wo liegen die ursprünge im judenhass?

8 Antworten

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Die Verwendung des Begriffes Antisemitismus für Judenfeindlichkeit ist in sofern falsch, als dass er allgemeine Feindlichkeit gegenüber semitischen Völkern suggeriert. Nachdem aber Ägypter, Araber, Syrer u.v.m. auch zu den Semiten gehören und viele von ihnen judenfeindlich eingestellt sind, ist es ein Widerspruch in sich. Aber um nicht zu verwirren und aufgrund der ohnehin starken Etablierung, behalte ich die Verwendung des Wortes Antisemitismus als Synonym für Judenfeindlichkeit bei.

Vier Dinge waren in der Geschichte Grundauslöser für Antisemitismus. Den Anfang machte die Tatsache, dass die Juden in der Antike die Vielgötterei (Polytheismus) ablehnten und stattdessen nur einen Gott (Monotheismus) als Schöpfer der Welt akzeptierten. Das führte zu Spannungen zwischen den Völkern und schließlich zum jüdischen Krieg während der römischen Kaiserzeit. Den Mammutanteil am Antisemitismus ist der Kirche zuzusprechen. Beginnend mit den Anfängen des Christentums, erstreckte sich der Hass gegen die Juden bis ins zwanzigste Jahrhundert, wobei das Mittelalter mit der Verbreitung des Neuen Testaments und den darin enthaltenen judenfeindlichen Textpassagen, dem Judenhass eines Martin Luther, sowie der Einteilung der Juden als Rasse, den Höhepunkt darstellte. Als dritter Grundauslöser müssen die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“ erwähnt werden, welche Anfang des 20. Jahrhunderts, als geheime Dokumente, eine Weltverschwörung der Juden belegen sollten. Auch die Juden selbst müssen sich eine Teilschuld mit eingestehen. Zum einen aufgrund der Vermessenheit, sich als das von Gott auserwählte Volk zu bezeichnen, also die vorgebliche Überlegenheit ihrer religiösen Kultur, und zum anderen aufgrund ihrer Anpassungsverweigerung und Absonderung in Zeiten, in denen die Kirche noch im Aufstieg war. Der Holocaust im Dritten Reich ist das Ergebnis christlicher Hetzpropaganda der Bibel, dem aufkeimenden Rassismus des späten 19. Jahrhunderts und einer daraus entstandenen politischen Ideologie, der Schwächung des Deutschen Reiches durch den verloren gegangenen 1. Weltkrieg, sowie der Weltwirtschaftskrise. Man brauchte einen Schuldigen und den fand man wieder einmal im Juden. Der gottesfürchtige und bibeltreue A.dolf H.itler, sah sich selbst als Messias, welcher die Prophezeiungen des Neuen Testaments im Namen Gottes und der Unterstützung der Kirchen erfüllen wollte.

„Denn ihr seid Nachfolger geworden, liebe Brüder, der Gemeinden Gottes in Judäa in Christo Jesu, weil ihr eben dasselbe erlitten habt von euren Blutsfreunden, was jene von den Juden, welche auch den HERRN Jesus getötet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen zuwider, wehren uns, zu predigen den Heiden, damit sie selig würden, auf daß sie ihre Sünden erfüllen allewege; denn der Zorn ist schon über sie gekommen zum Ende hin.“ –Thessalonicher 2, 14-16 (Lutherbibel 1912)

Auch bis ins 21. Jahrhundert hält sich der Antisemitismus hartnäckig. Hauptursachen sind Geschichtsrevisionismus, der andauernde Nahostkonflikt, gewisse Strömungen des Islamismus, sowie die nach wie vor bestehende Ideologie des Nationalsozialismus. Ein besonderer Punkt, welcher ebenfalls Nährboden für Antisemitismus sein kann, wäre die nachhaltige historische Verantwortung, welche aus den Verbrechen des Dritten Reiches resultiert. Selbst für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie man einer Nation etwas bis in die mittlerweile 4. Generation nachtragen kann. (zum besseren Verständnis: Wenn beispielsweise mein Nachbar meine Frau getötet hätte, kann ich nicht nach 40 Jahren des Nachbars Enkelkinder dafür immer noch verantwortlich machen, nur weil der Nachbar inzwischen tot ist.) Die Hauptschuld dieser - ich nenn sie einfach mal - ‚Verantwortungsverschleppung’, trägt unsere Bundesregierung mit Ihrer Politik, weil sie nichts dagegen unternimmt. Die Kontroverse wird im Gegenteil sogar noch weiter angeheizt, in dem man im Fernsehen einen israelischen Politiker sagen hört: „Deutsch ist die Sprache der Nationalsozialisten.“, und kurz darauf einen anwesenden hochrangigen deutschen Politiker auf dem Bildschirm sieht, welcher diese Aussage mit Beifall sogar noch unterstützt. Es gibt nicht den geringsten Grund bzw. die geringste Veranlassung den nationalsozialistischen Teil der deutschen Geschichte zu verherrlichen. Eine Vertretung nationalsozialistischen Gedankenguts hat gänzlich nichts mit nationalem oder patriotischem Denken zu tun. Wir dürfen uns vor unserer Vergangenheit weder verstecken, noch sie verleumden, verfälschen oder bekämpfen. Aber uns Deutsche an jene 12 Jahre messen zu lassen, ist Hochverrat am eigenen Volk und der eigenen Kultur.

