Wut auf Therapeut! Ist dies in meiner Situation berechtigt?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

hallo oooomg

ich kann verstehen, dass dich der Verlauf deiner Therapie frustriert. Insofern sind deine Wurfßgefühle gegenüber dem Therapeuten auch schon verständlich, ich kann aber nicht eburteilen, ob sie berechtigt sind., Das ist aus der Ferne schlichtweg unmöglich.

Die Wut und den Frust in sich hineinfressen taugt bestimmt nichts, insofern wäre es gut, wenn du produktiv damit umgehen könntest. Vielleicht könnten folgende Vorgensweisen dir dabei helfen:

a) Spreche deine Gefühle innerhalb der Therpaie an, versuche dabei erst einmal keine Vorwürfe zu formulieren, sondern erst einmal auszusagen, dass du vom bisherigen Therpiaverlauf enttäischts bist und dass du nach den aktiellen Therpiestunden du dich schlecht fühlst.

b). Guck erst mal wie der Therpeut reagiert.

Wichtig wäre, dass er deine Gefühle und Einschätzungen ernst nimmt (er kann das ja dennoch anders sehen).

c). Frage ihn, was er als Ursache dafür sehen könnte, warum es dir nicht gut geht.

cd)Erst danach solltest du seine Verhaltensweise beurteilen, bis dahin hätte er denke ich noch eine Chance verdient, mir dir das Problem zu bedreden.

e). Trotz aller Wut, fasse deine Kritik möglichst schaorientiert zusammen (wenn da nötig ist). Vielleicht kann dein bisheriger Therpeut nichts für deinen Frust?

In einer Therapie kann einiges auftauchen, das für den Klienten schmerzhaft ist. So bitter das sein kann, das kann dann aber helfen, dass mit dem Klienten ein besserer Umgang mit solchen vielleicht bis dato verdrängten Problemen erarbeitet wird, so dass diese Dinge, die so schmerzen können, produktiv überwunden werden können.

Aus der Ferne kann ich das nicht beurteilen, ob es so bei dir aktuell läuft, aber auch das könnte ein Grund sein, dass du dich da austauscht, erst einmal mit deinem Therapeuten, dann aber vielleicht auch mit einer weiteren Beratung, die da ein Knowhow bezogen auf soclhe Fragen mitbringt.

Schau lieber nach vorne. was könnte dir in deiner Situaition helfen, auch wer könnte dir helfen? Hast du dich schon bezogen auf eine neue Therpaie beraten lassen?

Du kannst dich z.B. an einen sogenannten sozialpsychatrischen Dienst wenden, diese Beratungsstellen sind als erster Anlauf für Menschen gedacht, die sich erst einmal bezogen auf eine Therapie oroentieren wollen. In erster Linie sind das Menschen, die vielleicht mit einer Therapie beginnen wollen, aber auch in deinem Fall, wo dich neuoroentieren möchtest bzw. musst, könnten dir solch eine Beratung bei solch einem Dienst weiterhelfen.

Soweit erst einmal das, was mir zu deinem Problem einfällt. Wenn mir noch was einfallen sollte, melde ich mich.

Liebe Grüße und alles Gute, Thomas

Hallo lieber Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort! Hab mich sehr über Deine Hilfe gefreut!

Leider habe ich es noch nicht geschafft meine Wutgefühle dem Therapeuten gegenüber offen auszusprechen. Liegt unteranderem daran, dass ich nicht mehr zu ihm gehe. Und ich momentan auf dem Weg in neue Therapie bin. Allerdings lässt mir diese Wut und Enttäuschung keine Ruhe und ich glaube ich werde Deinen Rat befolgen und mit ihm (auch, wenn die Therapie vorbei ist) darüber reden. Nur ich habe unheimliche Angst davor nach dieser Aussprache wieder zusammen zu brechen, bzw. in eine erneute depressive Phase zu fallen, weil ich wieder zu ihm gegangen bin, ihn gesehen habe ... es ist wie ein "Bann", in den ich gezogen werde. Naja, trotzdem werde ich es tun. Liebe Grüße oooomg

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Warum kann er die Depression nicht behandeln??? Er kann vielleicht keine Medikamente verschreiben. Aber mit einer Depression sollte er doch schon umgehen können.

