Wohngeld: nach 9 Monaten Bearbeitungszeit neue Anforderung von Kontoauszügen?

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3 Antworten

Wie kommst du darauf, dass es Willkür ist? Möglicherweise ist eure Einnahmesituation einfach so unübersichtlich. Und Fakt ist, Wohngeld soll nicht missbräuchlich gewährt werden.

Ihr habt doch wohl nichts zu verbergen, also wo ist das Problem? Tragt die Kontoauszüge auch noch hin und dann gibt es vielleicht irgendwann einen anfechtbaren Bescheid. Falls du die Frist nicht einhältst, wird also Nächstes ohnehin eine Versagung der Leistungen ins Haus flattern.

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Kommentar von estrelle1984
22.02.2016, 13:51

Nein wir haben nichts zu verbergen. Das Problem ist aber, dass in unsere Ausgaben Fixkosten interpretiert werden... z.B. Tierarztkosten, oder Hobbykosten... oder oder oder..anstatt es als anfallende Ausgaben zu werten, die halt anfallen, weil man das Geld dafür zur Verfügung hatte.


Für mich ist es eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, mit dem Unterschied, dass er definitiv was finden wird.


Ja ich fühle mich wie ein Verbrecher... ich habe schlechtes Gewissen, dass ich nur Lebensmittel eingekauft habe, wenns halt nötig war, und nicht darauf berechnet "was wohl das Wohngeldamt sagt, wenn es sieht, ich habe in einem monat nur alle 2 Wochen eingekauft"...


Oder schlechtes Gewissen, dass ich beim Tierarzt war, als der Hund einen Schlaganfall hatte ... damit das Wohngeldamt blos nicht denkt, ich würde monatlich 160 Euro fürn Tierarzt brauchen...


usw.


Er fragt.

Ich antworte.

Und es fühlt sich unangenehm und wie Ausreden an, auch wenn es nicht so ist. Auf jede Frage, habe ich eine plausible Antwort, in der Summe sieht es aus wie ein konstruiertes angepasstes Gebilde.


Aber das Leben ist nicht planbar. Das Leben passiert, und ich werde hier nicht sitzen und monatlich ausrechnen, oh mist, lass uns einkaufen, es fehlen noch 50 Euro zum benötigten Grundversorgungsdurchschnitt..

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Hallo Estrelle, wir führen im Moment auch einen Kampf mit der Wohngeldstelle. Bei meiner Tochter hat es 10 Monate gedauert, eh sie eine Antwort bekommen hat. In dieser Zeit wurde sie auch noch arbeitslos, 423,50 Euro im Monat. Kein Geld mehr für die Miete. Da kann man als Mutter ja nicht einfach zusehen. Zum Jobcenter konnte sie nicht gehen, da ja der Antrag auf Wohngeld lief und noch nicht beantwortet war. Ich habe ihr auf Grund dieses sozialen Härtefalles ein zivilrechtlich ordnungsgemäß formuliertes Darlehen gewährt, damit sie erst mal nicht ihre Wohnung verliert. Ab da bekommt sie nun kein Wohngeld mehr. Dieses Darlehen wird als immerwiederkehrendes positives Einkomme gewertet, was natürlich nicht stimmt,  Wir sind in Widerspruch gegangen. Es ist einfach schlimm. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem  Kampf mit den Ämtern. 

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was der genaue Grund ist, weiß ich nicht. Ich kann mir schon denken, daß die, bevor sie Geld zahlen, lieber noch einmal gucken, was man noch alles prüfen kann. Dann schick denen einfach schnell die Kontoauszüge. Das ist einfach das sinnvollste. Alles andere zieht lange Wege mit sich.

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Kommentar von estrelle1984
20.02.2016, 01:57

"Einfach schnell" ist gut, für 3 Monate Kontoauszüge bearbeiten hat er 9 Monate gebraucht..

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