Würdet ihr einem Therapeuten direkt am Anfang der Therapie Alles erzählen oder eher vorsichtig beginnen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn man eine Therapie beginnt, kann man von Anfang an oft gar nicht alles erzählen. Dafür reicht auch gar nicht die Zeit.

Am Anfang nur die nötigsten Dinge, damit er sich ein Bild machen kann von dir und ob eine Therapie sinnvoll ist u woran man arbeiten könnte.

Wenn die Therapie dann startet, hast du manchmal Jahre Zeit, um dich "nackig" zu machen.

Du darfst so viel erzählen wie du magst bzw wie du dich wohl damit fühlst. Wenn du dich direkt sicher genug fühlst viel zu erzählen, dann kannst du das innerhalb der Therapiestunde tun!

Der Therapeut kann dich besser verstehen, je mehr du erzählst & Dir auch besser helfen. Allerdings ist es auch kein Problem erstmal zurückhaltend zu sein und nur stückweise von Gefühlen/Gedanken/Erlebnissen zu berichten.

Das einzig wichtige ist, wie DU dich damit fühlst. Und wenn du gerne von dir aus viel erklären möchtest, kann du das gerne tun. Ansonsten wird dich der Therapeut mit Fragen unterstützen um sich zumindest erstmal ein grobes Bild machen zu können.

Vertraue auf dein Bauchgefühl, wie viel du sagen möchtest und was [aktuell] noch zu viel Information für den Therapeuten wäre. Verstell dich nicht und versuche du selbst zu sein und dich innerlich nicht unter Druck zusetzen.

Allgemein gilt; du hast in der Therapie so viel Zeit und Raum wie du benötigst um dich zu öffnen. Es ist alles vollkommen okay, solange es langfristig kleine Fortschritte gibt und du gewillt bist Dir helfen zu lassen. Also setz dich nicht unter Druck. Und du musst auch nicht alle Fragen beantworten, die Dir der Therapeut stellt, wenn du dich dafür nicht bereit fühlst. Auch das ist okay.

Alles Gute für dich,

Hope.

Denkst du die Therapeuten reden über ihre Patienten mit Anderen ?

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@Fragexy834

Nein und das dürfen Therapeuten auch überhaupt nicht.

Ausnahme davon ist die Supervision die alle Therapeuten in Anspruch nehmen, dort kann der Therapeut anonymisiert über bestimmte Patienten sprechen bzw vielmehr über den Umgang mit dem Patienten oder einem bestimmten Thema, welches in der Therapie bearbeitet wird. Dort kann der Therapeut von einem Außenstehenden Ratschläge oder neue Denkanstöße erhalten.

Aber ein Therapeut unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht, solange also keine Gefahr im Verzug ist, ist der Therapeut verpflichtet niemandem von deiner Therapie zu berichten, es sei denn er hat eine Schweigepflichtsentbindung, zb deinem Hausarzt gegenüber. Dann erfährt aber auch der Hausarzt nur für IHN wichtige Sachen, nicht aber irgendwelche persönlichen Therapieinhalte.

Mach dir deswegen keine Sorgen. Ohne dein Einverständnis bzw wenn du minderjährig bist, dass deiner Erziehungsberechtigten, darf ein Therapeut nicht über deine Therapie mit einer 3. Person sprechen.

Liebe Grüße, Hope.

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Ein Therapeut hat nur eine bestimmte Zeit pro Sitzung mit dir.

Du kannst ihm bei den ersten 1-2 Malen nicht alles erzählen.

Er wird dir gezielt Fragen zu deinen Problemen stellen.

Angst davor Eltern von Therapie zu erzählen?