Es gibt in fast jeder Therapie folgende Phasen:

  1. Skepsis
  2. Annäherung
  3. positive Verklärung
  4. Ablehnung/Wut
  5. wirklich intensive Arbeit
  6. Angst/Wut/Trauer bei Gedanken an Ende
  7. gute Ablösung

das ist jetzt sehr pauschal und laienhaft ausgedrückt. Gerade in bestimmten Phasen ist es auch sinnvoll, dem Klienten selbst die Entscheidung zu überlassen, wann und wie oft er kommen mag. Das ist gerade in Situationen sinnvoll, wenn der Klient zu viel vom Therapeuten erwartet ("Der soll mir helfen" statt "Er unterstützt mich dabei, eigene Lösungen zu finden und um zu setzen"). Vielleicht ist einfach auch die Zeit noch nicht so weit, dass du wirklich etwas ändern willst und du "brauchst" noch eine Phase der Melancholie? Das ist ein "vielleicht", das kann weder der Therapeut noch du (und erst recht nicht ich) genau wissen - das zeigt sich mit den nächsten Tagen und Wochen, ob du weiter arbeiten willst (ob mit diesem oder einem anderen Therapeuten) oder ob du lieber "nichts" tust und Medikamente willst. Das gilt explizit NICHT bei schwerer Depression, da sind Medikamente durchaus angebracht, die dir aber auch ein Hausarzt verschreiben kann und du kannst trotzdem bei einem Therapeuten weiter machen, der nicht verschreiben darf.

Aber auf jeden Fall solltest du dem Therapeuten von deinen Gefühlen berichten. Wenn er gut ist, könnt ihr das aufarbeiten und schauen, wie berechtigt die sind. Ein guter Therapeut weiß zu unterscheiden zwischen "berechtigter" Wut und Wut als Teil des therapeutischen Prozesses. Wenn er das nicht kann, solltest du wirklich wechseln.

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Damit hilfst Du mir sehr! LG

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Handelt es sich bei diesem Therapeut um einen wirklichen Psychologen? Soweit ich weiß, bieten ja auch "Heilpraktiker", die eher weniger seriös erscheinen, Beratungen etc. an.

Wie dem auch sei, wenn du das Gefühl hast, die Therapie tue dir nicht gut, dann würde ich schon etnsthaft darüber nachdenken, den Therapeuten zu wechseln.

Möglicherweise hilft es dir auch, mit Vertrauenspersonen darüber zu reden. Oder - wenn es dir nicht gut geht - auch mit der www.telefonseelsorge.de, die bietet auch Beratung über das Internet an.

Alles Gute!

Das macht nur dann Sinn wenn du danach den Mumm hast mit ihm darüber zu sprechen! Ansonsten ist das sinnloses Papier! Wenn du dich das traust finde ich das eine gute Idee die DICH vielleicht schon deutlich weiter bringt!

du steckst natürlich große erwartungen in die therapie und den therapeuten und wünschst dir jetzt besserung

doch die therapie ist die eine sache und die andere ist es dass du aktiv wirst und deine gedanken überprüfst alles was wir denken das leben wir auch

aus meiner sicht braucht kein mensch einen therapeuten wenn er selber die eigenen gedanken überprüft

wir müssen lernen zu vergleichen, stell dir vor du sagst einer frau die eben ihren mann verloren hat und ihre kinder bestialisch umgebracht wurden und sie selber ums tägliche brot kämpft, wie schlecht es dir geht,

meinst du sie kann dich verstehen?

es ist wichtig eine mitte zu finden was wirklich schrecklich ist und daran die täglichen probleme zu messen

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