Das vorangegangene Beispiel übrigens hat nichts mit „Sekundärem Antisemitismus“ zu tun, bei dem es um Verschiebung der Opfer-Täter-Koordinaten geht.

Toll dargestellt. Verrätst du mir auf welchen Vorfall im Fernsehen du da anspielst?

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@TheFirst

Ich habe bereits des Öfteren versucht, einen Artikel darüber oder ein Video auf YouTube zu finden, leider ohne Erfolg (möglicherweise zensiert). Ich weiß nur, dass es während einer Rede vor der Knesset war. Bei dem deutschen Politiker habe ich eine Vermutung, kann sie aber nicht äußern, denn das wäre u.U. Verleumdung, sollte ich mit meiner Vermutung falsch liegen. Es gibt regelmäßig einen Eklat um die deutsche Sprache, wenn ein deutscher Politiker vor der Knesset sprechen soll. Etwas habe ich im Netz gefunden: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7C585A3FCE4D445BAF3A0AED4005F6F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Gute Darstellung - aber bei einem Satz muß ich Dir doch widersprechen:
> Der Holocaust im Dritten Reich ist das Ergebnis christlicher Hetzpropaganda der Bibel
Im dritten Reich hat nicht die Bibel gehetzt, sondern der Nationalsozialismus. Auch daß Hit.ler das Konkordat mit dem Papst geschlossen hat, ist nicht die "Schuld" der Bibel.
Im neuen Testament steht nämlich eindeutig als Gebot für Christen
"Liebet Eure Feinde" ,Matth.5:44

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Ich vermute, daß Neid der Auslöser ist. Das Jüdische Volk war einmal "das Volk Gottes", alle Stammesführer waren Erleuchtete. Das hatte bestimmte Auswirkungen. Das Volk selbst ist insgesamt recht selbstbewußt und tritt auch so auf und hat in seiner Kultur besonders viele und hohe Begabungen in vielerlei Richtungen (bildende Kunst, Musik, Wissenschaften, Medizin, Umgang mit Materie) hervorgebracht und diese wurden auch bewahrt und gepflegt. Da war und ist es kein Wunder, daß es viele Neider gibt.

Die Anführer der alten Israeliten waren "Erleuchtete"? Das bezweifle ich. Weiß du, zu welchem Ergebnis seriöse israelische Archäologen kommen? König David war, falls er überhaupt gelebt hat, der Anführer einiger bettelarmen Hirten, Jerusalem eine Ansammlung von armseligen Hütten...

Du darfst nicht auf die Aussagen der Bibel reinfallen! Das ist Propaganda von solchen verstockten religiösen Gestalten, die wir heute Mullahs und Ajatollahs nennen!

Die Kultur der Juden, das ist eine ganz andere Sache, das hat nichts mit Gott, sehr wohl aber mit der religiösen Kultur der Diskussion und der Kommunikation zu tun (Auswendiglernen, wie im Islam und im Katholizismus, reicht da nicht, die Gedanken werden immer und immer wieder durchgedacht und auf unerwartete Sinnzusammenhänge hin geprüft...). Darin sehe ich den großen Vorteil der jüdischen Kultur, dass sie das Denken schult und nicht den Gehorsam, wie die beiden anderen Buchreligionen.

Im Übrigen, die Sache mit dem "Volk Gottes" ist auch so eine listige Gedankenkonstruktion von politisch-religiösen Führern der alten Israeliten, um den Anhängern eine unerreichbar privilegierte Stellung zu suggerieren. So, wie religiöse Führer bis heute ihren Gemeindemitgliedern das Überleben des Weltuntergangs in Aussicht stellen…!

Allerdings glaube ich nicht, dass Juden oder Bürger des Staates Israel den Ausdruck „Volk Gottes“ so richtig ernst nehmen, wie insbesondere evangelische Christen!

