen, dass zwar die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen ist, die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden jedoch gleich geblieben ist.
Zweitens bedeutet der deutsche Exportüberschuss in der Praxis auch einen Export der deutschen Arbeitslosigkeit in andere Länder. Die Produkte, die wir in andere Länder verkaufen, ohne von denen in gleichem Wert andere Produkte zu kaufen, schwächt deren Wirtschaft und schafft dort Arbeitslosigkeit, die wir dann bei uns nicht haben.

Die Arbeitslosen in diesem Land verursachen den abhängig Beschäftigten auch keine nennenswerten Kosten. Denn wenn die Arbeitslosen alle in bezahlten Jobs arbeiten würden, würde sich der Lohndruck noch weiter erhöhen, den alle Beschäftigten dann auch in der Brieftasche spüren würden.

Damit alle Erwerbsfähigen auch wirklich einen menschenwürdig bezahlten Job haben können, von dem sie gut leben und gesellschaftlich teilhaben können, braucht es ein anderes Wirtschaftssystem.

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Ja, für 9,€ arbeiten ist immer noch weitaus besser wie arbeitslos und Hartz IV. Man hat mehr Einkommen, wie als Hartz IV Empfänger. Zudem ist es kein gutes Gefühl, auf Kosten des Staates zu leben. Außerdem fällt einem, wenn man nur zu Hause ist, doch irgendwann die Decke auf dem Kopf.

Viele kleine und mittelständische Betriebe können, auch wenn sie wollen, nicht mehr, als den Mindestlohn zahlen, was den teilweise sehr hohen Lebensunterhaltskosten, Betriebskosten sowie Lohnnebenkosten zuzuschreiben ist. 

Hier muss die Politik ran. Leider setzen sich jedoch gerade die großen Parteien lieber für die Großkonzerne ein, als für kleine und mittelständische Unternehmen. So empfinde ich das zumindest.

Wir bräuchten eine neue Regierung, die deutlich mehr in die Infrastruktur sowie in die Sozialkassen investiert, damit einfach zum einen die kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre Angestellten besser bezahlen können, zum anderen die Lohnnebenkosten sinken und u.a. die Renten gesichert sind. Dafür könnte man an anderen Sachen sparen wie z.B. einige Großprojekte wie Stromtrassen oder auch die ganzen Abfindungen an Wirtschaftsbosse entweder deutlich senken oder stärker besteuern und deutlich weniger Diäten. Auch die Militäreinsätze im Ausland sollte man deutlich reduzieren, wenn nicht sogar schrittweise abschaffen.

So sehe ich das

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Kommentar von atzef
17.07.2017, 13:18

Kleine und mittlere Unternehmen, deren Geschäftsmodelle so gerade eben mal die Finanzierung des Mindestlohns vorsehen, verdienen es auch nicht, sich am Markt auf Kosten hemmungsloser Ausbeutung ihrer Mitarbeiter zu halten...

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Wenn ich eh schon keine Kohle habe, natürlich würde ich dafür arbeiten gehen. Denn je länger man zu Hause rumsitzt und vom Amt abhängig ist, desto schwieriger wird es, einen gut bezahlten Job zu finden.

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Das ist eine persönliche Entscheidung und Einstellung.

Ich würde auch für 9 Euro arbeiten. Ich war schon mit 8,50 Euro Mindestlohn beschäftigt. Schön ist das nicht, viel kommt nicht bei rum, aber besser als faul auf den Taschen der anderen, arbeitenden Mitmenschen zu leben.

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Wenn du für für 9€/h arbeiten gehst, ermöglichst du Arbeitgebener, solche Ausbeuterlöhne zu zahlen. Wir müssen uns kollektiv weigern, zu solchen Konditionen zu arbeiten, dann steigen die Löhne. Die "jede Arbeit ist akzeptabel"-Politik hat definitiv zum Niedriglohnsektor beigetragen. Hartz4 ist besser als ein Ausbeuterjob, auch für uns als Gesellschaft. Das müssen wir uns klarmachen, anstatt nur darauf zu schielen, Menschen um jeden Preis in Ausbeuterarbeit zu zwingen, da wir uns kurzfristig Einsparungen in der Arbeitslosenversicherung versprechen...

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Kommentar von biggie55
18.07.2017, 00:14

...also lässt du lieber die Bevölkerung für dich arbeiten???

Was denkst du, wer dein Hartz4 dann zahlt???

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Lohnarbeit ist stets mit Ausbeutung verbunden, denn woher kommen denn die Profite (Gewinne) ? Nun sie kommen aus der Lohnarbeit, sind geronnene Arbeit. Das ist etwas, was die bürgerliche Ideologie vgerschweigt, die kennt nur die Extraausbeutung, die sie als bloße Ausbeutung ansieht. 9 € sind folglich eine Extraausbeutung. Soll man dafür auch noch arbeiten?

In der Not frißt ein armer Deibel auch mal 9-Euro-"Mücken", allemal besser als z.B. in die Hos`gesch issen. 

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Ich würde auch nicht für 9 Euro arbeiten gehen.

Meine Alternative wäre aber nicht Nichtstun und ALG-2-Bezug, sondern Aus- und Weiterbildung, um an mehr Kohle kommen zu können. :-)

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Kommentar von thecheeky
17.07.2017, 16:45

Das mag für die zutreffen, die jung genug sind, um sich mit einer Weiterbildung Chancen für eine zumutbare Arbeit zu verschaffen.