Habe vor mich bei nem Psychiater / Therapeuten zu melden, weil mich einige Dinge belasten. Natürlich werden Iwann meine Eltern davon wissen wollen/ werde ich es ihnen erzählen müssen, da ich noch bei Ihnen wohne und es etwas ernstes ist. Ich habe aber unfassbar Angst davor. Ich habe keine richtigen Freunde mit denen ich mich verabrede, sondern eher nen Haufen bekannter. Das letzte mal als ich was mit „Freunden“ gemacht habe, war vor ca 4 Monaten. Ich sehe sie eher immer in der Uni und das wars.. nie außerhalb.. nun, es ist offensichtlich, dass das nicht normal ist. Meine Eltern und Geschwister reißen darüber Witze, dass ich keine Freunde habe, dabei liegt es nicht daran, dass Leute mich unsympathisch finden, eher das Gegenteil, sondern es geht von mir aus so.. ich habe echt Probleme damit Freundschaften aufzubauen. Das ist einer der Gründe warum ich zum Psychiater/ Therapeuten will, denn der Grund für mein Verhalten ist tiefliegender, will aber nicht hier drauf eingehen. Ich „bin“ nicht einfach antisozial. Das Gelächter und die Witze brechen mir das Herz und „reißen“ mich auseinander, und werde wenn solche Witze kommen immer defensiv und wütend, zurecht mMn, aber dennoch hört niemand auf. Ich habe auch trichotillomanie, das weiß meine Familie auch nicht, bzw sie wissen nicht, dass es eine Krankheit ist, und machen sich auch darüber lustig, dass ich zB „keine Augenbrauen“ habe. Das tut schon weh, auch wenn ich da mitlache.. aber das tu ich eher aus Scham. An sich ist das Verhältnis zu meinen Eltern und Geschwistern gut, aber sie machen sich andauernd über bestimmte lustig, wofür ich direkt eigentlich nichts kann, da ich es selber ja nicht so will und es eher mit meiner mentalen Gesundheit zutun hat und sie es nicht wissen. Nun habe ich sehr viel Angst davor, dass selbiges passiert wenn ich über die Therapie erzähle, oder dass sie mich für eine Verrückte halten, da sie sich oft über psychisch Kranke lustig machen.

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Fragen zur Spinnentherapie

Hey Leute...

Also ich bin Mädchen, 12 & kann mal wieder nicht schlafen weil so eine richtig fette Winkelspinne in meinem Zimmer war, und auch wenn sie jetzt von Papa weggebracht worden ist, habe ich hier Angst^^ Ja so gehts mir oft und einfach diese ganze Spinnenphobie nervt mich... schränkt mein Leben auch ein wenig ein.... Deshalb möchte ich eine Spinnentherapie machen. Doch mir ist dabei ganz mulmig... Ich hoffe jemand hat Erfahrungen... oder kann mir schon so die untenstehenden Fragen beantworten. Wäre seeehr nett!!!

  1. Macht man die Therapie einzelnt mit dem Therapeut oder in der Gruppe also mit Mehrere?
  2. Wie lange dauert je Sitzung und wie viele Sitzungen gibt es etwa?
  3. Muss man, bevor die Spinnentherapie überhaupt anfängt, dem Therapeut erstmal sein ganzes Leben erzählen oder so?? Weil das haben Therapeuten ja irgentwie doch so in sich..!?
  4. Ist des irgentwie richtig hart?? Oder geht man mit recht gutem Gefühl zur Therapie??
  5. Wird man da zu irgentwas gezwungen!? Oder stark überredet oder so, wenn man irgentwas nicht machen möchte?
  6. Kann man auch jederzeit sagen: "Ich höre auf!" und dann einfach rausgehen?
  7. Wenn man dann z.B. eine Spinne am Körper hat oder so, und man möchte die wieder runter haben und sagt das auch sofort, nimmt er sie dann auch ohne zu zögern runter oder ist der Sinn der Therapie das der Therapeut die einfach drauf lässt!?

Ich bin sehr froh über Rat, denn ich habe ja fast viel mehr Angst vor dieser Spinnentherapie als vor der Spinne selbst O.o

LG Jamjutty

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