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das ist eine sehr lange geschichte. ich zitiere aus bailey/khul etwas zum ALLGEMEINEN VERSTÄNDNIS: Seit Jahrtausenden befindet sich der Jude auf der Wanderung. Er hat viel Wundervolles in der Welt geschaffen und der Menschheit viele ihrer grössten Männer geschenkt; dennoch hat man ihn gehasst und verfolgt, verraten und gehetzt. Als symbolische Figur verkörperte er die Geschichte der Menschheit. Die alten Tendenzen der Juden, Werte gierig zusammenzutragen und nicht loszulassen sowie die Integrität (Unversehrtheit) ihrer Rasse und Nation zu wahren, sind ihre besonderen Merkmale. Sie können nicht in anderen Nationen aufgehen und doch ist diese Rasse so ungeheuer alt, dass es keine Nation in der Welt gibt, die nicht eine Wurzel in ihnen hätte. Diese Gruppe war in den Tagen von Lemuria so weit vorangeschritten, dass alle ihre erstrangigen Mitglieder auf dem Pfad der Jüngerschaft standen. Es gibt im Westen keine Geschlechter, die nicht Abkömmlinge dieser ältesten erwählten Klasse von Menschen wären, mit Ausnahme der Finnen, Lappen und jener Nationen, die ausgesprochen mongolischer Abstammung sind. Was heute als jüdisches Blut bezeichnet wird, ist jedoch nicht mehr dasselbe, was es in früherer Zeit war. Der moderne Jude ist ebenso ein Mischling, wie es die angelsächsische Rasse ist, er hat nur durch die ihm aufgenötigte Einengung und Absonderung seine originalen Eigentümlichkeiten stärker bewahrt und unversehrt erhalten.

Eben diese Erkenntnis von der gemeinsamen Abstammung hat [400] die Israeliten in England dazu verleitet, die Wahrheit in der Weise umzudichten, dass unsere moderne Geschichte des Westens auf jene Juden zurückzuführen sei, die sich später über die Welt zerstreuten. Die Abstammungsbeziehungen sind jedoch weit älter und datieren zurück in eine Zeit, die vor jener Geschichte der Juden liegt, über die uns im alten Testament berichtet wird. Die ursprünglichen drei Jünger und ihre Sippen waren die Vorfahren von drei grossen Rassengruppen, die man wie folgt verallgemeinern kann:

  1. Die semitische Rasse (oder Rassen) der biblischen und der modernen Zeit; die Araber, die Afghanen, die Mauren sowie die Abkömmlinge und Zweige dieser Völker, einschliesslich der modernen Ägypter. Diese stammen alle von dem ältesten der drei Jünger ab.

  2. Die lateinischen Völker und ihre verschiedenen Zweige, die sich über die ganze Welt erstrecken; und ferner gehören die keltischen Rassen hierher, wo immer sie anzutreffen sind. Diese stammen von dem zweiten der drei Jünger ab.

  3. Die Teutonen, die Skandinavier und die Angelsachsen, die Abkömmlinge des dritten der drei Jünger sind.

Die obige Zusammenstellung ist eine weitgehende Verallgemeinerung. Die Periode, die in Frage kommt, ist so gross und die Verzweigungen während der Zeitalter sind so zahlreich, dass es mir nicht möglich ist, mehr als eine allgemeine Idee zu geben. Allmählich haben sich die Nachkommen von zweien der drei Jünger zu den Legenden bekannt, die in den Zeiten von Atlantis verbreitet wurden und haben sich an die Seite derer gestellt, die gegen die heutigen Juden sind; alles Gefühl für ihren gemeinsamen Ursprung ging ihnen verloren. Es gibt heute keine reine Rasse auf der Welt, da Wechselheirat, unerlaubte und wahllose Beziehungen während der letzten Millionen Jahre so zunahmen, dass kein reiner Stamm mehr existiert. Dazu sind Klima und Umgebung zwei grundlegende Faktoren, denen ein weit grösserer Einfluss als irgendeiner [401] aufgezwungenen Absonderung zukommt, - eine dauernde Wechselheirat zwischen Menschen ein und derselben Rasse ausgenommen. Im Hinblick auf diesen letzten Faktor ist der Hebräer heute der einzige, der sich ein gewisses Mass rassischer Unversehrtheit bewahrt hat.

Wenn die Menschheit erwacht, die Tatsache ihres gemeinsamen Ursprungs einsieht und die drei grossen Stämme unserer modernen Zivilisation anerkennt, dann wird der alte Judenhass aussterben, und der Jude wird sich mit der übrigen Menschheit solidarisch fühlen und darin aufgehen. Selbst die orientalischen Rassen, die Überbleibsel der grossen atlantischen Zivilisation, weisen in ihren Ahnenreihen Spuren von Vorfahren der modernen Juden und anderer Rassentypen auf, aber sie haben sich nicht so leicht vermischt und haben daher ihre Eigenheiten besser als die Menschen des Westens bewahrt.

Was ist das für eine merkwürdige Quelle, aus der du hier zitierst? Die Juden und Teutonen als Rasse...? Atlantis...? Die "Jünger"...?

Eigenartig! Vor allem scheint da viel Kreativität am Werke gewesen zu sein!

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"angelsächsische Rasse..."

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wenn ihr auch sachen über das thema die kirche in der ns zeit beitragen wollt dann gerne.. würde ich mich freuen :)

danke im voraus

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