Zur Weiterbildung oder Umschulung bereiten, hoch qualifizierten Menschen, die über 50 sind, wird die Weiterbildung auf Staatskosten verweigert!!!

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Es gibt hier in Deutschland ja immer noch die Möglichkeit, sich weiterzubilden, um bessere Arbeit zu finden. Klar, für die minderqualifizierten wird es auch hier in Deutschland immer schlimmer. Wer in diesem Zusammenhang aber schon Wörter, wie Sklaverei verwendet, der sollte in selbiger vielleicht mal eine Woche verbringen, damit er wieder in der Realität ankommt. Dann klappt es vielleicht auch mit einen besseren Job.

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Ich fand es schon immer besser, nicht von Ämtern abhängig zu sein. Leider werde ich das Finanzamt einfach nicht los. Schwarzarbeit kommt für mich nicht in Frage, das sind praktisch alles Schmarotzer und Volksschädlinge. Bei jeder Arbeit kommt man rum, hat Kontakte, die nicht nur aus anderen Faulenzern bestehen und lernt etwas.

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Das ist doch die gegenwärtige  Kardinalfrage - und die Kardinalantwort darauf heißt ganz klar: Ich bin kein Sklave!  Du sollst dich nicht anbieten/dieneln/buckeln! (das fängt beim Lohn an) 

Für den Arbeitgeber/Amt heißt das: Du sollst deinen Nächsten nicht bestehlen!  oder auch: Begehre nicht deines Nächsten Hab u. Gut (sprich Lebensenergie/Zeit/Harmonieempfinden/soziale Kondition)

ora et labora: bete u. arbeite bezieht sich auf brüderliche Gleichheit, auf dynamische Soziabilität für Mensch u. natürlich auch inclusive Natur!

Wenn sich daß Bewußtsein des Staates/Politik nicht entwickelt, bzw. nicht für gerechte/gleiche/zeitgemäße Sozial- und Gemeinschaftsstrukturen sorgt, dann kann er nur Entfremdung säen, zu der auch ungerecht bezahlte Arbeit dazugehört etc.! Dann ist es gerecht, logisch u. ethisch - unschuldig,  konsequent die Arbeit zu verweigern (bis zum "peinlichen" Gericht), wobei der Sieger schon jetzt feststeht: die entwickelte Ethik!

ALSO , KEIN BAMMEL VOR DER BESCHEIDENHEIT - H4 😊😨😊

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Ich geh sogar für 1,25 € die Stunde arbeiten ;D
Bin allerdings in der Ausbildung und bemesse den Wert meiner Arbeit eher in dem was ich dadurch lerne.

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Nö, da bin ich anderer Meinung - von Arbeit muss man auch leben können und nicht nur am Existenzminimum dahinvegetieren; solange das nicht wieder so ist  und man nur noch ausgebeutet, sollte man die Arbeit verweigern - sonst wird sich nämlich nichts ändern.

Vielleicht begreifen die Politiker ja dann, dass es so nicht läuft, wenn man konsequent solche Ausbeuterjobs verweigern würde.

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Kommentar von GoodFella2306
17.07.2017, 11:56

sollte man dann und wann nicht auch darüber nachdenken was die Ursachen sind, wieso man nur solche Jobs machen kann? Sprich über die eigenen Qualifikationen nachdenken? Ich kann doch nicht erwarten dass mir jemand richtig viel Kohle in den Allerwertesten schiebt, wenn ich letztendlich nicht wirklich viel kann.

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An alle, die an  den bestehenden Verhältnissen herumnölen und Frau Merkel oder "der Politik" die Schuld geben:

Jeder ist aufgefordert, sich selbständig zu machen, Arbeitsplätze zu schaffen und seine Leute ordentlich zu bezahlen. Das ist in Deutschland nicht verboten.

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Für so wenig würde ich im Jahr 2017 nicht arbeiten geben.

Ich zahle jedem meiner Mitarbeiter viel mehr als die deutschen zahlen. 

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Kommentar von markusher
18.07.2017, 07:17

schön, was zahlst du denn? wo findet dich ein arbeitsloser, um bei dir eine bewerbung abgegeben zu können?

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Natürlich würde ich das.

Auch für 8 oder 7€.

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dein freund muss ja nicht für 9 euro arbeiten gehen. dann wird er schon wissen wovon er lebt. alg2 wird er bei arbeitsverweigerung nicht bekommen.

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wenn die Alternative zu 9 €  das Wartebänkchen im Jobcenter ist, dann würde ich logo für den Lohn ackern. Kommt doch auch drauf an, was du kannst, wie sehr du auf Draht bis und ob de ne Schluse bist oder ob du es verstehst dich unentbehrlich zu machen. Dann kannst du nämlich nach Ablauf der Probezeit auch ruhig mal zum Chef sagen, er soll auf deinen Stundenlohn noch 1,50 draufpacken. Und dann so peu a peu immer weiterbohren, auch zusehen, dass du dich innerbetrieblich nach oben strampelst, also befördert wirst in ne höhere Lohngruppe, alles sowas. Dann nämlich sind 9.- € bloß der Türöffner, der Einstiegslohn.

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Es ist moderne Sklaverei - nämlich die anderen für seinen Lebensunterhalt ("Hartz 4") zahlen zu lassen.

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